Wissenschaft und TechnologieS


Bug

Gottesanbeterinnen machen rund um den Globus Jagd auf Vögel

Zoologen stellten verblüfft fest, dass Vögel bei vielen Fangheuschrecken auf dem Speiseplan stehen
Gottesanbeterin fängt Vogel
© randy anderson/ “what’s that bug?”Die Gottesanbeterin Tenodera sinensis hat in Illinois (USA) einen Rubinkehlkolibri (Archilochus colubris) erwischt.
Basel/Washington - Gottesanbeterinnen sind martialisch ausgestattete Jäger: Mit ihren kräftigen Fangbeinen schnappen sie sich hauptsächlich Insekten und Spinnen. Einige Arten verschmähen aber auch kleine Wirbeltiere nicht. So wurden große Exemplare auch schon dabei beobachtet, wie sie Frösche, Eidechsen, Salamander oder Schlangen erbeuten. Damit aber nicht genug: Wie sich nun zeigt, stehen auch Vögel auf dem Speisezettel einiger Mantis-Spezies.

Für ihre Übersichtsstudie, die im Fachblatt Wilson Journal of Ornithology erschienen ist, haben Forscher um den Zoologen Martin Nyffeler von der Universität Basel 147 dokumentierte Fälle vogelfressender Gottesanbeterinnen aus aller Welt zusammengetragen. Demnach wurde dieses Fressverhalten bei zwölf verschiedenen Arten in 13 Ländern beobachtet. Auf dem Menü der Fangheuschrecken standen dabei 24 unterschiedliche Vogelarten, wie die Uni Basel am Dienstag mitteilte.

Cassiopaea

SOTT Fokus: Das Elektrische Universum - Teil 36: Der Aufstieg und Untergang des Materialismus

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© Sott.net/Myriam Kieffer
Seit dem Mittelalter wurde die zyklische Natur unserer Realität kontinuierlich aus dem menschlichen Verständnis ausradiert. Neben der im vorigen Kapitel beschriebenen Umschreibung der Geschichte, hat die Religion auch eine große Rolle darin gespielt, wie die Menschen die Welt um sich herum wahrgenommen haben und ihre eigene Funktion darin zu erkennen. Bis zum 17. Jahrhundert dominierte und beherrschte die Religion die Geister der meisten, wenn nicht sogar allen, Mitgliedern der westlichen Zivilisation. Angesichts der Ereignisse, die die Menschen dieser Zeit erlebt haben, ist es nicht schwer zu verstehen warum. Der massenhafte Tod überall und die Zerstörung aus dem Himmel führten zur Tendenz, in den Menschen eine extreme Religiosität zu induzieren, im Versuch die richtige Formel zu finden um die Götter zu besänftigen.

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© Gemälde von John MartinAbbildung 213: ‘Gott hat die Städte Sodom und Gomorra zu Schutt und Asche gemacht und zum Untergang verurteilt’. 2 Petrus 2:6 (Luther 1984 Übersetzung). Die Zerstörung von Sodom und Gomorra
Die Religion durchdrang die mittelalterlichen Gesellschaften Europas und alle diese Menschen wurden durch eine tiefe Furcht vor der Verdammnis beherrscht. Alle Aktionen auf der Erde zielten darauf ab einen Platz im Himmel zu bekommen. Alles was zählte, war irdische Sünden zu vermeiden und/oder Vergebung zu erhalten, basierend auf der Annahme, dass die Bibel die Wahrheit darstellte und alles außerhalb dieser Schrift Ketzerei ist. Und es gab offensichtlich einen überzeugenden großen Knüppel, der von der Umwelt geschwungen wurde, der die Leute dazu drängte, sich so extrem religiös zu verhalten. In solch einer Kosmogonie verursachte das Christentum Obskurantismus808 und die Menschen wurden in einem Zustand der Ignoranz gehalten, unfähig ihre Umwelt im Allgemeinen, und ihre zyklische Natur im Besonderen, zu verstehen.

Kommentar:

Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch.

