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Biohazard

China: Coronavirus weiter auf dem Vormarsch - 1975 Infizierte, 56 Tote

China hat ganze Städte abgeriegelt, um das Coronavirus zu stoppen. Doch der Erreger breitet sich weiter aus. Die Regierung der besonders betroffenen Metropole Wuhan muss ungewohnt laute Kritik einstecken.
corona china
© imago images/XinhuaÄrzte uns Pfleger aus anderen Teilen Chinas wurden nach Wuhan gesandt.
Trotz drastischer Gegenmaßnahmen nach dem Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in China gibt es immer mehr Todesfälle in der Volksrepublik. Die Zahl der bestätigten Todesopfer ist inzwischen auf 56 gestiegen, wie die Nationale Gesundheitsbehörde des Landes mitteilte. Demnach haben sich 1975 Menschen in China mit dem Coronavirus angesteckt, der die neuartige Lungenkrankheit auslöst. Zuletzt war von knapp 1400 Infizierten die Rede gewesen.

Weltweit kommen nach bisherigen Informationen rund 30 bestätigte Fälle hinzu - darunter drei Patienten in Frankreich, bei denen es sich um die ersten bekanntgewordenen Erkrankungen in Europa handelt. Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping berief in Peking ein Krisentreffen ein. Alle Ebenen von Partei und Regierung müssten dem Kampf gegen das Coronavirus höchste Priorität einräumen, sagte er laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Die Partei habe eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um das weitere Vorgehen zu koordinieren. Teams würden in die Provinz Hubei entsandt, um die Arbeit vor Ort zu steuern.

Kommentar: Medien berichten bereits, dass China an einem Impfstoff arbeitet.

China: Unbekannte Lungenkrankheit breitet sich aus


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Rot am See: 26-Jähriger tötet 6 Familienmitglieder, verletzt 2 weitere schwer und stellte sich anschließend der Polizei

Kriminaltechniker am Tatort nach Familiendrama in Rot am See
© Sebastian Gollnow / dpaKriminaltechniker am Tatort: Der mutmaßliche Täter empfing die Einsatzkräfte vor der Tür
Der mutmaßliche 26-jährige Täter stellte sich nach den Schüssen: Ein Sportschütze aus Baden-Württemberg soll seine Eltern und weitere Familienmitglieder getötet haben - an dem Ort, an dem er selbst lebte.

Aalens Polizeipräsident Reiner Möller war die Anspannung anzusehen: Nach der Bluttat von Rot am See mit sechs Toten in dem baden-württembergischen Ort schilderte er auf einer eilig anberaumten Pressekonferenz knapp, welches Bild sich den Einsatzkräften vor Ort bot. Der 26-jährige mutmaßliche Täter erschoss demnach in und hinter einem Gasthof seine Eltern sowie vier weitere Verwandte. Die drei männlichen Todesopfer sind laut Polizei 36, 65 und 69 Jahre alt, die drei weiblichen 36, 56 und 62.

"Um 12.57 Uhr waren erste Kräfte vor Ort und konnten den Täter festnehmen", sagte Möller. Der mutmaßliche Täter habe die Polizei zuvor selbst gerufen und von seiner Tat in dem Gebäude, in dem er auch selbst lebte, berichtet. Als die Einsatzkräfte am Tatort eintrafen, empfing dieser die Beamten vor der Tür. Die halbautomatische Pistole hatte der Sportschütze in der Kneipe gelassen.

Kommentar: Weitere Artikel, die u. a. Geschehnisse aus der letzten Zeit erfassen:


Gear

Spaziergänger finden Baby in Gebüsch

Rüsselsheim. Zwei Spaziergänger hören Schreie aus einem Gebüsch. Als sie nachschauen, entdecken sie ein Baby. In Hessen sucht die Polizei jetzt nach den Eltern des kleinen Säuglings.
baby
© pixabaySymbolbild
Es ist in ein Handtuch gewickelt, schon leicht unterkühlt und erst wenige Stunden alt, als die Passanten das Baby am Freitagabend in einem Gebüsch im Rüsselheim (Hessen) finden.

