Das Kind der GesellschaftS


Arrow Up

Palästina wird von UN-Vollversammlung zum Beobachterstatus aufgewertet - mit 138 zu 9 Stimmen

Die Entscheidung ist gefallen: Die UN-Vollversammlung hat den Palästinensern einen Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen eingeräumt. Von den 193 UN-Mitgliedstaaten stimmten in New York 138 Staaten dafür - die USA votierten dagegen und die Deutschen enthielten sich.
Palästina, UN-Vollversammlung, Mahmud Abbas
© APPalästinenserpräsident Mahmud Abbas und die palästinensische Delegation bei der UN-Vollversammlung in New York.
Die UN-Vollversammlung hat mit großer Mehrheit entschieden, die Palästinenser innerhalb der Vereinten Nationen zum Beobachterstaat aufzuwerten. Damit gilt Palästina künftig innerhalb der Vereinten Nationen formal als Staat.

138 der 193 UN-Mitglieder stimmten am Donnerstag (Ortszeit) für eine solche Anerkennung, nur neun waren dagegen. 41 enthielten sich, darunter Deutschland. Das Ergebnis gilt als großer Erfolg für die Palästinenser, weil schon eine einfache Mehrheit von 97 Staaten genügt hätte. Die Anerkennung ist allerdings nur innerhalb der UN-Organisation wirksam. Zudem ist kein UN-Mitglied verpflichtet, einen Staat Palästina anzuerkennen. Das bleibt weiter den einzelnen Regierungen vorbehalten.

Kommentar: Auch Großbritannien enthielt sich. Der britische Botschafter gestand ein, dass Großbritannien sich enthielt, weil Abbas sich weigerte sein Recht aufzugeben, Israel wegen Kriegsverbrechen anzuklagen.


HAL9000

Amok-Alarm wurde aus Versehen in Schule ausgelöst: Rangelei betätigte Alarmknopf

Rangelei unter Schülern löst Alarm aus. Polizei umstellt Schule mit Großaufgebot.
Bild
© Südkurier
Ein versehentlich ausgelöster Amokalarm versetzte am Mittwochmorgen Schüler und Lehrer am Friedrich-Wöhler-Gymnasium (FWG) kurzzeitig in Angst und Schrecken. Nur wenige Minuten später war die Ursache gefunden: Bei einer saloppen Rangelei unter zwei Schülern hatte einer mit seinem Schulranzen nichtsahnend einen Alarmknopf eingedrückt und ausgelöst.

Es geschah in der Schulpause um 11.25 Uhr. Plötzlich hallte durch das Schulgelände aus den Lautsprechern wiederholt die automatische Ansage: "Achtung Gefahr!" Die Schüler wurden angewiesen, sofort in ihre Klassenzimmer zu gehen und die Ruhe zu bewahren. Erst noch ratlos und unsicher, wussten nicht alle Schüler, wie sie sich verhalten sollten. Auch Lehrer und Schulleitung wussten nichts von einem Testlauf. "Wir haben die Situation sofort ernst genommen", berichtet Schulrektor Horst Scheu.

Stock Up

Aids-Infizierte nehmen in Russland zu - Mangelnde Aufklärung und fehlendes Geld

Die Zahl der HIV-Infizierten in Russland ist auf 703.000 gestiegen. Dabei liegen die offiziellen Angaben weit unter UN-Schätzungen. Sogar in Afrika werden Aids-Patienten besser versorgt.
Bild
© paDas tödliche Aids-Virus wird von der Gesellschaft tabuisiert: Im Kampf gegen den Erreger gilt Russland als Entwicklungsland
Die Zahl der HIV-Infizierten in Russland hat sich in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Aids-Erreger angesteckt hätten, sei in dem Zeitraum von 370.000 auf 703.000 gestiegen, teilte der Chef des Russischen Zentrums zur Aids-Bekämpfung, Wadim Pokrowski, laut Nachrichtenagentur Interfax mit. Seit Jahresbeginn seien 60.000 Neuinfektionen registriert worden, täglich seien es im Schnitt etwa 200 Fälle.

Seit den 1980er-Jahren starben laut Pokrowski in Russland mindestens 125.000 Menschen an der Immunschwächekrankheit Aids, davon etwa 20.000 im laufenden Jahr. "Die Behandlung ist nicht immer wirkungsvoll, nicht immer zur rechten Zeit angewandt", klagte Pokrowski. "Die Lage verschlimmert sich immer weiter."

Dollars

Überfall auf Geldtransporter in Düsseldorf

Bild
© dpaDas ausgebrannte Auto, bei dem es sich um den Fluchtwagen der Geldtransporter-Räuber handeln könnte.
Düsseldorf. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Räuber haben in Düsseldorf einen Geldtransport überfallen und sind mit mehreren Paketen voll Bargeld entkommen. Die beiden mit Sturmhauben maskierten Gangster passten am Mittwoch zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens ab, als diese einen gepanzerten Geldtransporter verließen, berichtete ein Polizeisprecher.

Der Transporter hatte an einer Sparkassenfiliale Station gemacht. Die Geldboten hatten in der Filiale gerade die Nachteinnahmen abgeholt, als die Gangster zuschlugen. Die Räuber hätten die Boten zur Herausgabe der Geldpakete gezwungen. Schüsse fielen keine. Die Höhe der Beute nannte die Polizei nicht. Die beiden 38-jährigen Geldboten erlitten bei dem Überfall Schocks.

No Entry

Erfolgreiche Sprengung von Weltkriegsbombe in Düsseldorf

Fast zeitgleich sorgten gestern in Duisburg der Fund einer Zehn-Zentner-Bombe und der Brand einer Turnhalle für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Die Bombe wurde gestern Abend gegen 22.25 Uhr kontrolliert gesprengt.

Helga Stöwer sitzt in ihrer Wohnung beim Kaffeetrinken, als das Telefon klingelt. Ihr Sohn ist am Apparat. "Mama, du musst sofort raus, die haben eine Bombe bei dir an der Straße gefunden."

In diesem Moment schellt es an der Tür. Polizei und Ordnungsamt sind gekommen, um die 68-Jährige zu warnen und sie zu bitten, so schnell wie möglich die Wohnung zu verlassen. Die Rentnerin schnappt sich sofort die Autoschlüssel und informiert zwei Nachbarinnen, mit denen sie zum Evakuierungsraum an der Falkstraße fährt.

Black Magic

Gedankenlos: Frau befolgte Navi und bog auf Bahngleise ab

Glück im Unglück hatte eine Autofahrerin in Bonn. Ihrem Navigationsgerät folgend fuhr die Frau mitten in ein Gleisbett. Ein heranfahrender Zug kam kurz vor dem Wagen zum Stehen.

Blindes Vertrauen in ihr Navigationsgerät hat eine Autofahrerin in Bonn beinahe das Leben gekostet. Die 53-Jährige fuhr mit ihrem Wagen über einen Bahnübergang, als ihr Navi sie aufforderte, rechts abzubiegen.

Die Frau gehorchte - und fand sich im Gleisbett wieder, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit. Ein Lokführer, der gerade aus dem Hauptbahnhof ausgefahren war, bemerkte am Dienstagabend die Scheinwerfer des Wagens und kam nach einer Notbremsung 15 Meter vor dem Auto zum Stehen.

Yoda

US-Gericht urteilt: Drastische Warnungen auf Zigarettenschachteln sind illegal

Schockbilder Rauchen, Zigaretten
Diese geplanten und auf Lügen basierten Schockbilder müssen nicht auf Zigarettenschachteln gedruckt werden.
Der US-Regierung ist es gerichtlich verboten worden, Tabakfirmen zum Druck drastischer Schockbilder auf Zigarettenschachteln zu verpflichten. Ein Berufungsgericht in Washington bestätigte damit in einer 2:1-Entscheidung das Urteil einer früheren Instanz (Rauchernews berichtete). Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass eine derartige Verpflichtung gegen die amerikanische Verfassung verstößt.

Damit ist der Plan der “Food and Drug Administration” (FDA) gescheitert, drastische Bilder, die meist Fälschungen sind wie das Bild der schwarzen Lunge (Rauchernews berichtete), auf Zigarettenschachteln zwangsweise drucken zu lassen. Geklagt hatten fünf Tabakfirmen (Santa Fe Natural Tobacco Co., R.J. Reynolds, British Imperial Tobacco, Lorillard Inc. und Liggett Group LLC), die die nun vom Gericht bestätigte Auffassung vertraten, dass derartige Bilder gegen das im ersten Artikel der US-Verfassung verbriefte Recht auf freie Meinungsäußerung verstößt. Denn diese Bilder haben nichts mit einer Information zu tun, sondern seien eine Kampagne gegen das Rauchen.

Kommentar:




Die

Protest gegen Mursi - 200.000 Ägypter gehen auf die Straße

Mehr als 200.000 Menschen protestieren in Kairo gegen Präsident Mursis wachsende Macht. Die Auseinandersetzungen fordern Tote: Ein Mann erstickt, als Polizisten Tränengas auf ihn abfeuerten.
protestanten, ägypten
© Ahmed Jadallah/Reuters
Bei den neuen Protesten gegen den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi hat es ein drittes Todesopfer gegeben. Ein 56-jähriger Gegner des Staatschefs sei in Kairo an von der Polizei abgefeuertem Tränengas erstickt, berichteten übereinstimmend Protestierende und Ärzte. Der Mann habe sich in einem von seiner linken Volksallianz aufgestellten Zelt in der Nähe der US-Botschaft aufgehalten. Dort kam es zu Auseinandersetzungen zwischen jugendlichen Mursi-Gegnern und der Polizei, in deren Verlauf die Beamten Tränengas einsetzten.

Die Wut der Straße schlägt den regierenden Islamisten jetzt mit voller Wucht entgegen. Mehr als 200.000 Gegner protestierten in Kairo gegen Mursis umstrittene Verfassungserklärung. In der Hafenstadt Alexandria kam es zu Schlägereien zwischen Islamisten und Demonstranten. In Kairo starb nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein junger Mann, als die Polizei mit Tränengas auf eine Gruppe von Jugendlichen feuerte.

Heart

Flugzeugabsturz: Alle Passagiere konnten lebend gerettet werden

Moroni - Den Absturz eines Passagierflugzeugs vor der Küste der Komoren haben am Dienstag alle 29 Insassen überlebt. Rettungskräfte hätten die Überlebenden aus dem Indischen Ozean gerettet, teilte die Luftfahrtbehörde des Landes mit. Das Flugzeug der Gesellschaft Inter-Iles war demnach am frühen Nachmittag (Ortszeit) auf dem internationalen Flughafen der Hauptstadt Moroni gestartet und fünf Kilometer davon entfernt ins Meer gestürzt. Auch ein Vertreter des Roten Kreuzes sagte, alle Insassen seien gerettet worden.

AFP

Sherlock

Nach Brand in Textilfabrik in Bangladesch: Unternehmen beenden Zusammenarbeit

Bangladesch trauert um die Toten der Brandkatastrophe in einer Textilfabrik. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist nach wie vor unklar. Auch, warum ausgerechnet in einer auf Arbeitssicherheit kontrollierten Fabrik das Feuer ausbrach.
Bild
© KeystoneDie Menschen nahmen Abschied von den Verstorbenen.
Die Landesfahnen wehten an Regierungsgebäuden auf Halbmast. Die Fabriken bleiben geschlossen. Im ganzen Land wurde für die über 100 Opfer der verheerenden Brandkatastrophe in einer Textilfabrik gebetet.

Angehörige und Kollegen der Getöteten versammelten sich in der Nähe der niedergebrannten Fabrik in Dhaka. «Ich habe meinen Sohn und den einzigen Ernährer der Familie verloren», sagte eine Betroffene. «Was soll ich jetzt machen?»