Wissenschaft und TechnologieS


Water

Besteht Wasser aus zwei Flüssigkeiten?

Röntgenanalysen enthüllen zwei Strukturvarianten im flüssigen Wasser

Verborgenes Doppelleben: Physiker haben entdeckt, dass flüssiges Wasser in zwei unterschiedlichen Varianten existiert. Die vermeintliche einheitliche Flüssigkeit besteht in Wirklichkeit aus zwei verschiedenen, miteinander interagierenden Flüssigkeiten. Bisher wurden diese beiden Wasservarianten zwar nur bei sehr tiefen Minustemperaturen nachgewiesen, die Forscher halten es aber für wahrscheinlich, dass sie auch bei Raumtemperatur existieren.

Flüssiges Wasser ist in Wirklichkeit ein Gemisch zweier Wasserformen mit unterschiedlicher Dichte, wie Räötgenanalysen belegen.
© Mattias KarlénFlüssiges Wasser ist in Wirklichkeit ein Gemisch zweier Wasserformen mit unterschiedlicher Dichte, wie Räötgenanalysen belegen.
Wasser ist nicht nur eine Voraussetzung für das Leben, es ist auch ein extrem exotischer Stoff: Es weicht in mindestens 70 Eigenschaften von den meisten anderen Flüssigkeiten ab. Die vielleicht bekanntesten sind die Wärmekapazität und die Dichteanomalie - die Tatsache, dass Wasser sich beim Gefrieren ausdehnt. Im flüssigen Zustand bildet Wasser zudem ein hochkomplexes Gemenge von "Molekülklumpen", die blitzschnell ihre Struktur und Anordnung ändern.

Dichteunterschiede in amorphem Eis

Doch es wird noch seltsamer: Bereits vor einiger Zeit haben Forscher entdeckt, dass das sogenannte amorphe Wassereis in zwei Varianten vorkommt. Dieses nichtkristalline, glasähnliche Eis ist auf der Erde selten, kommt aber im Sonnensystem häufig vor. Es entsteht unter anderem, wenn flüssiges Wasser so schnell abgekühlt wird, dass die Moleküle keine Zeit haben, eine geordnete Kristallstruktur auszubilden. Analysen enthüllen, dass dieses Wassereis in einer dichteren und einer 25 Prozent weniger dichten Form existiert.

Comet 2

Faustgroßer Meteorit landet in den Niederlanden: Alt wie unser Sonnensystem

Er krachte in einen Schuppen: Geoforscher präsentieren einen Meteoriten, der im Januar in den Niederlanden eingeschlagen war.

Meteorit aus den Niederlanden (Januar 2017)
© AFP/ Naturalis Biodiversity Centre/ Rebecca ReurslagMeteorit aus den Niederlanden
Niederländische Forscher haben der Öffentlichkeit am Montag einen schätzungsweise 4,5 Milliarden Jahre alten Meteoriten vorgeführt, der im Januar in der Kleinstadt Broek bei Amsterdam niedergegangen war.

"Wir wollten zu hundert Prozent sicher sein, was für ein Meteorit es ist, deshalb haben wir zunächst einige Forschungen angestellt", sagte der Geologe Leo Kriegsman. Bei dem Meteoriten handelt es sich um einen etwa faustgroßen Gesteinsbrocken mit einem Gewicht von etwa 500 Gramm.

Kommentar: Ein Video des Meteors:




Galaxy

Hubble fotografiert neue Galaxie, deren schwarzes Loch auf die Erde gerichtet ist

Galaxie
© CC BY 4.0 / ESA/Hubble & NASA / whats in a name (cropped a photo)
Das Hubble-Teleskop hat gerade eine neue Galaxie fotografiert, im Sternbild Jungfrau. Auf den Fotos ist gut zu erkennen: Die neue Unbekannte hat ihr Schwarzes Loch auf unseren Planeten gerichtet. Was bedrohlich aussieht, erweist für die Wissenschaft als sehr wertvoll.

Eigentlich ist die neue Galaxie nach kosmischen Maßstäben ganz normal: Sie frisst ununterbrochen heiße Gase aus der Akkretionsscheibe um sie herum und speit Bündel davon mit Lichtgeschwindigkeit wieder aus - eine Spiralgalaxie wie aus dem Bilderbuch eben.

Sie bewegt sich relativ nah an unserem Planeten: Gerademal 400 Millionen Lichtjahre beträgt die Entfernung, auch nicht so ungewöhnlich.

Hearts

Auch Schimpansen erwidern Gefälligkeiten

Wie Du mir, so ich Dir: Wenn sich ein Mensch für uns eingesetzt hat oder sogar zu unseren Gunsten Nachteile in Kauf nahm, dann sind wir dankbar - und belohnen wir ihn beispielsweise durch ein Geschenk oder ein nettes Wort. Das fördert die Kooperation und sorgt für Schmierstoff im sozialen Getriebe. Jetzt enthüllt ein Experiment: Auch Schimpansen belohnen Gefälligkeiten. Sie verhalten sich damit weit weniger egoistisch als man bisher angenommen hat.

schimpansen
© Arco Images GmbHSchimpansen geben Artgenossen Futter ab – aber nur, wenn sich diese zuvor selbst als kooperativ erwiesen haben.
Schimpansen sind soziale Tiere, die uns in vielem durchaus ähnlich sind: Sie teilen ihr Futter mit engen Freunden, lassen sich durch eine gute Vermarktung beeinflussen und behalten sehr genau im Auge, wer in der Gruppe zu wem hält. Kooperation ist für die Menschenaffen wichtig - denn es sichert ihr Überleben.

Wer bekommt das Futter?

Aber wie weit geht diese Kooperation - und welche Motivation steckt dahinter? Um das herauszufinden, haben Martin Schmelz vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und seine Kollegen einen speziellen Kooperationstest mit Schimpansen durchgeführt. Sie wollten wissen: Verhält sich ein Schimpanse bei der Aufteilung von Futter anders, wenn sein Partner ihm zuvor geholfen hat?

Kommentar: Schimpansen sind uns Menachen wohl ähnlicher als wir wahrhaben wollen.


Control Panel

SOTT Fokus: Das Elektrische Universum - Teil 35: Der Dynastische Zyklus

echcc-cover-teil-35
© Sott.net/Myriam Kieffer
Wie in Abbildung 202 zu sehen ist, glaubten die Chinesen (und einige sehen es heute immer noch so) an eine Vision des Universums, die weit entfernt von einer linearen und uniformitarischen Betrachtungsweise ist, in der das Verhalten von Führern, der Zustand der Welt als Ganzes und Naturkatastrophen in einem engen Zusammenhang miteinander stehen. Dies war auch die Art und Weise, wie unsere altertümlichen Vorfahren die Welt verstanden haben.
echcc abbildung 202, mandat des himmels, dynastischer zyklus
© Sott.netAbbildung 202: Der Dynastische Zyklus, den die Chinesen beschrieben haben (sott.net).
Wenn eine genügend große Anzahl an Menschen sich durch ein hohes Maß an Ignoranz und falschen Glaubenssätzen auszeichnet, hat es den Anschein, dass bald darauf kosmische Turbulenzen folgen; und wenn Sie die Geschichte lange genug studiert haben, werden Sie feststellen, dass sich dieses Muster immer und immer wieder wiederholt. Eine negative Rückkopplungsschleife könnte sich an dieser Stelle (unten rechts im Diagramm) entwickeln. Wenn Naturkatastrophen bis zu dem Punkt zunehmen, an dem die Menschen schließlich realisieren, dass etwas in der ‘Luft’ liegt, dämmert es ihnen auch, dass ihre Führer nicht in der Lage sind für ihre Sicherheit zu sorgen und sie wenden sich gegen sie. Soziale Unruhen nehmen zu und die Eliten wenden immer repressivere Maßnahmen der Gewalt und Kontrolle an, was wiederum die kosmische ‘Reaktion’ erhöht, was im Gegenzug dann wieder die Angst der Menschen und den Trieb zur Revolte erhöht.759

Der 500-1300 Jahre Zyklus

Während der Dynastische Zyklus jedes Imperium, aus den Tiefen der Antike bis hin zur heutigen Zeit, betreffen kann, konzentrieren wir uns jedoch in diesem Beispiel auf das Römische Reich, um die in Abbildung 202 dargestellten Schritte zu illustrieren und zu erklären.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch. Den letzten Artikel können Sie hier finden: Hier gibt es einen Gesamtüberblick von allen veröffentlichten Kapiteln des Buches Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung:


Bulb

Französischer Wissenschaftler: Magnetstrahl soll Erdorbit von alten Satelliten befreien

Ein französischer Wissenschaftler arbeitet an einem neuen System, um mit einem Magnetstrahl die Erdumlaufbahn von defekten oder deaktivierten Satelliten zu befreien.
Satellit
© US Air Force
Emilien Fabacher von der Universität Toulouse in Frankreich plant, die überflüssigen Satelliten mittels eines Magnetstrahls aus der Umlaufbahn herauszufischen. Mit einer ähnlichen Technik könnten auch mehrere Satelliten in eine vorgegebene Formation gebracht werden, was Astronomen eines Tages ermöglichen würde, auf diese Weise Riesenteleskope im Weltraum zusammenzustellen.

„Wenn man einen Satelliten aus der Umlaufbahn nehmen will, ist es viel besser, wenn man sich in einem sicheren Abstand befindet und kein direkter Kontakt nötig ist, um keine Schäden an dem Jäger oder dem Zielsatelliten zu riskieren. Die Idee, die ich verfolge, ist, magnetische Kräfte anzuwenden, um entweder die Zielsatelliten anzuziehen oder abzustoßen, ihre Umlaufbahn zu verändern oder sie ganz [aus dem Orbit, Anm. F. Calvo] herauszunehmen“,erklärte Fabacher den Sicherheitsvorteil seines geplanten Systems im Science Alert.

Fireball

Das Beste aus dem Web: Einige Wissenschaftler erkennen endlich: Gefahr von Asteroiden ist größer, als man denkt

Am Freitag, 30. Juni, wird der Internationale Asteroidentag begangen. Er soll auf die Einschlagsgefahr von Asteroiden und Kometen auf die Erde aufmerksam machen - und die ist erheblich grösser, als man gemeinhin denkt.
asteroid impact
© NASA/Don Davis
Im Dezember 2016 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 30. Juni als offiziellen Gedenktag festgesetzt. Der Internationale Asteroidentag erinnert an den Impakt eines kosmischen Kleinkörpers in Sibirien am 30. Juni 1908. Das geheimnisumwitterte sogenannte Tunguska-Ereignis macht heute auf die Einschlagsgefahr von Asteroiden und Kometen auf die Erde aufmerksam.

Fachleute sorgen sich

Wie die Astronomische Gesellschaft Winterthur (AGW) mitteilt, gehören wissenschaftliche Beobachtungen von Asteroiden seit 1998 in die Kernkompetenz ihrer modern ausgerüsteten Sternwarte Eschenberg. Der Leiter des lokalen Observatoriums, Markus Griesser, hat im Mai 2017 die 15‘000ste hochgenaue Positionsmessungen alleine an erdnahen Himmelskörpern ausgeführt. Bei über 300 dieser sogenannten Near Earth Asteroids lieferte er kurz nach der Entdeckung weitere Positionsdaten, die das Minor Planet Center in Cambridge (Mass. USA) für eine erste Bahnbestimmung verwenden konnte.

Kommentar: Lesen Sie dazu unsere spannende Artikelserie, die verdeutlicht, dass eine reale Gefahr aus dem All existiert und von vielen Teilen der Wissenschaft ignoriert wird:


Bulb

Kryptozoologen hoffen auf DNA-Beweise in Bigfoot-Nestern obwohl es schon welche gibt

Zwei US-Anthropologen wollen mit einem neuen Ansatz einen weiteren Beweis für die Existenz der nordamerikanischen Waldmenschen erbringen, wie sie allgemein als Bigfoot und Sasquatch bekannt sind. Hierzu haben die Wissenschaftler sogenannte Bigfoot-Nester im Visier - große nestartige Strukturen, die immer wieder in den nordamerikanischen Wäldern entdeckt werden und den Nestern von Menschenaffen gleichen. In diesen Nestern wollen die Forscher mit Hilfe neuster DNA-Extrahierungs- und Analysemethoden nach der DNA der sagenumwobenen Waldmenschen fahnden.
Bigfoot
© Jeff MeldrumKünstlerische Darstellung eines Sasquatch bzw. neben einem potentiellen Bigfoot-Nest auf der Olympic-Halbinsel.
Pocatello (USA) - Wie der Anatom und Anthropologe Dr. Jeffrey Meldrum von der Idaho State University (Abb. l. unten) und der Anthropologe Molekularbiologe Dr. Todd Disotell von der New York University (Abb. r. unten) in der Beschreibung ihrer Crowdfunding-Kampagne, mit der sie die kostspieligen Analysen zu finanzieren hoffen, berichten, wollen sie das Verfahren der sogenannten „environmental DNA“ (eDNA) zur Suche nach dem genetischen Bigfoot-Beweis nutzen.

Kommentar: Es wurden eigentlich schon einige DNA Analysen durchgeführt mit bemerkenswerten Ergebnissen. Diese Seite ist Pflichtlektüre wenn es um Bigfoot und diese Beweise geht. Desweiteren sind diese zwei Bücher von David Paulides eine Pflichtlektüre für alle die, die sich für dieses Phänomen interessieren. Auch der verstorbene Forscher John Keel geht in einigen seiner Bücher diesem Phänomen nach. Auch die Informationen in diesen Büchern sind sehr zu empfehlen.


Snowflake

Eis-Lollies: Wissenschaftler entdecken völlig neuartige Eispartikel in den Wolken

Wissenschaftler haben in zwei Kilometern Höhe eine völlig neuartige Eispartikel-Art entdeckt, die die Form von Lollies aufweist.
Eis-Lollies, neuartige Eispartikel
© University of Manchester
Das britische Forscherteam um Stavros Keppas von der University of Manchester in England fand die »Eis-Lollies« während eines Forschungsfluges über den Britischen Inseln im Nordostatlantik. Zwar hatte sie der Atmosphärenwissenschaft-ler Keppas erstmalig in 2009 entdeckt, doch ihre Ergebnisse wurden erst jetzt im Fachjournal Geophysical Research Letters veröffentlicht, nachdem er sie im September 2016 wiederholt beobachten konnte.

Telescope

Suche nach der Zweiten Erde: ESA gibt grünes Licht für europäisches Weltraumteleskop PLATO

Weltraumteleskop PLATO
© ESAGrafische Planstudie zum Weltraumteleskop PLATO (Illu.).
Köln (Deutschland) - Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hat grünes Licht für den Bau des Weltraumteleskops „PLATO“ (PLAnetary Transits and Oscillations of Stars) gegeben, mit dem ab 2026 Planeten um andere Sterne als unsere Sonne entdeckt und untersucht werden sollen. Hauptziel der Mission ist die Entdeckung von Planeten, die unserer Erde ähneln und auf denen Wasser vorhanden und damit auch Leben möglich sein könnte.

Wie das den Bau und wissenschaftlichen Betrieb des Teleskops leitende Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), berichtet, sei das erklärte Ziel der Mission, den Radius, die Masse und das Alter der extrasolaren Planeten viel genauer zu bestimmen als es bisher möglich ist: „Mit PLATO kommen wir einer Antwort auf die fundamentale Frage nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems näher“, zeigt sich Prof. Hansjörg Dittus, der im Vorstand des DLR für die Raumfahrtforschung und -technologie zuständig ist, schon jetzt von der Mission begeistert.

Mit 26 12-Zentimeter-Teleskopen ausgestattet, soll PLATO mindestens zwei Jahre lang Hunderttausende von Sternen beobachten und dabei Gesteinsplaneten um sonnenähnliche Sterne suchen (...GreWi berichtete) „Mit diesen wissenschaftlichen Daten erweitern wir nicht nur enorm unsere Kenntnisse über extrasolare Planeten, sondern wir werden sehr viel auch über Sterne, deren Entwicklung und damit auch unsere Galaxie lernen“, so die DLR-Wissenschaftlerin Prof. Dr. Heike Rauer.