Das Kind der GesellschaftS


Heart - Black

Krankenhaus in Mexiko verweigert Hilfe: Hochschwangere bringt ihr Baby auf Klinikrasen zur Welt

Vom Krankenhaus abgewiesen
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Geburt auf Klinkrasen
Dieses Bild schockiert Mexiko. Eine junge Frau kniet auf dem Rasen vor einem Krankenhaus und bringt unter Schmerzen ihr Kind zur Welt. Der neugeborene Junge liegt unter ihr im Gras, noch durch die Nabelschnur mit ihr verbunden. Hilfe durch Krankenhauspersonal ist nicht in Sicht. Das Foto, das die mexikanische Zeitung "La Razón de Mexico" auf ihrer Titelseite zeigt, löste in ganz Mexiko Empörung aus.

Als bei der hochschwangeren Irma Lopez die Wehen einsetzten, machte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann zu Fuß auf den Weg in das nächstgelegene Krankenhaus. Nach einem einstündigen Fußmarsch erreichte die 29-Jährige die Klinik in San Felipe Jalapa de Díaz. Doch das Klinikpersonal verweigerte der werdenden Mutter jede Hilfe und wies das Indio-Paar einfach ab. Vergebens versuchte ihr Mann, die Krankenschwestern um Hilfe zu bitten. So musste Irma Lopez ohne ärztlichen Beistand ihren Jungen auf dem Rasen vor der Klinik gebären. Ein Passant fotografierte Irma Lopez und lies das Bild der mexikanischen Zeitung La Razón de Mexico zukommen.

Boat

Erneut Flüchtlingsboot gekentert vor Lampedusa

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© RTRVor Lampedusa ist es erneut zu einer Flüchtlingskatastrophe gekommen.
Rund eine Woche nach dem Unglück mit über 300 Toten ist vor Lampedusa schon wieder ein Flüchtlingsboot gekentert. Erneut kamen viele Asylsuchende ums Leben - darunter auch Kinder.

Inmitten der Debatte um Konsequenzen aus der Bootskatastrophe vor der italienischen Insel Lampedusa sind unweit der Unglücksstelle erneut dutzende Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Mindestens 27 Schiffbrüchige kamen ums Leben, als ihr überfülltes Boot 60 Seemeilen vor der Insel kenterte, wie die maltesische Regierung am Freitagabend mitteilte. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete gar von rund 50 Toten, darunter etwa zehn Kinder.

"Die Rettungsarbeiten laufen noch“, sagte Maltas Premierminister Joseph Muscat am Abend. Etwa 150 Schiffbrüchige seien von einem maltesischen Schiff aufgenommen worden. Die italienische Küstenwache zog ihrerseits rund 50 Flüchtlinge aus dem Wasser und schickte wie die maltesische Seite mehrere Boote und Helikopter zur Unglücksstelle, die fast schon in libyschen Gewässern liegt.

Binoculars

Mehrere Toiletten in einem New Yorker Haus nach Wartungsarbeiten explodiert - Ein Schwerverletzter

toillette, toilet
© dpa
Als er den Abzug drückte, flogen ihm plötzlich Porzellanscherben entgegen. Ein 58-Jähriger New Yorker hat sich bei der Explosion seiner Toilette schwere Verletzungen zugezogen. Der traumatisierte Mann will Schadenersatz - und spült nur noch aus sicherer Entfernung.

Bei der Explosion seiner heimischen Toilette im Zuge von Wartungsarbeiten hat ein Mann in New York schwere Verletzungen erlitten. Der 58-Jährige habe den Abzug des Klos in seiner Wohnung betätigt, um den Wasserdruck zu testen, und sei daraufhin von umherfliegenden Porzellanscherben im Gesicht sowie an Armen und Beinen verletzt worden, sagte sein Anwalt Sanford Rubenstein. Der Mann musste demnach mit 30 Stichen genäht werden, zudem ist er schwer traumatisiert.

Wegen des Unfalls am 2. Oktober sei sein Mandant so verängstigt, dass er den Abzug inzwischen nur noch mit einer daran befestigten Schnur aus sicherer Entfernung hinter der Badezimmertür betätige. „Diese Ängste sind Teil seiner Verletzungen“, sagte der Anwalt. „Es liegt auf der Hand, dass Toiletten spülen und nicht explodieren sollten.“

Bulb

Ökostromumlage: Winter wird bei steigenden Energiepreisen teurer in diesem Jahr

incandescent bulb
© unknown
Jetzt helfen nur noch milde Temperaturen. Ansonsten steht der bisher teuerste Winter vor der Tür: Die Heizkosten steigen, Gebühren für Müll und Wasser sollen raufgehen und Strom kostet so viel wie nie. Denn der Bürger muss für die Energiewende noch tiefer in die Tasche greifen. Die Ökostromumlage soll für 2014 auf einen Rekordwert von 6,307 Cent je Kilowattstunde steigen. Offiziell soll die Höhe der Umlage, mit der Wind- und Solarparks gefördert werden, am kommenden Dienstag bekanntgegeben werden.

Lübeck - Nach Berechnungen des Verbraucherportals Verivox muss ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden 2014 im Schnitt 1050 Euro jährlich für Strom berappen. Das sind rund 70 Euro mehr als bisher und bedeutet eine Preissteigerung um die sieben Prozent. Seit 2008 kletterte der Strompreis nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 35 Prozent. Für viele Haushalte wird Wohnen zum Luxus. Dabei trudeln in diesen Wochen vielerorts erst die hohen Rechnungen für den letzten langen Winter ein.

Black Magic

Nazi Kriegsverbrecher Priebke gestorben - Ohne Reue und Schuldgefühl

Der ehemalige
SS-Hauptsturmführer Erich Priebke
© ReutersSS-Hauptsturmführer Erich Priebke (rechts)
SS-Hauptsturmführer Erich Priebke ist tot. Der älteste deutsche Kriegsverbrecher starb im Alter von 100 Jahren in Rom. Erst 1998 war er wegen seiner Beteiligung an Erschießungen zur NS-Zeit zu lebenslanger Haft verurteilt worden.


Der frühere SS-Offizier und in Italien als Kriegsverbrecher verurteilte Erich Priebke ist tot. Er starb im Alter von 100 Jahren, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag unter Berufung auf seinen Anwalt Paolo Giachini berichtete.

Bis 1994 hatte Priebke unbescholten unter seinem echten Namen in einem Badeort in Argentinien gelebt. Dann entdeckte ihn ein nach Nazis recherchierender US-Journalist und Priebke wurde nach Italien ausgeliefert. Dort wurde er wegen seiner Beteiligung am Massaker in den Ardeatinischen Höhlen, einem Steinbruchgelände in der Nähe von Rom, vor Gericht gestellt.

Kommentar: Schauen Sie dazu folgende Doku an:

Der psychopathische Arzt: Dr. Heinrich Gross


Dollars

Chinas Exporte sind zurückgegangen

Schlechte Nachrichten für die Weltkonjunktur: Ein abrupter Rückgang von Chinas Ausfuhren deutet auf ein schwächeres Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Peking gibt sich gelassen - noch.

Chinas Exporte sind überraschend eingebrochen. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gingen um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück, wie die Zollbehörde berichtete. Im August hatten die Exporte noch um 7,2 Prozent zugelegt. Analysten hatten für September eigentlich ein Plus von rund 5,5 Prozent erwartet. Die Importe lagen hingegen mit einem Plus von 7,4 Prozent leicht über den Erwartungen.

Die neuesten Daten für den Außenhandel befeuern wieder Sorgen um das weitere Wirtschaftswachstum des Welt-Konjunkturtreibers China. Dabei hatten in den vergangenen Wochen wieder einige Konjunkturindikatoren nach oben gezeigt.

Che Guevara

Barroso und Letta werden auf Lampedusa ausgebuht

Der EU-Kommissionspräsident und der italienische Ministerpräsident haben am Mittwoch die italienische Insel besucht, vor der vergangene Woche Hunderte Flüchtlinge ertrunken sind.


EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und der italienische Ministerpräsident Enrico Letta haben am Mittwochvormittag die italienische Insel Lampedusa besucht.

Windsock

Online-Portale haften für Posting - Neue Gerichtsentscheidung

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschied: Für beleidigende Kommentare können Nachrichtenportale belangt werden.

Online-Nachrichtenportale können für beleidigende und diffamierende Postings haftbar gemacht werden. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg am Donnerstag festgehalten. Konkret ging es um den Rechtsstreit der estnischen Nachrichtenseite Delfi AS. Sie wurde von einem estnischen Gericht aufgrund beleidigender Kommentare gegen ein Fährunternehmen verurteilt. Das Online-Portal argumentierte vor dem EMGR, dass diese Verurteilung eine Einschränkung der Meinungsfreiheit bedeute. Das wies der Gerichtshof zurück.

Beleidigungen bei Artikel über neue Routen von Fähren

Die beleidigenden Postings waren 2006 abgegeben worden, als auf Delfi AS ein Artikel über ein Fährunternehmen veröffentlicht wurde. Dieses plante neue Routen zu einigen Inseln zu errichten. Eine Straßenverbindung über Eisflächen wäre aber bedeutend günstiger und schneller gewesen. Mehrere Nutzer des Portals verfassten daraufhin beleidigende und drohende Kommentare, die sich gegen das Unternehmen richteten.

MIB

Syrische Rebellen begannen Massaker in Syrien im August

Dass in Syrien jeden Tag Menschen sterben, ist bereits so sehr traurige Normalität geworden, dass häufig nur noch Totenzahlen vermeldet werden. Human Rights Watch legt nun einen Bericht über ein Massaker im August vor, der das tägliche Grauen in Syrien an einem grausigen Beispiel konkret werden lässt.
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© picture alliance / dpaUnter den Rebellen sind zahlreiche Islamisten oder auch Anstifter westlicher Nationen.
Syrische Rebellengruppen haben nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) im August mehr als 190 Zivilisten getötet und Hunderte Geiseln genommen. Vieles spreche dafür, dass es sich um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit handele. Die Täter gehörten zu islamistischen Organisationen, darunter die Al-Nusra-Front und die "Organisation Islamischer Staat im Irak und in Syrien".

Am 4. August griffen demnach mehrere Rebellengruppen etwa zehn Dörfer der alawitischen Minderheit in der nordsyrischen Küstenregion Latakia an. Dabei töteten sie etwa 190 Zivilisten. In mindestens 67 Fällen habe es sich um Hinrichtungen oder widerrechtliche Tötungen gehandelt, so HRW. Viele Opfer seien unbewaffnet gewesen oder auf der Flucht erschossen worden.

Kommentar: Al-Assad wurde von Mainstreammedien immer sofort verdächtigt diese Massaker begangen zu haben, wobei es nie Beweise gab. Ähnlich den Vorwürfen, dass er chemische Waffen benutzte, wo Zeugenaussagen ebenso auf Rebellen deuteten.


Cloud Lightning

Erneuter Fabrikbrand in Bangladesch: Neun Tote

Schon wieder ein Brand, schon wieder in einer Textilfabrik, schon wieder in Bangladesch: Mindestens neun Menschen sind in der Nähe der Hauptstadt Dhaka bei einem Unfall in einer der berüchtigten Textilfabriken gestorben.

Bei einem Brand in einer Textilfabrik in der Nähe von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sind am Dienstag mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei ging davon aus, dass sich noch mehr Leichen in dem Gebäude in dem Industriebezirk 40 Kilometer nördlich von Dhaka befanden.

Allerdings hätten sich nur relativ wenige Menschen während des Ausbruchs des Brandes in der Fabrik aufgehalten. Die Ursache des Brandes war noch unklar.