Das Kind der GesellschaftS


Handcuffs

"Costa Concordia"-Havarie: Angestellte der Kreuzfahrtgesellschaft zu Haftstrafen verurteilt - Prozess gegen Kapitän läuft

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© Tiziana Fabi/AFP/GettyImagesDer Prozess findet im Saal eines Theaters in Grosseto statt.
Im Prozess zur Havarie der "Costa Concordia" hat es erste Verurteilungen gegeben. Fünf Angestellte der Kreuzfahrtgesellschaft erhielten Haftstrafen von bis zu 34 Monaten.

Fünf Angestellte des Kreuzfahrtunternehmens Costa Crociere sind im Zusammenhang mit der Havarie der Costa Concordia wegen Totschlags verurteilt worden. Das teilte das zuständige Gericht in der italienischen Stadt Grosseto mit.

Gegen den Krisenkoordinator von Costa Crociere wurde die längste Haftstrafe verhängt, er muss für zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Der Hoteldirektor des Schiffes erhielt eine 30-monatige Haftstrafe, zwei Brückenoffiziere und ein Steuermann zwischen 20 und 23 Monate.

Question

Zugunglück in Spanien: Seltsamer Funkspruch des Lokführers gibt Rätsel auf

Nach dem Zugunglück in Nordspanien mit mehr als 70 Toten steht Spanien unter Schock. TA-Korrespondent Oliver Meiler berichtet über die aktuelle Lage, die Bahn in Spanien und erschütternde Szenen.
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© Keystone
Herr Meiler, gestern Abend kam es in Spanien zum schlimmsten Zugunglück seit 40 Jahren: Mindestens 78 Menschen starben, mehr als hundert sind verletzt. Wie ist der Stand der Dinge?

Von den 220 Zugpassagieren sind nur ganz wenige unverletzt geblieben, zehn der Verletzten schweben in Lebensgefahr. Vor allem auch die Anwohner stehen unter Schock. Offenbar gab es eine riesige Explosion und erdbebenähnliche Erschütterungen, als der Zug entgleiste. Die Lage kurz nach dem Unglück war chaotisch, doch die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort - auch, weil sich der Unfall nur wenige Kilometer von Santiago de Compostela entfernt ereignete. Auf TV-Bildern sah man, wie Angehörige von Opfern versuchten, zur Unfallstelle zu gelangen, und von Sicherheitskräften zurückgehalten werden mussten.

Wie reagieren die Spanier auf dieses Unglück?

Sie sind erschüttert. Seit gestern Abend gibt es Sondersendungen auf allen Kanälen. Ausgerechnet heute hätte in Santiago de Compostela ein Fest zu Ehren des Schutzpatrons von Galicien stattfinden sollen, die Feiern wurden abgesagt und sieben Tage Staatstrauer ausgerufen. Viele Menschen sind extra für das Fest hierher gereist. Gleichzeitig gab es in den ersten Stunden nach dem Unglück eine riesige Solidaritätswelle. Dutzende Leute sind in die Krankenhäuser gegangen, um Blut für die Opfer zu spenden.

Che Guevara

Landesweite Proteste in Tunesien: Nach Ermordung eines Politikers

In Tunesien haben Unbekannte den Oppositionspolitiker Mohamed Brahmi ermordet. Brahmi gehörte zu den schärfsten Kritikern der islamistischen Regierungspartei Ennahda. Er stammte aus der Stadt Sidi Bouzid, dem Ursprungsort des sogenannten Arabischen Frühlings. Brahmi wurde 58 Jahre alt. In der Verfassungsgebenden Versammlung war er Teil des linken Lagers, er trat für die Trennung von Staat und Religion ein. Nach der Tat gab es landesweit Proteste.

Erst vor sechs Monaten brachten Islamisten den Oppositionspolitiker Chokri Belaid um, daher vermuten viele nun, dass auch Brahmi Opfer von Islamisten wurde.

Brahmis Sohn sagte: “Mohamed Brahmi starb für sein Land. Und ihr, Tunesier, müsst ebenfalls sterben, wofür er gestorben ist. Mehr kann ich nicht sagen.”

Der Parlamentarier Numen el-Fehri meinte: “Ausgerechnet am Gedenktag der Republikgründung schleichen sich Kriminelle zu seinem Haus und bringen unseren Bruder Mohamed Brahmi um. Diese Milizionäre töteten ihn mit Kugeln in den Kopf und Bauch.”

