
© Charles Platiau/AFP/Getty
Über Jahrhunderte hoffte die "Linke", Volksbewegungen könnten Veränderungen zum Besseren bewirken. Heute scheinen viele Linke derartige Bewegungen zu fürchten, mit der Überzeugung, dass "Populismus" zwangsläufig zu "Faschismus" führen muss. Doch das muss es nicht, meint Diana Johnstone.Jedes Automobil in Frankreich muss mit einer gelben Weste ausgestattet sein. Das ist so, damit der Fahrer sie im Fall eines Unfalls oder einer Panne auf einer Autobahn anziehen kann, um besser sichtbar zu sein und um vermeiden zu können, überfahren zu werden.
Also nahm die Idee, eine gelbe Weste zu tragen, um gegen unbeliebte Maßnahmen der Regierung zu demonstrieren, rasch an Fahrt auf. Die Kostümierung war zur Hand und musste nicht von Soros für irgendeine mehr oder weniger fabrizierte "Farbrevolution" bereitgestellt werden. Die Symbolik passte: im Fall einer sozio-ökonomischen Notlage zu zeigen, dass man nicht überfahren (bzw. übergangen) werden will.
Wie jeder weiß, war der Auslöser der Protestbewegung ein weiterer Anstieg von Benzinsteuern. Doch es war unmittelbar klar, dass weit mehr im Spiel war.
Die Benzinsteuer war der Gipfel einer Serie von Maßnahmen, welche die Reichen auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung begünstigen. Aus dem Grund erlangte diese Bewegung beinahe sofortige Beliebtheit und Unterstützung.
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