Das Kind der GesellschaftS


Che Guevara

Proteste in Brasilien: Festnahmen durch Polizei

In São Paulo ist es zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Randalierer demolierten eine Bankfiliale und ein Autohaus, plünderten Geschäfte. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Pfefferspray ein - zwei Menschen wurden verletzt, mindestens 20 festgenommen.
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© APPolizisten führen einen Demonstranten ab: Straßen blockiert, Schaufenster eingeschlagen
São Paulo - In Brasilien hat es erneut Krawalle gegeben: Im Zentrum der Millionenmetropole São Paulo kam es bei einer Demonstration zu Ausschreitungen. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden, berichteten örtliche Medien. Nach Angaben der Zeitung O Globo gab es mindestens 20 Festnahmen.

Zunächst hatten rund 300 Menschen friedlich gegen Gouverneur Geraldo Alckmin im Stadtteil Pinheiros demonstriert. Sie waren einem Aufruf des anarchistischen Schwarzen Blocks im Internet gefolgt. Die Situation geriet aber außer Kontrolle, als etwa 50 Randalierer, die teilweise mit Hämmern bewaffnet und maskiert waren, begannen, die Schaufenster von Banken, Läden und einem Autohaus einzuschlagen. Zudem blockierten sie mehrere Straßen mit Mülltonnen, die sie in Brand steckten.

Gingerbread

Deutsche Bewegungsmuffel: Gefahr des Kranksitzens

Manche gehen kaum mehr als die paar Meter zwischen Kühlschrank und Sofa zu Fuß. Fernsehen zählt mehr als Fitness, hat eine Forsa-Umfrage ergeben. TK-Chef Jens Baas denkt schon über eine Aufstockung der Präventionsausgaben seiner Kasse nach.

Berlin. In Deutschland entwickelt sich eine Gesellschaft aus überzeugten Sporttreibenden und Sportmuffeln. Diesen Schluss zieht der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Dr. Jens Baas, aus den Ergebnissen einer Forsa-Umfrage.

Vier von zehn Menschen im Land sind demnach am Tag weniger als eine halbe Stunde in Bewegung, jeder sechste sogar weniger als 15 Minuten. Darin sind die Gänge zum Kopierer oder in die Teeküche bereits eingerechnet.

Der Durchschnittsdeutsche sitzt sieben Stunden am Tag, jeder dritte Berufstätige sogar neun Stunden und länger. "Wir sitzen uns krank", sagte Baas bei der Vorstellung der Studie am Dienstag in Berlin.

Rolltreppe, Auto, Bildschirm und Sofa seien die natürlichen Feinde eines bewegten Alltags.

Brick Wall

Priester-Anwärter: KZ-Witze und Hitlerparodien - Studenten entlassen

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© dpaZwei Priester-Anwärter müssen gehen, weil sie rechtsradikales Gedankengut verbreitet haben
Sie erzählten KZ-Witze und parodierten Adolf Hitler: Zwei Studenten des Würzburger Priesterseminars wurden heute entlassen. Ein weiterer könnte folgen. Von einem braunen Sumpf am Seminar mit nur 18 Studenten will aber niemand sprechen.

Das Würzburger Priesterseminar ist das, was man als geschichtsträchtiges Haus bezeichnen kann. „Seminar unter der Lehre des Guten Hirten“ prangt in goldener Schrift in Latein über dem Eingangstor des Hauses, in dem vor über 400 Jahren ein Jesuitenkolleg gegründet wurde.

Doch dieser „Gute Hirte“ scheint keinen positiven Einfluss auf einige Studenten im Priesterseminar gehabt zu haben. Zwei von ihnen wurden heute mit sofortiger Wirkung aus dem Seminar entlassen, weil sie KZ-Witze erzählt haben und „rechtsradikales Gedankengut“ verbreiteten. Bei einem weiteren Studenten wird noch geprüft, ob er weiter im Seminar studieren darf.

Clock

Zugunglück in Spanien: Lokfahrer war abgelenkt und zu schnell

79 Menschen sterben, als in Spanien ein Zug entgleist. Nun verhärtet sich der Verdacht, dass der Zug viel zu schnell gefahren sein könnte. Außerdem war Lokführer wohl auch noch abgelenkt. Er soll telefoniert und einen Plan konsultiert haben.
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© APDer Unfall bei Santiago de Compostela war das schwerste Bahnunglück seit 40 Jahren in Spanien.
Der Lokführer des entgleisten Zuges in Spanien war zur Zeit des Unglücks offenbar durch ein Telefonat abgelenkt. Die Auswertung der Blackbox deute darauf hin, dass der 52-jährige Lokführer mit einem Angestellten der Bahngesellschaft, womöglich einem Kontrolleur, telefonierte, erklärte das Gericht. Zugleich habe er offenbar einen Plan oder ein anderes Dokument gelesen.

Bei dem Unglück wenige Kilometer vor dem Bahnhof der Pilgerstadt Santiago de Compostela Mitte der vergangenen Woche waren 79 Menschen gestorben. Nach Behördenangaben lagen zunächst noch 15 Verletzte in kritischem Zustand im Krankenhaus.

Phoenix

Gasanlage in Amerika explodiert: Fehler beim Umfüllen

Ein riesiger Feuerball zerstörte die Gasanlage: Im US-Bundesstaat Florida sind mehrere Menschen bei einer Reihe von Explosionen verletzt worden. Etwa zehn Menschen werden noch vermisst.


Bandaid

Rentner rast in Doppeldeckerbus - 3 Verletzte

Rentner übersieht in Steglitz beim Abbiegen einen Großen Gelben. Es gab insgesamt drei Verletzte
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© SCHROEWIG/Paul Hermann Streuff
Einen BVG-Doppeldecker kann man eigentlich nicht übersehen. Trotzdem fuhr ein 71-jähriger Rentner in Steglitz so schwungvoll um die Ecke, als ob der Bus nicht da gewesen wäre. Die Folgen: drei Verletzte, ein demolierter BVG-Bus und zwei ramponierte Autos.

Am Donnerstagnachmittag war Jürgen H. (71) mit seinem Chrysler Van auf der Steglitzer Benzmannstraße unterwegs, wollte nach rechts in die Halskestraße abbiegen. Den Doppeldecker, der vorschriftgemäß geradeaus fuhr, muss er dabei wohl übersehen haben. Der Bus der Linie 181 rammte das Auto des Rentners, das über die Straße geschleudert wurde und gegen einen Ford knallte.

Heart - Black

Busunglück in Moskau - 18 Tote

busunglück, moskau
© dpa
Bei einem schweren Busunfall in Russland sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 weitere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, wie russische Behörden mitteilten. Bei 15 Verletzten bestehe Lebensgefahr. Am Unglücksort nördlich der russischen Hauptstadt starben zunächst 14 Menschen, später dann noch mehrere Verletzte in Krankenhäusern, teilte das Zivilschutzministerium mit. Beobachter sprachen von einem der schwersten Verkehrsunfälle seit Jahren in Russland.

Nach ersten Erkenntnissen raste der mit Kies beladene Transporter mit hohem Tempo in den Bus, der bei dem Aufprall zerrissen wurde. Die Bergungsarbeiten wurden erschwert, weil ein Großteil der zwölf Kubikmeter Kies bei dem Unfall in den Bus gerutscht waren.

Der 46 Jahre alte Lkw-Fahrer aus Armenien soll überlebt haben. Medien berichteten, dass er im Krankenhaus von Ermittlern vernommen worden sei.

Ambulance

Frontalzusammenstoß zweier Züge in der Schweiz: Mehr als 40 Verletzte

Mehr als 40 Menschen sind bei einem Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge in der Schweiz verletzt worden. Zeugen berichten von einem sehr heftigen Aufprall.
schweizer bundesbahn
© dpa
Mindestens vier der mehr als 40 Verletzten erlitten bei dem Unfall am Montagabend schwere Verletzungen, teilten die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) mit.

Die Kollision geschah gegen 19 Uhr in der Ortschaft Granges-près-Marnand im Kanton Waadt im Westen des Landes, als ein Zug im dortigen Bahnhof ankam, während ein anderer abfuhr. Krankenwagen, Feuerwehren und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz.

Nach Angaben von Augenzeugen war der Zusammenprall sehr heftig. Fotos im Internet zeigten zwei ineinander verkeilte Antriebswagen. Der Bahnverkehr zwischen Moudon und Payerne auf der Linie Palézieux - Payerne war unterbrochen.

sk/dpa

Kommentar: Innerhalb eines Monats:


Heart - Black

Reisebus verunglückte in Italien: Mindestens 39 Tote - Darunter viele Kinder

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© APRettungskräfte am Wrack des verunglückten Busses. Ersten Ermittlungen zufolge fuhr das Fahrzeug viel zu schnell auf ein Stauende auf und rammte mehrere Autos.
Aus 30 Metern krachte der Bus in die Tiefe: Mindestens 39 Menschen starben, als in Italien ein Reisebus von einer Autobahnbrücke stürzte. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Untersucht werden ein mögliches Verschulden des Fahrers, der Zustand des Busses - und die Seitenbegrenzung der Autobahn.

Rom - Noch weiß niemand genau, was zu dem Busunglück im Süden Italiens mit mindestens 39 Todesopfern führte. Doch ein Blick auf die Bilder des Wracks vermittelt einen Eindruck von der Wucht, mit der sich der Unfall abgespielt haben muss.

Wie eine Schrotthalde wirkt das Gelände unter der 30 Meter hohen Autobahnbrücke, von der am Sonntagabend ein vollbesetzter Reisebus stürzte. Feuerwehrleute stapfen durch weit verstreute Wrackteile, Metallfetzen, Plastik, Gepäckstücke; es sind Bilder wie nach einem Flugzeugabsturz.

Womöglich auf dem Rückweg von einer Pilgerreise war der Bus in der Nähe von Neapel in die Tiefe gestürzt. Ersten Ermittlungen zufolge war er zuvor in ein Stauende gerast, hatte dabei mehrere Autos gerammt, eine Leitplanke durchbrochen und Teile einer Betonbarriere mitgerissen. Im unwegsamen Gelände am Fuß der Brücke blieb er schließlich liegen.

Heart - Black

Nordafrikanische Flüchtlinge vor Libyen: 31 Menschen auf dem Weg nach Italien ertrunken

Mehr als 500 Flüchtlinge haben an diesem Wochenende versucht, von Afrika aus Italiens Küste zu erreichen. Nach bisher unbestätigten Berichten ertranken 31 von ihnen.
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© Darrin Zammit Lupi/ReutersSomalische Flüchtlinge auf einem Armeeboot aus Malta
Mehr als 500 Flüchtlinge aus Afrika haben an diesem Wochenende versucht, das europäische Festland zu erreichen. Rund 31 von ihnen kamen nach unbestätigten Medienberichten ums Leben. Sie ertranken vor der Küste Libyens bei dem Versuch, mit einem Schlauchboot nach Italien überzusetzen. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Weitere 22 Passagiere des Bootes konnten gerettet und auf die Insel Lampedusa gebracht worden.

Nach Angaben der Überlebenden, die aus Nigeria, Gambia, Benin und Senegal stammen, kenterte das Schlauchboot am Freitagabend nach drei Tagen auf See.