
Rio de Janeiro - Gewarnt hatten sie ihn natürlich. Als Kirchenoberhaupt durch südamerikanische Großstädte rollen ohne kugelsicheres Papamobil - womöglich keine so gute Idee, ließen Brasiliens Verteidigungs- und Innenminister den Papst vor seiner ersten Auslandsreise wissen. "Sehr unangenehm" sei die Wahl eines ungepanzerten Fahrzeugs für die Sicherheitskräfte, fügte der verantwortliche General hinzu.
Dass es bei Franziskus' Ankunft zum Weltjugendtag in Brasilien jetzt zu tumultartigen Szenen kam, ist also nicht völlig überraschend. Neu ist hingegen die wilde Entschlossenheit, mit der der Argentinier als Pontifex zum Anfassen auftritt - selbst in Situationen, die für ihn gefährlich werden könnten.
Zum Auftakt seines einwöchigen Weltjugendtagbesuchs in Rio fuhr der 76-Jährige nach der Landung am Flughafen in einem Fiat Richtung Stadtzentrum. Vielen Beobachtern stockte der Atem, als sein Kleinwagen dabei im Verkehr steckenblieb und mehrfach von Hunderten Menschen bestürmt wurde.








