Gesundheit & WohlbefindenS


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Immer mehr junge Menschen erleiden Schlaganfall

New York - Immer mehr Menschen erleiden in jungen oder mittleren Jahren einen Schlaganfall. Im Zeitraum zwischen 1995 und 2008 stieg die Zahl der 15- bis 44-jährigen Amerikaner, die mit der Diagnose Ischämischer Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert wurden, um 37 Prozent, wie aus einer US-Studie hervorgeht. In Deutschland ist ein ähnlicher Trend zu beobachten.

Nach der im Fachblatt Annals of Neurology veröffentlichten Untersuchung sind Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Rauchen in der fraglichen Altersgruppe weitverbreitet. Ein Viertel der wegen eines Schlaganfalls eingelieferten 35- bis 44-Jährigen litt an Diabetes, mehr als jeder zweite in dieser Altersgruppe an Bluthochdruck. Für die Studie werteten die Wissenschaftler um Mary George von der US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and prevention) landesweite Patientendaten aus.

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Rückschau Das Beste aus dem Web: Transfette sind ungesund und machen depressiv

Eine Untersuchung an mehr als 12.000 Spaniern zeigt: Transfette sind nicht nur ungesund, sie könnten auch depressiv machen. Ungesättigte Fettsäuren und Olivenöl dürften hingegen vor Depressionen schützen.
Hamburger essen
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Der Faktor Ernährung

151 Millionen Menschen leiden weltweit laut WHO an Depressionen. In Europa gibt es ein Nord-Süd-Gefälle: Selbstmorde und psychische Störungen sind in den nordeuropäischen Staaten deutlich stärker verbreitet als im Mittelmeerraum. Mediziner haben diesen Unterschied mit den unterschiedlichen Lichtverhältnissen von Nord und Süd in Zusammenhang gebracht, es gibt aber auch Hinweise, dass depressive Verstimmungen etwas mit der Ernährung zu tun haben könnten

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Gestresste Herzinfarktpatienten leben gefährlich

Paris (dpa) - Ärger und Stress können für Herzinfarktpatienten gefährliche Folgen haben. Das bestätigt eine Studie des Instituts für Klinische Physiologie im italienischen Pisa.

Negative Emotionen wie Feindseligkeit, Wut, Depressionen, Angst und soziale Isolation sind demnach herzschädigend, während positive Gefühle wie Fantasie, Mitgefühl und spirituelle Interessen das Herz schützen, berichteten die Autoren nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vom Mittwoch. Patienten mit einem hohen Niveau von Ärger und Wut hätten ein 2,3-fach höheres Risiko, einen weiteren Herzinfarkt oder ein anderes kardiales Ereignis zu erleiden, als Patienten, die sich wenig ärgerten.

Coffee

Kaffee oder Baby? Laut aktueller Studie macht das beliebte Heißgetränk unfruchtbar

Kaffee
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Eine aktuelle Studie belegt, was Ärzte schon lange befürchtet haben: Kaffee verringert angeblich die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. Schuld daran sei das Koffein. Das senkt nämlich die Muskelaktivität im Eileiter und kann in weiterer Folge die Fruchtbarkeit verringern.

Der Transport der Eizelle erfolgt bei einer gesunden Frau nicht nur durch einen in Richtung Gebärmutter gerichteten Flüssigkeitsstrom, sondern auch über die Bewegung der Muskeln im Eileiter. Forscher der University of Nevada School of Medicine fanden mit Hilfe von Kraftmessungen an intakten Eileiter-Muskelpräparationen heraus, dass Koffein die Aktivität der Zellen in der Muskelwand der Eileiter senkt, wodurch sich auch die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft verringert.

Smiley

Lachen ist gut für die Blutgefäße

Annapolis (dts) - Lachen erweitert die Blutgefäße und verbessert den Blutfluss, Stress hingegen hat den gegenteiligen Effekt. Das ist das Ergebnis einer Studie der University of Maryland School of Medicine. Teilnehmer einer Studie hatten sich vorher entweder einen lustigen oder einen dramatischen Film angesehen. Anschließend wurden ihre Gefäße untersucht. Nach mehr als 300 Untersuchungen zeigten sich Unterschiede im Gefäß-Durchmesser von 30 bis 50 Prozent zwischen den Probanden, die bei einem lustigen Film häufig lachten, und jenen, die ein spannender Film in Stress versetzte. “Die beeindruckenden Unterschiede, die wir nach dem Lachen in der Gefäßinnenwand beobachteten, waren vergleichbar dem Nutzen von aerobischen Übungen oder dem Einsatz von Statinen”, bilanziert der Leiter der Studie. Statine sind dabei cholesterinsenkende Mittel. Die Gefäßinnenwand spielt eine maßgebliche Rolle beim Entstehen der Arteriosklerose oder der Arterienverhärtung. Es ist also sehr gut möglich, dass regelmäßiges Lachen als Bestandteil eines gesunden Lebensstils Herzkrankheiten vorbeugen kann.

© - dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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Schmerzmittel Paracetamol kann Blutkrebsrisiko steigern

Eine Studie deckte auf, dass auch harmlose Schmerzmittel auf Dauer ernstzunehmende Nebenwirkungen haben. Hoher Paracetamol-Verbrauch bedenklich.
Paracetamol
© BilderBoxParacetamol ist der Wirkstoff vieler Medikamente zur Behandlung von Erkältungen und Schmerzen. Eine Studie legte nun offen, dass übermäßiger Konsum zu einer starken Erhöhung des Blutkrebsrisikos führen kann.

BAIERBRUNN. Bei Kopfschmerzen wird schnell zu Aspirin und Paracetamol gegriffen, galten sie bisher als relativ unbedenklich. Eine Studie des Cancer Research Centers in Seattle (USA) legte nun offen, dass Paracetamol bei einer Einnahme von mindestens vier Tabletten pro Woche über mehrere Jahre hinweg das Blutkrebsrisiko steigere. Dies berichtet die Apotheken Umschau. Für das Ergebnis wurden die Daten von 60 000 Teilnehmern einer Lebensstil-Studie auswertet. Nach sechs Jahren waren knapp 600 Menschen an Blutkrebs erkrankt. Die Teilnehmer mit hohem Paracetamol-Verbrauch hatten dabei ein doppelt so hohes Risiko. Wenn Schmerzen ständig auftreten und mit einfachen Schmerzmitteln nicht zu lindern sind, ist die Grenze der Selbstmedikation erreicht. Dann muss sorgfältig nach den Gründen der Schmerzen gesucht werden.

Cheeseburger

Das Beste aus dem Web: Food Inc. Was essen wir wirklich?

„Die Lebensmittelindustrie in den USA möchte nicht, dass wir wissen, was wir essen. Denn wenn man es wüsste, würde man es vielleicht gar nicht essen wollen.“ Zu dieser Einschätzung kommt Eric Schlosser, US-Journalist und Autor zu Beginn des Films Food Inc. - Was essen wir wirklich?

Die heutigen Nahrungsmittel, so zeigt der Film, stammen mittlerweile weitestgehend aus der Fließbandproduktion. Arbeiter und Tiere werden missbraucht, die Nahrungsmittel immer gefährlicher - und das verheimlicht man uns mutwillig. Wenige multinationale Konzerne bestimmen das Nahrungssystem. Sie kontrollieren es vom Saatgut bis zum Supermarkt. Es sind Monopolisten, die längst kein Fleisch mehr von glücklichen Kühen oder Hühnern verkaufen, obwohl ihre Werbung das immer noch suggeriert.


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Zwei Milliarden Menschen zu dick: UN soll Fettleibigkeit bekämpfen - mit den üblichen Mitteln der falschen Verteufelung

Fettleibigkeit breitet sich weltweit wie eine Epidemie aus - davor warnen Wissenschaftler schon länger. Neue Zahlen zeichnen aber ein immer dramatischeres Bild. Nun sollen die Vereinten Nationen eingreifen.
Übergewichtige Frau mit Hund
© dpaNeue Zahlen: Über 1,5 Milliarden erwachsene Menschen auf der Welt sind übergewichtig.

Regierungen weltweit müssen der Ausbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit mit radikalen Schritten entgegentreten. Das fordern Wissenschaftler der renommierten britischen Medizinzeitschrift The Lancet. Die Vereinten Nationen müssten ähnlich wie im Fall des Tabakkonsums eine Rahmenkonvention zur Kontrolle von Fettleibigkeit verabschieden. Ohne die Führung von Regierungen sei die Epidemie des Übergewichts nicht mehr rückgängig zu machen, heißt es im Leitartikel des Journals.

