Das Kind der GesellschaftS


Che Guevara

Jubelnde und wütende Massen beim Papstbesuch in Rio - Angeblicher Sprengsatz

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© ReutersDie Polizei setzte den Angaben zufolge Gummigeschosse ein. Fünf Festnahmen wurden gemeldet.
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© dpaTrotz der Turbulenzen gab sich Franziskus unbeeindruckt, lächelte und winkte den Gläubigen zu.
Es ist eine heikle Konstellation, die die Papstvisite in Brasilien mit sich bringt: Auf der einen Seite ein Pontifex zum Anfassen - auf der anderen ein Land mit massivem Sicherheitsproblem. Eine erste heikle Situation im Stadtverkehr von Rio ging glimpflich aus.

Rio de Janeiro - Gewarnt hatten sie ihn natürlich. Als Kirchenoberhaupt durch südamerikanische Großstädte rollen ohne kugelsicheres Papamobil - womöglich keine so gute Idee, ließen Brasiliens Verteidigungs- und Innenminister den Papst vor seiner ersten Auslandsreise wissen. "Sehr unangenehm" sei die Wahl eines ungepanzerten Fahrzeugs für die Sicherheitskräfte, fügte der verantwortliche General hinzu.

Dass es bei Franziskus' Ankunft zum Weltjugendtag in Brasilien jetzt zu tumultartigen Szenen kam, ist also nicht völlig überraschend. Neu ist hingegen die wilde Entschlossenheit, mit der der Argentinier als Pontifex zum Anfassen auftritt - selbst in Situationen, die für ihn gefährlich werden könnten.

Zum Auftakt seines einwöchigen Weltjugendtagbesuchs in Rio fuhr der 76-Jährige nach der Landung am Flughafen in einem Fiat Richtung Stadtzentrum. Vielen Beobachtern stockte der Atem, als sein Kleinwagen dabei im Verkehr steckenblieb und mehrfach von Hunderten Menschen bestürmt wurde.

Newspaper

Mann überfällt Amtsgericht in Marburg: Mit Axt und Messer - Hintergründe unklar

Im Marburger Amtsgericht ist ein Anschlag vereitelt worden. Ein mit Axt und Messer bewaffneter Mann drang in das Gebäude ein. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei überwältigte ihn.

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© dpaDie Polizei sperrte den Mann zwei Stunden im Vorraum des Eingangsbereichs ein, bevor sie zugriff.
Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat einen Mann überwältigt, der mit Axt und Messer bewaffnet in das Marburger Amtsgericht eingedrungen ist. Es habe keine Verletzten gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Der Mann war im Vorraum des Eingangsbereichs eingesperrt und etwa zwei Stunden später von der Polizei überwältigt worden. Das Gebäude hatten die Sicherheitskräfte kurz nach dem Eindringen des Mannes evakuiert. Über die Hintergründe der Tat gab es zunächst keine Angaben.

mei, DP

Beer

Betrunkene Soldaten: Hitlergruß und Feuerwerkskörper gegen Asylbewerberheim und Bewohner

Schlimmer Vorfall in Thüringen: Zwei betrunkene Bundeswehrsoldaten bewarfen am frühen Sonntagmorgen ein Asylbewerberheim mit Feuerwerkskörpern. Anschließend beleidigten sie einen Bewohner und zeigten den Hitler-Gruß. Sie sind mittlerweile auf freiem Fuß.

Zwei Soldaten der Bundeswehr haben in Arnstadt, Thüringen, Feuerwerkskörper auf ein Asylbewerberheim geworfen. Als ein Bewohner sie aufforderte, damit aufzuhören, beschimpften sie den Mann, zeigten den Hitlergruß und riefen ausländerfeindliche Parolen, wie die Polizei in Gotha gegenüber FOCUS Online bestätigte. Während ihrer Randale schlugen sie außerdem mit einer Zaunlatte die Videokamera des Wohnheims ab.

Der Vorfall ereignete sich am frühen Sonntagmorgen. Die betrunkenen, 23 und 25 Jahre alten Zeitsoldaten waren in Zivil unterwegs. Sie wurden von der Polizei in Tatortnähe festgenommen. Gegen beide wird wegen Volksverhetzung und versuchter Sachbeschädigung ermittelt. Inzwischen befinden sie sich beide aber wieder auf freiem Fuß.

Extinguisher

Prachtbau in Paris stand in Flammen

Einer der eindrucksvollsten Stadtpaläste im Zentrum von Paris ist in der Nacht in Flammen aufgegangen. Der Brand brach wahrscheinlich im Dachstuhl des Hôtel Lambert aus. Anwohner auf der Île Saint-Louis wurden evakuiert.
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Innerhalb kürzester Zeit hat sich das Feuer nach Angaben eines Feuerwehr-Sprechers vom Dach aus auf andere Teile des Gebäudes ausgeweitet. Rund 140 Feuerwehrmänner waren bis zum Morgen im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Menschen kamen nicht zu schaden, da das Hotel wegen Renovierungsarbeiten zur Zeit leer steht.

Zehn Menschen aus umliegenden Häusern wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht, da das Feuer auch auf nebenstehende Gebäude überzugreifen drohte. Der Einsatz der Feuerwehrkräfte gestaltete sich durch die brüchige Gebäudestruktur als schwierig. Am Mittwochmorgen war der Brand nach sechs Stunden gelöscht.

Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar. Einige alte Freskogemälde gab es in dem Palais, die jetzt "in Rauch aufgelöst oder vom Wasser beschädigt sind", befürchtet eine Nachbarin. Über die Ursache des Brandes lagen zunächst keine Angaben vor.

X

Propaganda gegen Rauchen: Raucher wurde Wohnung fristlos gekündigt

Im Büro werden sie vor die Tür verbannt, zu Hause dagegen war die Raucherwelt bislang noch heil. Das könnte sich allerdings ändern.

In vielen Kneipen: tabu. Am Arbeitsplatz: unerwünscht. Im Oktoberfest-Bierzelt: verboten. Die Luft für Raucher wird immer dünner. Zigarette, Pfeife und Zigarre sind an vielen öffentlichen Orten längst untersagt. Das letzte Rückzugsgebiet für hartnäckige Raucher ist die eigene Wohnung. Doch auch das könnte nach einem Düsseldorfer Richterspruch bald wackeln. Während sich Glimmstengel-Freunde diskriminiert fühlen, freut es die Vermieter. Probleme scheinen unvermeidbar.

Bei Beschwerden kann Rauchen zur fristlosen Kündigung führen

Ein Düsseldorfer Richter hat die fristlose Kündigung der Mietwohnung eines starken Rauchers als gerechtfertigt eingestuft. Dessen Klage dagegen habe kaum Erfolgschancen, befand der Richter des Amtsgerichts und lehnte Prozesskostenhilfe für den Raucher ab.

Dem 74-jährigen Raucher war das Mietverhältnis nach 40 Jahren gekündigt worden. Die Vermieterin begründete dies mit der nicht hinnehmbaren Geruchsbelästigung für die anderen Hausbewohner. Sie hatte den langjährigen Mieter mehrfach abgemahnt und aufgefordert, in der Wohnung weniger zu rauchen.

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800 Wissenschaftler wehrten sich gegen Gentechnik: Resultat? Ignoranz und Totschweigen

Gentechnik sei harmlos, so wird uns eingebläut. Trotzdem fühlen sich viele unter uns nicht wirklich wohl bei dem Gedanken, gentechnisch manipulierte Nahrung zu verspeisen. Bereits vor vielen Jahren bestätigten über 800 Wissenschaftler unsere Skepsis in einem offenen Brief an alle Regierungen dieser Welt. Sie warnten darin eindringlich vor den möglichen Gefahren der Gentechnik. Doch der Aufruf wurde ignoriert - genau wie die Prosteste der Bevölkerung, die offenbar immer dann stattfinden, wenn die Mainstream-Medien Urlaub haben...
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© UnbekanntWissenschaftler gegen Gentechnik
Weltweite Demos gegen Monsanto

Monsantoist jenes multinationale Unternehmen, das sich besonders gern mit der Gentechnik beschäftigt, das Pflanzen mit Giften gegen Insekten ausstattet und das Round-up entwickelt hat, jenes Herbizid, welches nicht nur Unkraut vernichtet, sondern Amphibien gleich mit.

Pistol

Extremisten griffen Kasernen in Ägypten an - Weitere Aufstände, Tote und Verletzte

Kairo - Die Familie des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi hat schwere Vorwürfe gegen das Militär erhoben, das den Politiker an einem unbekannten Ort festhält.

"Wir klagen (den Armeekommandanten) Abdel Fatah al-Sisi und die anderen Putschführer an, den Bürger und Präsidenten Mohammed Mursi entführt zu haben", sagte Mursis Sohn Osama am Montag auf einer Pressekonferenz in Kairo. Bewaffnete Extremisten griffen derweil im Norden der Halbinsel Sinai mehrere Kasernen und Polizeiwachen an und töteten drei Zivilisten. Bei Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern Mursis gab es nach Angaben staatlicher Medien mindestens zwei Tote und 16 Verletzte.

Mursi war am 3. Juli nach Massenprotesten gegen seine islamistische Herrschaft vom Militär gestürzt worden. Seitdem halten ihn die Generäle an einem unbekannten Ort und ohne formelle Anklage in Haft. Weder Angehörige noch Anwälte hatten bislang Zugang zu ihm. Die Familie wolle nun juristisch gegen die Gefangennahme vorgehen, sagte Mursis Sohn. Man wolle auch erreichen, dass sich internationale Menschenrechtsorganisationen mit dem Fall befassen. Das Militär behauptet, Mursi werde "zu seiner eigenen Sicherheit" festgehalten.

Die EU forderte erneut Wahlen und einen Übergang zu einer zivilen Regierung in Ägypten. "Die Armee sollte in einer Demokratie keine politische Rolle spielen", mahnten die EU-Außenminister in einer gemeinsamen Erklärung in Brüssel. "Es ist jetzt von äußerster Wichtigkeit, dass Ägypten einen Wandel einleitet, der einen Übergang der Macht zu einer von Zivilisten geführten und demokratisch gewählten Regierung erlaubt", hieß es. Bundesaußenminister Guido Westerwelle betonte: "Zu einem inklusiven Ansatz gehören ausdrücklich auch die Muslimbrüder." Die Bewegung unterstützt Mursi. Die Minister forderten in ihrer Erklärung ausdrücklich "die Freilassung aller politischen Häftlinge, Mohammed Mursi eingeschlossen".

Bomb

Weltkriegsbombe in Alten-Buseck explodiert - 13 Meter großer Krater

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© Naumann13 Meter in der Breite und fünf Meter in der Tiefe misst der Krater, den der Blindgänger in den Boden gerissen hat.
Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist auf einer Wiese nahe des Industriegebiets in Alten-Buseck explodiert und hat dabei einen tiefen Krater gerissen.

Alten-Buseck - Der Explosionskrater ist 13 Meter breit und fünf Meter tief. Verletzt wurde bei der Detonation am Sonntagmorgen niemand. Nach Angaben der Polizei hatten zahlreiche besorgte Anwohner um kurz nach 7 Uhr angerufen, nachdem ein lauter Knall zu hören gewesen war. Sogar der Boden soll gebebt haben.

Am Montag machten sich Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes und Busecks Bürgermeister Erhard Reinl (FWG) vor Ort ein Bild von der Situation. Die Untersuchung durch die Experten ergab, dass während des Kriegs an der Stelle der Explosion eine Flugabwehrkanone (Flak) gestanden hatte. Flaks seien meist mit Sprengkörpern bombardiert worden, die mit einem Zeitzünder versehen waren.

Der Zeitzünder der Bombe in Alten-Buseck hatte sich nach dem Abwurf nicht aktiviert, war über die Jahrzehnte in der Erde verrottet und hatte den Sprengkörper nun detonieren lassen.

Nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes liegen in der Gegend der Explosion vermutlich noch mehr Blindgänger. Der Besitzer der Wiese sei geschockt, sagte Reinl, da er schon mehr als tausendmal über die entsprechende Stelle gefahren sei.

Gold Coins

Vermutlich Brand im Goldlager von JP Morgan - Großeinsatz von Feuerwehr

Nach ersten Versuchen am vergangenen Mittwoch, stieg der Goldpreis am Montag im asiatischen Handel erneut über die Marke von 1.300 US-Dollar.

Der Goldpreis hat am Montagmorgen die Marke von 1.300 US-Dollar zurückerobert. In Hongkong stieg Kurs des Edelmetalls um 2,23 Prozent auf 1.322 US-Dollar. Nach Eröffnung der europäischen Märkte gab der Goldpreis zunächst leicht. Um 10 Uhr kostete die Feinunze am Sportmarkt 1.316 Dollar. Erstmals seit dem 19. Juni notierte Gold auch wieder über 1.000 Euro.

Am Wochenende hatte es Gerüchte gegeben, die Goldlagerstätte des US-Bankenriese JP Morgan in New York sei von einem Brand erfasst worden. Ein Augenzeuge hatte ein kommentiertes Video ins Internet gestellt, das einen massiven Feuerwehr-Einsatz an der Wall Street zeigt. Darin ist die Rede von einem Brand im Kellergeschoss des JP-Morgan-Firmengebäudes. Interessanter Weise gab es hierzu keinerlei Berichterstattung in den Massenmedien. Nur einige unabhängige Website berichteten darüber. Auch über die möglichen Hintergründe des Einsatzes gab es wilde Spekulationen.

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Femen Hauptquartier in Paris abgebrannt

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© dpaDas Hauptquartier von Femen in Paris brannte in der Nacht von Samstag auf Sonntag
Der Hauptsitz der Frauenrechtsorganisation Femen in Paris ist in der Nacht zum Sonntag bei einem Brand beschädigt worden.

Paris - Ein 15 Quadratmeter großer Raum sei zerstört worden, teilte die französische Polizei mit. Fünf Menschen mussten demnach in Sicherheit gebracht werden. Die Brandursache blieb zunächst unklar. Verletzt wurde niemand.

Das Feuer sei gegen 05.00 Uhr morgens nahe einem geöffnetem Fenster im zweiten Stock ausgebrochen, sagte Femen-Chefin Inna Schewtschenko der Nachrichtenagentur AFP. Zwei Aktivistinnen hielten sich demnach zu dem Zeitpunkt in dem Raum auf. Sie hätten vergeblich versucht, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu ersticken, und schließlich die Feuerwehr alarmiert.

Binnen einer halben Stunde sei das Feuer dann gelöscht worden, sagte Schewtschenko. Eine Erklärung für den Brand habe sie nicht. Die Aktivistin fügte jedoch hinzu: "Femen hat viele Gegner, die seit längerer Zeit versuchen, uns aufzuhalten."

Die Femen-Bewegung war in der Ukraine entstanden. Die Aktivistinnen sorgen seit dem Jahr 2010 mit barbusigen Protesten gegen Sexismus, Homophobie, Prostitution und religiöse Vorschriften für Aufsehen.

AFP