Die Schweiz steht unter Schock. Swisscom-Chef Carsten Schloter, Vorzeige-Manager und Familienvater, ist tot - Suizid. Seine letzten Interviews geben bei genauer Betrachtung einen Eindruck, wie verzweifelt der 49-Jährige im Innersten gewesen sein muss.

© Screenshot Schwisscom.chCarsten Schloter
Am Dienstag um elf Uhr fuhr der Leichenwagen vor die Villa in Villars-sur-Glâne im Kanton Fribourg in der Schweiz. Kurze Zeit später wird bekannt:
Swisscom-CEO Carsten Schloter ist tot - die Polizei vermutet sofort Selbstmord. Wie einsam und verzweifelt er gewesen sein könnte, darauf geben seine letzten Interviews bei genauerem Hinsehen Hinweise.
„Es fällt mir immer schwerer, zur Ruhe zu kommen“, soll er dem Nachrichtenportal
Blick.ch zufolge gesagt haben. „Irgendwann bekommen Sie das Gefühl, nur noch von einer Verpflichtung zur nächsten zu rennen. Das schnürt Ihnen die Kehle zu.“ zitiert ihn die News-Seite aus einem seiner letzten Interviews. „Auch ich habe Tage der Verzweiflung, aber diejenigen ohne Verzweiflung sind noch immer zahlreicher.“, soll Schloter weiter gesagt haben.
Mitarbeiter: „Er war extrem beherrscht“Nach seinem Suizid offenbart sich: All diese Aussagen könnten leise Hilferufe gewesen sein. Vor vier Jahren ging Schloters Ehe in die Brüche. Die Trennung von seinen drei Kindern im Alter von acht bis 14 Jahren habe er nicht verkraftet. „Ich sehe meine Kinder nur alle zwei Wochen. Das vermittelt mir Schuldgefühle“, zitiert
Blick.ch aus einem alten Interview. Vor knapp einem Jahr sei er mit seiner neuen Freundin zusammengezogen. Aber seine Neue sei seit Monaten auf einer Asien-Reise gewesen, zitiert das Nachrichtenportal einen Nachbarn. Auch beruflich habe Schloter um seine Position gekämpft. Mit der Reorganisation des Konzerns Anfang des Jahres verlor er seinen Einfluss aufs Tagesgeschäft, war für den Schweizer Markt nicht mehr zuständig. „Er war extrem beherrscht“, zitiert
Blick.ch einen engen Mitarbeiter Schloters. Das sei manchmal fast unheimlich gewesen.
kma
Kommentar: Mit Angst können Menschen regiert werden und wurden es in vergangener Zeit. Dazu ein paar Auszüge aus dem Buch Politische Ponerologie: Weiter schrieb Łobaczewski zum Thema Hysterie: