Das Kind der GesellschaftS


Heart - Black

Mehrere Flüchtlingskinder vor Griechenland ertrunken

24 Menschen sind auf der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen. Ihr Boot kenterte auf See.
flüchtlingsboot
© dpa
Mindestens 24 Menschen sind ums Leben gekommen, als ihr Boot am Donnerstag vor der griechischen Insel Samos kenterte. Unter den Opfern sind auch zehn Kinder. „Es ist fürchterlich“, sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur. Zehn Menschen seien bislang aus den Fluten gerettet worden. Es sei aber noch unklar, wie viele Menschen an Bord des gekenterten Bootes waren. An der Suche beteiligten sich Boote der Grenzagentur Frontex, Fischer aus Samos, ein Hubschrauber sowie die griechische und die türkische Küstenwache.

Von Griechenland aus versuchen die Menschen über den Balkan in Richtung Mitteleuropa zu gelangen. Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks sind im Jahr 2015 rund 300.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa gekommen. 2500 Menschen sind auf der gefährlichen Fahrt in unsicheren und maroden Booten ertrunken.

Bereits am Vortag waren sieben Flüchtlinge vor der Insel Kos ums Leben gekommen. Seit Jahresbeginn und bis zum 24. Januar sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 44.000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Meistens erklärten sie, sie seien aus dem Kriegsland Syrien.

Kommentar:


Handcuffs

Mehrere Asylbewerber wurden mit Baseballschläger und Machete bedroht - Einer wurde leicht verletzt

Im sächsischen Zeithain nördlich von Dresden hat eine Gruppe junger Männer mehrere Asylbewerber attackiert. Ein Marokkaner wurde dabei am Montag mit einem Baseballschläger attackiert und leicht verletzt, wie die Polizei in Dresden am Tag danach mitteilte.
masked man with baseball bat
© Shutterstock.com
Ein Angreifer hatte bei der Auseinandersetzung in einem Döner-Imbiss auch ein Samuraischwert dabei, andere hatten Bierflaschen in den Händen. Der Staatsschutz geht derzeit von einem fremdenfeindlichen Motiv aus und ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung. Nach den sechs Angreifern wird gefahndet.

Zunächst hätten zwei Männer die Flüchtlinge aus Marokko, Syrien und dem Irak beleidigt und ihnen mit Gesten gedroht. Später kamen sie nach Angaben der Polizei mit vier weiteren Männern in den Imbiss zurück, drohten den Asylbewerbern und beleidigten sie.

Kommentar:


Arrow Down

Erneute Polizeigewalt: Landwirt bei Bauernprotesten in Oregon erschossen

Bauer bei Protesten in Oregon erschossen - Tatort
© AFP 2016 / Rob Kerr
Eine Protestaktion im US-Bundesstaat Oregon endet dramatisch. Die amerikanische Polizei erschießt einen Landwirt. Zusammen mit anderen Bauern hat er ein leerstehendes Verwaltungsgebäude auf dem Gelände eines Nationalparks besetzt.

Der tragische Vorfall ereignete sich, als die Polizei das Gebäude stürmte. Der Anführer der Protestgruppe und sechs ihrer Mitglieder sind verhaftet. Die bewaffneten Landwirte forderten von der Regierung, dass ihnen Land überlassen wird, welches sie vom Staat gepachtet haben.

Der Schusswechsel ereignete sich - wie der russische Fernsehsender RT berichtet - nicht im Gebäude selbst, sondern auf einer Landstraße, die die Protestgruppe seit Anfang Januar besetzt hielt. In dieser Zeit habe der Aufstand landesweite Aufmerksamkeit erregt.

Kommentar: Dieser Landwirt ist ein weiteres Opfer der grassierenden Polizeigewalt in den USA, durch die schon zahlreiche US-Bürger umkamen oder anderweitig geschädigt wurden: Es ist trotz alledem mutig, dass diese Menschen gegen die Machenschaften ihrer Regierung - die auch menschen- und lebensverachtende Großkonzerne wie Monsanto unterstützen - aufstehen.


Cloud Grey

Petition: Griechen, die tausende Flüchtlinge retteten, wurden für Friedensnobelpreis nominiert

Eine Gruppe angesehener Wissenschaftler fordert, den Friedensnobelpreis an die Bewohner der griechischen Ägäisinseln zu vergeben. Denn diese hätten "ihre Arme und Herzen" den Flüchtlingen geöffnet.
antonis deligiorgis, flüchtlinge
© pa/AP Photo
Die Flüchtlingshelfer auf den griechischen Inseln in der Ägäis sollen den Friedensnobelpreis erhalten. Das fordert laut dem britischen Guardian eine Gruppe von Wissenschaftlern angesehener Universitäten. Nach Angaben der Zeitung wird der Vorschlag unter anderem von Akademikern unterstützt, die in Oxford, Harvard und Princeton lehren.

In einer Online-Petition auf der Plattform Avaaz hatten sich bis Sonntagnachmittag fast 290.000 Unterzeichner der Forderung angeschlossen. Seit dem Beginn der Flüchtlingskrise hätten "Fischer, Hausfrauen, Rentner, Lehrer - allesamt ganz normale Bewohner der griechischen Inseln - ihre Arme und Herzen geöffnet und Flüchtlinge gerettet", heißt es zur Begründung des Aufrufs auf der Kampagnen-Webseite.

Kommentar: Das ist seit vielen Jahren endlich mal ein ehrenvoller Vorschlag für einen Nobelpreis, denn der Friedensnobelpreis wurde u.a. an die EU und Barack - Krieg - Obama vergeben - die wahren Verursacher der Flüchtlingskrise. Griechenland stellt momentan einen Fels in der Brandung dar, der sich gegen die Tyrannei des Westens auflehnt und seine Grenzen nicht schließt.

Die Petition kann hier unterzeichnet werden.


Gold Seal

Gegenüber Moskauer US-Botschaft: "Obama der Killer" - Protest gegen Kriege

An einem Wohngebäude gegenüber der US-Botschaft in Moskau ist ein großes Plakat mit der Aufschrift „Obama der Killer“ aufgetaucht. Auf dem Transparent ist auch ein Foto des amerikanischen Präsidenten zu sehen, wie Medien mitteilen.
obama killer
© Glavplakat
Verantwortung für diese Aktion hat die Kunstbewegung Glavplakat übernommen. „Das zehn Meter große Plakat ist den Plänen der US-Regierung für die nächste Militärinvasion auf dem Territorium eines souveränen Staates gewidmet. Wir sind davon überzeugt, dass eine neue Bodenoperation zu gewaltigen Verlusten unter Zivilisten führen wird, wie das nach Aktionen des amerikanischen Militärs schon zur Norm geworden ist“, erklärten die Organisatoren.

Zuvor schrieb US-Verteidigungsminister Ashton Carter im Januar in einem Artikel für Politico, dass schon bald Teile der 101. US-Luftlandedivision in den Irak gebracht würden, um gegen Daesh (auch Islamischer Staat, IS) zu kämpfen.

Blue Planet

Was ist da los? Gehirn-Schwund ohne Grenzen? Immer mehr Anhänger der Flache-Erde-Theorie

Im letzten Jahrzehnt hat die verschmähte »Flache-Erde- Verschwörungstheorie« an Popularität gewonnen und ihre Anhänger kämpfen unermüdlich darum, sie regelmäßig in öffentlichen Diskussionen wiederbeleben zu lassen.
flache erde, erde scheibe
Die Theorie der flachen Erde ist eigentlich ein Thema ist, dass man nur mit dem Mittelalter verbindet. Doch selbst diese Annahme beruht eigentlich auf einen Irrtum, denn keine gebildete Person hatte damals ernsthaft daran gezweifelt, dass sie eine Kugelgestalt besitzt. Diese Fehlannahme, dass der mittelalterliche Mensch an eine scheibenförmige Erde glaubte, fand eigentlich erst im 19. Jahrhundert ihre Verbreitung. Sogar der Grieche Erathostenes konnte in der Antike durch ein sehr intelligentes Experiment den Umfang der Erdkugel erstaunlich genau bestimmen. Doch jetzt feiert diese Hypothese eine Wiederbelebung und es finden sich auch tatsächlich heutzutage immer mehr Menschen, die fest davon überzeugt sind, dass wir auf einer flachen Erdoberfläche leben.

Kommentar: Endlich kommt die Wahrheit ans Licht: Die Erde ist eine Scheibe! Bahnbrechende Erkenntnisse


Attention

Angeblich entblößten sich drei Männer und belästigten Passanten

In Lörrach ist es am Montag zu einem schweren Tumult auf dem Postvorplatz gekommen. Frauen wurden von drei Männern aggressiv sexuell belästigt. Als ein Passant einschreiten wollte, wurde er brutal zusammengeschlagen.
polizeiauto, polizei symbolfoto
© dpa
Mehrere Verletzte und drei Festnahmen, das ist die Bilanz mehrerer massiver sexueller Belästigungen in Lörrach. Das Polizeipräsidium Freiburg berichtet hierzu:
„Auslöser des Ganzen waren drei wohnsitzlose Rumänen, die sich nach Angaben von Augenzeugen in aller Öffentlichkeit entblößten und weibliche Passantinnen massiv sexuell belästigten. Als sich ein 46-jähriger Passant einmischte und den Tätern Einhalt gebot, wurde er brutal zusammengeschlagen. Andere Passanten kamen dem 46-jährigen zu Hilfe und wurden daraufhin ebenfalls von den drei Rumänen attackiert.

Die Polizei rückte mit mehreren Streifen und einem Diensthund an, ging dazwischen und nahm die drei Beschuldigten fest. Bei dem Vorfall wurden mindestens vier Beteiligte verletzt. Gegen die drei Beschuldigten wird u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung und sexueller Beleidigung ermittelt.“

Kommentar:


Clock

Hunderte Festnahmen nach schwersten Unruhen in Tunesien

Bei den schwersten sozialen Unruhen in Tunesien seit Ausbruch des arabischen Aufstands vor fünf Jahren haben Sicherheitskräfte fast 600 Menschen festgenommen.
 In Tunis kamen am Dienstag mehrere Menschen bei einer Explosion eines Busses der Präsidentengarde ums Leben.
© dpa
Tunis. Sie sollen in den vergangenen Tagen in Akte von Vandalismus und Gewalt verwickelt gewesen sein, erklärte das tunesische Innenministerium am Sonntag. Nach Verhängung einer nächtlichen Ausgangssperre habe es am Freitagabend in einigen Regionen noch Zusammenstöße gegeben, das Wochenende über sei aber Ruhe eingekehrt.

Die Proteste gegen die schlechte wirtschaftliche Lage und hohe Arbeitslosigkeit hatten vor einer Woche in Kassérine im Landeswesten begonnen. Demonstranten griffen nach Behördenangaben in mehreren Städten Posten der Polizei an und setzten deren Wagen in Brand. Ministerpräsident Habib Essid sagte nach einem Krisentreffen des Kabinetts, die Lage sei "mit wenigen Ausnahmen unter Kontrolle". Ein Komitee der Regierungsparteien kündigte die Einberufung einer nationalen Konferenz über Beschäftigung an. In Tunesien hatten vor fünf Jahren die arabischen Aufstände begonnen. Als einziger arabischer Staat schaffte das Land danach den Übergang in die Demokratie. Allerdings leidet Tunesien unter der schlechten Wirtschaftslage. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Im vergangenen Jahr erschütterten Terroranschläge das Land, zu denen sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte.

dpa

Kommentar:
  • Weitere Farbrevolution im Anmarsch? Nach mehrtägigen Demonstrationen in Tunesien: Ausgangssperre



Binoculars

Feuer in die Mühlen: Mehrere Pegida-Autos in Brand gesteckt

Am Rande der wöchentlichen Kundgebung von Pegida in Dresden sind Autos in Flammen aufgegangen. Anhänger und Gegner der fremdenfeindlichen Bewegung begegneten sich in Sichtweite.
pegida dresden
© CHRISTIAN ESSLER/DPA
Am Rande der allwöchentlichen Demonstration der islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung sind am Montagabend in Dresden mehrere Autos in Flammen aufgegangen. Das bestätigte die Polizei. Es wird Brandstiftung vermutet. Die Autos standen auf einem Parkplatz unter der Marienbrücke, wo in der Regel viele Pegida-Anhänger ihre Wagen abstellen.

Insgesamt elf Autos wurden laut Polizei beschädigt, überwiegend Fahrzeuge von Pegida-Anhängern.

Nach Angaben der Studentengruppe „Durchgezählt“ beteiligten sich diesmal 3000 bis 4000 Demonstranten an dem Pegida-Aufzug durch die Dresdner Innenstadt sowie 250 bis 350 Menschen an einer Gegendemonstration. Am Postplatz begegneten sich beide Demonstrationszüge in Hör- und Sichtweite.

Gegendemonstranten gelang es vorübergehend, den Pegida-Aufzug mit Rauchbomben zu attackieren. Die Polizei brachte die Lage allerdings wieder schnell unter Kontrolle.

Kommentar:


Black Cat

Unsere gestörte Gesellschaft: Ehemann und Tochter ließen Mutter verhungern - Aus Hass

Ein Mann muss wegen des qualvollen Hungertodes seiner Frau ins Gefängnis. Das Landgericht Verden hat den 50-Jährigen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Die Tochter des Mannes erhielt eine Jugendstrafe von drei Jahren.
angeklagter
© dpa
Wegen Totschlags durch Unterlassen hat das Langericht Verden einen Mann und dessen Tochter zu Haftstrafen verurteilt. Der 50-Jährige ließ seine alkoholkranke Frau nach einem Sturz in der Wohnung in Thedinghausen hilflos auf dem Sofa liegen. Die 49-Jährige soll über Wochen dahinvegetiert und schließlich verdurstet und verhungert sein. Auch die 18 Jahre alte Tochter des Paares half der Mutter nicht.

Das Gericht verhängte gegen den Mann eine Haftstrafe von sieben Jahren, die Tochter wurde zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt. Ursprünglich waren Vater und Tochter wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt- von diesem Vorwurf rückte die Staatsanwaltschaft ab. Die Ankläger sahen die Mordmerkmale Grausamkeit und niedrige Beweggründe nicht als erfüllt an.

Die Mutter war in ihren letzten Lebenswochen nicht mehr vom Sofa aufgestanden; auch nicht, um zur Toilette zu gehen. Am Ende wog sie 26 Kilogramm, ihr Körper war nur Haut und Knochen und von Maden befallen. Das konnte Ehemann und Tochter nicht entgangen sein.