Stürme
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Anhaltender Monsun in Indien und China: Einstürzende Gebäude, Fluten und Erdrutsche - Kein Ende in Sicht

Im Süden und Osten Asiens wüten Unwetter und Regen. Menschen werden von einstürzenden Gebäuden und Erdrutschen begraben oder ertrinken in den Fluten. Der Regen soll auch in den kommenden Tagen andauern.
springender mann china
Neu Delhi/Peking. Bei schweren Regenfällen und Erdrutschen in Indien und China sind mindestens 69 Menschen ums Leben gekommen. Im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand starben mindestens 15 Menschen.

Weitere 21 werden noch vermisst, sagte der Direktor der örtlichen Katastrophenschutzbehörde, Piyush Rautela, in der Hauptstadt Dehradun. Die meisten Todesopfer seien unter einstürzenden Gebäuden oder von Erdrutschen begraben worden oder in den Fluten ertrunken. Die Bergungsarbeiten dauerten an. Auch zwei Hauptverkehrsadern waren von den Erdrutschen abgeschnitten worden.

Nebula

Weshalb in Asien besonders viele Menschen durch Blitze getötet werden

Im Osten Indiens trafen Blitze in nur zwei Tagen fast 100 Menschen, Bangladesch zählt seit Jahresbeginn 261 Todesfälle durch Gewitter. Das könnte mit dem Klimawandel zu tun haben - aber auch Armut spielt eine Rolle.

Blitz
© dpaSymbolbild
Anfangs war es herrlich, der Regen prasselte vom Himmel, und Anjana Devi stand mit ihren Töchtern auf der offenen Terrasse. Sie genossen das Wetter. Nach der quälenden Dürre fiel das Wasser wie ein Segen vom Himmel. Der Monsun, der jedes Jahr im Juni über den ausgedörrten indischen Subkontinent zieht, spendet Leben - aber manchmal nimmt er es auch. Vor allem, wenn sich heftige Gewitter während der Starkregen entladen.

So war es auch am Tag, als der Blitz in die Veranda der Familie Devi einschlug. Die 57-jährige Mutter kam leicht verletzt davon, berichtet die Hindustan Times. Ebenso die kleinere Tochter Sweety. Aber die zehnjährige Ruchi hat den Schlag nicht überlebt. Nahezu stündlich meldeten lokale Medien in dieser Woche ähnliche Fälle. Allein in zwei Tagen haben Blitze im Osten Indiens 93 Menschen erschlagen. In Bangladesch ist die Lage ähnlich, dort starben seit Jahresbeginn 261 Menschen.

Die Bauern müssen während des Monsuns aufs Feld - auch wenn es dort lebensgefährlich ist

Während des Monsuns häufen sich die Gewitter, weil Wind, Hitze und Feuchtigkeit zusammenkommen. Die Bewohner des Subkontinents wissen um die Gefahr schon seit Jahrhunderten. Aber so viele Opfer in so kurzer Zeit? Die Blitze und die Toten beschäftigen auch die Wissenschaft. Eine Studie der University of California in Berkeley stellte 2014 für die USA eine Verbindung zwischen steigenden Temperaturen in der Atmosphäre und der Häufigkeit von Blitzschlägen her. "Mit zunehmender Wärme steigt die Sturmenergie, sie werden explosiver", erklärt der Leiter der Studie, David Romps. Für die Vereinigten Staaten bedeutet dies, dass die Zahl der Blitze nach den Modellrechnungen mit jedem zusätzlichen Grad Celsius um zwölf Prozent zunehmen wird.

Kommentar: Die gängige Theorie für eine Häufung von Phänomänen wie dieses ist die Klimaerwärmung. Die wirkliche Klimaveränderung sieht jedoch anders aus als sie uns offiziell verkauft wird: Für mehr Informationen lesen sie unsere Serie: Oder das Buch Earth Changes and the Human-Cosmic Connection von Pierre Lescaudron und Laura Knight-Jadczyk auf Englisch.


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Österreich: 40.000 Blitze an einem Tag

Durch das heftige Unwetter in weiten Teilen des Landes waren Hunderte Feuerwehren im Einsatz.

In Pinkafeld im Burgenland blockierten entwurzelte Bäume die Straßen
© FF-PinkafeldIn Pinkafeld im Burgenland blockierten entwurzelte Bäume die Straßen
Seit am Samstag schwere Unwetter die Hitzewelle beendet haben, stehen Einsatzkräfte in weiten Teilen Österreichs im Dauereinsatz. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat es stellenweise rund 100 Millimeter pro Quadratmeter geregnet. Allein am Samstag wurden laut dem Blitzortungssystem Aldis etwa 40.000 Blitze in Österreich registriert, von denen 6511 einschlugen. Die Unwetter zogen sich von Salzburg, Oberösterreich und Teile Kärntens sowie der Steiermark bis ins Burgenland.

In der Weststeiermark waren Montagfrüh in Wettmannstätten im Bezirk Deutschlandsberg mehrere Haushalte nach dem Ausfall einer Trafostation ohne Strom. In Salzburg hat der starke Regen die Pegelstände von Bächen und Flüssen im Oberpinzgau und an der Enns kurzzeitig ansteigen lassen, sodass die Warngrenze erreicht war. Weil der Regen im Laufe des Montags nachließ, ging auch die Hochwassergefahr wieder zurück.

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Gewitter über Wolfen: "Es herrschte Weltuntergangsstimmung"

Wolfen/Raguhn - Die Gewitterfront, die am späten Samstagabend über den Altkreis Bitterfeld gezogen ist, hat zum Teil schwere Schäden angerichtet. Bäume stürzten um, Keller wurden geflutet, sogar der Zugverkehr fiel aus.
unwetter wolfen
© André KehrerDie Verbindungsstraße in Wolfen ist von Ästen übersät. Aus Sicherheitsgründen ist sie noch gesperrt.
Allerdings wüteten Sturm und Starkregen lokal offenbar sehr unterschiedlich. Eine Schneise der Verwüstung zog sich vor allem von Wolfen über Bobbau nach Raguhn. Bitterfeld dagegen wurde weit weniger hart getroffen.

Bei der Polizei und in der Rettungsleitstelle klingelten ab 22 Uhr die Telefone fast ununterbrochen. Allein die Polizei rückte neun Mal aus. Das Unwetter kam plötzlich und heftig.

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Entladungen der Natur - Schwere Stürme treffen auch die Niederlande

Heftige Gewitter bringen Starkregen und Sturmböen
umgestürzte bäume
© dpa bildfunkAn einer Straße am Amsterdam-Rijnkanaal in Breukelen knickten mehrere Bäume durch heftige Gewitterböen komplett ab
Land unter in den Niederlanden: Heftige Unwetter haben im Westen des Landes zu großen Überschwemmungen geführt. Keller, Straßen, Tunnel und Parkhäuser waren nach ungewöhnlich starken Regenfällen überflutet. Größere Schäden richteten heftige Windböen bereits am Morgen in der Nähe von Amsterdam an. An einer Straße am Amsterdam-Rijnkanaal in Breukelen knickten mehrere Bäume durch heftige Gewitterböen komplett ab.

Mehrere Häuser bei Rotterdam fingen nach Blitzeinschlägen Feuer. Auch das Depot des berühmten Kunstmuseums Boijmans Van Beuningen in Rotterdam ist betroffen, teilte das Museum mit. Das Wasser sei in den Keller eingedrungen, in dem vor allem archäologische Kunstschätze aufbewahrt werden. Nach ersten Schätzungen der Versicherungen beläuft sich der Schaden bisher auf mehr als 20 Millionen Euro.

Kommentar: Ja, Teile von Norddeutschland und NRW wurden ebenfalls von starken Gewittern getroffen:
  • Kräftige Unwetter treffen Norden Deutschlands und NRW



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Kräftige Unwetter treffen Norden Deutschlands und NRW

Ein heftiges Unwetter hat in der Nacht zu Freitag große Schäden in Stadt und Landkreis Osnabrück, im Emsland und im Nordosten von NRW verursacht. Eine erste Bilanz.
überschwemmung
© Nord-West-Media TVEin überflutetes Auto steht nach einem Unwetter in Georgsmarienhütte neben einem Haus.
Osnabrück. Nach Polizeiangaben sorgte das Unwetter in Stadt und Landkreis Osnabrück bis 22:15 Uhr für 33 Einsätze der Polizei und circa 170 Feuerwehreinsätze. Überwiegend mussten die Einsatzkräfte wegen aufgetriebener Gullideckel, umgestürzter Bäume und Überschwemmungen der Fahrbahn ausrücken. Betroffen waren auch Teilstücke (bei den Abfahrten Nahne, Sutthausen, Fledder) der A30 und 33. Zurzeit ist die B 68 Stadtgebiet Bramsche voll gesperrt. Personen kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu Schaden. Der Schwerpunkt des Unwetters lag in Bramsche. Dort verzeichnete die Feuerwehr bis 23.30 Uhr rund 50 Einsätze.

Nach Angaben der Regionalleitstelle der Feuerwehr Osnabrück schlug direkt in ein Gebäude gegenüber der Feuerwache an der Nonnenburger Straße ein Blitz ein, der zum Glück aber keine Schäden verursachte.

