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Pistol

Paranoia: USA ruft Großteil seiner Diplomaten aus Lahore, Pakistan zurück

Die USA haben die meisten ihrer Diplomaten aus dem Konsulat im pakistanischen Lahore in Sicherheit gebracht. Das US-Außenministerium begründete die am Donnerstag angeordnete Maßnahme mit konkreten Drohungen gegen das Konsulat.
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© Rahat Dar/dpaMarkt in Lahore Pakistan: Das US-Außenministerium warnte US-Bürger vor nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Pakistan.
In Lahore sei nur noch eine Notbesetzung geblieben. Die Mitarbeiter seien in die Hauptstadt Islamabad gebracht worden, berichtete der US-Nachrichtensender CNN.

Das US-Außenministerium warnte US-Bürger vor nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Pakistan. Die Anwesenheit mehrerer ausländischer und einheimischer Terrorgruppen stelle eine mögliche Gefahr für US-Bürger in ganz Pakistan dar. Amerikaner sollten alle Protestkundgebungen und große Menschenansammlungen meiden, hieß es in der Mitteilung des Außenministeriums weiter.

War Whore

Tote durch israelischen Drohnenangriff in Ägypten: Angeblich um Raketenangriff zu verhindern

Israel hat auf der Halbinsel Sinai mutmaßliche Extremisten beschossen. Die Aktion war offenbar mit Ägypten abgestimmt, um einen Raketenangriff auf Israel zu verhindern.

Durch einen israelischen Drohnenangriff auf der Halbinsel Sinai sind nach Angaben aus ägyptischen Sicherheitskreisen fünf mutmaßliche Extremisten getötet worden. Die "Dschihadisten" seien gerade dabei gewesen, Raketen für den Abschuss auf israelisches Gebiet vorzubereiten, sagte ein Sicherheitsbeamter. Auch ein Raketenwerfer sei bei dem mit Ägypten koordinierten Angriff nahe der Grenze zu Israel zerstört worden.

Die ägyptischen Sicherheitskräfte kämpfen auf der weitgehend gesetzlosen Halbinsel Sinai gegen islamistische Extremisten. Am Donnerstag war kurzfristig der Flughafen der israelischen Stadt Eilat nahe der Grenze geschlossen worden, nachdem Ägypten vor möglicherweise bevorstehenden Raketenangriffen vom Sinai gewarnt hatte.

Eye 2

Rückschau Guantanamo das KZ: Geschichte wiederholt sich und dies ist nur die Spitze eines viel größeren und düsteren Eisbergs

Vor wenigen Tagen gelangte per richterlicher Anordnung das bisher umfangreichste Videomaterial aus dem berüchtigten US-Gefangenenlager Guantanamo Bay an die Öffentlichkeit. Die fast acht Stunden langen Bänder zeigen einen körperlich und seelisch geschundenen Jugendlichen, der zum Zeitpunkt seiner Festnahme erst 15 Jahre alt war und dem die Ermordung eines US-Soldaten in Afghanistan zur Last gelegt wird. Doch die Schuld von Omar Khadr, der immer noch unter unmenschlichen Bedingungen im Hochsicherheitsbereich von Guantanamo festgehalten wird, ist bis heute nicht zweifelsfrei erwiesen. Die jetzt veröffentlichten Aufnahmen haben Menschenrechtsorganisationen auf den Plan gerufen. Das bislang geheim gehaltene Videomaterial, aber auch klassifizierte schriftliche Aufzeichnungen, setzen allerdings nicht nur die US-Regierung unter Druck, sondern auch das Heimatland Khadrs, der kanadischer Staatsbürger und damit der letzte westliche Häftling von Guantanamo ist.

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© Unbekannt
Die Aufnahmen zeigen einen jungen Menschen, der in jahrelanger Haft systematisch ins seelische Aus manövriert wurde. Er sitzt alleine in einem düsteren, fensterlosen Raum und weint. In verzweifelter Stereotypie wimmert er vor sich hin, immer wieder nur »Tötet mich, tötet mich!«. Gerade einmal 15 Jahre alt war der Kanadier Omar Khadr, als er in das berüchtigte Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba gebracht wurde, um für die kommenden Jahre grausamen Erniedrigungen, psychischer wie physischer Folter und einer pechschwarzen Zukunft entgegenzusehen. Hier realisieren die USA gegen jedes geltende Menschenrecht eine Inquisition des 21. Jahrhunderts - und selbst Kinder bleiben nicht davor verschont.

Guantanamo Bay, das ist euphemistisch ausgedrückt eine Art »rechtsfreier Raum«, ein juristisches Niemandsland, in dem schlichtweg das Recht des Stärkeren gilt. Hier übt die US-Regierung in Gestalt des US-Verteidigungsministeriums (Department of Defense, DoD) und der Criminal Investigation Task Force (CITF) nichts als Selbstjustiz mit vermeintlich weißer Weste. DoD und CITF sind die Sponsoren jener teuflischen Einrichtung, die offiziell als die Guantanamo Bay Naval Station angesprochen wird. Die Gefangenen werden in der Regel ohne Hoffnung auf einen juristischen Prozess eingesperrt und verschiedensten Misshandlungen ausgesetzt. Sie leben in Käfigen, schlafen auf dem blanken Boden, müssen gefesselt und mit lichtdichten Kapuzen auf dem Kopf stundenlang knien. Durch geeignete Vorrichtungen beraubt man sie jeglicher Sinneswahrnehmung, um sie durch völlige Deprivation gefügig zu machen. Schlafentzug über Wochen hinweg sowie abstoßende Entwürdigungen zählen mit zum vielfältigen Programm.

Folder

Syrische Führung dementiert Anschlag auf Assad

Berichte über einen Anschlag auf Syriens Staatschef Baschar al-Assad haben für Verwirrung gesorgt. Angaben, wonach Rebellen Assads Auto auf dem Weg zu einer Moschee in Damaskus angegriffen hätten, wies Informationsminister Omran al-Sohbi zurück.

Damaskus - Berichte über einen Anschlag auf Syriens Staatschef Baschar al-Assad haben für Verwirrung gesorgt. Angaben, wonach Rebellen Assads Autokonvoi auf dem Weg zu einer Moschee in der Hauptstadt Damaskus angegriffen hätten, seien "völlig falsch" und "ein Witz", sagte Informationsminister Omran al-Sohbi im Staatsfernsehen. Überraschend reiste Oppositionschef Ahmad Dscharba anlässlich der Feiern zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan in den Süden Syriens.

Auf dem Weg in das Gotteshaus habe es einen Raketenangriff auf Assads Konvoi gegeben, berichtete unter anderem der saudiarabische Fernsehsender Al-Arabija unter Berufung auf syrische Rebellen. Es war das erste Mal seit dem Beginn des innersyrischen Konflikts Mitte März 2011, dass von einem direkten Attentat auf Assad die Rede war.

Bomb

Selbstmordattentäter tötet Trauergäste in Pakistan

Quetta - In Pakistan hat sich ein Selbstmordattentäter während einer Trauerfeier in die Luft gesprengt. Der Angreifer zündete die Bombe, als Polizisten ihrem kurz zuvor erschossenen Kollegen die letzte Ehre erweisen wollten.


Das Video im O-Ton: "Die Beerdigung eines Polizisten im pakistanischen Quetta hatte das Fernsehen live übertragen. Plötzlich schreckt ein lauter Knall die Trauernden auf. Ein Selbstmordattentäter hat sich in die Luft gesprengt. Dutzende Menschen werden mit in den Tod gerissen. Die Polizei sprach am Donnerstag von 29 Getöteten, unter ihnen seien mehrere Kinder und zahlreiche weitere Beamte. Mehr als 60 Menschen seien verletzt worden. Laut Polizei hatte der Angreifer die Bombe am Körper getragen und am Eingang der Moschee gezündet, als die Polizisten ihrem kurz zuvor erschossenen Kollegen die letzte Ehre erweisen wollten. Wer für den Anschlag verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Quetta gilt als Hochburg radikal-islamischer Taliban und anderer militanter Gruppen."

