Das Kind der GesellschaftS


Bomb

Laptopbombe in Somalia gezündet - Mehrere Verletzte

Vor einigen Wochen riss eine Bombe ein Loch in ein Flugzeug, das in Mogadischu abhob. Nun explodierte in einem Flughafen in Somalia erneut eine Bombe.
flugzeug bombe
Bei der Explosion einer Laptop-Bombe auf einem Flughafen im Krisenstaat Somalia sind mindestens sechs Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz sei an einem Sicherheitskontrollpunkt im Flughafen der Stadt Beledweyne im Zentrum des ostafrikanischen Landes explodiert, sagte ein Polizist am Montag.

Nur fünf Wochen zuvor war ein Selbstmordattentat auf ein Flugzeug, das von der Hauptstadt Mogadischu abhob, fehlgeschlagen. Dabei sprengte sich vermutlich der Attentäter selbst aus dem Flugzeug. Auch bei diesem Anschlag soll der Sprengsatz nach Polizeiangaben in einem Laptop versteckt worden sein. Bei der Explosion in dem Airbus A321 der Daallo Airlines wurde der Attentäter durch das Loch nach außen gezogen und starb. Der Pilot konnte in Mogadischu notlanden. Nur zwei der 74 Passagiere wurden verletzt.


Eagle

Hysterie: Rettungswagen mit Kleidern für Kinder und Frauen werden IS zugeschrieben

Die Autobahnpolizei hat auf der A3 nach „FOCUS“-Online-Informationen acht Rettungswagen gestoppt. Bei den Insassen soll es sich um mutmaßliche Salafisten handeln. Die ein Dutzend Männer waren offenbar auf dem Weg in die Türkei.

rettungswagen
© Ralf Rohrmoser-von Glasow
Es handele sich bei den Fahrzeugen sowohl um ausrangierte deutsche als auch ausländische Rettungswagen. „In den Autos befindet sich Kleidung für Frauen und Kinder sowie Babynahrung und andere Hilfsgüter“, sagte ein Polizeisprecher. Die Fahrzeuge seien Beamten der Autobahnpolizei am Rastplatz Logebachtal bei Bonn aufgefallen. Sie hätten die Fahrzeuge durchsucht.


Kommentar: Die Hilfsgüter hören sich nicht nach Terroristen an und es waren garantiert auch keine.


Zunächst habe es bei den Kontrollierten einen gewissen Widerstand gegeben. Der Polizeisprecher führte das aber auf das plötzliche Medieninteresse auf dem Rastplatz zurück. „Wir waren immer Herr der Lage“, sagte er. Nach Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers sei der Konvoi möglicherweise der Salafistenszene um den Hassprediger Pierre Vogel zuzordnen.

Kommentar:


Heart - Black

Besorgniserregender Anstieg: Noch mehr Soldaten der UNO wegen sexuellem Missbrach beschuldigt

Blauhelme aus 21 Ländern werden des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. UNO meldet einen «besorgniserregenden» Anstieg der Fälle.
Blauhelme,UNO-Soldaten
© Wikimedia Commons/ccEin UN-Bericht listet 69 sexuelle Übergriffe auf – begangen durch Blauhelm-Soldaten
Die UNO will schärfer gegen sexuelle Übergriffe durch Mitglieder von Friedensmissionen in ihren jeweiligen Stationierungsländern vorgehen. Der UN-Sicherheitsrat wird voraussichtlich am Freitag einen verbindlichen Massnahmenkatalog für alle 193 Mitgliedsstaaten beschliessen. Insbesondere afrikanische Entsendestaaten von Soldaten, Polizisten und Zivilangestellten für UNO-Missionen, aber auch Deutschland und Kanada unternähmen bislang viel zu wenig, um derartigen Verbrechen vorzubeugen, entsprechende Vorwürfe aufzuklären und überführte Täter zu bestrafen, heisst es in einem Bericht von Generalsekretär Ban Ki-moon, der am letzten Freitag veröffentlicht wurde.

X

Schockierte DHL-Mitarbeiter: Paket mit Körperteilen von Baby wurden aus Bangkok in die USA verschickt

Für die Mitarbeiter des Paketversanddienstes DHL in Bangkok war dies sicherlich der schrecklichste Tag ihres Lebens: In einem für Las Vegas bestimmten Paket entdeckten sie beim Röntgenscan im November 2014 den abgetrennten Kopf eines menschlichen Babys.
Paketdienst,Auslieferer Pakete,Post,Lieferservice
© Shutterstock / wavebreakmedia
Der Kopf befand sich zusammen mit einigen Kinderfüßen und einigen größeren»Hautstücken« in einem mit Formaldehyd gefüllten Behälter. In diesem morbiden Paket wurde darüber hinaus auch ein größeres Stück tätowierter Haut und ein Herz mit einer Stichwunde entdeckt. Es stammte von einem Erwachsenen. Die thailändische Polizei bestätigte, dass dieses Paket für die USA bestimmt gewesen sei.

Polizei-Generalmajor Chawalit Prasopsin sagte auf einer Pressekonferenz: »Die kleinen [einzelnen Körperteile] stammen nicht von einem Körper. Sie werden nun gerichtsmedizinisch untersucht, um zu klären, ob sie von Babys stammen, die nach der Geburt oder bereits im Mutterleib starben.«

Kommentar:


Dollars

Familiendrama in einer Kölner Klinik: Zwei Tote

Auf dem Innenhof einer Kölner Klinik fallen Schüsse, zwei Menschen sterben. Die Staatsanwaltschaft geht mittlerweile davon aus, dass ein 59-Jähriger zuerst auf seine Frau und dann auf sich selbst schoss. Die Frau war in Behandlung.
klinik köln
© dpa/Maja Hitij
Nach den tödlichen Schüssen auf dem Gelände einer Kölner Klinik gehen die Ermittler von einem Familiendrama aus. Es sei ein Abschiedsbrief bei dem Mann gefunden worden, der zuerst seine Ehefrau und dann sich selbst erschossen haben soll, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer.

„Er ist in der Wir-Form geschrieben“, berichtete Bremer. Ob die Frau wirklich von den Suizid-Absichten ihres Mannes wusste oder nicht, werde sich wahrscheinlich nicht mehr klären lassen.

Cards

Kranke Gesellschaft: Verwirrte Frau beschimpfte Mädchen mit Naziparolen

In einer U-Bahn ist eine Frau verbal übel auf ein Mädchen losgegangen. Auch couragierte Augenzeugen bekamen ihr Fett weg.
u-bahn münchen
Schwabing-West - "Scheiß Kanake, scheiß Asylant, verpiss dich in dein Land und Deutschland will dich nicht". Mit diesen Worten hat eine Obdachlose aus Österreich am späten Mittwochabend völlig unvermittelt ein fremdes Mädchen in einer U2 Richtung Feldmoching beschimpft. Zuvor hatte sich die 44-Jährige ins Abteil direkt neben ihr Opfer gesetzt.

Ein Student, der den Vorfall beobachtet hatte, setzte sich sofort schützend neben das eingeschüchterte Mädchen. Als die Frau noch immer keine Ruhe gab, wurde ihr Verhalten auch weiteren Fahrgästen im Waggon zu viel, es kam zum Gerangel. Die offenbar stark verwirrte Frau brüllte, sie habe einen Totschläger dabei und scheue sich nicht davor, ihn einzusetzen.

Question

Aus unbekannten Gründen: Mann fällte hunderte schmale Bäume per Hand

Zwischen November 2015 und Januar 2016 soll ein Mann im Landkreis Celle rund 800 Laub- und Nadelbäume illegal abgesägt haben. Die Polizei wirft dem Verdächtigen vor, in diesem Zeitraum bei mehreren Aktionen jeweils 100 bis 150 Bäume gefällt zu haben. Laut Polizei handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 36-Jährigen aus Oldau. Das Holz, das er von Hand mit einer Bügelsäge abgesägt hatte, ließ er nach Polizeiangaben in den Waldgebieten liegen.
Trees
© Gordon Welters for The New York Times
Mit einer Handsäge soll ein 36-Jähriger aus Oldau 800 Bäume gefällt haben. Die Polizei hat ihm die Säge weggenommen, doch das scheint ihn wenig zu kümmern.

Verdächtiger äußert sich nicht zu Vorwürfen

Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter ermitteln, nachdem dieser von einem Waldbesitzer aus Wietze beobachtet worden war. Bisher schweigt der Mann zu den Vorwürfen. Auch das Motiv ist noch völlig unklar. Der Waldbesitzer rechnet derweil mit einem Schaden in Höhe von rund 30.000 Euro. Dem NDR sagte er, dass er und die anderen geschädigten Waldbesitzer in der Gegend den 36-Jährigen bereits kennen. Der Mann sei oft als Wanderer in den Wäldern unterwegs, dabei lege er am Tag zwischen 30 und 40 Kilometer zurück. Im vergangenen Herbst sei mehreren Waldbesitzern dann aufgefallen, dass viele junge Bäume umgesägt worden waren.

Crusader

Geistig kranker Imam und für die Propaganda gegen Muslime: "Frauen müssen gesteinigt werden"

Aufnahmen enthüllen, dass in einer Moschee in Aarhus zu Steinigungen, Auspeitschungen, Morden sowie Gewalt an Kindern aufgerufen wird. Die Regierung will die Imame ausweisen, was rechtlich schwierig ist.
Sheikh Abu Bilal Ismail
© Screenshot Youtube/Memri TV
Bereits die ersten zwei gesendeten Teile einer vierteiligen Dokumentation des dänischen Fernsehsenders TV2 haben es in sich. Schauplatz der Sendung „Moscheen hinter dem Schleier" ist die Grimhøjvej Moschee in Aarhus, der zweitgrößten Stadt des liberalen skandinavischen Landes. Mit versteckten Kameras hatten Journalisten des Senders dort getarnt an zahlreichen Veranstaltungen teilgenommen - und gar Übles aufgenommen.

Im ersten Teil etwa sah man Imam Abu Bilal Ismail an einem Schreibtisch sitzen. Hinter ihm eine grüne Schultafel. Vor ihm, unten auf grauer Auslegware, hocken Frauen im Schleier. Kleinkinder quietschen. Energisch referiert der Geistliche: „Frauen, die Unzucht begehen, müssen zu Tode gesteinigt werden, wenn sie keine Jungfrauen mehr sind." Wenn sie noch Jungfrauen seien, reiche es, sie auszupeitschen.


Kommentar: Und solche kranken Imame werden dann immer mit dem restlichen Islam gleichgesetzt, was besonders in dieser Zeit nicht förderlich ist. Oder handelt es sich dabei um bezahlte Agenten, um bewusst die Lage anzuheizen?


„Wenn jemand einen Moslem tötet, muss er getötet werden", sagt er weiter. Auch Konvertiten, die sich vom Islam abwenden, müssten getötet werden.


Kommentar: Das ist eine sehr weit hergeholte Deutung und provoziert nur.


Hiliter

Mann überfällt Casino mit Axt

Ein Mann trat die Tür des Casinos in der Soldiner Straße ein und bedrohte den Angestellten mit einer Axt. Er entkam mit Bargeld und einem Smartphone.
Blaulicht,polizei,notruf, polizei symbolfoto
© dpa/Jens WolfSymbolfoto
Ein mit einer Axt bewaffneter Mann hat in der Nacht eine Spielhalle in Gesundbrunnen überfallen. Nach Angaben der Polizei trat der Unbekannte um drei Uhr morgens die verschlossene Eingangstür des Ladens in der Soldiner Straße ein und bedrohte einen Angestellten mit einer Axt. Der Mitarbeiter war zu diesem Zeitpunkt allein in dem Casino. Der Täter forderte ihn auf, die Kasse zu öffnen, nahm sich selbst Geld heraus, ließ sich weiteres Geld und das Smartphone des Angestellten aushändigen und flüchtete mit seiner Beute auf die Straße. Dort stieg er in ein dunkelfarbiges Auto ein, dessen Fahrer auf ihn gewartet hatte, und entkam.