Baby in Gebüsch gefunden

Sie alarmierten direkt den Notruf und die Polizei. Zum Glück wurde das Baby noch am Abend entdeckt. Es wäre vermutlich bei den kalten Temperaturen in der Nacht erfroren. Ein Polizeisprecher erklärt: "Das wäre nicht lange gut gegangen, für so ein kleines Baby war es viel, viel zu kalt."

Camera

Technischer Fehler oder Fahrfehler? 70-jährige Teslafahrerin fährt in Glasfassade von Baumarkt - Eine Person stirbt

Ein Gutachter soll im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Ursache des tödlichen Unfalls auf dem Gelände eines Baumarkts in Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) klären. "Wir wollen wissen, ob möglicherweise ein technischer Defekt des Tesla-Unfallautos vorlag oder ein Eigenverschulden der Fahrerin", sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler. Zu den offenen Frage gehöre auch, ob das Fahrzeug des US-Herstellers teilautonomes Fahren ermögliche. Eine 70 Jahre alte Frau war am Dienstagnachmittag mit ihrem Wagen in die Glasfassade des Baumarktes gekracht. Eine 76 Jahre alte Kundin wurde unter den Trümmern begraben und kam ums Leben.
Tesla Model S 85 KWH
Symbolbild
Ein Gutachter soll die Ursache des tödlichen Unfalls auf dem Gelände eines Baumarkts in Nortorf klären. Beim Baumarkt herrschte am Mittwoch alles andere als Normalität.

76-Jährige starb noch im Baumarkt

Das Auto schob unter anderem einen Container mit Blumen in den Vorraum, dort stürzte Baumarktware um, darunter gestapelte Briketts. Zwei Kunden wurden von Briketts an den Beinen getroffen, blieben aber weitgehend unverletzt. "Kurz darauf stellte man jedoch fest, dass sich unter den Trümmern noch eine weitere Person befand", sagte die Polizei in ihrer Mitteilung. Die 76 Jahre alte Frau starb noch am Unfallort an ihren Verletzungen. Die Unfallfahrerin blieb unverletzt, sie wurde laut Feuerwehr seelsorgerisch betreut. Der Pkw wurde sichergestellt. Die Höhe des Sachschadens steht laut Polizei noch nicht fest.

Kommentar: Die Fahrerin hat entsprechend hohes Alter, wo ein Fahrfehler nicht ausgeschlossen ist.


People 2

Auf dem Weg zum "Land der Freiheit": Tausende Migranten stürmen Mexikos Grenze

Auf der Flucht vor Armut und Gewalt zieht es erneut Tausende Mittelamerikaner in Richtung USA. Doch Präsident Trump übte bereits in der Vergangenheit Druck auf seinen südlichen Nachbarn Mexiko aus. Sicherheitskräfte gehen nun mit Tränengas gegen die Migranten vor.
migranten mexiko
© dpaMigranten versuchten, den Grenzfluss Rio Suchiate zwischen Guatemala und Mexiko zu überqueren.
An der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko ist es erneut zu Zusammenstößen von Sicherheitskräften und Migranten aus Mittelamerika gekommen, die über Mexiko in die USA gelangen wollten. Medienberichten zufolge lösten die mexikanischen Grenzschützer eine Gruppe von mehreren Tausend Migranten auf und setzten dabei Tränengas ein. Die meisten von ihnen kehrten daraufhin um. Mehreren Hundert Menschen sei es aber gelungen, zu Fuß durch das seichte Wasser des Grenzflusses Río Suchiate auf die andere Seite zu gelangen.

Die mexikanische Einwanderungsbehörde teilte mit, rund 500 Menschen seien illegal über den Fluss in das Land eingedrungen. Die meisten von ihnen stammten aus Honduras. Mithilfe der Nationalgarde habe man 402 Menschen gerettet und in Behördeneinrichtungen gebracht, wo sie mit Nahrungsmitteln versorgt würden. Von dort würden sie gegebenenfalls in ihr Ursprungsland zurückgebracht. Weitere 58 Personen seien in den Wald geflohen. Nach ihnen werde gesucht, hieß es. 40 Migranten hätten sich entschlossen, an die Grenze zu Guatemala zurückzukehren.

