
© DPA/ ESA/ Rosetta/ NAVCAM/ CC BY-SA IGO 3.0"Tschuri" von allen Seiten: An vier verschiedenen Stellen gemessen
Wie ist Komet "Tschuri" entstanden? Daten der Raumsonde "Rosetta" und des Mini-Labors "Philae" verraten, dass Magnetismus dabei keine Rolle gespielt hat. "Philaes" Hüpfer nach der Landung erwiesen sich bei den Messungen als Glücksfall.Das Geheimnis seiner genauen Entstehung gibt der Komet "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" noch nicht preis. Wissenschaftler konnten aber zumindest ausschließen, dass Magnetismus eine große Rolle bei der Bildung des Himmelskörpers gespielt hat, berichten sie im Fachmagazin
Science.
Bislang galt es als denkbar, dass in einer bestimmten Entstehungsphase des Kometen magnetische Kräfte beteiligt waren. Laut Hans-Ulrich Auster von der Technischen Universität Braunschweig, der an der aktuellen Studie beteiligt war, gibt es viele weitere Theorien, die es noch zu prüfen gilt.
Die Forscher hatten mit speziellen Messgeräten, die in Braunschweig entwickelt und auf der Raumsonde "Rosetta" und dem Landeroboter "Philae" installiert sind, den Magnetismus des Kometenkerns vermessen. "Die Frage war völlig offen. Man war noch nie auf einem Kometen", so Auster. Dann das Ergebnis: Nichts. "Tschuris" Kern hat kein Magnetfeld.
Kommentar: Victor Clube und Bill Napier beschreiben in ihrem Buch The cosmic winter, dass viele Himmelskörper nicht registriert werden können, da es sich, nicht wie üblich angenommen, um "dreckige Schneebälle" handelt, sondern oftmals um schwarze Klumpen, die kein Licht mehr reflektieren. Weiter beschreiben sie, dass die Erde sehr oft von Schwärmen und in regelmäßigen Abständen (ca. alle 4000 Jahre) getroffen wurde, das heißt, eine große Masse von relativ kleinen Körpern die Erde bombardierten, wie es das untere Beispiel der Carolina Bay zeigt: