Das Kind der GesellschaftS


Question

-40 Grad: Lost auf Russisch - Lebensgefährliche Reality-Show startet in Russland

Der russische Unternehmer Eugenij Pjatkowskij startet eine Reality-Show, bei der es wahrlich um das Überleben gehen soll. Die Teilnehmer werden im Winter in der Taiga regelrecht ausgesetzt. Dort herrschen nicht nur extreme Minustemperaturen - es wimmelt auch von Bären, Schlangen, giftigen Pilzen und Beeren. Die Einzelheiten im Sputnik-Interview.
Wölfe
© Flickr/ Jeremy Weber
Jeder Teilnehmer muss vor Start der Reality-Show, die übrigens „Game2: Winter“ heißt, eine Einwilligungserklärung unterzeichnen, denn im Laufe der Serie kann er verletzt oder sogar getötet werden. Das Gelände in der sibirischen Taiga ist 900 Hektar groß. 30 Menschen werden dort unter Beobachtung von 2.000 Kameras ausgesetzt.

Laut Pjatkowskij ist sein Projekt absolut einzigartig, denn es gebe keine andere Show, die 24 Stunden am Tag sieben Tage die Woche gesendet wird. „Dabei haben bestimmt alle die Serie ‚Lost‘ gesehen. Es ist sehr einfach, im tropischen Klima zu leben. Etwas ganz anderes ist es, in der Taiga in Sibirien bei minus 40 Grad zu leben, wo es nicht einmal Kamerateams geben wird“, sagte der Unternehmer.

Chart Pie

Meinungsforschung: Deutsche sehen Flüchtlinge immer noch als größtes Problem für Deutschland an

Die deutschen Bürger bezeichnen Flüchtlinge als das größte Problem des Landes, meldet Reuters. Laut einer Studie, die das Meinungsforschungsinstitut Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt hatte, sind 58 Prozent der Deutschen dieser Meinung. Etwa 60 Prozent der Befragten fürchten, dass es infolge der Ausgaben für Flüchtlinge zu Einsparungen in anderen Bereichen kommt.

flüchtlinge
© Sputnik
Rund 52 Prozent der Bürger glauben, dass aufgrund der großen Zahl an Einwanderungswilligen die Kriminalität zunimmt. Die Hälfte der Befragten unterstützt die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin Angela Merkel, 45 Prozent schätzten sie negativ ein. Allerdings hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im November nur von 26.438 Asylsuchenden gesprochen - im Vergleich zum Vorjahr sollen es 54 Prozent weniger sein.

Kommentar: Die Ängste sind vor Einsparungen sind berechtigt und verständlich, doch könnte die Politik einige Hebel in Bewegung setzen, um das zu verhindern. Flüchtlinge stellen momentan eine sehr leichte Projektionsfläche dar, auf die man sehr leicht alle Probleme schieben kann, anstatt die wahren Täter zu sehen, die das Ruder in der Hand haben - Wirtschaftsbosse und Politiker.


Fire

Bulgarien: Zug mit Gastanks explodiert

Bei einem schweren Zugsunglück in Bulgarien sind am Samstag mindestens fünf Menschen durch Explosionen ums Leben gekommen.
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© AFPFünf Menschen sind in Bulgarien bei einem schweren Zugunglück ums Leben gekommen.
Sofia - Ein Güterzug mit Gastanks sei in der Früh in dem Dorf Hitrino im Nordosten des Landes entgleist, teilte die Polizei mit. Mindestens sieben Menschen starben, 29 wurden verletzt.

Einige Opfer hätten fast am ganzen Körper Verbrennungen, sagte Regierungschef Boiko Borissow beim Besuch des Unglücksorts. Die letzten der insgesamt 24 Tankwaggons sollen einen Strommast gerammt haben. Darauf kam es zu den Detonationen.

150 Feuerwehrmänner suchten nach Überlebenden in Trümmern von Gebäuden. Die Hälfte der etwa 800 Einwohner des Dorfes wurde in Sicherheit gebracht, berichtete das Staatsradio. Das Feuer war am Samstagmittag unter Kontrolle. Das Dorf war am frühen Samstagmorgen von einem lauten Knall aus dem Schlaf gerissen worden: "Dann sah ich eine zehn Meter hohe Flamme und Rauch", sagte ein Bewohner dem Staatsradio. Die Bevölkerung wurde zu Blutspenden aufgerufen.