Bereits am Wochenende hatten etliche Migranten aus Mittelamerika auf ihrem Weg in die USA versucht, die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko mit Gewalt zu überwinden. Mexiko schloss wegen des Vorfalls bereits am Samstag vorübergehend die Grenze. Rund 1500 Zentralamerikaner wurden an der illegalen Einreise gehindert. Die Migranten gehören zu einer größeren Gruppe von etwa 3500 Menschen, die sich in den vergangenen Tagen in San Pedro Sula im Norden von Honduras versammelt hatten. Von dort brechen seither immer wieder Gruppen Richtung USA auf. Die vor allem aus Honduras stammenden Migranten fliehen vor Gewalt und Armut in dem zentralamerikanischen Land.

Kommentar:








Camcorder

Frankfurt Hauptbahnhof: Zug fährt auf Prellbock auf - Mindestens drei Verletzte

Mitten im morgendlichen Berufsverkehr fährt ein Regionalexpress am Frankfurter Hauptbahnhof auf einen Prellbock auf. Mehrere Pendler werden verletzt.
deutsche bahn
© dpa/Sebastian GollnowSymbolbild
Bei einem Zugunfall im Frankfurter Hauptbahnhof sind am Morgen mehrere Menschen verletzt worden. Ein Regionalexpress aus Kassel fuhr auf einen Prellbock auf, teilten Bundespolizei und Feuerwehr mit. Der Zug habe bereits abgebremst gehabt und sei mit "ganz geringer Geschwindigkeit" eingefahren.

Am Prellbock und an der Lok seien kaum Schäden sichtbar, sagte ein Bundespolizei-Sprecher. Die Bundespolizei berichtete von drei, die Feuerwehr von fünf Verletzten. Die Ursache des Unfalls war noch unklar.

Quelle: dpa

Bandaid

China: Unbekannte Lungenkrankheit breitet sich aus

Wird das neue Virus doch von Mensch zu Mensch übertragen? In China steigt die Zahl der Infizierten, Experten gehen davon aus, dass sich bislang 1.700 Menschen angesteckt haben.

Coronavirus
© Rockcafe.infoCoronavirus.
Die Ausbreitung der rätselhaften Lungenkrankheit in China ist möglicherweise viel größer als bisher angenommen. Das britische Zentrum für die Analyse globaler Infektionskrankheiten am Imperial College London schätzt die wahre Zahl der Infizierten auf mehr als 1.700. Auch warnen die Experten vor einer Übertragung von Mensch zu Mensch. Die zentralchinesische Metropole Wuhan berichtete an diesem Sonntag, dass bei 17 weiteren Lungenkranken das neuartige Coronavirus entdeckt worden sei. Die Zahl der in China bestätigten Fälle steigt damit auf 62. Zwei Patienten sind bisher gestorben.

Experten: Vermutlich mehr Ansteckungen als bekannt

"Es ist wahrscheinlich, dass der Ausbruch des neuen Coronavirus in Wuhan bedeutend mehr Fälle mit mittleren oder schweren Erkrankungen der Atemwege verursacht hat als bisher berichtet", heißt es in der Studie der Experten vom Imperial College London, das auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die britische Regierung berät.

Die Schätzung von mehr als 1.700 Infektionen geht auf ein Rechenmodell zurück, in dem die Fachleute die drei im Ausland festgestellten Infektionen mit der Zahl der Flugreisenden, der Bevölkerung und der Inkubationszeit zugrunde gelegt haben. So leben im Einzugsgebiet des Flughafens von Wuhan rund 19 Millionen Menschen, von denen aber nur rund 3.400 Personen am Tag ins Ausland fliegen.

Evil Rays

Tausende protestieren gegen Agrarpolitik in Berlin

"Wir haben es satt!": Unter diesem Motto stand in Berlin ein Protestzug für eine umweltfreundlichere Landwirtschaft. Bauern, Klima- und Tierschützer kritisierten die Agrarpolitik der EU und des Bundes.
bauernprotest berlin
Tausende Menschen haben mit einem Protestzug in Berlin für eine umweltfreundlichere Landwirtschaft demonstriert. Angeführt von mehr als 150 Traktoren startete der Zug am Mittag vor dem Brandenburger Tor.

Auf Plakaten waren Forderungen wie "Subvention nur für Bio!" und für den Erhalt der Artenvielfalt auf deutschen Äckern zu lesen. Laut Polizei verlief der Protest, der bis zum späten Nachmittag angemeldet war, ruhig. Zahlen zu den Teilnehmern nannten die Beamten zunächst nicht, die Veranstalter sprachen von 27.000 Demonstranten.

Ein Bündnis aus Bauern, Klima- und Tierschützern sowie weiteren Verbänden hatte zu der Demonstration aufgerufen. Unter dem Motto "Wir haben es satt!" forderten die Aktivisten die Bundesregierung zu einer Wende in der Agrarpolitik auf.

Chess

Rottweil: Jobcenter-Mitarbeiterin wird niedergestochen

Rottweil - Mit einem Messer hat ein Kunde im Jobcenter von Rottweil in Baden-Württemberg eine Mitarbeiterin angegriffen und schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter sei noch vor Ort festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Es handele sich um einen 58 Jahre alten Deutschen, der bei dem Opfer einen Termin wahrgenommen habe. Die Hintergründe seien noch völlig unklar.
Polizei-Einsatz, polizei symbolbild
© dpa
Zwar wurde der Mann von den Ermittlern zwischenzeitlich vernommen - ob er sich zur Tat äußerte, sei aber noch nicht bekannt.
Das Opfer - eine 50 Jahre alte Frau - kam mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus. Über ihren Zustand gab es vorerst keine Rückmeldungen aus der Klinik, wie der Polizeisprecher sagte. Auch über den Umfang der Verletzungen konnte er keine Angaben machen. Ob sich Täter und Opfer kannten, war zunächst nicht bekannt.

Der 58-Jährige sei nach dem Angriff ins Erdgeschoss des mehrstöckigen Bürogebäudes gegangen und habe sich widerstandlos festnehmen lassen, teilten das Polizeipräsidium Konstanz und die Staatsanwaltschaft Rottweil am Abend mit. Zuvor habe der Mann den übrigen Mitarbeitern des Jobcenters gesagt, dass man die Polizei verständigen könne.

Die Ermittler stellten das Tatmesser sicher. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Verdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen eines versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet.

Kommentar:


Attention

Trotz fehlender Gesamtstatistiken: Zahl der Messerangriffe scheint anzusteigen

Bedroht, verletzt, getötet. Bei Übergriffen und Raubzügen wird immer häufiger das Messer gezogen. Doch obwohl die Zahl der Messerattacken steigt, gibt es noch immer keine verpflichtende, bundesweit einheitliche Statistik dazu. Nur Zahlen aus den Ländern lassen die Brisanz erkennen.
messer
© dpa
Aktuell hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen jetzt das erste Mal Zahlen dazu präsentiert.

In einem Bericht an den Innenausschuss des Landtags zog Innenminister Herbert Reul (67, CDU) jetzt die erste Gesamtjahresbilanz. Und die ist erschreckend: So wurden im Jahr 2019 insgesamt 6827 Fälle erfasst, in denen als Tatmittel ein Messer eingesetzt wurde.

Es gab insgesamt 6736 Tatverdächtige, von denen 2645 nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Der Anteil der Zuwanderer an dieser Gruppe beträgt 39,8 Prozent (1052). Zuwanderer sind u.a. Asylbewerber, Schutz- und Asylberechtigte oder Geduldete.

4091 der Tatverdächtigen waren Deutsche. Die nächst größeren Gruppen sind Türken (436), Syrer (364), Polen (132), Rumänen (123), Afghanen (123), Serben (110) und Iraker (105).

Bislang werden in der bundeseinheitlich abgestimmten Kriminalitätsstatistik Verbrechen mit Stichwaffen - im Gegensatz zu Schusswaffen - nicht gesondert erfasst. Die Messerangriffe seien wirklich ein Problem, hatte Innenminister Reul bei der Vorlage der Halbjahreszahlen gesagt. Es fehlen allerdings die Vergleichsmöglichkeiten, da diese Zahlen erstmals erhoben wurden.