Family

Entmenschlichung der Familie: Kinder so früh wie möglich ins »Kinderdepot«! Das Resultat der Ponerologie

»Kindertagesstätten müssen her, damit die Frau auch gleich nach Eintritt der Mutterschaft voll im Berufsleben stehen kann!«, so tönt es aus Medien und von den Politikern. Nichts hingegen vernimmt man davon, dass solche Kinderdepots der Gesellschaft vehement schaden können. Genau das wurde aus Schweden ruchbar: Ungeschönte Informationen aus dem sozialen und sonstigen Vorbildland, das außerhalb des Ostblocks die längste Tradition von staatlich organisierten Tagesstätten für Kleinkinder aufweist.
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Fakten gemäß scheint sich besagte Tradition als das größte soziale und wirtschaftliche Desaster des Jahrhunderts zu entpuppen. Manche Kritiker des Krippensystems stellen daher die Frage, welcher Geist hinter einer solcher Entwicklung waltet, und welches Ziel die schwedische Regierungspartei bei der Herausgabe eines gesellschaftspolitischen Buches mit dem Titel Die Familie der Zukunft: eine sozialistische Politik für die Familie verfolgen mag. Ein Buch, in dem die Forderung erhoben wird, die emotionale, intellektuelle und materielle Entwicklung der Kinder in die Verantwortung des Staates zu stellen, wie man das eigentlich nur aus totalitären Regimes zu kennen glaubte. Kinder werden als »Hindernisse für die Emanzipation der modernen Frau« bezeichnet, was manche fatal an die Aussage eines früheren schwedischen Premierministers erinnert, der den Tod der Hausfrau verkündet hatte. Einer seiner Minister hatte damals bekräftigend ergänzt, die Hausfrau gehöre ins Museum. Eine große Tageszeitung formulierte diese Ansicht noch deutlicher: Hausfrauen seien »Verräter«.

Kommentar: Was hier vor sich geht, ist eine systematische Entmenschlichung, die das Resultat von Ponerologie ist:
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© SOTTPolitische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke



Eye 1

Telekomkonzerne aus aller Welt ermöglichten britischem Geheimdienst unbegrenzten Datenzugang und entwickelten sogar eigene Überwachungssoftware

Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet, haben große Telekomkonzerne und Unternehmen, die wesentliche Teile der Internetinfrastruktur bereitstellen, dem britischen Geheimdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) umfassende Hilfe geleistet, indem sie ihm Zugang zum gesamten Internetverkehr, der durch ihre Glasfaserkabel verlief, einräumten und sogar selbst Trojanersoftware, also Computerprogramme, die auf einen Computer eingeschleust werden und dort im Hintergrund verdeckte Funktionen erfüllen, entwickelten.
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© carlos castilla/Shutterstock
In den neuen, nun veröffentlichten Präsentationen, die der SZ und dem NDR vorliegen, werden Telekommunikationsunternehmen aus aller Welt aufgelistet, die mit den GCHQ zusammenarbeiteten. Diese Dokumente stammen wahrscheinlich vom früheren NSA-Vertragsmitarbeiter Edward Snowden.

Die Präsentation aus dem Jahr 2009 führt u.a. die Namen der folgenden Unternehmen mit ihrem jeweiligen NSA-Decknamen (in Klammern) auf: den amerikanischen Provider Verizon Business (»Dacron«), die britischen Konzerne British Telecommunications (»Remedy«) und Vodafone Cable (»Gerontic«) sowie Global Crossing (»Pinnage«), Level 3 (»Little«), Viatel (»Vitreous«) und Interoute (»Streetcar«).

Die genannten Firmen haben, so ergibt sich aus den Folien, im Rahmen des Programms Tempora detaillierte Daten über Telefongespräche, E-Mails und Facebook-Einträge weitergegeben. Snowden hatte bereits zuvor enthüllt, dass Tempora Teil des umfassenden britischen Datensammelprogramms Mastering the Internet (»Herrschaft über das Internet«) war.

TV

Der nächste Schachzug: USA fabriziert mit "Erwartung eines neuen 911" die Rechtfertigung für die Überwachung der ganzen Welt

Laut USA steht ein Mega-Terrroranschlag bevor. Sicherheitsbehörden rechnen mit Attacke wie am 11. September 2001. - Und wie durch ein Wunder berichten die Medien nicht mehr kritisch über NSA & Co., sondern rechtfertigen die Abhöraktionen sogar.