Hier gibt es einen Gesamtüberblick von allen veröffentlichten Kapiteln des Buches Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung:


Evil Rays

ThyssenKrupp entwickelt Aufzug ohne Seile

Dieser Aufzug kann nicht nur auf und ab, sondern auch horizontal fahren. ThyssenKrupp stellt einen Lift vor, der ohne Seile auskommt und Architekten völlig neue Möglichkeiten bietet.
thyssenkrupp
Mit der Präsentation des ersten Aufzugs ohne Seiltechnik hat ThyssenKrupp eine neue Ära der Fahrstuhltechnik eingeläutet. Das Unternehmen präsentierte im baden-württembergischen Rottweil das erste seillose und auch seitwärts fahrende Aufzugsystem "Multi". Damit kann künftig nicht mehr nur eine Kabine pro Schacht auf- und abfahren, sondern viele Kabinen können unabhängig voneinander vertikal und horizontal in einem Gebäude unterwegs sein.

Die seillosen Kabinen werden laut ThyssenKrupp durch ein mehrstufiges Bremssystem geschützt. Außerdem verfügen sie über ein redundantes, kabelloses EDV- und Energiemanagement. Mit dem neuen Aufzugtyp erhöhen sich die Transportkapazitäten um 50 Prozent, gleichzeitig kann nach Angaben des Unternehmens der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden.

Biohazard

Die Grüne Gefahr? Solaranlagen erzeugen mehr Müll als Atomkraftwerke

Nach einer Studie der Umweltschutz-Initiative Environmental Progress verursachen Solarzellen je Einheit produzierter Energie mehr Umweltgift als Kernkraftanlagen.
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© NASA, SDO
Wie die Initiative Environmental Progress (EP) auf ihrer Webseite berichtet, verursachen Solarpaneele 300-mal so viel gifigen Abfall per Energieeinheit wie Kernkraftwerke. Produziere man in einem ungenannten Gebiet 25 Jahre lang gleichviel elektrische Energie aus Solar- und Kernkraft und schichte den entstehenden Abfall auf der Fläche eines Football-Felds auf, würde der Nuklear-Abfall die Höhe des schiefen Turms von Pisa erreichen und der Abfall aus Solarpaneelen die Höhe des Mount Everest.

In Ländern wie China, Indien und Ghana, wo Elektronikschrott oft zur Kupfer-Rückgewinnung verbrannt werde, entstünden Krebsrisiken wegen der dabei freiwerdenden Kunststoff-Verbrennungsrückstände. Weder in Kalifornien noch in Japan, wo das Aufkommen von Solaranlagen-Müll bis zum Jahr 2040 auf 800.000 Tonnen ansteigen soll, gibt es nach Angaben von EP Pläne für den sicheren Umgang mit ausrangierten Solarpaneelen. Lediglich in Europa seien die Hersteller verpflichtet, ihre Produkte nach dem Betrieb wieder zu sammeln und sicher zu entsorgen.

Kommentar:

Lebst du noch grün, oder denkst du schon? Der große Ökostrom-Betrug


Moon

Japan will wieder Menschen auf dem Mond landen lassen

Die japanische Weltraumbehörde Aerospace Exploration Agency (JAXA) will ihr bemanntes Raumfahrt-Programm erweitern und um das Jahr 2030 wieder Menschen auf dem Mond landen lassen.

pink moon
© dc2 / Global Look Press
Während die NASA, ESA und SpaceX den Schwerpunkt ihrer zukünftigen bemannten Raumfahrtprogramme auf den Mars verlagert haben, befindet sich Japans anvisiertes Himmelsobjekt viel näher und ihre Mission soll nach über 60 Jahren endlich wieder einen Menschen auf den Mond bringen. Denn Apollo 17 war in 1972 die letzte bemannte Mission zu unserem Trabanten und seit Eugene Cernan damals am 14. Dezember als letzter Mensch die Mondoberfläche verließ und zur Erde zurückkehrte, wurde sie bis heute nie wieder von Menschen betreten.

Bulb

NASA erzeugt künstliche, bunte Wolken am Himmel

Ein lang anvisiertes Projekt der NASA wurde mit einiger Verzögerung nun diese Woche endlich durchgeführt und am frühen Donnerstagmorgen strahlten bunte »Wolken« über einige Teile der US-Ostküste.
Lichter Himmel NASA
© Christopher Becke
Es schien, als wäre es ein verfrühtes Feuerwerk zum vierten Juli gewesen, dem Nationalfeiertag der Vereinigten Staaten. Eine Terrier-Improved-Malemute-Rakete hob am Donnerstag kurz vor Sonnenaufgang von der Startrampe der Wallops Flight Facility im US-Bundesstaat Virginia ab, um ein ungewöhnliches Leuchtspektakel auszulösen. Rund 160 Kilometer über der Erdoberfläche entlud die Rakete zehn bierdosengroße Kanister, die wiederrum kleine Behälter mit bunten Chemikalien enthielten, in der Atmosphäre zerplatzten und künstliche, blau-grüne und rote Wolken erzeugten. Das ganze geschah völlig gefahrlos für die Bevölkerung, da die gesamte Ladung rund 145 Kilometer vor der Küste Virginias in den Atlantik herabstürzte.

Calculator

Physiker wollen Körper und Erinnerungen teleportieren

Teleportation
© Science China Press
In dem Science-Fiction-Franchise »Star Trek« können Menschen mittels eines Transporters in Nullzeit zu den entferntesten Orten teleportiert werden, ohne dass die Personen selber diese ungeheuren Distanzen körperlich überbrücken müssen.

Eine solche Technologie fasziniert die Menschen und sie scheint gar nicht mal so unerreichbar zu sein, denn die uns vertraute Quantenteleportation beinhaltet tatsächlich viele Eigenschaften eines solchen Transporters. Die Quantenteleportation ist ein elementares Verfahren der Quantenkommunikation, durch das der Zustand eines Quantums auf ein anderes übertragen werden kann, indem ausschließlich klassische Information ausgetauscht werden.

Sun

Rekord: Neuer Laserstrahl ist so hell wie eine Milliarde Sonnen

Ein neuer leistungsstarker Laser aus dem US-Bundesstaat Nebraska wird unseren Wissenschaftlern eine Tür zu bisher unmöglichen Experimenten öffnen.
Laser
© University of Nebraska-Lincoln
»Diocles« ist eines der leistungsstärksten Laser, die der Mensch je geschaffen hat und er ist in der Lage, das Licht von einer Billion Glühbirnen innerhalb von nur knapp einer billionstel Sekunde auf einen winzigen Punkt zu übertragen. Dies bedeutet, dass es das hellste Licht produzieren kann, das jemals auf dem Planeten Erde erzeugt wurde. Doch es bricht nicht nur Rekorde, der Laser spielt auch eine sehr wichtige Rolle bei der Durchführung von physikalischen Experimenten.

Eines wurde bereits vor kurzem am neuen Extreme Light Laboratory der University of Nebraska-Lincoln (UNL) durchgeführt, wo Wissenschaftler den Laserstrahl auf einen sich kreuzenden Elektronenfluss richteten. Die Forscher fanden heraus, dass eine solche hochenergetische Beleuchtung die Elektronen aus ihrer Ausrichtung bringt und das Licht auf eine besonders ungewöhnliche Art und Weise gestreut wird. „Es ist erstaunlich, das Licht kommt aus verschiedenen Winkeln, mit verschiedenen Farben, abhängig davon, wie hell es ist. Es offenbart zum ersten Mal, dass sich die Elektronen in den Lichtfeldern fast mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Sie schwingen in einem anderen Muster, als sie es in gewöhnlichem Licht tun“, wird der Physiker Donald Umstadter auf Vice.com zitiert.

Sun

Airglow: Forscher liefern Erklärung für rätselhafte "helle Nächte" aus der Antike bis heute

Berichte über „taghelle Nächte“, in denen man auch ohne künstliches Licht unter freiem Himmel lesen konnte, reichen zurück bis in die Antike. Während bislang Polarlichter und Sonnenstürme als Erklärung diskutiert wurden, glauben kanadische Forscher nun, in einer Verstärkung diffuser Strahlung, des sogenannten Airglows, in der oberen Atmosphäre eine Erklärung für die hellen Nächte gefunden zu haben.
Airglow
© NASAAirglow von der Internationalen Raumstation ISS aus betrachtet.
Toronto - (Kanada) - Wie Gordon Shepherd und Y.-M. Cho von der kanadischen York University aktuell im Fachjournal Geophysical Research Letters (DOI: 10.1002/2017GL074014) berichten, sind bislang 26 historische „helle Nächte“ dokumentiert. Allerdings verlieren sich die Berichte über das Phänomen in jüngerer Zeit. Den Grund hierfür sehen die Astronomen in der sich immer weiter ausbreitenden industriellen Lichtverschmutzung, wie sie durch das (künstliche) Streulicht das Phänomen überstrahlt.