Dominoes

Das Beste aus dem Web: Mit einer Prise "Goethe": Migranten als Chance für kulturellen Wandel, der sich gegen die soziale Kälte und Unkultur in Europa richtet?

Sonnenuntergang Fluss
© Parkwächter 2015
Dem Versprechen der Schlepper und dem Lockruf der DDR-Physikerin Angela Merkel folgend, hat sich vor Kurzem eine Millionenschaft an Migranten auf den Weg gemacht, um das gelobte Land Europa zu erreichen. Die Gründe für die Ausreise sind vielfältig: Krieg, Armut, Hunger (derzeit hungern weltweit fast 800 Millionen Menschen, hätten also einen guten Grund, um auszuwandern - siehe wfp) oder eben einfach die Aussicht auf ein besseres Leben in Glück und Wohlstand, das ihnen in ihrem Heimatland unerreichbar erscheint. Laut Asylrichter Peter Vonnahme (siehe Essay in Telepolis) war die Migrationswelle, die wir diesen Herbst erlebt haben, nur die Vorhut, viele Millionen Menschen stünden bereit, um dieser Vorhut zu folgen.

Nach dem ungebrochenen Andrang an syrischen, afghanischen und irakischen Flüchtlingen wird nun ein Ansturm afrikanischer Migranten erwartet. So wie ein afrikanischer Bürgermeister im Doku-Klassiker „Let’s make money“ sagt: „Wenn ihr weiter fortfährt, uns auszubeuten, dann könnt ihr ruhig 10 Meter hohe Zäune bauen, wir werden trotzdem nach Europa kommen.“ Der renommierte Historiker Hugo Portisch appelliert daher: „Wer Europa retten will, muss Afrika retten“ (siehe DerStandard).

Grund genug für den Parkwaechter, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen. Entgegen den Reisewarnungen des Außenministeriums bin ich also letzte Woche nach Afrika gereist. Neben vielen Menschen, die es beim besten Willen nicht glauben konnten, als ich ihnen von den Problemen erzählte, mit denen ein Europäer heute zu tun hat (bei meinen Gesprächspartnern herrschte dank Medienberieslung und Werbung die felsenfeste Überzeugung, dass Europa und insbesondere Deutschland ein reines Schlaraffenland sei), so traf ich auch einen Migranten, der das Alltagsleben in diesem Schlaraffenland bereits am eigenen Leibe erfahren hat und den daher nach eigener Bekundung keine vier Stiere wieder zurück nach Europa bringen.

Kommentar: Es ist eine interessante Spekulation, dass Flüchtlinge und Migranten auch insofern eine Chance für unser Land und für Europa sind, dass sie eine Art kulturelle Revolution anstoßen könnten, die sich gegen den in unserer Gesellschaft grassierenden Werteverfall und die menschliche Kälte stemmt. Denn viele von ihnen stammen aus Kontexten, in denen Werte hochgehalten werden, die für das menschliche Miteinander förderlich sind - wie eingangs veranschaulicht. Solche Werte haben wir dringend wieder nötig: Zur Herausbildung einer entsprechenden gesellschaftlichen Dynamik braucht es allerdings Zeit. Es sieht nicht so aus, als ob uns diese bleibt, wenn wir an die sich intensivierenden Konflikte weltweit, die Zunahme von Totalitarismus, eine allmählich zusammenbrechende Wirtschaft und immer extremeres Wetter denken. Zweitens müssten sich sehr viele Einheimische selbst eine tiefgreifende Bildung aneignen, die auf humanistischen Traditionen und Werten fußt sowie das Interesse von Migranten dafür wecken. Das bedarf Zeit und auch Geld, das unser pathokratisches System nicht zur Verfügung stellen wird (vor allem wenn es erkennt, dass sein Status quo bedroht würde). Spenden und ehrenamtliche Arbeit allein werden ein derart flächendeckendes Vorhaben nicht in der Form stemmen können, dass es gesellschaftlich wirksam wird. Dennoch ist der Ansatz des Artikel-Autors ein hoffnungsvoller und die Zukunft letztlich offen.