Heart - Black

Schweres Zugunglück in Spanien: Mindestens 80 Tote

Mindestens 80 Menschen sind bei einem der schlimmsten Zugunglücke in der Geschichte Spaniens gestorben, gegen einen der beiden Lokführer wird nun ermittelt. Eine Überwachungskamera hielt die Katastrophe fest.
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© AFPIn dem Zug waren zwei Lokführer unterwegs. Beide überlebten nahezu unverletzt. Gegen einen von ihnen wird nun ermittelt.
Santiago de Compostela - Ein Gleisabschnitt nur wenige Kilometer von der Pilgerstätte Santiago de Compostela entfernt: Ein weißer Zug rast auf den Schienen, kommt viel zu schnell immer näher. In der Linkskurve geschieht das Unglück. Die ersten Waggons springen aus der Bahn, krachen mit voller Wucht gegen die Betonmauer, schlittern weiter. Diese Bilder aus einer Überwachungskamera zeigen das verheerende Zugunglück in Spanien, bei dem mindestens 80 Menschen getötet wurden.

Inzwischen wurde die Suche nach weiteren Opfern eingestellt. Die Behörden sprechen mittlerweile von rund 180 Verletzten. Laut der Zeitung La Voz de Santiago sind knapp 40 Menschen in kritischem Zustand, darunter vier Kinder. Nach Angaben der Regierung Galiciens saßen im Unglückszug mit rund 260 Fahrgästen mehr Menschen als bislang angenommen. Zunächst war von etwa 220 Passagieren die Rede gewesen.

Wie nun bekannt wurde, wird gegen einen der beiden Lokführer ermittelt. Laut El Mundo handelt es sich um einen 52 Jahre alten Mann. Er wird dem Bericht zufolge in einem Krankenhaus von Polizisten bewacht, ist aber nicht verhaftet. Er soll seit 30 Jahren für die Eisenbahngesellschaft Renfe arbeiten und seit einem Jahr die Schnellstrecke zwischen der Hauptstadt Madrid und der Stadt El Ferrol an der Atlantikküste fahren. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf den Chef des Unternehmens, Julio Gómez-Pomar Rodríguez.

Bad Guys

SOTT Fokus: Nervenzusammenbruch der Massen: Millionen von Menschen am Rande des Abgrunds, während eine Stress-Epidemie die Gesellschaft heimsucht

Als Ärztin kann ich Ihnen sagen, dass Stress zur Epidemie geworden ist, auch wenn Viele davor zurückschrecken, dies vor sich selbst oder ihren Mitmenschen zuzugeben. Unsere selbstverständliche Annahme, dass alles immer so weitergehe wie bisher [engl. normalcy bias, AdÜ], hindert uns wahrzunehmen, dass Millionen von Menschen in den westlichen Staaten wie die Fliegen an Krankheit, Depression und Selbstzerstörung zugrunde gehen. Ich bin über diesen Artikel von David Kupelian gestolpert, der über die Gesundheit der Amerikaner berichtete, und stimme ihm bei einigen seiner Beobachtung über die trübe Lage zu:
Nervenzusammenbruch
26% der amerikanischen Arbeitnehmer stehen am Rande eines Nervenzusammenbruchs!

