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Sa, 21 Okt 2017
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Gesundheit & Wohlbefinden
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Reserveantibiotikum verliert weltweit an Wirkung

© USGS
Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast führt zu einer steigenden Resistenz beim Menschen. Das zeigt der Fall Colistin.

Ein Gen, das Krankheitserregern Resistenz gegen das Reserveantibiotikum Colistin verleiht, breitet sich in erschreckend hohem Ausmaß über den Globus aus. Das wurde nun auf dem Treffen der American Society for Microbiology (ASM) deutlich, wie Nature berichtet. Das Resistenzgen mit der Bezeichnung mcr-1 ist bereits länger bekannt: Schon vor anderthalb Jahren wurde es in Bakterien entdeckt, die Forscher aus Proben von chinesischen Mastschweinen isolierten.

Nun zeigt sich jedoch, dass es sich auch auf Bakterien in Nutztieren aus anderen Teilen der Welt übertragen hat. Fündig wurden Forscher sowohl in Brasilien als auch in Portugal. Zudem scheinen Bakterien, die im Menschen leben, das Resistenzgen ebenfalls übernommen zu haben. Damit ist die Verbreitung dieses Gens ein Paradebeispiel für den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Antibiotika in der Tiermast und der Bildung entsprechender Resistenzen gegen solche Wirkstoffe, die ursprünglich für die Humanmedizin gedacht waren, meint Lance Price, ein Antibiotika-Forscher an der George Washington University.

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Syringe

Impfpflicht in Europa weitet sich aus: Nach Italien, jetzt auch in Frankreich

© dpa
  • Frankreich führt eine Impfpflicht gegen acht weitere Erreger ein. Kleinkinder müssen ab 2018 gegen Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten, Pneumokokken, Meningokokken, Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B immunisiert werden.
  • Gegen drei Erreger war eine Impfung in Frankreich bereits Pflicht. Italien beschloss wegen einer Masern-Epidemie kürzlich ebenfalls eine verpflichtende Impfung.
  • Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu Masern-Epidemien, wie derzeit in Nordrhein-Westfalen. Bislang sind Impfungen in Deutschland freiwillig, eine Impf-Pflicht wird kontrovers diskutiert.
Die Masern haben Nordrhein-Westfalen im Griff: Nachdem Ende Mai bereits rund 400 Masernfälle in dem Bundesland gemeldet worden waren, nähert sich die Zahl jetzt der Marke von 500. Im Mai war in Essen eine 37-jährige Frau an den Masern gestorben. Eine wirksame Impfung gibt es zwar. Aber wer sich impfen lässt, diese Entscheidung ist in Deutschland freiwillig.

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Info

Multiple Sklerose: Alpha-Liponsäure verlangsamt Verlauf

Die Alpha-Liponsäure ist ein körpereigener Stoff mit antioxidativer Wirkung. Schon sehr lange gibt es die Alpha-Liponsäure auch als Nahrungsergänzung im Handel. Sie bietet sich aufgrund ihrer chelatierenden Eigenschaften zur Entgiftung von Schwermetallen an. Auch zur Prophylaxe und Therapie der diabetischen Neuropathien wird die Alpha-Liponsäure erfolgreich eingesetzt. Studien vom Juni 2017 zeigen, dass die Alpha-Liponsäure offenbar auch bei der Multiplen Sklerose hilfreich ist und bei langfristiger Einnahme deren Verlauf bremsen und Symptome bessern kann.

Alpha-Liponsäure bremst Multiple Sklerose

In einer randomisierten doppelblinden Pilot-Studie der Oregon Health & Science University School of Medicine in Portland/Oregon beobachteten Forscher rund um Dr. Rebecca Spain, dass die Alpha-Liponsäure - ein freiverkäufliches Antioxidans - den Verlauf der sog. sekundär progredienten Multiplen Sklerose (SPMS) verlangsamen kann. Ihre Studienergebnisse wurden im Juni 2017 im Fachjournal Neuroimmunology & Neuroinflammation veröffentlicht.

Die Teilnehmer hatten über zwei Jahre hinweg täglich 1.200 mg Alpha-Liponsäure eingenommen. Anschliessend stellten die Forscher fest, dass bei Patienten, die an der SPMS - einer bestimmten Form der Multiplen Sklerose - litten, die Gehirnatrophie (Gehirnschwund) im Vergleich zur Placebogruppe deutlich verringert werden konnte.

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Warum die Haarpflege mit einer Wildschweinborstenbürste so gut ist

Nachts befindet sich der Körper in einer intensiven Ausscheidungsphase. Über die Schweissdrüsen werden Mineralstoffe und Stoffwechselendprodukte ausgeschieden, lagern sich auf der Kopfhaut ab und verstopfen mit dem Fett aus den Talgdrüsen die Hautporen.

Die Kopfhautreinigung - das Bürsten

Die in der Kopfhaut befindlichen Mineralstoffe binden die Feuchtigkeit an sich und verändern dadurch den natürlichen pH-Wert der Kopfhaut. Sie wird trocken, und oft reagieren die Talgdrüsen dann zum Ausgleich mit vermehrter Produktion. Je nach individueller Veranlagung kann die Kopfhaut ausserdem spannen, jucken, es kann zu Schuppenbildung oder gar Haarausfall kommen. Vor allem, wenn auch noch zu häufiges Waschen und aggressive Produkte das Milieu der Kopfhaut stören. Ebenso kommen noch die Ablagerungen durch zusätzliche Finish-Produkte wie Haarspray, Festiger, Gel usw. hinzu.

Auch die abgestorbenen, natürlichen Hornhautpartikel müssen von der Kopfhaut entfernt werden. Am restlichen Körper geschieht dies durch die Reibung der Kleidung oder beim Abfrottieren nach dem Waschen, auf der Kopfhaut bleibt alles liegen.

Attention

Säureblocker bei Sodbrennen und Co.: Erhöhtes Sterberisiko und viele andere Nebenwirkungen

© ZDG
Millionen Menschen schlucken sie täglich: Die beliebten Säureblocker (Protonenpumpeninhibitoren). Sie werden gegen Sodbrennen und viele anderen Verdauungsbeschwerden verordnet. Auch unter der Bezeichnung Magenschutz sind die Pillen bekannt. Denn sie werden begleitend verschrieben, wenn magenschädliche Medikamente (wie etwa Schmerzmittel oder Antibiotika) eingenommen werden müssen. Die Säureblocker jedoch sind alles andere als harmlos. Die Liste ihrer Nebenwirkungen ist lang. Ein erhöhtes Sterberisiko kam jetzt (Juli 2017) noch hinzu.

Säureblocker können die Magensäurebildung nahzu vollständig stoppen

Säureblocker vom Typ der Protonenpumpeninhibitoren werden sehr häufig verschrieben. Ursprünglich insbesondere bei schwerwiegenden Magen-Darm-Problemen, wie z. B. Magenbluten, der Refluxkrankheit oder Speiseröhrenkrebs, inzwischen bei fast jedem Magenproblem.

Wer überdies längerfristig magenschädliche Medikamente wie z. B. bestimmte Antibiotika oder NSRI (entzündungshemmende Schmerzmittel z. B. bei Rheuma) einnimmt, bekommt - ob Mensch, Hund oder Katze - die Säureblocker ebenfalls verordnet.

Info

Alternative Süßungsmittel: Erythrit hat keinen Einfluss auf Blutzuckerspiegel und nahezu keine Kalorien

Kein Einfluss auf den Blutzuckerspiegel: Süßungsmittel Erythrit hat kaum Kalorien
© Sebastian Studio/fotolia.com
Weißer Haushaltszucker ist besonders ungesund. Die Nachfrage nach Alternativen zum Süßen ist daher groß. Ein Zuckerersatzstoff ist Erythrit. Das Süßungsmittel hat kaum Kalorien.
Süße Lebensmittel und Getränke sind in der Regel nicht nur ungesund, sondern sorgen auch schnell für eine Gewichtszunahme. Der Zuckeraustauschstoff Erythrit hat fast keine Kalorien. Allerdings ist das Süßungsmittel umstritten, nicht nur weil es bei höherem Verzehr abführend wirken kann.

Alternativen zu weißem Haushaltszucker

Da weißer Haushaltszucker als besonders ungesund gilt, setzen immer mehr Menschen auf alternative Süßungsmittel, die gesünder als Zucker sein sollen. Eines davon ist der Zuckeraustauschstoff Erythrit. Dieser Stoff wurde im vergangenen Jahr von der EU auch für Bio-Lebensmittel zugelassen. Er hat zwar eine geringere Kalorienzahl als beispielsweise Xylit oder Stevia, ist aber dennoch umstritten.

Kommentar: Hier noch andere Alternativen zum gesünderen Süßen:


Black Magic

Frankenstein-Food: USA erlauben weitere GMO-Kartoffeln und Brasilien genehmigt den weltweit ersten genmanipulierten Zuckerrohr

Die Gentechnik kann zur größten Katastrophe der Welt werden und die Angst vor Gentechnik ist bei dem Verbraucher riesig, doch trotz weltweiter Proteste werden weitere genmanipulierte Kartoffeln zugelassen. Letzten Monat wurde in den USA die Registrierung dreier neuer GMO-Kartoffelsorten beschlossen, die von dem großen Idaho Agrarbusiness-Unternehmen J.R. Simplot Co entwickelt wurden. Und gestern die Meldung, dass in Brasilien jetzt weltweit zum ersten Mal die kommerzielle Nutzung eines genetisch veränderten Zuckerrohrs genehmigt wurde.