Attention

Windrad bei Rakow eingestürzt - Ursache unklar

Die Anlagen in dem Park sollen aus dem Jahr 2000 stammen.
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© Tilo Wallrodt
Nachdem ein Windrad in der Gemeinde Süderholz (Landkreis Vorpommern-Rügen) auf einen Acker gestürzt ist, hat Bürgermeister Alexander Benkert (CDU) eine Überprüfung des Windparks gefordert. „Die genaue Ursache müssen Fachleute klären, aber es sollte Sichtprüfungen bei den anderen Windrädern geben", sagte Benkert am Montag in Süderholz.

Die zerstörte Windkraftanlage unweit des Ortsteiles Rakow/Grischow soll zu einem Windpark aus dem Jahr 2000 mit etwa 20 Windrädern gehören.

Die Polizei hatte am Sonntag festgestellt, dass der Turm der Windkraftanlage abgebrochen war. Rotor und Turmreste lagen auf einem Feld. Verletzt wurde niemand.

Kommentar:


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Mindestens 160 Tote: Kirche in Nigeria beim weihen des Gründers zum Bischof eingestürzt

Mindestens 160 Menschen sind beim Einsturz eines Kirchendachs während einer Messe im Süden Nigerias getötet worden. Das Unglück ereignete sich in Uyo, Hauptstadt des Bundesstaates Akwa Ibom.
Nigeria
Das Gebäude der Reigners Bible Church International befand sich Medienberichten zufolge noch im Bau. Bei dem Gottesdienst hätte der Gründer der Kirche zum Bischof geweiht werden sollen. Zuerst war von 60 Todesopfern die Rede gewesen.


Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP sind die Leichenhäuser der Stadt bereits überfüllt. Die Opferzahl könnte aber noch weiter steigen: Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich Hunderte Gläubige im Kirchengebäude.

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Tausende Schneegänse verenden durch kontaminiertes Minen-Wasser in Montana

Wissenschaftler bestätigen den Tod Tausender Schneegänse, die auf Grund eines Schneesturms in Berkeley Pit, einem ehemaligen Kupfertagebau am nordöstlichen Rand der US-amerikanischen Stadt Butte im Bundesstaat Montana, Zuflucht gesucht hatten. Hier ist das Wasser kontaminiert, und zwar mit vielen giftigen Chemikalien wie Arsen, Cadmium, Zink und Schwefelsäure.
Tote Wildgänse
Die Mine Berkeley Pit wurde bereits 1982 geschlossen, doch noch immer birgt sie Gefahren. 1995 starben 324 Schneegänse am kontaminierten sauren Wasser. ARCO tat das als bakterielle Erkrankung ab. Seitdem versucht ein Beobachtungszentrum, die Vögel zu schützen. Unter anderem werden sie mit Gewehrschüssen verjagt und es gibt auch automatische Alarmsysteme. Bei bestimmten Vogelarten wie Enten und Gänsen funktioniert das gut, bei anderen Vögeln nicht. Wasservögel tauchen oft unter, wenn Gefahr droht. Zwar sterben die Vögel nicht sofort, aber 4 bis 6 Stunden Einwirkung des Wassers bilden eine tödliche Grenze.

Jetzt starben Tausende Schneegänse, als sie in diesem kontaminierten Wasser auf Grund eines Schneesturms gelandet waren. Zusammen mit Atlantic Richfield ist Montana Ressources für Berkeley Pit in Butte verantwortlich. Verklagt werden können diese Konzerne nur, wenn nachgewiesen wird, dass sie nicht alles getan hätten, um diese Gänse zu retten.

Binoculars

Doppelanschlag in Istanbul - Vorrangig Sicherheitskräfte unter den Todesopfern

Am Samstagabend ist in Istanbul ein Doppelanschlag verübt worden. Die erste Explosion ereignete sich in der Nähe des Stadions „Vodafone Arena“ im Bezirk Beşiktaş. Anderthalbstunden vorher hatte dort das Spiel zwischen den türkischen Fußballklubs „Beşiktaş“ und „Bursaspor“ geendet. Der Sprengsatz ging in die Luft, als ein Bus mit Sicherheitsbeamten gerade vorbeifuhr. Auf die erste Attacke folgte ein Selbstmordanschlag.
anschlag türkei
© Reuters
Der Doppelangriff forderte insgesamt 38 Menschen zum Opfer. 30 von ihnen waren Polizisten, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ unter Berufung auf den türkischen Innenminister Süleyman Soylu. 166 Personen wurden verletzt. Die türkischen Behörden ordneten nach der Tragödie landesweit einen Tag Trauer an. Der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım versicherte, dass die Untat nicht ohne Folgen bleiben würde. Man habe bereits 13 Verdächtige in Gewahrsam genommen. Der türkische Vizepremierminister Numan Kurtulmuş schloss nicht aus, dass hinter der Attacke die verbotene "Arbeiterpartei Kurdistans" (PKK) stecken könnte.



Kommentar: In den letzten Monaten gab es immer wieder Anschläge in der Türkei, wo Sicherheitskräfte das vorrangige Ziel waren. Den Klimax erreichte es dann mit dem versuchten Putsch gegen Erdogan.


Apple Red

Kranke Gesellschaft: Mann tritt Frau in den Rücken auf U-Bahn-Treppe

Die Szene beginnt alltäglich: Eine Frau geht in einem Berliner U-Bahnhof eine Treppe hinunter. Doch dann nähert sich ihr von hinten ein Mann und tritt ihr brutal in den Rücken. Ein Zeichen für eine verrohte Gesellschaft?
kranke gesellschaft
© dpa/Polizei Berlin
Nach dem brutalen Fußtritt gegen eine Frau in Berlin gehen die Ermittler sechs Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Details nannte eine Polizeisprecherin am Freitag allerdings nicht. Zuerst hatte Spiegel online darüber berichtet. Die Polizei hatte am Donnerstag ein Video der Tat vom 27. Oktober im Stadtteil Neukölln veröffentlicht und um Hinweise zum Täter gebeten. Einen Tag zuvor hatte die Bild das Video bereits im Internet gezeigt.

In der kurzen Sequenz ist ein Mann zu sehen, der einer 26-Jährigen auf einer Treppe im U-Bahnhof Hermannstraße unvermittelt mit Wucht in den Rücken tritt. Daraufhin stürzt die Frau kopfüber mehrere Stufen hinab. Sie musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Der Täter und seine drei Begleiter gingen einfach weiter. Ob der Vorfall eine Vorgeschichte hat - ob sich Täter und Opfer womöglich bereits vorher im Bahnhof begegnet waren -, sei Gegenstand der Ermittlungen, hieß es von der Polizei.

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Tourismus in Kuba verursacht Lebensmittelkrise

Gurken, Tomaten, Paprika und selbst Zwiebeln sind auf der Karibikinsel jetzt gar nicht oder nur zu astronomischen Preisen zu haben. Der Grund dafür ist der Touristenansturm, der seit dem vergangenen Jahr anhält. Das Problem droht zu einer Gefahr für die nationale Sicherheit zu werden, wie „The New York Times“ berichtet.
Tourismus Kuba
© REUTERS/ Alexandre Meneghini
Mehr als 3,5 Millionen ausländische Urlauber haben Kuba allein im letzten Jahr besucht. Das spüren auch die lokalen Restaurants, die kaum noch mit der steigenden Nachfrage Schritt halten können. Denn bestimmte Lebensmittel seien gänzlich vom Markt verschwunden, andere nur zu überhöhten Preisen zu haben, schreibt die Zeitung. Das seit den Sechzigerjahren geltende US-Embargo und die sozialistische Mangelwirtschaft machten sich eben bemerkbar.

Mit Gemüse etwa können sich die Restaurantbetreiber nur noch auf Kooperativmärkten eindecken - für den kubanischen Normalverbraucher seien die dortigen Lebensmittel unerschwinglich.

Kommentar:


Che Guevara

Generalstreik in Griechenland: Seit 1 Woche protestieren Arbeiter gegen Sparkurs der Tsipras-Regierung

Am Donnerstag haben zehntausende Griechen gegen die Sparpolitik der Tsipras-Regierung gestreikt und demonstriert. Wichtige Wirtschaftsbereiche mussten den Betrieb einstellen. Die Regierung wirft den Gewerkschaften unterdessen "Aktionismus" vor.
generalstreik athen griechenland
© ReutersDie ohnehin bereits unter den rigiden Austeritätsvorgaben aus Brüssel leidende griechische Bevölkerung soll nun noch weitere Sparmaßnahmen und Belastungen hinnehmen. Die Gewerkschaften riefen dagegen nun zum Generalstreik auf.
Zum Generalstreik hatten die Gewerkschaftszusammenschlüsse ADEY und GSEE sowie die kommunistische Gewerkschaftsfront PAME aufgerufen. Der letzte Ausstand dieser Art hatte im Frühjahr stattgefunden.

Betroffen von den Kampfmaßnahmen waren unter anderem der öffentliche Nahverkehr, der Schienenverkehr, die Medienbranche, Tourismusbetriebe, der Bankensektor, Schulen sowie staatliche Behörden. Polizeiangaben zufolge nahmen etwa 20.000 Menschen an Demonstrationen in Athen und Thessaloniki teil.