Die USA machen 5% der Weltbevölkerung aus, und konsumieren doch zwei Drittel aller weltweit verschriebenen Psychopharmaka. Wenn das kein Zeichen für den bevorstehenden Zusammenbruch der geistigen Gesundheit ist, was dann?
  • Ein Drittel der amerikanischen Angestellten ist wie gelähmt durch Stress, und die Hälfte der “Generation Millennium” (18-33 Jahre) hat mit einem solch hohen Stress-Level zu kämpfen, dass Menschen nachts wachliegen - vielen der Betroffenen wurde eine Depression oder Angststörung attestiert.
  • Eine alarmierende Studie der amerikanischen Bundesstellen für Krankheitsbekämpfung und - prävention (CDC: Centers for Disease Control and Prevention) zeigt, dass eines von fünf Kindern in weiterführenden Schulen mit ADHS diagnostiziert wurde. Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine neue, große Studie über die Einwohner New Yorks, die traurigerweise zeigt, dass eines von fünf Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren entweder mit ADHS, Angststörung, Depression oder bipolarer Störung diagnostiziert wurde.
  • Unglaublich, aber wahr: 11 Prozent aller Amerikaner im Alter von zwölf und älter nehmen heutzutage SSRI-Antidepressiva - jene äußerst kontroversen, Stimmungsbeeinflussenden psychiatrischen Medikamente mit dem Hinweis "Selbstmordgefahr" der amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde FDA. Und die eine alarmierende Korrelation mit den Schul-Amok-Läufern aufweisen. Frauen sind besonders von Depression gefährdet - erschreckende 23 Prozent aller amerikanischen Frauen zwischen 40 und 60 Jahren - fast ein Viertel - nehmen einer großangelegten Studie der CDC zufolge Antidepressiva.
  • Hinzu kommen die Millionen Menschen, die alle möglichen Arten von anderen psychiatrischen Arzneimitteln nehmen, darunter (um nur eines zu nennen) die 6,4 Millionen amerikanischen Kinder zwischen 4 und 17 Jahren, die mit ADHS diagnostiziert und denen Ritalin oder ähnliche Psycho-Stimulantien verschrieben wurden. Zählt man dann noch die 28 Prozent der erwachsenen Amerikaner - 60 Millionen Menschen - hinzu, die ein Alkoholproblem haben, sowie die 22 Millionen, die illegale Drogen wie Marihuana, Kokain, Heroin, Halluzinogene und Inhalationsmittel nehmen, so entsteht schnell das Bild einer Nation von Drogenkonsumenten: Hunderte Millionen Menschen, die von der einen oder anderen - legalen oder illegalen - Substanz abhängig sind, um ihnen bei ihrem Stress und ihren Problemen im Leben zu „helfen“.
Zudem hat die CDC gemeldet, dass die Einnahme von Antidepressiva in den USA in den letzten beiden Jahrzehnten um fast 400 Prozent gestiegen ist, was Antidepressiva zu den am häufigsten eingenommenen Medikamenten bei Amerikanern zwischen 18 und 44 Jahren macht. Die USA machen lediglich 5% der Weltbevölkerung aus, und doch werden dort zwei Drittel aller Psychopharmaka verschrieben. Wenn das kein Zeichen für den bevorstehenden Zusammenbruch der geistigen Gesundheit ist, was dann?

Bell

Das Beste aus dem Web: Angst regiert in Amerika - Aus Angst wird Überwachung akzeptiert

George Orwell 1984_
Aus Angst akzeptieren US-Amerikaner Überwachung eher als Deutsche. Leser Christian Sauerborn erlebt es jeden Tag: Er ist mit einer Amerikanerin verheiratet.

Die US-amerikanische Gesellschaft lebt eine Kultur der Angst, und das nicht erst seit 9/11. Vom exzessiv gepflegten Recht auf Waffenbesitz bis hin zur Sorge, nicht schlank oder kommerziell erfolgreich genug zu sein: Angst bestimmt den Alltag. In der New Yorker U-Bahn sieht man Werbung für Feuermelder mit dem Foto eines verbrannten Mädchengesichts, dazu der Slogan: "Sie kennt das schlimmste Geräusch, das ein Feuermelder machen kann - Stille!" Selbst das Mietshaus in Philadelphia, in dem ich seit ein paar Jahren mit meiner Frau Marie lebe, ist in Waschküche und Fitnessstudio videoüberwacht.

Marie ist Amerikanerin, ich bin Deutscher. Bevor ich mit ihr zusammenzog, hatte ich mir in New York ein Apartment mit einem Paar geteilt, dessen weibliche Hälfte, Melissa, meistens auf der Couch vor dem Fernseher saß und Gras rauchte. Einmal unterhielten wir uns über meine Gründe, aus Deutschland wegzugehen und was mich dort störte. Sie sagte nur: "Du wirst noch lernen, Amerika genauso zu hassen." In der Rückschau erscheint sie mir wie ein bekifftes Orakel.

Für mich ist es selbstverständlich, täglich die politischen Entwicklungen zu verfolgen. Marie aber reagiert wie viele US-Bürger, die ich kenne: Sie sucht die Abkehr von Konflikten, will nach 9/11, Afghanistan- und Irakkrieg nur zurück in die Seifenblase einer heilen amerikanischen Welt.

Kommentar: Mit Angst können Menschen regiert werden und wurden es in vergangener Zeit. Dazu ein paar Auszüge aus dem Buch Politische Ponerologie:
Solch eine Gesellschaft, die bereits vom hysteroiden Zustand befallen ist, betrachtet jegliche Wahrnehmung der unbequemen Wahrheit als Anzeichen von ‚Schlechtheit‘.

~ Andrzej M. Łobaczewski, Politische Ponerologie (2012), S. 101
Weiter schrieb Łobaczewski zum Thema Hysterie:
Die traditionelle Interpretation dieser großen historischen Krankheiten [einer Pathokratie] lehrte die Historiker bereits, zwei Phasen zu unterscheiden. Die erste Phase wird durch eine Periode spiritueller Krisen in einer Gesellschaft gekennzeichnet, die die Geschichtsschreibung mit einem Verfall an ideellen, moralischen und religiösen Werten assoziiert, die bislang die betreffende Gesellschaft am Leben hielten. Der Egoismus bei einzelnen Menschen wie auch bei sozialen Gruppierungen wächst, moralische Pflichten und soziale Netzwerke lockern sich spürbar. Daraufhin dominieren unwichtige Dinge den menschlichen Geist bis zu dem Ausmaß, dass kein Platz mehr für Gedanken über öffentliche Angelegenheiten oder ein Gefühl für ein Engagement um die Zukunft vorhanden ist. Eine Folge davon ist die Atrophie der Wertehierarchie im Denken der Menschen und Gesellschaften; dies wurde bereits in Einzelanalysen der Geschichtsschreibung wie auch in psychiatrischen Schriften beschrieben. Die Regierung eines Landes ist schließlich angesichts der Probleme, die unter anderen Umständen ohne große Schwierigkeiten gelöst hätten werden können, gelähmt und hilflos. Wir wollen solche Krisenzeiten der uns bereits vertrauten Phase der sozialen Hysterisation zuordnen. [...]

Zustände gesellschaftlicher Hysterisation

Wenn ein Laie wissenschaftliche oder literarische Beschreibungen von hysterischen Phänomenen durchsieht - wie jenes vom letzten großen Anstieg der Hysterie in Europa, ein viertel Jahrhundert vor dem ersten Weltkrieg - , so kann er den Eindruck bekommen, dass dies in individuellen Fällen endemisch war, besonders bei Frauen. Die ansteckende Natur von hysterischen Zuständen wurde jedoch bereits von Jean-Martin Charcot entdeckt und beschrieben.

Es ist praktisch unmöglich, dass sich Hysterie als rein individuelles Phänomen manifestiert, da sie über psychologische Resonanz, Identifikation und Imitation ansteckend ist. Jedes menschliche Wesen ist für diese Fehlfunktion der Persönlichkeit prädisponiert, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und obwohl sie normalerweise durch Erziehung und Selbstbetrachtung zu überwinden ist, was die Zugänglichkeit zu korrektem Denken und emotionaler Selbstdisziplin fördert.

Während ‚glücklichen Zeiten‘ des Friedens lernen die Kinder der privilegierten Schichten - abhängig von der jeweiligen sozialen Ungerechtigkeit - jene unangenehmen Vorstellungen aus ihrem Bewusstsein zu verdrängen, die suggerieren, dass sie und ihre Eltern von den Ungerechtigkeiten gegenüber anderen Menschen profitieren. Diese jungen Menschen lernen die moralischen und mentalen Werte jedes Menschen zu disqualifizieren und herabzusetzen, dessen Arbeit sie zu ihrem eigenen übergroßen Vorteil nutzen. Junge Gemüter nehmen auf diese Weise Gewohnheiten an, die eine unterbewusste Selektion und Substitution von Informationen zulassen, was zu einer hysterisch konversiven Ökonomie des Denkens führt. Sie wachsen auf, um auf eine Weise zu hysterischen Erwachsenen zu werden, die - mittels der oben erwähnten Wege - solche Charakteristika noch weiter und stärker entwickeln. Das hysterische Muster bei Erfahrungen und im Verhalten steigt an und verbreitet sich von den privilegierten Schichten nach unten, bis es die Grenzen des ersten Kriteriums der Ponerogenese erreicht: Die Verkümmerung der natürlichen kritischen Fähigkeiten in Bezug auf pathologische Menschen.

Wenn die Gewohnheiten von unterbewusster Selektion und Substitution von Gedankeninformationen sich auf makrosoziale Ebene ausbreiten, tendiert eine Gesellschaft dazu, gegenüber sachlicher Kritik Verachtung zu entwickeln und jeden Menschen zu beschämen, der vor Gefahren warnt. Auch anderen Ländern wird Verachtung entgegengebracht, die normale Gedankenmuster aufrecht erhalten konnten. Diese egotistische Gedankenterrorisierung wird durch die Gesellschaft selbst und durch ihre Prozesse des konversiven Denkens erreicht. Dies macht die Notwendigkeit der Zensur von Presse, Theater oder von Nachrichten überflüssig, da ein pathologisch hypersensitiver Zensor in den Bürgern des Landes selbst lebt.

Wenn drei ‚Egos‘ regieren - Egoismus, Egotismus, und Egozentrik, dann verschwindet das Gefühl von sozialen Verbindungen und der Verantwortlichkeit gegenüber anderen Menschen und die betreffende Gesellschaft spaltet sich in Gruppierungen, die zueinander immer feindlicher werden.

Wenn eine hysterische Umgebung aufhört, die Meinungen eingeschränkter, nicht-wirklich-normaler Menschen von den Ansichten normaler, vernünftiger Personen zu unterscheiden, ist der Aktivierung pathologischer Faktoren verschiedenster Art Tür und Tor geöffnet.

Individuen, die - wie bereits beschrieben - von einer pathologischen Sichtweise der Realität und abnormen Zielen, die durch ihre unterschiedliche Natur verursacht wurde, beherrscht werden, können unter diesen Umständen ihre Aktivitäten ausleben. Wenn eine beliebige Gesellschaft es nicht schafft, unter ihren ethnologischen und politischen Umständen den Zustand der Hysterisation zu überwinden, kann eine gewaltige, blutige Tragödie die Folge sein.

[ebd., S. 200 ff.]



Attention

Belastung auf Arbeit: Immer mehr Arbeitnehmer benötigen eine Reha-Kur

Stress am Arbeitsplatz - immer mehr Beschäftigte brauchen eine Reha-Kur, um im Beruf fit zu bleiben. NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) erwartet in den nächsten Jahren einen weiter steigenden Bedarf. Die Kosten sind beachtlich: Eine medizinische Reha dauert im Schnitt 29 Tage und kostet 3600 Euro.

Düsseldorf - Aufgrund der zunehmenden Stress-Belastung im Betrieb brauchen immer mehr Arbeitnehmer eine Reha-Kur, um im Beruf fit zu bleiben. NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) erwartet in den kommenden Jahren einen weiter steigenden Bedarf. „Wir müssen dringend mehr Geld in Reha-Maßnahmen stecken, weil wir damit Kosten sparen“, sagte Schneider zur WAZ. Nachdrücklich forderte Schneider ein Ende der Deckelung des Budgets der Rentenversicherung. Die zahlte 2012 rund 5,6 Milliarden Euro für die Reha.

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) wurden im Vorjahr bundesweit 1,1 Millionen Reha-Behandlungen genehmigt - 25 Prozent mehr als im Jahr 2005. Die DRV führt den Anstieg darauf zurück, dass die geburtenstarken Jahrgänge ins Alter kommen, in dem der Bedarf an Therapien wächst.

Auch der Einstieg in die Rente mit 67 und Einschränkungen bei der Frührente lassen den Reha-Bedarf steigen. Dabei erhöht sich die Zahl der psychischen Störungen: Bei Männern lag 18 Prozent der Reha-Kuren im Vorjahr eine psychische Erkrankung zugrunde (2005: 15,6 Prozent). 2012 wurden rund 2,1 Millionen Reha-Anträge gestellt (2005: 1,65 Mio.), zwei von drei Anträgen wurden bewilligt.

Kommentar: Reha-Maßnahmen geschehen, wenn es bereits zu spät ist. Probieren Sie das kostenfreie Éiriú-Eolas Atemprogramm aus, was Stress reduzieren kann.

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Brick Wall

Topmanager von Swisscom beging Selbstmord

Die Schweiz steht unter Schock. Swisscom-Chef Carsten Schloter, Vorzeige-Manager und Familienvater, ist tot - Suizid. Seine letzten Interviews geben bei genauer Betrachtung einen Eindruck, wie verzweifelt der 49-Jährige im Innersten gewesen sein muss.
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© Screenshot Schwisscom.chCarsten Schloter
Am Dienstag um elf Uhr fuhr der Leichenwagen vor die Villa in Villars-sur-Glâne im Kanton Fribourg in der Schweiz. Kurze Zeit später wird bekannt: Swisscom-CEO Carsten Schloter ist tot - die Polizei vermutet sofort Selbstmord. Wie einsam und verzweifelt er gewesen sein könnte, darauf geben seine letzten Interviews bei genauerem Hinsehen Hinweise.

