Die französische Regierung hat Details ihrer umstrittenen Rentenreform vorgestellt. Einzelne Berufsgruppen sind von harten Einschnitten offenbar ausgenommen - doch die Gewerkschaften drohen weiterhin mit Streik.

© Thomas Samson/DPAEdouard Philippe, Premierminister von Frankreich, spricht über die geplante Rentenreform
Nach tagelangen
Streiks und Protesten hat die französische Regierung ihre umfassende Rentenreform vorgestellt. Premierminister Edouard Philippe sagte in Paris,
die bisher 42 Rentensysteme in Frankreich würden durch ein einheitliches System ersetzt. Zudem würden Vorrechte für viele Branchen abgeschafft. Die Reform soll jedoch weniger Menschen betreffen, als von den Gewerkschaften befürchtet. Philippe rief deshalb zu einem Ende der Streiks auf.
Zudem soll es Ausnahmen geben: Feuerwehrleute, Soldaten und Mitglieder der Sicherheitskräfte dürfen weiterhin früher in Rente gehen.
"Wir schlagen einen neuen Pakt zwischen den Generationen vor", sagte der Regierungschef in seiner Rede. Ziel sei ein "gerechtes und dauerhaftes" Rentensystem, in dem nicht mehr einige auf Kosten aller bevorzugt würden. Konkret soll es ein universelles Punktesystem für alle geben, Sonderrenten bei der Bahn oder den Pariser Nahverkehrsbetrieben werden abgeschafft.
"Wir werden die Bevölkerung durch ein Rabatt- und Prämiensystem ermutigen, länger zu arbeiten", sagte der Premier. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll mindestens 1000 Euro pro Monat an Rente beziehen. "
Die Frauen werden die großen Gewinnerinnen des einheitlichen Systems werden."
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