Die Idee einer Lichterkette in Görlitz ist aufgegangen. Hunderte kamen, weil sie Menschlichkeit wollen. Andernorts wurde gegen die Asylpolitik demonstriert und der Hitlergruß gezeigt.

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Görlitz. „Was ist denn das heute wieder für eine Demo - für oder gegen Asyl?“ Zwei etwa elf-, zwölfjährige Jungen wundern sich am Freitagabend, als sie in die Berliner Straße einbiegen. Da stehen Hunderte Menschen und alle haben eine Kerze in der Hand. Fast ein romantischer Anblick. Ein bewegender allemal.
Die Lichterkette, die die Stadt für mehr Menschlichkeit und ohne vorrangig politisch zu sein, initiiert hat, funktioniert. Sie reicht von der Frauenkirche, wo zuvor der Gottesdienst zum Weltgebetstag stattfindet, über den Postplatz, die Berliner Straße entlang, bis hoch zum Bahnhof.
Anfangs klafft auf dem oberen Teil der Berliner Straße noch eine Lücke, während es sich um den Postplatz staut. Aber die Ordner regeln und dirigieren und kurz nach sechs steht die Kette. 800 Meter lang. „Das ist einfach eine Kette für die Menschlichkeit“, sagt die Görlitzerin Anne Bartusiak. „Etwas ganz Einfaches. Ich finde es toll, dass es von der Stadt kommt. Ich bin heute da, um ein Zeichen zu setzen.“ Genau so war das gedacht: möglichst keine Politisierung,
sondern Menschlichkeit zeigen.
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