Kommentar: Zu welchen Zeiten gab es diese hellen Nächte? Denn, wenn es weit in der Vergangenheit zurückliegt, ist diese obere Erklärung hinfällig.


Nachdem die Forscher anhand der historischen Aufzeichnungen aufzeigen konnten, dass verstärkte Sonnenaktivität nicht für die hellen Nächte verantwortlich sind, da diese nicht vermehrt mit diesen zusammenfallen, fanden sie auch keine Belege für erhöhte magnetische Aktivität innerhalb der oberen Erdatmosphäre während der hellen Nächte, weswegen auch Polarlichter als Erklärung wegfallen.

Telescope

Gibt es einen weiteren unentdeckten Planeten in unserem Sonnensystem?

Kuiper-Gürtel Sonnensystem
© Heather Roper/LPLUS-Astronomen schließen aus der Krümmung der Bahnebenen von Kuipergürtel-Objekten auf einen weiteren, etwa marsgroßen „Planeten“ äußeren Sonnensystem – hier künstlerisch dargestellt auf einer Umlaufbahn weit jenseits des Pluto.
Tucson (USA) - Während die Existenz eines großen Planeten am äußersten Rand des Sonnensystem mathematisch zwar nahe zu liegen scheint, der dann „neunte Planet“ aber immer noch nicht direkt entdeckt wurde, präsentieren US-Astronomen nun neue Hinweise für einen weiteren - dann also 10. - bislang noch unentdeckten großen Planeten im äußeren Sonnensystem.

Wie Kat Volk und Renu Malhotra vom Lunar and Planetary Laboratory an der University of Arizona in einer kommenden Ausgabe des Fachjournals „Astronomical Journal“ und vorab via ArXiv.org berichten, könnte bereits ein mars- bis erdgroßer Planet die neuen ungewöhnlichen Messdaten erklären. Ein solches Objekt würde sich dann jedoch deutlich von dem unterscheiden, was bislang als „Planet Nine“ diskutiert und für die Bahnabweichungen der äußeren Kuiper-Objekte und der Neigung der Planetenebene verantwortlich gemacht wird.

In ihrer Studie haben die Astronomen die Umlaufbahnen von mehr als 600 Kuiper-Objekten in einer Region jenseits von 50 Astronomischen Einheiten (AE = Abstand zw. Erde und Sonne) untersucht und festgestellt, dass auch hier der Winkel zwischen der Bahnebene der untersuchten Körper und einer Referenzebene von den Vorhersagen um durchschnittlich 8 Grad abweicht. Alleine die bekannten Planeten können - so die Schlussfolgerung der Forscher - für diese sog. Inklination nicht verantwortlich sein.

Verteilung Himmelskörper im Kuiper-Gürtel
Hintergrund
Die Verteilung der bisher bekannten Objekte im Kuipergürtel. (Die strahlenförmige Verteilung ist durch die bisherigen, punktuellen Suchprogramme verursacht.)
Copyright/Quelle: Wikipedia

Der Kuipergürtel selbst beschreibt eine ringförmige Region um unsere Sonne jenseits der Umlaufbahn des Neptun, die sich auch mehrere hundert AE ausdehnt. Ähnlich wie der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, so beheimatet der Kuipergürtel eine Unzahl an kleinen Körpern - im Gegensatz zum Asteroidengürtel bestehen diese jedoch nicht vornehmlich aus Fels und Gestein sondern aus Eis. Zudem finden sich in ihm mehrere sog. Große Kuipergürtel-Objekte (KBOs), Klein- und Zwergplaneten wie etwa Makemake, Haumea, Sedna (kontrovers) und Pluto.

Kommentar: