Aus der zunehmenden rechten Gewalt gegen Flüchtlinge könnten sich neue Terrorzellen entwickeln, warnt BKA-Chef Münch. Auch die selbst ernannten Bürgerwehren seien gefährlich. Derweil lädt Justizminister Maas seine Länderkollegen zu einem Rechtsextremismus-Gipfel ein.

© dapdEine BKA-Mitarbeiterin vor den Ruinen des Hauses der Zwickau Terrorzelle
Es brodelt im braunen Untergrund, Politiker und Kriminalisten sind besorgt. Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, warnt angesichts steigender Gewalt gegen Flüchtlinge vor dem Entstehen rechtsextremer Untergrundgruppen nach dem Vorbild der Mörderbande NSU. Justizminister Heiko Maas (SPD) plant einen Gipfel mit den Länderministern.
Die Polizei brauche nun „schnelle Ermittlungsergebnisse und Urteile, um die Dynamik der rechtsextremen Straftaten zu unterbrechen“, sagte BKA-Chef Münch der
Bild am Sonntag. Passiere das nicht, könnten sich schlimmstenfalls terroristische Strukturen bilden, wie es sie mit dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund bereits gegeben habe. Der NSU, dem zahlreiche Morde, Bombenanschläge und Banküberfälle zur Last gelegt werden, war Ende 2011 nach jahrelangem unbeobachtetem Treiben aufgeflogen, als sich zwei Haupttäter in Jena nach einem Bankraub das Leben genommen hatten.
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