Perfekt geplant und brutal ausgeführt: Mit dem Raub von 30 Millionen Dollar in Paraguay hat das internationale organisierte Verbrechen gezeigt, über welche Macht und Mittel es mittlerweile verfügt.
Es ist offenbar der größte Raub der Geschichte. 30 Millionen Dollar sollen die Täter in der paraguayischen Grenzstadt Ciudad del Este von dem Sicherheitsunternehmen Prosegur geraubt haben. Die Stadt liegt im
Dreiländereck zwischen Paraguay, Argentinien und Brasilien, das einerseits berühmt ist für die riesigen Wasserfälle von Iguaçu, einem vielfach von Touristen besuchten Naturspektakel. Andererseits ist Ciudad del Este als Schmugglerparadies berüchtigt, in dem Drogen, Waffen, Zigaretten, Hehlerware und illegale Gelder umgeschlagen werden. Auch eine Zelle von Al Qaida, zuständig für die Geldbeschaffung, soll sich laut US-Geheimdiensten in Ciudad del Este befunden haben.
Das ist das Szenario, in dem sich die schier unglaubliche Aktion abspielte. Mit welcher Planung, Waffengewalt, Kaltschnäuzigkeit und totaler Rücksichtslosigkeit die Täter dabei agierten, ist bisher unerreicht. Mit dem Raub wurde ein neues Kapitel im Vorgehen des internationalen organisierten Verbrechens aufgeschlagen. Die mehr als 50 Banditen setzten Granaten, Dynamit, Schnellboote, Luftabwehrgeschütze und gepanzerte Fahrzeuge ein;
außerdem hatten sie mehr Munition als die paraguayischen Sicherheitskräfte. Drei Stunden dauerten die nächtlichen Gefechte in der Stadt.
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