Das Kind der GesellschaftS


V

Demo in Spanien: Tausende demonstrieren für Flüchtlinge und für Öffnung der Grenzen

In Barcelona haben am Sonntag tausende Menschen für die Aufnahme von Flüchtlingen in Europa demonstriert. Sie fordern die Öffnung der Grenzen. Spanien hat seine Südgrenze zum Mittelmeer seit Jahren hermetisch abgeriegelt.
Demo für Flüchtlinge
© dpaDemo für Flüchtlinge am Sonntag in Barcelona
Nach Angaben der Polizei nahmen an dem Marsch durch die Stadt im Nordosten Spaniens rund 9000 Menschen teil. Auf einem Spruchband stand „Öffnet die Grenzen, wir wollen sie aufnehmen“. An der Demonstration beteiligte sich auch die Bürgermeisterin der katalanischen Metropole, Ada Colau.

Die seit einem Jahr als Stadtchefin von Barcelona amtierende Colau kommt aus der Protestbewegung Indignados (Die Empörten). Sie hatte im September vorgeschlagen, ein Netzwerk aus Städten zu gründen, die Flüchtlinge aufnehmen.

Kommentar:


V

"Raus, US-Armee!" Über 60.000 Japaner protestieren in Okinawa - Größte Proteste seit 20 Jahren

Über 60.000 Einwohner der japanischen Präfektur Okinawa fordern immer aktiver den Abzug der amerikanischen Truppen von der Insel. Die aktuellen Proteste sollen die größten seit 20 Jahren sein, wie die Agentur Reuters meldet.
Protest Japan gegen US-Truppen
© AP Photo/ AP Photo/Shizuo Kambayashi
Anlass für die Demonstrationen ist die Festnahme eines US-Army-Angehörigen wegen Mordes an einer Japanerin. Örtliche Medien schätzen die Teilnehmerzahl auf 65.000.

„Der Protest markiert einen neuen Tiefpunkt für die Vereinigten Staaten und den japanischen Premierminister Shinzo Abe in ihren Beziehungen zu der Insel“, schreibt Reuters. Die Pläne der USA, ihren Luftstützpunkt in einen dünner besiedelten Teil der Insel zu verlegen, könnten durch die Massendemos behindert werden.

Kommentar: Seit 1972 hat das Personal des US-Militär mehr als 6000 Verbrechen begangen.


Yoda

In einigen Städten Deutschlands: Demonstrationen gegen Rassismus

In mehreren deutschen Städten haben sich Zehntausende Demonstranten unter dem Motto "Hand in Hand gegen Rassismus" an Menschenketten beteiligt. Organisiert wurde die Aktion von einem breiten Bündnis aus Verbänden und Organisationen. Insgesamt nahmen rund 40.000 Menschen teil.
demonstration
© Aiman A. Mazyek@aimanMazyek
Vor dem internationalen Gedenktag für Flüchtlinge haben sich am Wochenende Zehntausende Demonstranten in mehreren deutschen Großstädten an Menschenketten beteiligt. Die Aktionen fanden am Samstag in Bochum und am Sonntag in Berlin, Leipzig und München statt. Den Abschluss bildete eine Kundgebung in Hamburg.

Die Menschenketten seien ein "starkes Signal für ein weltoffenes und vielfältiges Deutschland", erklärten die Initiatoren. "Wir werden niemals akzeptieren, dass etwa Muslime, Sinti und Roma oder Geflüchtete weniger Wert sein sollen als andere. Wir wenden uns gegen den Hass und jede Ausgrenzung", sagte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth bei der Auftaktkundgebung in München.

Black Cat

Drei Geschwister in einem Feuerlöschteich ertrunken - Ursache unbekannt

Fassungslosigkeit und tiefe Trauer herrschen im nordhessischen Kurort Neukirchen. Dort sind drei Geschwister im Alter zwischen fünf und neun Jahren in einem Teich ertrunken. Am Samstagabend hatte sich ein Zeuge bei der Feuerwehr gemeldet, weil ein Junge ins Wasser gefallen war. Doch dann offenbarte sich eine noch größere Tragödie.
teich neukirchen
© Frank Rumpenhorst (dpa)In diesem Löschteich in Neukirchen im Ortsteil Seigertshausen sind drei Geschwister im Alter zwischen fünf und neun Jahren ertrunken.
Neukirchen - Anwohner holten den bewusstlosen Fünfjährigen aus dem frei zugänglichen Feuerlöschteich. Er starb am späten Samstagabend noch an der Unglücksstelle, wie die Polizei in Kassel am Morgen mitteilte.

Als die Retter eintrafen, offenbarte sich eine noch größere Tragödie, als bekannt wurde, dass zwei weitere Kinder der Familie vermisst wurden. In der Dämmerung suchten Polizei und Feuerwehr mit einem großen Aufgebot nach den Vermissten. Taucher konnten das achtjährige Mädchen und ihren neun Jahre alten Bruder nur noch tot aus dem Teich im Ortsteil Seigertshausen bergen.

Gear

21-jähriger Mann schoss mit Luftgewehr auf Flüchtlinge

Aus dem Fenster seiner Wohnung zielt ein 21-jähriger Mann im niedersächsischen Lingen auf die Bewohner eines Flüchtlingsheims in der Nachbarschaft - und verletzt zwei Menschen durch Schüsse mit seinem Luftgewehr. Er soll Kontakt zur rechten Szene haben.
luftgewehr symbolbild
© picture alliance / dpa
Ein 21-Jähriger hat im niedersächsischen Lingen mit einem Luftgewehr auf eine Flüchtlingsunterkunft geschossen und zwei dort lebende Menschen verletzt. Wie die Polizei mitteilte, zielte der Mann aus seiner nahe gelegenen Wohnung im dritten Stock auf das Heim. Zwei Flüchtlinge, ein fünfjähriges Mädchen und ein 18-Jähriger, seien leicht am Bein verletzt worden.