Anstoß für die drastischen Forderungen liefern unter anderem neue Zahlen: Einer Studie der Universität im australischen Melbourne zufolge sind mittlerweile mehr als 1,5 Milliarden erwachsene Menschen auf der Welt übergewichtig. Hinzu kommen 500 Millionen Fettleibige sowie 170 Millionen Kinder, die entweder übergewichtig oder fettleibig sind. Während in Japan und China beispielsweise nur eine von 20 erwachsenen Frauen fettsüchtig sei, fiele in den USA eine von dreien in diese Kategorie.

Brick Wall

Bekämpfung resistenter Keime: Korianderöl hemmt Bakterien

Koriander
© associated pressNicht nur lecker, sondern auch gesund: Koriander.

Es wird nicht nur zum Würzen von Speisen benutzt. Eine Untersuchung zeigt, dass Koriander das Wachstum von Bakterien hemmt. So hilft schon eine geringe Konzentration von Korianderöl im Kampf gegen antibiotikaresistente Keime.

Korianderöl könnte wirksam vor Lebensmittelvergiftungen schützen und sogar bei der Bekämpfung von antibiotikaresistenten Keimen helfen. Das zeigt eine Untersuchung portugiesischer Forscher im Journal of Medical Microbiology. Das Team um Fernanda Domingues von der Universität Beira Interior testete, wie das Öl gegen zwölf Bakterienstämme wirkt, darunter den häufigen Lebensmittelkeim Escherichia coli und den gefürchteten Krankenhauskeim MRSA, den Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus.

Die Forscher prüften, bei welcher Konzentration des Öls das Wachstum der Bakterienkulturen gehemmt wird und bei welcher es tödlich wirkt. Außerdem wurde getestet, welchen Einfluss die Substanz auf lebenswichtige Vorgänge der Bakterien hat, etwa die Atmung. Für alle Untersuchungsschritte wurden Kontrollgruppen herangezogen.

Butterfly

Studie: Homöopathie-Patienten leben länger

Homöopathie-Patienten leben länger und kosten dem Gesundheitssystem weniger
Homöopathie
Homöopathie: Patienten leben länger.

Werden Patienten von Ärzten mit einer komplementären Zusatzausbildung der Homöopathie behandelt, so kosten diese im Schnitt dem Gesundheitssystem etwa 7 Prozent weniger. Das entspricht einer Kostenersparnis von 140 Euro pro Patient und Jahr gegenüber den Behandlungen von konventionell ausgebildeten Ärzten. Zudem sei die allgemeine Lebenserwartung der Patienten signifikant höher. Das berichtet das European Journal of Health Economics und beruft sich dabei auf eine Niederländische Studie.

Im Fokus der Studie stehen die jährlichen Ausgaben der niederländischen Krankenkassen. Die Forscher verglichen die Kosten von Patienten, die sich konventionell behandeln lassen, und von Patienten von Ärzten mit zusätzlicher Ausbildung in einer alternativen Heilmethode. Patienten der Homöopathie kosten das niederländische Gesundheitssystem durchschnittlich 15 Prozent weniger pro Jahr. Die geringeren Kosten resultieren den Autoren nach aus weniger Krankenhausaufenthalten und einer geringeren Medikation. Auch bei der Sterblichkeitsrate wurden signifikante Unterschiede festgestellt. Sie liegt bei komplementär behandelten Patienten statistisch deutlich niedriger. Laut der Studie sind die Kostenunterschiede besonders groß bei der Altersgruppe der über 75-jährigen, die sich in eine anthroposophische Behandlung begeben haben. Hier liegt eine Ersparnis von knapp 400 Euro vor, was ein Drittel der jährlichen Gesamtkosten ausmacht. Zwar sind große demographische Unterschiede auszumachen: Patienten der Komplementärmedizin sind im Vergleich zu Patienten der konventionellen Medizin tendenziell jünger, weiblich und besser gebildet. Allerdings wurden diese Unterschiede sauber statistisch adjustiert, so dass die Unterschiede bei den Kosten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf soziodemographische Unterschiede zurückzuführen sind.