Mysteriöse Wogen zerstörten 1964 den Ort Chenega in Alaska. Schallwellen-Bilder des Meeresgrunds verraten nun endlich die Ursachen: Eine gewaltige Lawine - und fatale Stufen.
© APFolgen des Alaska-Bebens 1964: Warum traf es Chenega?
Das Erdbeben in Alaska am 27. März 1964 mit der Stärke von 9,2 war eines der heftigsten, die je gemessen wurden. Dank der Abgeschiedenheit der Region starben lediglich 169 Menschen
beim sogenannten Karfreitagsbeben;
vergleichbare Beben können an anderen Orten Hunderttausende Tote fordern.Die Sachschäden erreichten nach heutiger Rechnung mehr als 2,3 Milliarden Dollar. Mehr als viereinhalb Minuten lang bebte es. Auch der Meeresboden wölbte sich, gefolgt von einem Tsunami, der Häfen überschwemmte.
In Anchorage, der größten Stadt Alaskas, gab es die meisten Schäden; neun Menschen starben dort. Am schlimmsten aber traf es den Ort Chenega am Prince William Sound. 23 der 75 Einwohner kamen ums Leben.
In seiner Umgebung allerdings gab es keine Schäden. Warum, so fragten sich Wissenschaftler seither, wüteten Tsunamis ausgerechnet in Chenega?
Meereskundler meinen nun, die Ursache gefunden zu haben. Am Meeresgrund vor Alaska entdeckten sie die Spuren einer gigantischen Unterwasserlawine.
In 120 bis 465 Metern Tiefe zeichne sich die Rutschung am Meeresboden ab,
berichten Geoforscher um Danny Brothers vom Geologischen Dienst der USA, dem USGS, im Fachmagazin "Earth and Planetary Science Letters".
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