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NASA liefert erste 360-Grad-Fotos von der Sonne

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© Chinanews.cnDie zwei US-Raumsonden befinden sich genau auf gegenüberliegenden Seiten, so dass sie die komplette Sonne verfilmen können.
Die US-Raumfahrtsbehörde NASA hat vor kurzem die ersten 360-Grad-Bilder unserer Sonne geliefert, die zwei STEREO-Raumsonden, die sich auf gegenüberliegenden Seiten der Sonne befinden, aufgenommen haben. Ergänzt wurde die Verfilmung durch den Satelliten "SDO" - Solar Dynamics Observatory. Diese US-Dual-Raumsonden, die sich immer 180 Grad auseinander befinden, sind im Oktober ins Weltall geschickt und erreichten am 6. Februar ihre Endposition.

Nach Angaben von NASA können die Astronomen mithilfe der kompletten Bilder von der Sonne das Wetter im All korrekter vorhersagen und Weltraummission besser planen, da die Sonneneruptionen in unterschiedlichen Richtungen dadurch aufgezeichnet werden. Aus den Bildern erhoffen sich die Wissenschaftler noch, neue Kenntnisse über Sonnenaktivität zu erhalten.

Chalkboard

In Deutschland sterben die meisten Frauen an Brustkrebs

brustkrebs
© picture allianceJe früher eine anormale Gewebeverdichtung oder ein Knoten durch das Mammographie-Screening in der Brust entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen
Insgesamt erwarten die Wissenschaftler im Jahr 2012 knapp 1,3 Millionen Krebstote in der Europäischen Union. Das sind in absoluten Zahlen zwar mehr als vor fünf Jahren, rechnet man jedoch die heute längere Lebenserwartung mit ein, haben die Todesfälle durch Krebs seit 2007 europaweit abgenommen.

Oxford. In Deutschland werden einer Analyse zufolge in diesem Jahr mehr Frauen an Brustkrebs sterben als in anderen europäischen Ländern. Die Zahl der Brustkrebsopfer geht aber zurück, wenn auch etwas weniger als EU-weit, wie ein Forscherteam im Fachmagazin Annals of Oncology berichtet. Insgesamt erwarten die Wissenschaftler im Jahr 2012 knapp 1,3 Millionen Krebstote in der Europäischen Union. Das sind in absoluten Zahlen zwar mehr als vor fünf Jahren, rechnet man jedoch die heute längere Lebenserwartung mit ein, haben die Todesfälle durch Krebs seit 2007 europaweit abgenommen.

„Die höchsten Brustkrebs-Todesraten haben wir in Deutschland ermittelt, hier sind 16,5 Frauen von 100.000 betroffen“, schreiben Matteo Malvezzi von der Universität von Mailand und seine Kollegen. Der Durchschnitt in der EU liege bei 14,9 von 100.000. Insgesamt habe man aber in den vergangenen fünf Jahren einen deutlichen Rückgang der Brustkrebs-Todesfälle um neun Prozent festgestellt. In Deutschland ging die Brustkrebs-Sterblichkeit um 7,5 Prozent zurück. Nach Schätzungen der Forscher werden im Jahr 2012 in der EU 88.000 Frauen an Brustkrebs sterben.

Syringe

Nervengift Botox könnte bei Depressionen helfen

botox, spritze
© picture allianceDas Nervengift Botox glättet nicht nur Falten. Laut einer Studie kann es womöglich auch Depressionen mindern
Nicht nur Stirnfalten kann der Wirkstoff glätten, laut einer Studie ist er eventuell zu weit mehr imstande. Er soll Depressionen mindern.

Hannover. Depressionen sind in Deutschland eine Volkskrankheit. Das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass vier Millionen Deutsche von der psychischen Erkrankung betroffen sind und dass gut zehn Millionen Menschen bis zum 65. Lebensjahr eine Depression erlitten haben. Noch immer fehlt ein Medikament, dass die gefährliche Krankheit heilen kann. Bis jetzt. Neue Hoffnung macht den Betroffenen ein Nervengift: Botox-Spritzen glätten nicht nur Stirnfalten, sondern können vielleicht sogar auch Depressionen lindern. Erste Hinweise darauf haben Forscher aus Hannover und Basel gefunden. An der Untersuchung nahmen 30 Menschen teil, die teils schon lange unter Depressionen litten und bei denen Antidepressiva nicht die gewünschte Wirkung erzielten. Die eine Hälfte von ihnen erhielt Botox (Botulinumtoxin) in die Stirn injiziert, die andere Hälfte eine Schein-Injektion.

Wie die Medizinische Hochschule Hannover am Montag mitteilte, waren die Patienten der Botox-Gruppe schon nach zwei Wochen weniger depressiv. Die Schwere der Symptome hatte sich bei 60 Prozent nach sechs Wochen mindestens halbiert. Bis zum Ende der Studie nach 16 Wochen traten weitere Verbesserungen ein. In der Placebo-Gruppe besserten sich die Symptome dagegen nur geringfügig. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Journal of Psychiatric Research.

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Weltraumteleskop Kepler entdeckt 1.091 neue Planetenkandidaten

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© NASAGrafische Übersicht über die neuen Kepler-Planetenkandidaten.
Washington/ USA - NASA-Astronomen haben die Entdeckung von weiteren 1.091 möglichen Exoplaneten bekannt gegeben. Damit erhöht sich die Anzahl der von Kepler ausgemachten Planetenkandidaten, die einen Stern in mehr als 50 Tagen umkreisen, um 123 Prozent im Vergleich zu 85 Prozent mit kürzeren Umlaufzeiten. 46 der möglichen Planeten umkreisen - so sie durch weitere Beobachtungen bestätigt werden können - ihre Sterne innerhalb deren "habitablen Zonen", also jenen Abstandsregionen, innerhalb derer sich ein Planet befinden muss, damit aufgrund gemäßigter Temperaturen flüssiges Wasser und damit die Grundlage für Leben nach irdischem Vorbild, existieren kann.

Zugleich, so berichten die Wissenschaftler auf der Kepler-Internetseite der NASA, und im Fachmagazin Astrophysical Journal, habe sich die Anzahl von Sternen mit mehreren Planeten von 17 auf 20 Prozent erhöht.

Das Weltraumteleskop "Kepler" findet Planten durch die Beobachtung selbst kleinster Abschwächungen des Lichts der fernen Sterne, die verursacht werden, wenn ein Planet - perspektivisch von Kepler aus betrachtet - vor der fernen "Sonnenscheibe" in einem sogenannten Transit vorbeizieht und aus diesen Beobachtungen auch Informationen über die physische Größe der so entdeckten Planeten abgelesen werden können.

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Ötzi: Forscher präsentieren erste vollständige Genomanalyse des Mannes aus dem Eis

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Bozen/ Schweiz - Vor rund eineinhalb Jahren gelang einem Forscherteam die Entschlüsselung des kompletten Genoms des Mannes aus dem Eis, also seines gesamten Erbguts. Die Weichen, um weitere Rätsel rund um die älteste Gletschermumie der Welt aufzulösen, waren damit gestellt. Nun folgt der nächste Meilenstein: Die Forscher des Instituts für Mumien und den Iceman der Europäischen Akademie Bozen (EURAC), der Institute für Humangenetik der Universität Tübingen und der Universität des Saarlandes haben die Rohdaten der DNA-Sequenzierung auf verschiedene Aspekte hin ausgewertet.

Die Ergebnisse wurden aktuell im Fachmagazin Nature Communications publiziert. Demnach hatte Ötzi eine genetische Veranlagung für Herz-Kreislauferkrankungen. Das ergaben die jüngsten Studien des Forscherteams rund um Albert Zink und Angela Graefen vom Bozner EURAC-Institut für Mumien und den Iceman, Carsten Pusch und Nikolaus Blin vom Institut für Humangenetik der Universität Tübingen sowie Andreas Keller und Eckart Meese vom Institut für Humangenetik der Universität des Saarlandes in Homburg.

An der 5.000 Jahre alten Gletschermumie ist jedoch nicht nur die genetische Veranlagung nachweisbar, sondern auch bereits ein Symptom der Erkrankung in Form einer Arterienverkalkung. Dabei war Ötzi seinerzeit nicht den Risikofaktoren ausgesetzt, die heute Herzkreislauf-Erkrankungen maßgeblich beeinflussen: Er war nicht übergewichtig, bewegte sich viel.

Mr. Potato

Forscher zweifeln an Riech-Navigation der Spermien

Führt Maiglöckchenduft Spermien zur Eizelle? Forscher stellen die Theorie der Geruchs-Navigation in Frage. Laut ihrer Studie folgen Spermien der Verlockung des weiblichen Sexualhormons.
Sperma
© CorbisSamenfaden an Eizelle: Reise allein chemisch gesteuert?

Bonn - Die erfolgreiche Reise von Spermien zur weiblichen Eizelle ist ein nicht gänzlich gelöstes Rätsel. Der Weg über Muttermund, Gebärmutter und Eileiter bis zur reifen Eizelle ist weit. Klar ist: Nur wenige von Millionen kommen durch. Jahrelang behauptete sich die These vom "Maiglöckchen-Phänomen": Demzufolge sollen die männlichen Spermien auf ihrem Schwimmweg zur Befruchtung der Eizelle von Düften geleitet werden. Damit räumen nun Wissenschaftler aus Bonn und Jülich in einer Studie auf: Spermien erschnüffeln sich ihren Weg nicht, verkünden sie im Fachblatt EMBO Journal.

Die Forschergruppe kam zu dem Ergebnis, dass die These vom Maiglöckchenduft wohl nur ein Laborphänomen sei. "Spermien funktionieren nicht wie Riechzellen in der Nase", erklärt der Leiter der Studie, der Bonner Max-Planck-Wissenschaftler Timo Strünker. Es gebe auch keine Hinweise auf einen betörenden Duft von Eizellen. "Bisher hat man weder Maiglöckchenduft noch irgendeinen anderen Duftstoff im weiblichen Genitaltrakt gefunden oder nachweisen können."

Saturn

Diesen Exoplaneten dürfte es eigentlich gar nicht geben

Hot-Jupiter
© NASA/JPL-CaltechKünstlerische Darstellung eines sogenannten Hot-Jupiter.
Marseilles/ Frankreich - Im vergangenen Juni entdeckten Astronomen in 4.000 Lichtjahren Entfernung mit "CoRoT-20b" einen Planeten mit ungewöhnlich hoher Dichte (...wir berichteten). Eine neue Analyse der vorliegenden Daten stellt bisherige Theorien zum Aufbau und Entstehung von Planeten in Frage.

Mit einer Größe, die etwa Vierfünftel derer des Jupiter verfügt der seinen sonnenähnlichen Stern (CoRoT-20) sehr dicht umkreisende Gasplanet jedoch um dessen vierfache Masse und ist damit einer dichtesten bekannten Planeten.

Doch genau dieser Umstand stellt die Wissenschaftler vor ein Problem: Sollte "CoRoT-20b" nach den derzeit gültigen Modell für den Aufbau von gossen Gasplaneten strukturiert sein, also über einen von einer großen Gasatmosphäre umgebenen festen Kern verfügen, so müsste der Kern 50 bis 77 Prozent der Gesamtmasse des Planeten einnehmen. Im Vergleich dazu nimmt der Jupiterkern gerade einmal 15 Prozent der Gesamtmasse ein.

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Forscher zeigen wie die Gehirnhälften kommunizieren

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Berlin/ Deutschland - Berliner und Berner Forscher haben einen wichtigen Mechanismus entdeckt, durch den die menschlichen Gehirnhälften miteinander kommunizieren. Die Ergebnisse führen zu neuen Einblicken in die Nervenzellkommunikation des Gehirns, die auch bei Schlaganfall eine Rolle spielen könnten.

Auf dem Weg zum Gehirn kreuzen sich die Nervenbahnen im menschlichen Körper. Dies hat zur Folge, dass die Reize in der gegenüberliegenden Hirnhälfte verarbeitet werden. Also berührt uns zum Beispiel jemand an der rechten Hand, kommt diese Berührung in unserer linken Hirnhälfte an. Trotzdem müssen beide Hirnhälften ihre Aktivitäten abstimmen. Da einige Funktionen, wie zum Beispiel Sprache, dominant nur in einer Hemisphäre ausgeprägt sind, müssen deren Signale immer der anderen Hirnhälfte mitgeteilt werden. Noch offensichtlicher ist dies bei alltäglichen Aufgaben wie der Koordination der Hände oder der Füße, die eine sehr präzise Kommunikation der beiden Gehirnhälften nötig macht. Die Signale, die die Hirnhälften erreichen, werden dabei via einer massiven Nervenbahn, dem sogenannten Balken, von der einen Hemisphäre der Großhirnrinde zur anderen gesendet.

Battery

Nano-Stoff gewinnt Energie aus Körperwärme

power fabric, filz
© wfu.eduDer Doktorrand Corey Herwitt, arbeitet mit einem Muster des Stoffes.
Vielfältiger Einsatz für günstiges Material denkbar

Forscher der amerikanischen Wake Forest University haben einen Stoff auf Basis von Nanotechnologie entwickelt, der Umgebungswärme in Energie umwandeln kann. Der Stoff, genannt "Power Fabric" oder "Nano-Filz" ist günstig in der Herstellung und könnte zukünftig viele verschiedene Einsatzzwecke erfüllen.

Kohlenstoffröhrchen erzeugen Strom

"Wir verschwenden viel Energie in Form von Wärme. Beispielsweise könnte die Nutzung der Abwärme eines Autos dabei helfen, die Reichweite zu erhöhen und das Radio, die Klimaanlage oder das Navigationssystem zu betreiben", so Corey Hewitt, Forscherin am Center for Nanotechnology and Molecular Materials. "Insgesamt ist die Thermoelektrik noch eine unterentwickelte Technologie für das Gewinnen von Energie, in der noch sehr viel Potenziel steckt."

Santa Hat

Winterfell wirkt Wunder bei Kälte

Eine Wärmebild-Kamera zeigt es in Farbe: Sogar bei sibirischer Kälte haben die Tiere schön warm. Sie verlieren, Winterfell sei Dank, fast keine Körperwärme. Das zeigen Aufnahmen aus dem Tierpark Goldau.
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© Tierpark GoldauTierpfleger mit Steinbock: Beide haben ein Wintergewand und verlieren nur im Gesicht Wärme.

Goldau. - Mütze, Schal und Handschuhe gehören in diesen Tagen zur Standardausrüstung. Nur wer sich wirkungsvoll gegen die eisigen Temperaturen schützt, hält es länger an der frischen Luft aus.

Die Natur hat die Wildtiere, die in unseren Breitengraden heimisch sind, im Zuge der Evolution so ausgerüstet, dass sie der Kälte trotzen können. Der Tierpark Goldau schreibt: «Vielen von ihnen wächst im Herbst ein Winterfell, das aus längeren Deckhaaren und dichterer Unterwolle besteht.»
hausschwein
© Tierpark GoldauEin Hausschwein verliert relativ viel Wärme.

Eine Fachfirma aus aus Rotkreuz hat dem Natur- und Tierpark Goldau eine Wärmebild-Infrarotkamera zur Verfügung gestellt, mit der optisch gezeigt werden kann, wie wirkungsvoll das Winterfell den Tierkörper isoliert. «Auf den Wärmebildern lässt sich einfach erkennen, dass das Tier nur an wenigen Stellen, wie Augen, Maul und Nase, Körperwärme verliert. Die Stellen, die nicht durch das Winterfell geschützt werden, sind gelb bis rot gefärbt.»