Wissenschaftler bestätigen den Tod Tausender Schneegänse, die auf Grund eines Schneesturms in Berkeley Pit, einem ehemaligen Kupfertagebau am nordöstlichen Rand der US-amerikanischen Stadt Butte im Bundesstaat Montana, Zuflucht gesucht hatten. Hier ist das Wasser kontaminiert, und zwar mit vielen giftigen Chemikalien wie Arsen, Cadmium, Zink und Schwefelsäure.
Die
Mine Berkeley Pit wurde bereits 1982 geschlossen, doch noch immer birgt sie Gefahren. 1995 starben 324 Schneegänse am kontaminierten sauren Wasser. ARCO tat das als bakterielle Erkrankung ab. Seitdem versucht ein Beobachtungszentrum, die Vögel zu schützen. Unter anderem werden sie mit Gewehrschüssen verjagt und es gibt auch automatische Alarmsysteme. Bei bestimmten Vogelarten wie Enten und Gänsen funktioniert das gut, bei anderen Vögeln nicht. Wasservögel tauchen oft unter, wenn Gefahr droht. Zwar sterben die Vögel nicht sofort, aber 4 bis 6 Stunden Einwirkung des Wassers bilden eine tödliche Grenze.
Jetzt starben Tausende Schneegänse, als sie in diesem kontaminierten Wasser auf Grund eines Schneesturms gelandet waren. Zusammen mit Atlantic Richfield ist Montana Ressources für Berkeley Pit in Butte verantwortlich. Verklagt werden können diese Konzerne nur, wenn nachgewiesen wird, dass sie nicht alles getan hätten, um diese Gänse zu retten.
Kommentar: Die Ängste sind vor Einsparungen sind berechtigt und verständlich, doch könnte die Politik einige Hebel in Bewegung setzen, um das zu verhindern. Flüchtlinge stellen momentan eine sehr leichte Projektionsfläche dar, auf die man sehr leicht alle Probleme schieben kann, anstatt die wahren Täter zu sehen, die das Ruder in der Hand haben - Wirtschaftsbosse und Politiker.