Das Kind der GesellschaftS


Brick Wall

Erneut sind Flüchtlinge in der Ägäis ertrunken

Die EU schickt Flüchtlinge in die Türkei zurück - und hofft, so die Krise in den Griff zu bekommen. Doch verzweifelte Migranten versuchen noch immer, in Booten nach Griechenland zu kommen. Jetzt ist wieder eins gekentert, vier Frauen und ein Kind starben.
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© afp
Fünf Flüchtlinge sind vor der griechischen Ägäisinsel Samos ertrunken. Es sind die ersten Toten seit Inkrafttreten des umstrittenen EU-Türkei-Abkommens.

In der Nacht zum Samstag kenterte ein Schlauchboot bei starkem Wind und Wellengang. Vier Frauen konnten nur noch tot geborgen werden, wie die Küstenwache berichtete.

Ein Kind wurde gerettet, starb aber kurze Zeit später. Weitere fünf Flüchtlinge überlebten die Havarie. Sie kämpften drei Stunden im Wasser, bis Rettungsboote sie fanden. Unklar war zunächst, wie viele Flüchtlinge insgesamt an Bord waren.

Vier Boote der EU-Grenzschutzagentur Frontex und der griechischen Küstenwache durchkreuzten in den Morgenstunden das Meeresgebiet auf der Suche nach weiteren Überlebenden. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Kommentar:


Light Sabers

Selbstmordanschlag in Südrussland - Zum Glück keine Verletzten

Stawropol - Drei Selbstmordattentäter haben sich im Nordkaukasischen Stawropol vor einer Polizeistation in die Luft gesprengt. Die lokalen Sicherheitskräfte berichten von insgesamt fünf Detonationen im Stadtgebiet. Ein weiterer Attentäter, so heißt es, sei beim Versuch einen Kontrollpunkt zu passieren, getötet worden.
russische polizisten
© Wikipedia/"lazyoldsun" CC BY 2.0 via flickr
Laut RIA Novosti kamen bei dem Anschlag keine Polizisten und Zivilisten zu Schaden. Lediglich das Gebäude und ein Auto der Polizei wurden beschädigt. Zunächst waren die Hintergründe des Terroraktes noch unklar. Der russische Innenminister, Wladimir Kolokolzew, veranlasste die sofortige Entsendung einer Operativgruppe in die Region nahe der georgischen Grenze.

Der Anschlag ereignete sich laut den örtlichen Behörden um 10:40 Uhr (MEZ). Es sei jedoch noch verfrüht, das Attentat mit ähnlichen Vorfällen im Gebiet, zu denen sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte, in Zusammenhang zu bringen. Dennoch wurde laut dem Innenministerium das Militär in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Vorsorglich wurden Schulen und Kindergärten vorübergehend geschlossen.

Phoenix

Wohin verschwinden sie - Verdeckter Organhandel? 5835 Flüchtlingskinder in Deutschland verschwunden

5835 minderjährige Flüchtlinge sind einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr in Deutschland verschwunden.
flüchtlingskinder
© Magnus Wennman
Berlin - 5835 minderjährige Flüchtlinge sind einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr in Deutschland verschwunden.

"Die vermissten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge kommen überwiegend aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Marokko und Algerien", zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Montag aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Parlamentsanfrage. Gründe für das Verschwinden konnte das Ministerium dem Bericht nach nicht nennen.

Kommentar: Die Zahlen sind beunruhigend.


V

Massenproteste in Paris gegen den Sozialabbau

Proteste Paris
© Reuters
In der Nacht zu Montag räumte die Polizei in Paris das Protestcamp der Bewegung "Nuit Debout" auf dem Platz der Republik. Seit dem 31. März hatten sich in dutzenden Städten zahllose Jugendliche in der Nacht auf den zentralen Plätzen versammelt. Frei nach dem Motto "Euch gehört die Macht, uns gehört die Nacht" setzen sich in der Bewegung die Proteste gegen den Sozialabbau fort, die Frankreich seit Wochen erschüttern. Für den heutigen Abend wurden in Paris bereits neue Demonstrationen angemeldet.

Play

Madrid: Proteste gegen Mord eines Journalisten vom US-Militär im Irak

Hunderte Aktivisten haben sich gestern vor der US-Botschaft in Madrid versammelt, um Gerechtigkeit für Jose Couso, einem Kameramann der vom US-Militär im Irak getötet worden ist, zu verlangen. Auch Freunde, Kollegen und Familienmitglieder von Couso nahmen am Protest teil, neben Hunderten anderer, die die Tötung des spanischen Journalisten verurteilen.
proteste madrid spanien tod journalist
© RT Ruptly
Der spanische Journalist filmte US-Truppen aus einem Fenster des Hotels „Palestine“ in Bagdad während der US-Invasion im Irak im April 2003, als ein US-Panzer das Feuer auf das Gebäude eröffnete, wodurch er getötet wurde. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder. Washington weigert sich zur Zusammenarbeit in dem Fall trotz eines Haftbefehls gegen drei US-Soldaten, die von einem spanischen Richter ausgestellt worden sind.

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Candle

Die anonymen Heldinnen Syriens: Frauen schultern den Wiederaufbau

Mit Beginn der Waffenruhe in Syrien und der Befreiung mehrerer Städte aus der IS-Terrorherrschaft liegt die Last des Wiederaufbaus des in Trümmern liegenden Landes größtenteils auf den Schultern der Frauen, wie eine Reportage auf der RT-Webseite zeigt. Ihre Männer, Söhne und Brüder hätten die Frauen oft verloren, nun seien sie auf sich gestellt.
syriens
© Reuters
Einst wurde Homs die Hauptstadt der Revolution genannt. Inzwischen erinnert einfach alles in dieser Stadt an den Militärkonflikt, der Tausende Einwohner das Leben gekostet hat. Die Frauen mussten sich auch in Kriegszeiten um die Bewahrung der Familien, die Basis einer jeden Gesellschaft, kümmern.

In Zeiten einer völlig zerstörten Wirtschaft hängen viele Frauen voll und ganz von Hilfsorganisationen und sozialen Initiativen ab. Eine der größten dieser Institutionen in Homs ist der „Verband der Märtyrer“. Um den Frauen zu helfen, wieder auf die Beine zu kommen, hat diese Organisation mehrere spezielle Unternehmen für Frauen gegründet, darunter auch eine Textilfabrik.

Kommentar:


Nuke

Fukushima überfordert mit der Menge an radioaktiven Wildschweinen

Fünf Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima ist die betroffene japanische Präfektur von neuem Unheil heimgesucht worden: Tausende radioaktiv verseuchte Wildschweine gefährden die Landwirtschaft außerhalb der Sperrzone.
Wildschwein, Keiler
© Sputnik/ Dmitri DebabowSymbolbild
Die Tiere müssen sich von verstrahlten Pflanzen um das Unglücks-AKW herum ernährt und sich so stark vermehrt haben, dass ihre Population nicht mehr von den Behörden kontrolliert werden kann, wie Gizmodo berichtet. Der Schaden, den die Tiere außerhalb des Sperrgebiets angerichtet haben, wird bereits auf eine Million Dollar geschätzt.

Die genaue Anzahl der strahlenbelasteten Wildschweine ist unbekannt. Die Zahl der erlegten Tiere hat sich seit 2014 auf 13.000 mehr als vervierfacht.

Kommentar:


Bomb

Bombenanschlag in Istanbul - Drei Verletzte

Istanbul - Bei einer Bombenexplosion in der Nähe einer Bushaltestelle in Istanbul sind laut einem Agenturbericht drei Menschen verletzt worden. Die Explosion habe sich am Samstag im Stadtteil Mecidiyekoy im europäischen Teil der türkischen Metropole ereignet, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan. Die Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden, ihre Verletzungen seien aber nicht schwer. Die Polizei habe die Umgebung abgeriegelt und ein Hubschrauber fliege darüber.
anschlag istanbul
© AP
Vor drei Wochen hatte sich ein Selbstmordattentäter auf einer Istanbuler Einkaufsstraße in die Luft gesprengt. Er riss vier ausländische Touristen mit in den Tod, darunter drei Israelis. Die türkische Regierung schrieb die Tat der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu. Im Januar waren bei einem Selbstmordanschlag in Istanbul zwölf deutsche Touristen getötet worden. Im Februar und im März wurden zudem mehr als 60 Menschen bei Anschlägen im Zentrum Ankaras getötet. Zu ihnen bekannte sich eine Splittergruppe der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).

Bereits seit dem vergangenen Sommer gilt in der Türkei wegen des Wiederaufflammens des Kurdenkonflikts und mehrerer Attentate des IS die höchste Alarmstufe. Die US-Botschaft in der Türkei hatte am Samstag ihre Landsleute vor Anschlägen auf Touristen in Istanbul und Antalya gewarnt. Es gebe „ernstzunehmende Anschlagsdrohungen“ gegen beliebte Touristenziele, darunter vor allem öffentliche Plätze und die Uferpromenaden in Istanbul und dem Badeort Antalya, hieß es auf der Website der US-Botschaft. Darin wurden alle Urlauber zu „äußerster Vorsicht“ in der Nähe solcher Gebiete aufgerufen.

(afp)

Kommentar:
  • NATOs Geheimarmeen GLADIO: Die Strategie der Teilung der Bevölkerung - Mit der Angst vor dem Islam



Book 2

Die Natur ist mein Haus: Fotoserie über Einsiedler Russlands

Einer musste sich selbst die erfrorenen Finger amputieren. Ein anderer hat gemordet und ist von Schuld geplagt. Die Fotoserie "Escape" von Danila Tkachenko zeigt, wie Eremiten in russischen Wäldern leben. Und warum.
hermit
© Danila Tkachenko
Am Anfang ist da der Fußmarsch, Bilder einer Reise zu jenen, die ihr Leben in der Wildnis leben, zu den Eremiten in den Weiten Russlands. Immer tiefer ziehen diese Fotografien die Betrachter hinein in den Wald und in die Berge, irgendwann wähnt man sich umgeben von rauer Natur; ein Trampelpfad, ein Bach rauscht, das Tiefdunkelgrün dichten Tannenbewuchses beherrscht alles. Dann, plötzlich, steht da ein Mann unbestimmten Alters, sein Gesicht wettergegerbt, wie gemeißelt die tiefen Furchen. Der Einsiedler blickt reserviert.
hermit
© Danila Tkachenko
"Escape" ist ein bemerkenswerter Fotoband, der junge russische Fotograf Danila Tkachenko hat sich Zeit mit seinen Aufnahmen genommen, viel Zeit. "Escape" bedeutet Flucht - aber auch Ausstieg und Entrinnen. Und haargenau auf diesem schmalen Grat wandeln seine Aussteiger, die er in kurzen Zitaten samt Lebensgeschichte und Weltanschauung vorstellt. Und statt einer Einleitung führen folgende Worte des russischen Filmemachers und Autors Andrei Tarkowsky ins Buch: "Der Mensch braucht die Gesellschaft nicht, die Gesellschaft braucht den Menschen. Gesellschaft ist eine Erfindung, die Schutz bietet und das Überleben sichert. Aber anders als das Herdentier muss der Mensch alleine leben, draußen in der Natur - im Kontakt mit Tieren und Pflanzen."

Smiley

BILD fällt auf Aprilscherz von RT herein und veröffentlicht große „Enthüllungsstory“ gegen RT

Peter Tiede, seines Zeichens “Hauptstadt-Korrespondent” des Boulevard-Blattes, glaubte sich wohl an einer großen Denunziationsstory über RT Deutsch, als er am heutigen 9. April titelte: „Üble Stasi-Gerüchte über Merkel und Gauck. Top-Spion der Stasi hetzt für Putin-Sender in Deutschland.“ Schade nur für die Glaubwürdigkeit von BILD, dass deren „Enthüllungsstory“ auf einem 1. April-Artikel von RT Deutsch basierte. Ein Fakt, den zwar unsere Leser erfassten, nicht aber das Springer-Blatt.
Bild
© ReutersNicht nur Kai Dieckmann und das Bild-Logo wirken verbraucht, auch die Lese-Konzentration der Hauptstadt-Korrespondenten des Springer-Blattes lässt zu wünschen übrig...
Am 1. April veröffentlichte RT Deutsch einen Artikel unter der Überschrift „’Mission erfüllt’ - Gigantischer Geheimdienstskandal um Angela Merkel aufgedeckt“. Verschlagwortet unter „Satire“ sowie mit dem unmissverständlichen Hinweis versehen: