
© AFP 2017 / Tobias Schwarz
Anis Amri war Attentäter und Drogenhändler - daher schon lange im Visier der Behörden. Diese hätten angeblich versagt. Berliner Abgeordnete sagen: „Nein, Regierung will vertuschen.“ Kann ein neuer Ausschuss im Abgeordnetenhaus Klarheit schaffen? FDP: „Brutale Aufklärung nötig.“ AfD: „Experte eingeladen.“ Grüne: „U-Ausschuss im Bundestag nötig“.Im Rahmen des neuen Amri-Untersuchungsausschusses (U-Ausschuss) im Berliner Landesparlament kritisierten Innenpolitiker von FDP und AfD die momentan in den
Medien kursierenden Vorwürfe an Polizeibeamte. Einer davon ist Kommissariatsleiter und war für Amri als Sachbearbeiter zuständig.
Er soll Akten manipuliert haben und die Sicherheitsbehörden über die Person Amri „nicht richtig informiert haben“. Entdeckt wurde der mutmaßliche Manipulationsversuch bereits vor knapp zwei Monaten durch den vom Senat beauftragten Amri-Sonderermittler
Bruno Jost.
„Kein Skandal, ein Ablenkungsmanöver“: Aktenmanipulation in den Behörden aufgrund politischen Drucks?„Ich habe gestern noch mit einem Beamten des Landeskriminalamts (LKA) gesprochen, weil sich mir da ein ganz anderes Bild zeichnet“, sagte Karsten Woldeit, innenpolitischer Sprecher der Berliner AfD-Fraktion, im Gespräch mit
Sputnik. „Es gibt ein Aktensystem bei der
Polizei, ‚Polix‘ genannt. Darin sind die Dokumente gar nicht nachträglich veränderbar, ohne dass man das nachvollziehen kann. Diese Akten sind also dokumentenecht. Mein Eindruck ist folgender: Eine Beamtin hat dieses
Dokument bearbeitet im Dezember 2016, ging dann in Urlaub, kam danach erst Mitte Januar 2017 wieder zurück. Zwischenzeitlich hat der Komissiariatsleiter das Dokument bearbeitet. Dabei kam es zu einem technischen Aktenfehler, das ist dokumentiert. Ich könnte mir vorstellen, dass die Staatsanwaltschaft schlicht und ergreifend Druck gemacht hat, weil sie die Akte schließen wollte. Ich sehe da überhaupt keinen
Skandal. Ich erkenne dort das Herunterdrücken der Verantwortung von der politischen Ebene auf die Ebene der Sachbearbeiter. Das prangere ich an. Ich bin der Einzige im Berliner Innenausschuss, der diese Linie fährt. Ich stelle mich da schützend vor die Beamten.“
Auch FDP-Politiker Marcel Luthe sagte gegenüber
Sputnik: „Ich hatte schon von Anfang an kritisch angemerkt,
dass der SPD-Innensenator und sein Staatssekretär über mehr als sechs Monate es nicht für nötig befunden haben, in die Akten selbst reinzuschauen. Dieser große Vermerk, der angeblich verschwiegen worden sein soll, ist ja in ‚Polix‘ drin. Damit hätten sie arbeiten können, da ist nichts übersehen worden. Kein Skandal, das ist ein Ablenkungsmanöver“, so der innenpolitische Sprecher der Berliner FDP-Fraktion.
Für den innenpolitische Sprecher der Grünen, Benedikt Lux, stellt der Vorwurf ein „ernstzunehmendes Problem“ dar. „Es gibt hier einen schweren Verdacht.
Es ist immer schade, dass nach einem solch schlimmen Terroranschlag nicht mit offenen Karten gespielt wird. Das kann hier nicht geduldet werden.“
Kommentar: Trump schien auf dem Video sehr in seinen Gedanken zu sein und folgte wahrscheinlich der normalen Prozedur und wollte zum Hubschrauber laufen. Die Limousine wirkt auch auf dem Video direkt vor dem Flugzeug zu stehen, kann aber durch die Kameraeinstellung bis zu 10 m vom Flugzeug entfernt gestanden haben. Damit ist es natürlich leicht - wenn man in Gedanken versunken ist und nach unten schaut - , die Limousine zu übersehen.