Die russische Intervention in Syrien hat nun auch zu einem Riss in der Nato geführt: Mit der Slowakei stellt sich erstmals ein Nato-Staat an die Seite der Russen. Außenminister Steinmeier versucht unterdessen, den Iran und Saudi-Arabien an einen Tisch zu bekommen, um eine diplomatische Lösung voranzubringen.
© EPA/RIA NOVOSTI POOLDer russische Präsident Wladimir Putin mit dem slowakischen Premier Robert Fico, Moskau im Mai 2015.
Der Ministerpräsident des Nato-Mitgliedslandes Slowakei, Robert Fico, lehnt das russische Eingreifen in den Syrien-Konflikt
nicht grundsätzlich ab. «Ob nun ein amerikanischer Angriff auf Ziele des Islamischen Staates oder ein russischer Angriff erfolgreich ist, in beiden Fällen gilt das gleiche», sagte der Sozialdemokrat am Samstag im slowakischen Rundfunk.
Er habe keine ideologischen Scheuklappen. Nach Ansicht Ficos ist zur Lösung des Konflikts in dem Land
zudem eine Einbeziehung des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad nötig.
Russland setzte am Wochenende seine Luftangriffen gegen die IS fort.
«Erstens verteidigen wir unsere nationalen Interessen, und zweitens haben wir die Zustimmung der örtlichen Führung», sagte Regierungschef Dmitri Medwedew in einem Interview des russischen Staatsfernsehens. Medwedew ging auch leicht auf Distanz zu Präsident Assad: «Er ist der legitime Präsident, aber wir kämpfen dort nicht für einen bestimmten Politiker.
Wer Syrien führt, soll das Volk entscheiden», sagte er in dem am Samstag ausgestrahlten Gespräch. Die Russen haben bereits zu Beginn ihrer Militärschläge gesagt, dass sie Assad nicht um jeden Preis stützen wollen.
Sie lehnen jedoch das völkerrechtswidrige Ansinnen ab, ein gewähltes Staatsoberhaupt durch militärische Gewalt von außen zu stürzen.
Kommentar: Die Machtstruktur in der Ukraine nach dem westlichen Putsch ist nicht legitim. Außerdem ist es nicht überraschend, dass das Regime in Kiew sich mit solchen "wichtigen Themen" wie die Legalisierung der Prostitution beschäftigt. Die Wahrheit ist der Feind der ukrainischen Machthaber und ihrer Strippenzieher. Deshalb wird dort über solche unsinnigen Gesetzesentwürfe gesprochen anstatt die wahren Probleme in Angriff zu nehmen.