Seit dem Wochenende zittert die Welt vor einem neuen Terroranschlag, der angeblich gewaltig sein soll. Es ist gleichzeitig die große Stunde der Geheimdienste, die sich damit brüsten, entsprechende Informationen zu besitzen um Alarmstufe Rot auszurufen. Zahlreiche Botschaften wurden geschlossen, die Welt zittert einem nicht näher definierten Terror entgegen.

Snowden und Abhöraffäre sind unterdessen vergessen, - ja mittlerweile dreht sich das Blatt sogar und man ist froh, dass die Geheimdienste so gut "funktionieren". Eine bessere PR für die NSA ist kaum vorstellbar. Unterdessen singen US-Medien ein Loblied auf ihre Geheimdienste, welche tröpfchenweise mit dubiosen Terrordetails die Bürger in Angst und Schrecken versetzen. Ob die Informationen stimmen? Niemand weiß es - aber die Presse stürzt sich willfährig drauf. Terror bedeutet immer auch Quote.

Und damit es richtig Eindruck hinterlässt, wird auch vor schrecklichen Vergleichen nicht Halt gemacht: Angeblich droht ein neues 911.

Stormtrooper

"Gütigkeit" der Justiz: Bradley Manning soll 90 statt 136 Jahre Haft bekommen

bradley manning, mr. fish
© Mr. Fish
Dass Bradley Mannings mögliche Höchststrafe reduziert wurde, feiern Unterstützer als Erfolg. Dennoch dürfte der Whistleblower ein alter Mann sein, falls er vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird.

Dem mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning droht ein geringeres Strafmaß als angenommen. Die Richterin Denise Lind gab einem Antrag der Verteidigung statt, einige der Anklagepunkte zusammenzulegen und damit die mögliche Höchststrafe von 136 Jahren auf 90 Jahre Haft zu reduzieren. Das teilte das Militärgericht in Fort Meade bei Washington am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Nach Ansicht von Beobachtern kam die Entscheidung Linds überraschend, da sie im Militärprozess eher der Argumentation der Staatsanwaltschaft gefolgt war.

Der 25 Jahre alte Enthüller Manning war vergangene Woche unter anderem wegen Spionage, Geheimnisverrats, Computerbetrugs und Diebstahls für schuldig erklärt worden. Er hatte gestanden, Hunderttausende geheime US-Dokumente an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergereicht zu haben. Das genaue Strafmaß soll noch im August verkündet werden. Eine Entlassung Mannings aus dem Gefängnis vor Ablauf seiner Haftstrafe ist rechtlich möglich.

Bullseye

Erneuter Drohnenangriff in Jemen durch USA

Zwei Raketen aus einer US-Drohne sollen zwei Fahrzeuge mit mutmaßlichen Extremisten im Jemen getötet haben. Erst am Dienstag hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben. Für den Jemen gilt derzeit eine Terrorwarnung.
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© dpaDer internationale Flughafen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Die USA hatte eine Terrorwarnung herausgegeben und ihre Mitarbeiter aus dem Land befördert. Nun hat eine US-Drohne sechs mutmaßliche Extremisten getötet.
Kairo/SanaaEine US-Drohne hat im östlichen Jemen sechs mutmaßliche Extremisten mit Verbindung zum Terrornetz Al-Kaida getötet. Der unbemannte Flugkörper feuerte in der Provinz Schabwah mindestens zwei Raketen auf zwei Fahrzeuge ab, in denen die Militanten unterwegs waren, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise im Jemen. Erst am Dienstag waren bei einem US-Drohnenangriff in der jemenitischen Provinz Marib vier mutmaßliche Extremisten aus dem Al-Kaida-Umfeld getötet worden.

In der Hauptstadt Sanaa hielten indes die enormen Sicherheitsvorkehrungen der jemenitischen Behörden an. Nach einer Terrorwarnung hatten die USA, Deutschland und andere westliche Länder ihre diplomatischen Vertretungen im Jemen geschlossen.