USA erlauben GMO-Kartoffeln

In den letzten drei Jahren ist die Anbaufläche in den Vereinigten Staaten auf 6000 Hektar genmanipulierte Kartoffeln angewachsen und die Kartoffeln werden in etwa 4000 Supermärkten in 40 Staaten verkauft, so ein aktueller Bericht aus Kanada. Und obwohl Kanada letztes Jahr bereits die genmanipulierte Kartoffel genehmigt hat, bestätigte Simplot Plant Sciences, die Firma, die die genmanipulierte Kartoffel entwickelte, dass für 2017 noch keine angebaut wurden. In Kanada wird weiterhin protestiert. Aber auch in Neuseeland gibt es Protest, nachdem bekannt wurde, dass dort und auch in Australien jetzt eine Freigabe von genmanipulierten Kartoffeln erfolgen soll.

Bullseye

Aufgepasst: Gesättigte Fette nicht für Arteriosklerose verantwortlich

Weit verbreitet ist die Ansicht, dass gesättigte Fette wie Butter oder Kokosöl zu Ablagerungen an den Blutgefässwänden führen, die Blutgefässe auf diese Weise langsam aber sicher verstopfen und so zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen könnten. In einem Artikel im Fachmagazin British Journal of Sports Medicine schreiben drei Kardiologen jedoch, dass diese Sicht der Dinge schlicht falsch sei, denn gesättigte Fette seien eben nicht die Schuldigen dafür, dass es zu einer Arteriosklerose komme. Verstopfte Blutgefässe hätten hingegen eine ganz andere Ursache.

Gesättigte Fette und die Herzgesundheit

Erst im Juni 2017 zog wieder einmal eine Warnung vor gesättigten Fetten durch die Medienwelt. Grund dafür war eine Übersichtsarbeit der American Heart Association, die im Fachmagazin Circulation veröffentlicht wurde (Dietary Fats and Cardiovascular Disease). Wir sind darauf schon hier eingegangen (Kokosöl bessert Darmentzündungen, Abschnitt "Kokosöl in den Schlagzeilen des Mainstreams").

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Bacon

Studie: Rotes Fleisch hängt mit längeren Telomeren in der DNA zusammen

Normalerweise schalte ich bei Studien über rotes Fleisch ab, weil dort häufig Korrelation mit Kausalität verwechselt wird und weil solche Studien oft die Agenda der Autoren widerspiegeln und wenig nützliche Informationen beinhalten.

In dieser Studie lief es anders: Die Forscher waren eher ergebnisoffen und wollten die Wirkung verschiedener Lifestyle-Faktoren auf die Telomere als Maßstab für die Lebenserwartung von Körperzellen untersuchen. Dabei stellten sie Erstaunliches fest: Allein rotes Fleisch schien als einziger Faktor eine Auswirkung auf die Länge der Telomere zu haben, und zwar positiv.

Was sind Telomere?

Jede Zelle (bis auf wenige Ausnahmen, wie z. B. rote Blutkörperchen) hat einen Zellkern, der die DNA als „Bauplan“ der Zelle enthält. Bei der Zellteilung wird dieser Bauplan kopiert, damit jede Tochterzelle einen eigenen Bauplan bekommt.

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Document

Studie belegt biologischen Effekt von Akupunktur

© Gemeinfrei
Los Angeles (USA) - Die Wirkung des schon jahrtausendealten asiatischen Heilverfahrens der Akupunktur, bei dem durch das Setzten feinster Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers eine therapeutische Wirkung erzielt werden soll, ist von jeher umstritten. Während unzählige Anwender über und unter der Nadel auf die Wirkung korrekt gesetzter Stiche schwören, vermuten Kritiker lediglich - wenn überhaupt - einen Placeboeffekt. Eine neue Studie zeigt nun, dass und was tatsächlich durch die Akupunktur im Körper biologisch ausgelöst wird.

Wie das Team um Sheng-Xing Ma und Paul C. Lee von der University of California at Los Angeles aktuell im Fachjournal Evidence-based Complemetary and Alternative Medicine (DOI: 10.1155/2017/4694238) berichten, haben sie in ihrer vom National Institutes of Health teilfinanzierten Studie den biologischen Effekt der Akupunktur-Prozedur gemessen und dabei festgestellt, dass bei korrekter traditioneller Anwendung der Akupunktur, der Körper mehr Stickoxide an den Einstechpunkten freisetzt.

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