Bei dem heftigen Taifun 'Lionrock' über Japan sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Neun Opfer wurden bei einem Altersheim in der nordöstlichen Stadt Iwaizumi gefunden, berichteten japanische Medien. In der Stadt Kuji kam eine weitere Frau ums Leben.

© JIJI PRESS/AFP / Tokachi Mainichi
Der inzwischen abgezogene Taifun war am Vorabend in der Region Tohoku im Nordosten auf Land getroffen. Das ist die Region, wo vor fünf Jahren Tausende bei einer Tsunami-Katastrophe ums Leben gekommen waren und das Atomkraftwerk in Fukushima verwüstet wurde.
Die Gefahr bestand, dass erneut verstrahltes Wasser in den angrenzenden Ozean gelangte.
'Lionrock' war am Dienstagabend (Ortszeit) als seit Jahrzehnten erster vom Pazifik heranstürmender Taifun in der Region Tohoku auf Land getroffen. Rund 410.000 Menschen waren zuvor aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen. In Notunterkünften wurden Decken und Lebensmittel für die Menschen bereitgestellt. Die Behörden warnten vor den Gefahren durch mögliche Erdrutsche und hohen Wellengang. Viele Schulen wurden geschlossen, der regionale Bahn- und Flugverkehr war beeinträchtigt. Mehr als 100 Flüge aus und in die Region fielen aus. In rund 15.000 Haushalten fiel zwischenzeitlich der Strom aus. Stellenweise standen Straßen unter Wasser, Flüsse schwollen bedrohlich an, Bäume stürzten um, Häuser wurden beschädigt, Lastwagen stürzten durch die schweren Sturmböen um.
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