
Das war er also, der Bundestagswahlkampf 2017. Er tröpfelte von den Zumutungen der politischen Auseinandersetzung weitgehend befreit so vor sich hin. Als Beobachter hat man fast schon eine russische Einmischung herbeigewünscht, die dem Wahlkampf vielleicht ein bisschen Spannung verliehen hätte. Allerdings wollten sich die Russen partout nicht rühren.
Lediglich Julian Röpcke entdeckte auf den letzten Zentimetern des Wahlkampfes noch russische Socialbots, die für die AfD werben. Röpcke, das ist übrigens derjenige, der bei der Bild maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass die AfD sich über Wochen als zentrales Thema im Mainstream halten konnte. Jetzt sollen am Schlamassel wieder die Russen schuld gewesen sein. So geht Schizophrenie. So geht die totale Verweigerung, Verantwortung zu übernehmen.
Kommentar:
- Deutsche Analysten bestätigen: "Keine Spur von Russen bei Bundestagswahl"
- Russland schuld an AfD? Ach bitte!
Das eigentlich als Höhepunkt des Wahlkampfs gedachte Duell zwischen Kanzlerin Merkel und ihrem Herausforderer Schulz geriet zu einem absoluten Tiefpunkt - sowohl politisch als auch journalistisch. Unter anderem hat sich Schulz als künftiger Koalitionspartner angedienert. Von tatsächlicher Herausforderung war wenig zu merken.












Kommentar: Mehr rund um die Bundestagswahl 2017: