
Florenz/ Italien - Anhand von Messdaten der PAMELA-Instrumente an Bord des russischen Satelliten "Resurs-DK1" haben italienische Wissenschaftler einen Gürtel aus Antiprotonen entdeckt, der die Erde in rund 200 Kilometern Höhe umgibt.
Ähnlich wie in Teilchenbeschleunigern in welchen Strahlungspartikel mit unvorstellbarer Geschwindigkeit ineinander gejagt werden, um Antimaterie zu erforschen, so hagelt fortwährend auch auf die äußerste Schicht der Erdatmosphäre kosmische Strahlung ein. Bei diesem Vorgang können verschiedene Partikel entstehen - möglicherweise sogar Partikel aus Antimaterie.
In einem Bereich der Erdatmosphäre, der sogenannten Südatlantischen Anomalie, reicht der Van-Allen-Gürtel, ein Torus energiereicher geladener Teilchen, die durch das magnetische Feld der Erde eingefangen werden, besonders dicht an die Erde heran. Dass hier tatsächlich Antimaterie in Form von Antiprotonen entstehen, hat nun das Team um Oscar Adriani von der Universität Florenz (Università degli Studi di Firenze) nachgewiesen und die Ergebnisse auf " arxiv.org" und im Fachmagazin Astrophysical Journal Letters veröffentlicht.











