Wissenschaft und TechnologieS


People

Sorgen höhere Intelligenz und komplexeres Verhalten für eine Zunahme von geistigen Krankheiten?

Britische Wissenschaftler haben erstmals jenen Moment beschreiben können, die Gene, die uns Menschen und einige Säugetierarten dazu befähigen vernünftig zu denken. Zugleich entdeckte sie aber auch, dass der Preis für Intelligenz eine Zunahme an mentalen Krankheiten ist.
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© grewi.de Symbolbild: Mysterium Gehirn (Illu.).
Edinburgh (Schottland) - Besagter Geistesblitz, so beschreiben es die Forscher um Professor Seth Grant von der University of Edinburgh aktuell im Fachjournal Nature Neuroscience habe sich vor 500 Millionen Jahren ereignet und uns mit der Fähigkeit ausgestattet, komplexe Fertigkeiten zu erlernen, Situationen zu analysieren und flexibel zu denken.

Bomb

ESA und NASA wollen vor Asteroiden schützen - Pläne werden geschmiedet

Bereits 2048 soll ein Asteroid mit großer Geschwindigkeit in Richtung Erde rasen. Damit es nicht zu einer Kollision kommt, soll der Himmelskörper aus seiner Bahn geschleudert werden. Um zu beraten, wie das am besten gehen könnte, vernetzen sich Experten stärker als bisher.

Die USA und Europa wollen einen Schlachtplan gegen Asteroiden aufstellen, die auf die Erde zurasen. Dafür ist die Zusammenarbeit zwischen den Raumfahrtbehörden Nasa und Esa verstärkt worden. "Wir wollen vorbereitet sein und wissen, was wir tun müssen", sagte der Esa-Experte Detlef Koschny im niederländischen Noordwijk.

"Einen schweren Satelliten mit hoher Geschwindigkeit auf den Asteroiden draufzuschießen ist die technisch einfachste Art, den Asteroiden so aus der Bahn zu schubsen, dass er der Erde nicht mehr zu nahe kommen kann", meinte Koschny. "Ohne Sprengkörper." Das sei von der Erde aus auch sicherer als eine Art Task-Force-Einsatz mit Astronauten im Weltall. "Es ist gut, wenn bei einem Treffer keine Menschen in der Nähe sind" - anders als beim Katastrophenfilm Armageddon, wo Retter schnell eingreifen müssen, um die Welt vor dem Untergang zu bewahren.

Kommentar: Lesen Sie dazu die folgenden Artikel:


Heart

Zum ersten Mal beobachtet: Gruppe von Delfinen versucht sterbenden Artgenossen vor dem Ertrinken zu bewahren

Vor der Küste Südkoreas ist es erstmals gelungen, eine ganze Gruppe von Delfinen dabei zu beobachten und zu filmen, wie diese gemeinsam darum bemüht waren, einen sterbenden Artgenossen vor dem Ertrinken zu bewahren. Bislang war vergleichbares Verhalten bei Delfinen nur von Einzeltieren bekannt.
Delfine, Rettung
© CRIStandbild aus dem Video
Ulsan (Südkorea) - Wie die Forscher um Kyum J Park vom umstrittenen Walforschungsinstitut "Cetacean Research Institute" (CRI) aktuell im Fachmagazin Marine Mamal Science berichten, gelang die Beobachtung vor der Küste von Ulsan im japanischen Meer.

Yoda

Europa weigert sich gegenüber Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen

In der EU werden vorerst keine weiteren gentechnisch veränderten Pflanzen für den Anbau zugelassen.

Aachen - Die EU-Kommission will alle entscheidungsreifen Zulassungsverfahren bis zum Ende ihrer Amtszeit 2014 einfrieren, erklärte ein Sprecher des neuen Verbraucherschutzkommissars Tonio Borg gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Damit schreibt die Kommission den politischen Stillstand der europäischen Gentechnik-Politik fest.

Borg wolle die Zeit nutzen, einen neuen Anlauf zu unternehmen, um mit den EU-Mitgliedsstaaten Lösungen zu finden, so sein Sprecher. Borgs Vorgänger John Dalli, der im Herbst unter bisher nicht eindeutig geklärten Umständen zurücktreten musste, war mit seinem Plan gescheitert, die Entscheidung über den Anbau von gv-Pflanzen den einzelnen Mitgliedsstaaten zu überlassen und so die seit Jahren andauernde politische Blockade in der europäischen Gentechnik-Politik zu überwinden.

Wolf

Genetische Analyse offenbart wie der Wolf zum Hund wurde

Anpassung an stärkereiche Nahrung spielte entscheidende Rolle bei der Domestikation des Haushunds

Als der Wolf zum Haushund wurde, änderten sich auch einige seiner Gene. Welche, haben jetzt schwedische Forscher rekonstruiert und dabei Interessantes entdeckt: Der frisch domestizierte Hund entwickelte demnach die Fähigkeit, nun auch stärkehaltige Nahrung verdauen zu können. So konnte er sich an den in den frühen Siedlungen herumliegenden Nahrungsresten gütlich tun, ohne Bauchgrimmen befürchten zu müssen. Aber auch einige Gene für Gehirn und Verhalten wandelten sich auf dem Weg vom Wolf zum Hund, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature" berichten.

Hund
© Åsa LindholmDer Haushund hat Gene, die ihm helfen, stärkehaltige Nahrung zu verdauen. Damit konnte er früher auch Abfälle des Menschen verwerten, statt nur Beute jagen zu müssen wie der Wolf.

Galaxy

Wow! Mistkäfer nutzen die Milchstraße als Wegweiser

In mondlosen Nächten dient das helle Band am Nachthimmel der Orientierung

In mondlosen Nächsten blickt der Pillendreher besonders häufig von seiner Mistkugel auf in den Himmel. Denn um den geraden Weg zu finden, orientiert sich der Käfer am hellen Band der Milchstraße. Das hat ein internationales Forscherteam bei einem Experiment herausgefunden. Der Käfer ist damit das erste Insekt mit einer solchen himmlischen Navigation - und das einzige bisher bekannte Tier, dass die Milchstraße als Wegweiser nutzt, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Current Biology" berichten.
Mistkäfer, Dungkäfer
© Emily BairdDer Pillendreher ist das erste Tier, das sich nachweislich an der Milchstraße orientiert.
Eigentlich sind die vor allem in Afrika vorkommenden Pillendreher (Scarabaeus satyrus) ziemlich erdverbundene Käfer: Sie verbringen viel Zeit damit, Dung - beispielsweise von Kühen, - zu großen Kugeln zu formen und diese dann unter Einsatz ihres gesamten Körpers in ein geeignetes Versteck zu rollen und zu vergraben. Der Dung dient dann dort ihren Larven als Nahrung. Um zu verhindern, dass andere Pillendreher ihnen ihre mühsam geformte Kugel stehlen, versuchen die Käfer, sich möglichst schnell und auf geradestem Weg vom Dunghaufen zu entfernen. Tagsüber helfen ihnen der Sonnenstand und die Polarisierung des Sonnenlichts dabei. Seltsamerweise aber laufen die Pillendreher selbst dann schnurstracks geradeaus, wenn es stockdunkle Nacht ist und auch kein Mond am Himmel steht. Wie gelingt ihnen das?

Airplane Paper

Cloud Computing ist so sicher, wie eine Wolke zum Anfassen ist

Im Auftrag des EU-Parlaments haben sechs Autoren die Netzpolitik der EU untersucht. Ihr Urteil: Cloud Computing und staatliche Überwachung machen Bürger nahezu rechtlos.

Beim Cloud Computing hat der Einzelne keine Kontrolle über seine Daten und was mit ihnen geschieht. Diese Erkenntnis ist nicht neu und Datenschützer warnen schon lange vor den Gefahren dieser Dienste. Doch haben die Warnungen bislang nicht dazu geführt, dass sich die europäische Politik darauf einstellt und versucht, das zu Problem zu lösen. Das schreiben sechs Autoren in einer Studie, die sie im Auftrag des EU-Parlaments verfasst haben.

Die Politik der Europäischen Union gehe beim Thema Netzpolitik von falschen Voraussetzungen aus und schaue in die falsche Richtung, argumentieren sie in der Untersuchung mit dem Titel "Fighting cyber crime and protecting privacy in the cloud".

Windsock

Nutzloses Geoengineering gegen Klimawandel

Im Kampf gegen den Klimawandel setzen manche Experten auf technische Eingriffe in die Natur. Doch zumindest eines der vorgeschlagenen Geoengineering-Verfahren scheint die Erwartungen nicht zu erfüllen.
olivinkristall
© Prof. Thomas PettkeAWI/Thomas Pettke, Institut für Geologie derOlivinkristalle
Bremerhaven - Technische Eingriffe in die Natur statt den Treibhausgasausstoß zu reduzieren - im Kampf gegen den Klimawandel hoffen manche Experten auf das sogenannte Geoengineering. Einem der vorgeschlagenen Verfahren haben Forscher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) für Polar- und Meeresforschung nun aber eine Absage erteilt.

Die Wissenschaftler untersuchten eine Technik, bei der große Mengen silikathaltiger Gesteinspartikel, sogenanntes Olivin, in den Weltmeeren aufgelöst werden, damit das Wasser mehr Kohlendioxid (CO2) aufnehmen kann. Die Forscher wollten herausfinden, welche Auswirkungen das auf die chemische Zusammensetzung des Wassers und die Meereslebewesen hat.

Star

Der bisher älteste entdeckte Stern ist unser Nachbar

Ein seit 100 Jahren bekannter Stern in der »näheren Umgebung« unseres Sonnensystems ist neuesten Berechnungen zufolge der bisher älteste entdeckte Stern unter den Milliarden Sternen des Universums.
Stern
© European Southern Observatory
Er entstand kurz nach dem Urknall und ist erstaunliche 13,2 Milliarden Jahre alt. Der Stern mit der Bezeichnung »HD 140283« ist ein so genannter Unterzwerg der Leuchtkraftklasse VI und etwa 190 Lichtjahre von uns entfernt, berichtete das naturwissenschaftliche Magazin Nature.

Mars

Marskrater beherbergte einen See, der von Grundwasser gespeist wurde

Neue Beobachtungsdaten der NASA-Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO) deuten daraufhin, dass der Marskrater McLaughlin einst einen See beherbergte, der von Grundwasser gespeist wurde. Die Entdeckung deutet erneut auf eine ehemals höchst komplexe feuchte Oberflächenvielfalt der Mars-Umwelt vor mehreren Millionen von Jahren hin.
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© NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona In einer Falschfarbendarstellung zeigt diese MRO-Aufnahme zeigt Schichtengestein in dem die Sonde Karbonate und Tonminerale als Zeichen für einstiges Wasser identifiziert hat.
Pasadena (USA) - Anhand von neuen Daten des Spektrometers an Bord der Sonde, fanden die Forscher um Joseph Michalski vom Planetary Science Institute am heutigen Grund des gewaltigen 92 Kilometer durchmessenden und 2,2 Kilometer tiefen McLaughlin-Kraters Hinweise darauf, dass hier einst Grundwasser ans Tageslicht getreten war und einen weitflächigen See gebildete hatte, dessen Wasser mit dem Untergrundgestein interagierte.