Gesundheit & WohlbefindenS


Attention

Verbraucherschützer warnen vor Diät- und Libidopräparaten

Sie sollen schlank machen, die Libido steigern oder den Alterungsprozess verlangsamen - Nahrungsergänzungsmittel werden mit allerlei Effekten beworben. Doch Verbraucherschützer schlagen nun Alarm: Häufig enthalten die Produkte illegale und stark gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe.
Pillen
© DDP

Düsseldorf - Der Internethandel mit Nahrungsergänzungsmitteln ausländischer Herkunft boomt, verspricht doch ein Klick Figur- und Fitness-Fans endlich die Traumfigur oder besseren Sex. Doch die Präparate sind offenbar gefährlicher als gedacht. Das teilte jetzt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mit.

Die Tester haben 78 Produkte aus den Bereichen Anti-Aging, Gewichtsreduktion, Potenz- und Libidosteigerung sowie Fitnesszuwachs per Internet bestellt und getestet. Das Ergebnis ist erschreckend: Fast jedes dritte Mittel ausländischer Herkunft enthielt laut den Verbraucherschützern nicht zugelassene Wirkstoffe, die weder auf der Web-Seite noch auf der Verpackung angegeben waren. Diese Substanzen seien nicht nur illegal, sondern auch hochgradig gesundheitsschädlich.

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Die meisten Menschen essen, was nicht schmeckt

Bei der Auswahl von täglichen Lebensmitteln entscheidet nicht nur der Geschmack
uhr,essen
© Thorsten Freyer/pixelio.de

Lebensmittel sind in den westlichen Industrienationen nahezu im Überfluss vorhanden. Mussten die Menschen noch vor einigen Jahrzehnten mindestens 60 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Nahrungsmittel ausgeben, sind es heute gerade einmal durchschnittlich 10 Prozent. Trotzdem verzehren die meisten Menschen Lebensmittel, die ihnen überhaupt nicht schmecken.

Wissenschaftler der Heidelberger Dr. Rainer Wild-Stiftung haben erste Ergebnisse ihrer repräsentativen Geschmacksforschungsstudie vorgestellt. Sie gingen bei ihrer Forschungsarbeit der Frage nach, ob Menschen auch Dinge essen, die ihnen eigentlich nicht schmecken. Bereits erste Auswertungsergebnisse zeigten, dass 81 Prozent der befragten Bundesbürger Speisen verzehren, die ihrem individuellen Geschmacksempfinden nicht entsprechen. Im weiteren Verlauf wurde deutlich, dass der Geschmack nur ein Bewertungskriterium von vielen darstellt, um Nahrungsmittel zum Essen auszuwählen.

Ambulance

Kokain erhöht Risiko für grünen Star

Kokainkonsum
© colourboxKokainkonsum erhöht das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken.

Kokain vernebelt nicht nur das Gehirn, es verdirbt auch die Augen. Das Rauschmittel verdoppelt das Risiko, an grünem Star, dem sogenannten Glaukom, zu erkranken.
Ein Glaukom ist eine der häufigsten Erblindungsursachen, in Amerika sogar die zweithäufigste. Eine Studie der Indiana University School of Medicine fand jetzt heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen Kokainsucht und der Augenerkrankung gibt. Demnach haben Kokainkonsumenten ein um 45 Prozent erhöhtes Risiko, an grünem Star zu erkranken.

Für ihre Studie werteten die Forscher Daten von 5,3 Millionen Männern und Frauen aus, die in der ambulanten Klinik des Kriegsveteranenministeriums 2009 behandelt worden waren. Bei 178 000 (3,3 Prozent) konnte Kokainmissbrauch beziehungsweise Kokainabhängigkeit festgestellt werden. 83 000 (1,5 Prozent) der Patienten waren von einem grünen Star betroffen. Nachdem Faktoren wie Rasse und Alter angepasst worden waren, ergab sich für Kokainkonsumenten ein um 45 Prozent erhöhtes Risiko, an einem Glaukom zu erkranken. Patienten mit einem Offenwinkelglaukom (die häufigste Form des grünen Stars) und einer Drogenvergangenheit waren im Schnitt 20 Jahre jünger als ihre abstinenten Mitpatienten mit gleicher Diagnose.

Alarm Clock

Das Timing des Schlafs macht Kinder ungesund und übergewichtig

Übergewicht bei Kindern hat verschiedene Ursachen. Nun haben Forscher festgestellt, dass auch die Bettgehzeiten einen wesentlichen Einfluss darauf haben, ob die Kleinen Fett ansetzen oder nicht.

Zu wenig Schlaf und ungünstiges Timing kann Übergewicht bei Heranwachsenden fördern. Wann sie ins Bett gehen und aufstehen, ist mindestens genauso entscheidend wie der Schlaf selbst, berichten australische Forscher im Fachblatt Sleep.

Jugendliche, die eher früh in die Federn kommen und früh auch wieder raus, sind ihrer Untersuchung zufolge häufiger schlank als Nachteulen. Ursache könnte ein unterschiedlicher Lebenswandel sein: So unterstützt das lange Wachsein in den Abendstunden eher Beschäftigungen mit Fernsehen oder Computer. Die Morgenstunden dagegen eignen sich gut für sportliche Aktivitäten an der frischen Luft. «Die Kinder, die spät ins Bett gingen und spät aufwachten, und die Kinder, die früh ins Bett gingen und früh aufwachten, bekamen insgesamt praktisch dieselbe Menge Schlaf», sagt Carol Maher von der University of South Australia.

Butterfly

Haustiere machen glücklich und gesund

Gut für die Psyche: Zuneigung von Hunden ist bedingungslos.

Sie kosten viel Geld und Zeit, brauchen Pflege und Zuwendung: Haustiere. Dennoch halten die Österreicher laut einer Schätzung des Tierfutter- und Tierzubehörhändlers Fressnapf rund 640.000 Hunde. "Tiere fungieren als soziales Schmiermittel, sie fördern den Zusammenhalt", erklärte die klinische Psychologin Birgit Ursula Stetina. Sie leitet an der Fakultät für Psychologie der Universität Wien seit zehn Jahren den Forschungsbereich Anthrozoologie (Anm. Mensch-Tier-Beziehung).

Positiv für die Psyche

Dank der Haustiere gibt es immer ein Thema, worüber man sprechen kann, erklärte Stetina. Psychologisch wirkt sich alleine die Tatsache, für ein Lebewesen verantwortlich zu sein, sehr positiv aus. "Das gilt speziell für alte Menschen, mit den Haustieren sind sie weniger einsam und haben noch eine Aufgabe". Die Anwesenheit eines Tieres bringt Vorteile: "Die Forschung hat bewiesen, dass ein Tier im Raum das Stress-Level sinken lässt, auch die Atemfrequenz von Menschen verbessert sich", so Stetina. Tiere beruhigen den Menschen. "Alleine die schnurrende Katze neben uns hat eine entstressende Wirkung".

Butterfly

Gerichtsurteil zu Stevia-Pflanze - Bahn frei für den grünen Süßstoff

Die südamerikanische Stevia-Pflanze könnte bald künstlichen Süßstoffen Konkurrenz machen. Ein Gericht hat jetzt entschieden, dass Stevia als Süßungsmittel in Joghurts verwendet werden darf - ohne die langwierigen EU-Zulassungsverfahren zu durchlaufen. Auch für andere Lebensmittelhersteller könnte die Pflanze interessant sein.
Stevia
© AFPDie südamerikanische Stevia-Pflanze darf künftig als Süßungsmittel verwendet werden.

Ein aus der Pflanze Stevia gekochter Tee darf als Süßungsmittel in Bio-Joghurts verwendet werden. Diese Entscheidung, die Auswirkungen auf die gesamte Bio-Branche haben kann, hat das Bayerische Verwaltungsgericht in München am Dienstag bekanntgegeben. Vorausgegangen war ein Rechtsstreit zwischen einer mittelständischen Molkerei aus dem oberbayerischen Andechs und der Lebensmittelüberwachung im Landratsamt Starnberg.

Die Molkerei Scheitz hatte den Stevia-Tee als Zuckerersatz in zwei Bio-Joghurts gemischt. Stevia ist eine vor allem in Südamerika beheimatete Pflanze, die die hundertfache Süßkraft von Zucker hat - und damit auch für die Getränkeindustrie interessant ist. Umstritten war die Frage, ob für Stevia-Tee ein gesondertes, langwieriges Zulassungsverfahren nach der Novel-Food-Verordnung der EU nötig wäre.

Attention

Lasertechnologie: Drucker so giftig wie mittelstark befahrene Straßen

Wer viel druckt, braucht in der Regel einen Laserdrucker: Doch die Geräte erhöhen das Krebsrisiko durch eine extrem hohe Feinstaubbelastung.
Laserdrucker
© PADicke Luft im Büro: Gesundheitsgefährdung durch Laserdrucker

Laserdrucker sollten nach Möglichkeit nur in gut gelüfteten Räumen betrieben werden. Beim Drucken verursachen die Geräte eine Feinstaubbelastung, die ungefähr mit der einer mittelstark befahrenen Straße zu vergleichen ist.

Das berichtet die Zeitschrift Computer Bild (Ausgabe 21/2011). Bei einem Test erhielten vier von fünf untersuchten Laserdruckern im Bereich "Umwelt/Gesundheit" die Note "mangelhaft". Grund dafür ist auch der hohe Energieverbrauch, der je nach Modell zwischen 160 und 300 Watt liegt.

Laserdrucker lohnen sich vor allem für Verbraucher, die viele Seiten und in Farbe drucken wollen: Der Preis pro Farbseite liege bei 14 bis 41 Cent meistens unter dem von Tintenstrahldruckern, schreibt die Zeitschrift.

Nach einer wissenschaftlichen Studie an der Universität Rostock aus dem Jahr 2008 kann der Staub von Tonerpatronen bei Laserdruckern und Kopierern jedoch Lungenkrebs verursachen. Eine Forscherin hatte nachgewiesen, dass Asbestfasern und verschiedene Arten von Kohlenstoffpartikeln gefährliche Sauerstoff- und Stickstoffradikale produzierten, die zum Zelltod führen können.

Ambulance

Studie: Zusammenhang von Krebs und Bluthochdruck

Berlin/Stockholm (dpa) - Männer mit zu hohem Blutdruck haben einer Studie zufolge ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit, an bösartigen Tumoren zu sterben, ist der Untersuchung zufolge sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit zu hohem Blutdruck erhöht.

Wissenschaftler aus Schweden und Großbritannien hatten die Daten von 289 454 Männern und 288 345 Frauen ausgewertet. Nach Angaben der Forscher ist es die bislang größte Studie zu dem Thema. Die Messungen reichen von 1972 bis 2005.

Das Ergebnis: Bei Männern mit Bluthochdruck ist das Risiko, an Krebs zu erkranken, um 10 bis 20 Prozent erhöht. Unsicher sind die Forscher jedoch, warum dies bei Frauen nicht der Fall ist.

«Die zweitgrößte Studie hatte zuvor ein höheres Krebsrisiko für Frauen als für Männer ergeben», berichtete Mieke Van Hemelrijck vom Londoner King's College anlässlich des Europäischen Interdisziplinären Krebskongresses in Stockholm. Die unterschiedlichen Ergebnisse könnten ihr zufolge an der größeren Zahl der diesmal untersuchten Patienten liegen.

Ambulance

Abgase können Herzinfarkt auslösen

Das Einatmen von Abgasen kann einer Studie zufolgeeinen Herzinfarkt auslösen. Das Risiko ist rund sechs Stunden nachdem Einatmen erhöht und geht dann wieder zurück, wie die Untersuchung zeigt.
Abgase
© Gaetan Bally/KeystoneHerzinfarkte können wegen Abgasen ausgelöst werden.

Bern. - Der Epidemiologe Krishnan Bhaskaran von der London School of Hygiene and Tropical Medicine hat herausgefunden, dass das Einatmen von Abgasen einen Herzinfarkt auslösen kann. Bhaskarans Studie zufolge, ist as Risiko rund sechs Stunden nachdem Einatmen erhöht.

Bhaskaran, der die Daten von knapp 80 000 Herzinfarkt-Patienten auswertete, erklärte in der Online-Ausgabe des Fachblattes British Medical Journal, dass die Luftverschmutzung den Herzanfall wahrscheinlich eher beschleunige als ihn direkt auslöse.

Bacon

Defizit an Vitamin B12 erhöht Demenzrisiko

Vitamin B12 Quellen
© coloourboxBesonders viel Vitamin B12 liefern Heringe.

Vitamin B12 steckt beispielsweise in Hering, Leber und Schweinenieren. Es spielt eine essenzielle Rolle für die Gehirnfunktion. Ein Mangel daran verstärkt den geistigen Abbau und lässt sogar das Gehirn schrumpfen.

Hinweise darauf, dass ein Mangel an Vitamin B12 das Demenzrisiko erhöhe, haben US-amerikanische Forscher jetzt in einer Studie an 121 älteren Menschen entdeckt. Fanden sich bei einer Versuchsperson besonders viele Anzeichen für einen B12-Mangel im Blut, sei auch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass diese später Probleme mit ihrer geistigen Leistung bekam. Das berichten die Forscher im Fachmagazin Neurology. Auch sei die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es zu einem Abbau von Gehirnmasse bei solchen Patienten kommen kann.

Vitamin B12 gilt als wichtig für die Zellteilung, aber auch für einige Funktionen des Nervensystems. Schon früher war bekannt, dass ein akuter B12-Mangel zu Konzentrationsstörungen und zu demenz-ähnlichen Symptomen führen kann. Jetzt habe man Anzeichen dafür gefunden, dass ein zu geringer Gehalt dieses Vitamins auch tatsächliche Demenzen fördere, sagen die Forscher.