„Es fällt mir immer schwerer, zur Ruhe zu kommen“, soll er dem Nachrichtenportal Blick.ch zufolge gesagt haben. „Irgendwann bekommen Sie das Gefühl, nur noch von einer Verpflichtung zur nächsten zu rennen. Das schnürt Ihnen die Kehle zu.“ zitiert ihn die News-Seite aus einem seiner letzten Interviews. „Auch ich habe Tage der Verzweiflung, aber diejenigen ohne Verzweiflung sind noch immer zahl­reicher.“, soll Schloter weiter gesagt haben.

Mitarbeiter: „Er war ex­trem beherrscht“

Nach seinem Suizid offenbart sich: All diese Aussagen könnten leise Hilferufe gewesen sein. Vor vier Jahren ging Schloters Ehe in die Brüche. Die Trennung von seinen drei Kindern im Alter von acht bis 14 Jahren habe er nicht verkraftet. „Ich sehe meine Kinder nur alle zwei Wochen. Das vermittelt mir Schuldgefühle“, zitiert Blick.ch aus einem alten Interview. Vor knapp einem Jahr sei er mit seiner neuen Freundin zusammengezogen. Aber seine Neue sei seit Monaten auf einer Asien-Reise gewesen, zitiert das Nachrichtenportal einen Nachbarn. Auch beruflich habe Schloter um seine Position gekämpft. Mit der Reorganisation des Konzerns Anfang des Jahres verlor er seinen Einfluss aufs Tagesgeschäft, war für den Schweizer Markt nicht mehr zuständig. „Er war ex­trem beherrscht“, zitiert Blick.ch einen engen Mitarbeiter Schloters. Das sei manchmal fast unheimlich gewesen.

kma

Books

Viele Studenten in den USA sitzen in der Schuldenfalle

Ex-Studenten haben in den USA eine Schuldenlast von insgesamt einer Billion Dollar angesammelt und werden dadurch daran gehindert, selbst unternehmerisch tätig zu werden.
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© Bloomberg/hahn
Der Anteil der 25-jährigen mit Studienschulden kletterte im letzten Jahr auf 43 Prozent, verglichen mit 25 Prozent im Jahre 2003. Das mittlere Kreditvolumen wuchs gleichzeitig um 91 Prozent von 10.649 Dollar auf 20.326 Dollar.

Steve Sherick würde gerne seine private Notfallversorgung weiter ausbauen, die bereits sieben Ärzte und zwei Teilzeit-Verwaltungs-Kräfte beschäftigt. Dies wird allerdings dadurch erschwert, dass er und seine Frau noch ihre Studienkredite im Volumen von 300.000 Dollar abzahlen müssen.

Piggy Bank

Fahrender Pool - Ein Auto, das zum Pool wurde

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© PolizeiFahrgastraum komplett abgedichtet, poolblau gestrichen und mit Wasser gefüllt - mit diesem BMW-Cabrio waren am Sonntag vier Männer im Erzgebirge unterwegs.
Eibenstock OT Blauenthal - Der 44-jährige Polizeiobermeister traute seinen Augen kaum: Am Sonntagnachmittag kam ihm auf der Blauenthaler Hauptstraße ein zum Pool umgebautes BMW-Cabrio entgegen. Bei der Kurvenfahrt schwappte eine große Menge Wasser aus dem Fahrzeug, wie die Polizei am Dienstag meldete.

Als der Beamte den "fahrenden Pool" stoppen wollte, sprangen der Fahrer und drei Begleiter heraus und flüchteten durch das Flussbett der Zwickauer Mulde, die zurzeit wenig Wasser führt. Vom anderen Ufer aus beobachteten die vier Männer - alle im Alter von Mitte zwanzig und bis auf den Fahrer nur mit Badeshorts bekleidet - das weitere Vorgehen des Polizisten. Der Polizeiobermeister rief über Funk Unterstützung und besah sich dann das kuriose Gefährt genauer: Der Fahrgastraum war komplett abgedichtet, poolblau gestrichen und mit Wasser gefüllt.

Da die Situation durch Schaulustige immer unübersichtlicher wurde und er nicht ausschließen konnte, dass die vier Männer die Fahrt fortsetzen wollen, ließ der Beamte kurzerhand die Luft aus den Reifen und durchtrennte das Zündkabel.