Kommentar:




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Tornado traf Yancheng in China - Mindestens 51 Tote

Die Staatsmedien melden, dass es bei dem Unglück mindestens 51 Tote gegeben habe.
tornado china
© Reuters
Bei einem Tornado im Osten Chinas sind nach Berichten der Staatsmedien mindestens 51 Menschen ums Leben gekommen. In der Provinz Jiangsu seien auch zahlreiche Häuser zerstört worden, hieß es. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden war noch nicht abzuschätzen. Viele Personen seien verletzt und Straßen blockiert.

Der Tornado bildete sich den Berichten zufolge nahe der Stadt Yancheng. Bewohner sagten laut chinesischen Staatsmedien, es sei "wie das Ende der Welt" gewesen. Extreme Wetterbedingungen seien besonders aus den Gemeinden Funing und Sheyang vor den Toren der Stadt berichtet worden. Die Windböen hätten in Funing Geschwindigkeiten von 125 Stundenkilometern erreicht, in Sheyang bis zu 100 Stundenkilometer, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Kommentar: Hier sind ein paar aktuelle Bilder von der Katastrophe:




Bad Guys

Einsetzende Regenzeit in Indien: Circa 53 Tote durch Blitzschläge

Neu Delhi - Die einsetzende Regenzeit hat in vier Bundesstaaten für starke Gewitter und heftige Niederschläge gesorgt. Alleine im Bundesstaat Bihar gab es mindestens 53 Tote - die meisten getötet durch Blitzeinschläge.
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© afp
Nach heftigen Unwettern in Ost- und Nordindien sind mindestens 94 Menschen gestorben. Das bestätigten die Katastrophenschutzbehörden der Bundesstaaten Bihar, Madhya Pradesh, Uttar Pradesh und Jharkand. Die einsetzende Regenzeit hat seit Dienstag in vielen Distrikten der vier Bundesstaaten für starke Gewitter und heftige Niederschläge gesorgt.

Am stärksten betroffen ist Bihar, wo mindestens 53 Menschen starben. Laut Behördensprecher Aniruddh Kumar waren die meisten Opfer Landwirte und Obdachlose, die unter freiem Himmel von Gewittern überrascht wurden. Die meisten von ihnen starben demnach durch Blitzeinschläge. Mindestens 22 weitere Menschen wurden durch Blitze verletzt. Die meisten Opfer wurden in und um Patna gemeldet, der Hauptstadt von Bihar.

Kommentar: Ebenso schlägt die Regenzeit in Bangkog zu:
  • Bangkok: Den stärksten Regenfällen seit 25 Jahren folgen schwere Überschwemmungen



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Tornado in Könnern entstanden?

Bei einem Unwetter im Raum Könnern (Salzlandkreis) ist am Samstagabend vermutlich ein Tornado aufgezogen. "Es könnte ein kleiner Tornado gewesen sein", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig am Sonntag.
tornado könnern
© Alex Falkowski
Echte Gewissheit konnten die Wetteraufzeichnung des Meteorologen zunächst nicht liefern. Laut Polizei sind keine Schäden bekannt. Zuvor berichtete die Mitteldeutsche Zeitung am Samstag auf ihrem Online-Portal über das seltene Wetterphänomen.

In den vergangenen Wochen waren schon mehrere der Windhosen in Deutschland aufgetreten, unter anderem nahe Ravensburg in Baden-Württemberg und in Hamburg. Erst am vergangenen Mittwoch fegte ein kleiner Tornado über der Stadt Ellrich in Thüringen. An etwa 50 Häusern wurden die Dächer teilweise abgedeckt. Der Bürgermeister Matthias Ehrhold schätzte den Schaden auf mehrere Zehntausend Euro: "Wir hatten extrem Glück, dass nicht mehr passiert ist", so Ehrhold.


Die Feuerwehr war bis in die Abendstunden mit Aufräum- und Sicherungsarbeiten beschäftigt. Nach Angaben von Einsatzleiter Andreas Bodenlos wütete der Sturm lediglich über Teilen der Kleinstadt. "Es war nur ein kleiner Streifen betroffen", sagte er. So sei in einer Straße ein Baum entwurzelt, das angrenzende Haus aber nicht beschädigt worden.

mb/dpa

Kommentar:




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Unwetter in Karelien: 11 Menschen sterben, darunter 10 Kinder

Bei einem Sturm im nordrussischen Karelien sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Zehn davon sind Kinder aus Moskau, wie der Bürgermeister der russischen Hauptstadt Sergej Sobjanin mitteilte.
Karelien,Hütte im Wald
© Sputnik/ Ilja Timin
Nach Angaben des russischen Zivilschutzministeriums sind nach einem schweren Sturm 11 Leichen geborgen worden. Eine Touristengruppe, die vorwiegend aus Kindern bestand, habe sich auf Paddelbooten auf dem See Sjamosero in der russischen Republik Karelien an der Grenze zu Finnland aufgehalten, als sie plötzlich in den Sturm gerieten.