Die beiden Flüchtlinge hielten sich den Angaben zufolge außerhalb der Unterkunft hinter dem Gebäude auf. Sie seien im Krankenhaus ambulant behandelt worden. Zunächst hatte sich demnach die Mutter des Mädchens wegen der Beinverletzung ihrer Tochter gemeldet. Die Frau sei davon ausgegangen, dass das Kind mit Steinen oder Sand beworfen worden sei. Laut Polizei habe es "für einen Schuss zu dieser Zeit keinerlei Anzeichen" gegeben.

Candle

Alte Tradition und Geste des Respekts: Indonesier begraben gestrandete Grindwale

Bewohner des Dorfes Randu im indonesischen Regierungsbezirk, Bojonegoro Regency im Osten der Insel Java, haben mindestens acht gestrandete Wale beerdigt. Die Beerdigungszeremonie ist ein Teil der lokalen Tradition. Die Menschen glauben, dass die Wale absichtlich an Land kommen, um ihre „Reise“ zu beenden. Aber auch beispielsweise im Vietnam gibt es eine Tradition, Wale zu beerdigen.
Beerdigung von gestrandeten Walen Indonesien
Mindestens 15 Tiere waren zuvor gestrandet und zurück in tiefere Gewässer gezogen worden, doch einige kamen zurück und verendeten. Nachdem die Wale in ihr Grab gehoben worden, bedeckten sie die Einheimischen mit weißen Leintüchern und verstreuten Rosenblätter über ihnen.

Kommentar: Wissenschaftler ratlos über massenhaftes Tiersterben: Hunderte tote Meeresschildkröten, Austern, Vögel in verschiedensten Teilen der Welt


Candle

Vergewaltigung und Mord durch US-Marine: Hunderte Japaner trauern um die 20-Jährige in Okinawa

Trauerfeier Okinawa
Gestern haben Hunderte der vergewaltigten und ermordeten 20-jährigen, Rina Shimabukuro, ihren letzte Ehre erwiesen, als ihre Leiche in einem Sarg in einer Turnhalle in Nago in der Präfektur Okinawa aufgebahrt worden ist. Der Mörder soll ein 32-jähriger US-Marine, der auf der „Kadena Air Base“ eingesetzt war, sein. Er, Kenneth Franklin Gadson, zerrte sein Opfer in einen Busch, wo er auf sie einstach, sie erwürgte und vergewaltigte.

Kommentar: Japan im Bund mit USA: Abes formeller Protest wird Vergewaltigung und Mord durch US-Soldaten nicht stoppen


Brick Wall

Protest gegen europäische Flüchtlingspolitik: "Ärzte ohne Grenzen" lehnt finanzielle Unterstützung der EU ab

Die internationale Organisation für medizinische Nothilfe „Ärzte ohne Grenzen“ nimmt ab jetzt keine finanzielle Unterstützung aus Europa mehr an, berichtet BBC. Diese Entscheidung soll als Protest gegen die europäische Flüchtlingspolitik getroffen sein.
Einsatzgebiet
Länder, in denen Ärzte ohne Grenzen Missionen unterhält
“Wir können nicht gleichzeitig die Finanzausstattung aus der EU oder ihren Mitgliedsstaaten akzeptieren und Opfer ihrer Politik behandeln! Es ist einfach so“, heißt es auf der offiziellen Twitter-Seite von der Organisation.

Die Hilfsorganisation erhielt im vorigen Jahr 63 Millionen Dollar von der EU und einzelner ihrer Mitgliedsstaaten.
Tweet

Kommentar:


Stormtrooper

Mehrere Hysterie-Razzien in Belgien - Terrorwarnstufe bleibt weiter erhalten

Wieder Belgien, wieder Molenbeek. Bei nächtlichen Anti-Terror-Razzien haben Sicherheitskräfte in Belgien etliche Verdächtige festgenommen. Diesmal ist aber längst nicht nur die vermeintliche Brüsseler Islamisten-Hochburg betroffen.
polizist brüssel
© dpa/Olivier Hoslet
Belgien kommt nicht zur Ruhe: Bei nächtlichen Anti-Terror-Razzien haben Einsatzkräfte im Land Dutzende Häuser durchsucht und zahlreiche Verdächtige festgesetzt. Zwölf Menschen seien festgenommen und 40 vernommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit.

Es seien weder Waffen noch Sprengstoff gefunden worden, hieß es weiter. Ermittlungsergebnisse hätten jedoch ein „unmittelbares Einschreiten“ erfordert.

Der Großeinsatz erfolgte knapp drei Monate nach den verheerenden Terroranschlägen in Brüssel. Selbstmordattentäter hatten am 22. März am Brüsseler Flughafen und in einer Metrostation in der Innenstadt 32 Menschen mit in den Tod gerissen.


Robot

Weitere Schießerei bei Orlando: Zwei tote Jugendliche

Zwei Teenager sind im Hof eines Hauses in Pine Hills unweit von Orlando im US-Bundesstaat Florida mit tödlichen Verletzungen am Donnerstagabend aufgefunden worden, meldet Associated Press.
polizeiauto
© Screenshot/WESH 2 News
Die Jungen im Alter von 16 und 18 Jahren wurden in ein Krankenhaus gebracht, doch erlagen sie kurz danach ihren Verletzungen, so die Agentur.

Augenzeugen berichten von einem dunklen Auto, das vom Tatort weggefahren sein soll. Weitere Informationen sind noch nicht veröffentlicht worden.

Das ist schon die dritte Schießerei in den letzten Tagen in Orlando.