Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet, haben große Telekomkonzerne und Unternehmen, die wesentliche Teile der Internetinfrastruktur bereitstellen, dem britischen Geheimdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) umfassende Hilfe geleistet, indem sie ihm Zugang zum gesamten Internetverkehr, der durch ihre Glasfaserkabel verlief, einräumten und sogar selbst Trojanersoftware, also Computerprogramme, die auf einen Computer eingeschleust werden und dort im Hintergrund verdeckte Funktionen erfüllen, entwickelten.

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In den neuen, nun veröffentlichten Präsentationen, die der
SZ und dem NDR
vorliegen, werden Telekommunikationsunternehmen aus aller Welt aufgelistet, die mit den GCHQ zusammenarbeiteten. Diese Dokumente stammen wahrscheinlich vom früheren NSA-Vertragsmitarbeiter Edward Snowden.
Die Präsentation aus dem Jahr 2009 führt u.a. die Namen der folgenden Unternehmen mit ihrem jeweiligen NSA-Decknamen (in Klammern) auf: den amerikanischen Provider Verizon Business (»Dacron«), die britischen Konzerne British Telecommunications (»Remedy«) und Vodafone Cable (»Gerontic«) sowie Global Crossing (»Pinnage«), Level 3 (»Little«), Viatel (»Vitreous«) und Interoute (»Streetcar«).
Die genannten Firmen haben, so ergibt sich aus den Folien, im Rahmen des Programms
Tempora detaillierte Daten über Telefongespräche, E-Mails und Facebook-Einträge weitergegeben. Snowden hatte bereits zuvor enthüllt, dass Tempora Teil des umfassenden britischen Datensammelprogramms Mastering the Internet (»Herrschaft über das Internet«) war.
Kommentar: Was hier vor sich geht, ist eine systematische Entmenschlichung, die das Resultat von Ponerologie ist: