
© Jan Woitas/dpaDer Temperaturregler einer Klimaanlage in einem Intercity-Reisezug
Klimaanlagen entzweien die Menschen. Manche schätzen es, an heißen Sommertagen zumindest im Büro einen kühlen Zufluchtsort zu haben, für andere ist die künstliche Kaltluft grundsätzlich des Teufels. Manche Büroguerillas verstopfen sogar die Lüftungsgitter, um sich vor der Klimatisierung zu schützen. Ein häufig wiederholtes Argument:
Klimaanlagen seien »Virenschleudern«, sie machten die Menschen krank.
Was ist da dran? Viren, Bakterien und Pilzsporen können die Anlagen nur verteilen, wenn die Mikroben irgendwo im System nisten. Und tatsächlich haben Studien gezeigt, dass Klimaanlagen, die schlecht gewartet werden und bei denen es an vielen Stellen permanent feucht ist, offenbar zu Brutstätten von Krankheitserregern werden können. In einer Studie, die 2003 in
The Lancet veröffentlicht wurde, reduzierte eine Bestrahlung aller feuchten Stellen in der Klimaanlage die Zahl der Atemwegserkrankungen bei den Büroangestellten deutlich.
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