Kommentar: Wird noch immer...
Von Stuttgart und Ramstein aus werden amerikanische Killer-Drohnen mitgesteuert und töten mutmaßliche Terroristen - aber auch Zivilisten - in Afrika und im Nahen Osten. Der Secret Service und das US-Heimatschutzministerium nehmen auf deutschen Flughäfen Verdächtige fest. Agenten forschen für die Amerikaner Asylbewerber aus, sammeln Informationen, die bei der Bestimmung von Drohnen-Zielen eine Rolle spielen können. Der Aufbau geheimer Foltergefängnisse wurde einem CIA-Stützpunkt in Frankfurt übertragen. Eine amerikanische Geheimdienstfirma, die für die NSA tätig ist und Kidnapping-Flüge für die CIA plante, erhält bis heute Millionenaufträge von der deutschen Regierung. Finanziert werden die deutschen Beihilfen im Anti-Terror-Krieg mit Steuergeld.
Das Fazit: Deutschland ist längst Bestandteil der amerikanischen Sicherheitsarchitektur geworden. John Goetz und ein Team aus Panorama-Reportern, Datenjournalisten und SZ-Reportern veröffentlichen vom 15. November an, was sie auf ihrer mehrjährigen Recherche herausgefunden haben. Sie besuchten unter anderem das Stuttgarter Kommandozentrum für US-Drohneneinsätze in Afrika, standen in Ramstein im Innern einer Luftleitzentrale für den Drohnenkrieg, statteten dem britischen Geheimdienst GCHQ einen Besuch ab, fanden geheime Büros von US-Sicherheitsbehörden und trafen Generäle. Die Auswertung von Datenspuren der geheimen US-Aktivitäten findet sich ebenso auf einer neuen Webseite wie eine animierte Deutschlandkarte, mit der die Anatomie des "Geheimen Krieges" dargestellt wird. Bisher nicht verständliche Datensätze konnten entschlüsselt werden, sie enthalten Informationen über relevante Orte, beteiligte Unternehmen und Geldflüsse. Herausragende Geschichten der Recherche werden mit den multimedialen Möglichkeiten des Digital Storytelling erzählt. Geheimer Krieg auf vielen Kanälen













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