Weil Unwetter immer schlimmer werden, steigen die Kosten weiter an. Das steigt eine neue Studie.

© AP
1800 Menschen hat Hurrikan Katrina das Leben gekostet, als er im August 2005 auf die amerikanische Golfküste traf. Der Sturm gilt bis heute als eine der verheerendsten Naturkatastrophen in den USA, er richtete Schäden in Höhe von 108 Milliarden US-Dollar an. Drei Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben am Beispiel von Katrina nun ausgerechnet,
dass die Schäden zukünftiger Wirbelstürme schneller wachsen als die Wirtschaftsleistung. Schuld daran, so die Forscher, sei der fortschreitende Klimawandel.
„Bisher hat sich gezeigt, dass historische Schäden durch tropische Wirbelstürme schwächer als das Bruttosozialprodukt eines betroffenen Landes stiegen“, sagt der leitende Autor der Studie, Tobias Geiger. Ein anderes Bild ergebe sich jedoch, wenn man sich die Verluste in Bezug auf das Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens und der Bevölkerung getrennt anschaue: Die Schäden stiegen dann schneller als das Einkommen, so die Wissenschaftler.
Im Interview mit Wiwo Green spricht Professorin Dr. Daniela Jacob, Leiterin des Climate Service Center Germany, über die Auswirkungen des Klimawandels und welchen Einfluss Unternehmen und Industrie darauf nehmen können.
Für ihr Modell haben Tobias Geiger, Katja Frieler und Anders Levermann unterschiedliche Daten wie Windgeschwindigkeiten und Angaben zum Pro-Kopf-Einkommen benutzt. Eingeflossen sind zudem Informationen über die Zugbahnen und die Schäden, die vergangene Hurrikans an der amerikanischen Ostküste angerichtet haben. So konnten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der betroffenen Menschen, dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen der betroffenen Region und den entstandenen Schäden herstellen.
Kommentar: