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Sa, 17 Feb 2018
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Verborgene Geschichte
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Archäologen wollen Rätsel um Steinkreise auf Orkney gelüftet haben

Die „Stones of Stennes“ Orkney-Inseln
© A. Müller, grenzwissenschaft-aktuell.de
Die „Stones of Stennes“
Kirkwall (Großbritannien) - Die Orkney-Inseln vor der nordatlantischen Küste Schottlands gehören zu den bedeutendsten steinzeitlichen Regionen Westeuropas und werden heute noch von zahlreichen imposanten Megalithbauten wie den Steinkreisen von Stennes, Brodgar oder Skara Brae geprägt. In einem Langzeitprojekt haben britische Archäologen nun zahlreiche Rätsel rund um die Monumente und deren Erbauer gelüftet.

Wie das Team um Professor Alex Bayliss von der englischen Denkmalpflegebehörde "English Heritage" und Professor Alasdair Whittle of Cardiff University aktuell im Fachjournal Antiquity (DOI: 10.15184/aqy.2017.140) berichtet, haben sie die steinzeitlichen Monumente und Siedlungen anhand von Ausgrabungen und mehr als 600 Radiokarbondatierungen (C-14) im Rahmen des "The Times of Their Lives" untersucht und damit deren Bau- und Nutzungszeitraum auf ca. 3200 bis 2500 v. Chr. bestimmt.

Question

Haben Archäologen das echte Grab des heiligen Nikolaus gefunden?

Heiliger Nikolaus von Myra Jaroslav Čermák
© Gemeinfrei
Porträtdetail eines Gemäldes des hl. Nikolaus von Myra, Jaroslav Čermák (1831 – 1878).
Myra (Türkei) - Während neber der Geburts- und Wirkungsstadt des Heiligen, dem türkischen Myra, auch zahlreiche andere Städte weltweit von sich in Anspruch nehmen, Knochenreliquien des Nikolaus von Myra aufzubewahren, haben Archäologen am eigentlichen Begräbnisort des Heiligen eine Entdeckung gemacht, die die Authentizität der bisherigen Reliquien in Frage stellen.

Während die sterblichen Überreste des Heiligen Nikolaus ursprünglich in Myra beigesetzt wurden, sollen die Knochen im Jahre 1087 von italienischen Kaufleuten gestohlen worden und in deren Heimatstadt Bari gebracht worden sein, nachdem das Grab selbst durch ein Erdbeben zerstört worden war. Auf diese Weise sollen die Gebeine des Heiligen letztlich an viele Orte gelangt sein, die noch heute für sich in Anspruch nehmen, Reliquien des St. Nikolaus zu besitzen.

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Zealandia: Neue Hinweise deuten vermehrt auf versunkenen achten Kontinent

Heute liegen nur noch sechs Prozent seiner Fläche über dem Wasser. Und doch sprechen immer mehr Indizien für einen achten Kontinent namens Zealandia.
Karte Kontinent verschollen
© IODP
Zwei Monate lang kreuzten Geowissenschaftler an Bord des Forschungsschiffes »JOIDES Resolution« durch die Weiten des Pazifiks zwischen Neuseeland, Australien und Neukaledonien - wo nach ihren Erkenntnissen vor 70 Millionen Jahren eigentlich festes Land gelegen haben muss. Zealandia heißt der offiziell noch nicht bestätigte Kontinent, der heute zu 94 Prozent versunken ist und dessen größte noch vorhandene Landmassen Neuseeland, Neukaledonien und Inseln wie Lord Howe vor der australischen Küste sind. Die Tiefseebohrungen der beteiligten Forscher um Gerald Dickens von der Rice University bringen weitere Details zur Geschichte der ehemaligen Landmasse und dazu, welche Rolle sie beispielsweise für viele Tier- und Pflanzenarten gespielt haben könnte.

Wie die Forscher auf ihrem Expeditionsblog schreiben, fanden sich in den Sedimentproben unter anderem zahlreiche Fossilien - beispielsweise von Algen und Weichtieren, die in flachen und warmen Gewässern lebten, sowie Sporen und Pollen von Landpflanzen. Sie deuten an, dass die Geografie und das Klima Zealandias einst deutlich anders waren, als dies über große Teile des Gebiets heute der Fall ist. Zugleich bestätigte sich, dass sich der geologische Untergrund von Zealandia stark von der typischen ozeanischen Kruste unterscheidet, die man in dem Meeresgebiet eigentlich erwarten müsste. Zealandias Kruste entspricht im Durchmesser nicht einer typischen kontinentalen Landmasse, die 30 bis über 45 Kilometer dick sein kann. Sie ist aber auch deutlich mächtiger als die üblichen sieben Kilometer für ozeanische Krusten. Die Ausdünnung war einer der Gründe, warum der achte Kontinent letztlich im Meer unterging.

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Gen-Studie zeigt: Homo sapiens ist rund 170.000 Jahre älter als gedacht

Fossiler Schädel eines archaischen Homo Sapiens
© WikimediaCommons, CC BY–SA 2.0
Fossiler Schädel eines archaischen Homo Sapiens im Smithsonian Natural History Museum.
Uppsala (Schweden) - Das Ergebnis einer neuen Gen-Studie zeigt, dass sich der Stammbaum des modernen Menschen, des sog. Homo sapiens, rund 170.000 Jahre früher von den anderen Frühmenschenarten getrennt hat als bislang angenommen. Zudem bestätigt sie die sich mehr und mehr durchsetzende Einsicht, dass sich der modernen Mensch an gleich mehreren Orten zeitgleich entwickelt hat.

Wie das Team um Carina Schlebusch von der Universität Uppsala aktuell im Fachjournal Science (DOI: 10.1126/science.aao6266) beschreibt, ereignete sich die Stammbaum-Verzweigung damit bereits vor rund 300.000 Jahren, als sich die Vorfahren der heutigen Khoe-San-Buschleute von allen anderen Menschenvölkern abtrennten.

Lange Zeit galten Fossilfunde aus Äthiopien mit einem Alter von rund 190.000 Jahren als ältesten Vertreter des modernen Menschen und damit auch als Indiz dafür, dass die Wiege der Menschheit damit auch in Ostafrika stand. Seit 2011 zeichnen jedoch immer mehr Funde ein neues Bild, nach dem die frühesten Menschen (auch) in Südafrika beheimatet waren und auch in Marokko - und damit im westlichen Nordafrika - wurden erst in diesem Jahr (2017) Funde gemacht, die mit einem Alter von rund 300.000 Jahren sogar dafür sprechen, dass der moderne Mensch sogar rund 100.000 Jahre älter sein könnte (...GreWi berichtete).

Kommentar:


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Teotihuacan: Mysteriöse Zivilisation baute anders als alle anderen Kulturen Mittelamerikas

Teotihuacan
Die Zivilisation von Teotihuacan schuf nicht nur eine der ersten Großstädte Mittelamerikas - ihre Stadt war auch von ihrer Struktur her einzigartig, wie ein US-Forscher berichtet. So gab es in Teotihuacan mehrere palastartige Gebäudekomplexe statt eines einzigen Herrschersitzes und die gesamte Stadt folgte einem rechtwinkligen Grundplan.

Weltweit zum ersten Mal gab es in Teotihuacan auch schon "Mietskasernen" - Häuser mit mehreren getrennten Wohnungen.

Vor rund 1.800 Jahren dominierte in Mittelamerika das bis heute rätselhafte Reich von Teotihuacan. Die riesige Hauptstadt war 500 Jahre lang die größte Stadt Amerikas und eine der größten der damaligen Welt: Bis zu 125.000 Menschen lebten dort.

Wie jedoch ihr Alltag aussah, zu welchem Volk sie gehörten, ob sie von einem Gottkönig oder einer Oligarchie regiert wurden und warum diese Hochkultur um 750 zugrundeging, ist bis heute nur in Teilen geklärt.

Bekannt ist aber, dass die riesige Ruinenstadt mit ihren gewaltigen Tempeln sogar die Azteken zum Staunen brachte. Sie verehrten Teotihuacan als Geburtsstätte der Götter und nahmen sie als Vorbild für ihre nur 40 Kilometer entfernt errichtete Hauptstadt Tenochtitlan.

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Neues Buch: „Die Karte des Piri Re’is - Das vergessene Wissen der Araber und die Entdeckung Amerikas“

Die Entstehungszeit der Karte des osmanischen Generals Piri Re'is liegt um das Jahr 1500 und verzeichnet den Küstenverlauf Südamerikas nur wenige Jahre nach der neuzeitlichen Entdeckung Amerikas durch europäische Seefahrer dennoch sehr viel genauer, als diese sie damals kennen konnten. In ihrem neuen Buch führt die Wissenschaftsjournalistin Susanne Billig die Karte des Piri Re'is als ein Beispiel für das vielfach vergessene Wissen der Araber auf. Grenzwissenschaft-Aktuell verlost 3 Exemplare des Buchs.

Die Karte des Piri Re’is
© chbeck.de
Buchcover „Die Karte des Piri Re’is“ vor dem Hintergrund der Karte.
München (Deutschland) - Die Autorin zeigt, dass wohl arabische Vorlagen der Karte des Generals wahrscheinlich sind, denn - so erläutert es der Pressetext zum Buch, "schon Jahrhunderte vor den Europäern konnten die Araber Längen- und Breitengrade verlässlich ermitteln und exakte Karten zeichnen".

In ihrem Buch führt die Autorin anhand zahlreicher Abbildungen in die arabische Astronomie, Nautik, Kartografie und Seefahrt ein und zeigt, wie dieses Wissen von den damals technisch rückständigen Europäern übernommen wurde, diese aber seine arabische Herkunft verschleierten. In ihrem Schlusskapitel fordert Sie zugleich einen wissenschaftshistorischen "Perspektivwechsel" auf der Grundlage der Forschungen des Orientalisten Fuat Sezgin, die im Buch erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Sezgin ist schon seit Jahren darum bemüht, das "überkommene und oft mit Diskriminierung und Ignoranz getränkte Bild der europäischen Wissenschaftsgeschichte zu öffnen und auch einer breiteren Öffentlichkeit eine wahrheitsgetreue und kulturgerechte Perspektive auf den großen Beitrags der arabisch-islamischen Kultur zur Geistesgeschichte der Menschheit" bekannt zu machen.

Pyramid

Cheops-Pyramide: Entdeckter Papyrus löst angeblich Rätsel um den Transport

Die Entdeckung eines 4.600 Jahre alten Papyrus scheint uns nun endlich ein vollständiges Bild darüber zu geben, wie die alten Ägypter zur Zeit von Pharao Cheops die riesigen Kalkstein- und Granitsteinblöcke über große Entfernungen hinweg zu den Pyramiden am Gizeh-Plateau transportiert haben.
Cheops-Pyramide
© Unbekannt
Zwar wussten die Ägyptologen schon lange, dass die beim Bau der Pyramiden verwendeten Steine aus weit entfernten Steinbrüchen stammten, doch die genaue Art und Weise, wie die alten Ägypter sie ohne die Vorteile moderner Technologie transportiert haben, blieb für sie ein Mysterium. Nun wurde ein Papyrus entdeckt, der von einem Mann namens Merer verfasst wurde und die Antwort auf dieses Rätsel zu liefern scheint.

Merer war ein Aufseher, der ein Team von 40 Elitehandwerkern leitete und sein Bericht über den Bau der Großen Pyramide zählt zu dem bisher einzigen aus erster Hand. Er beschreibt darin detailliert, wie die Kalksteinverkleidungen vom rund 13 Kilometer entfernten Steinbruch von Tura nach Gizeh flussabwärts transportiert wurden. Und zwar wurde eigens dafür ein Kanalnetz konstruiert, das es den Arbeitern ermöglichte, die Steinblöcke auf Holzbooten bis zum Fuß der Pyramiden zu transportieren. Dazu veränderten seine Arbeiter die Landschaft und errichteten riesige Deiche, die sie dann öffneten, um das Wasser vom Nil über künstliche Kanäle zur Pyramide abzuleiten. Mehrere tausend Arbeiter waren an dem Transport der 170.000 Tonnen Kalkstein beteiligt, um sie in den Holzbooten nach Gizeh zu transportieren. Man geht davon aus, dass die Granitblöcke aus dem 700 Kilometer entfernten Steinbrüchen von Assuan ebenfalls auf die selbe Weise erfolgte.

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Bakhshali-Manuskript: Britische Wissenschaftler entdecken ältestes Nullzeichen

Die Radiokarbon-Datierung eines alten indischen Textes, bekannt als Bakhshali-Manuskript, hat ergeben, dass dieser 500 Jahre älter ist als gedacht. Dies macht das Manuskript zum weltweit ältesten aufgezeichneten Ursprung jenes Nullsymbols, das auch wir heute verwenden. Die Nullen sind in dem Dokument in Form von Punkten dargestellt.
Manuskript Indien
© Bodleian Libraries / University of Oxford
Britische Wissenschaftler entdecken ältestes Nullzeichen
Bei dem wiedergegebenen Ausdruck handelt sich um eine Differenz, die Null gleich ist, die Antwort jedoch ist leer. Das bedeutet, dass die Null keine Zahl im eigentlichen Sinne war, sondern ein Platzhalter im System. Wie jetzt bekannt wurde, stammt das Bakhshali-Manuskript aus dem 3. bis 4. Jahrhundert nach Christus. Die bisher ältesten Nullsymbole gehörten zu Sammlungen aus dem 6. Jahrhundert. Das indische Manuskript wurde im Jahr 1881 in der Nähe des namensgebenden Dorfes Bakhshali - das heute in Pakistan liegt - gefunden. Im Jahr 1902 wurde es von der Bodleian-Bibliothek in Oxford erworben.

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Studie bestätigt: Wikinger nutzten wahrscheinlich „Sonnensteine“ als Navigationshilfe

Forscher von der Budapester Eötvös-Universität haben ein Experiment durchgeführt, welches die Legende über das Navigieren der Wikinger mit sogenannten Sonnensteinen bestätigt hat. Die entsprechende Studie ist in der wissenschaftlichen Zeitung "Die Proceedings of the Royal Society" veröffentlicht.

Gemälde Wikingerschiff Küste Grönland
© Historisch/ Jens Erik Carl Rasmussen
Der Legende nach sollen die sogenannten Sonnensteine den Wikingern bei bewölktem Himmel beim Navigieren über die Meere geholfen haben. Schon 1967 hatte ein dänischer Archäologe bestätigt, dass es sich beim Sonnenstein um einen das Licht auf besondere Art brechenden Kristall gehandelt habe - wahrscheinlich Kalzit, Turmalin oder Cordierit.

Laut dem Artikel haben Denez Szaz und seine Kollegen von der Budapester Eötvös-Universität mit den genannten drei Steinen experimentiert. Sie wollten die Genauigkeit dieser hypothetischen Navigation bestimmen und testeten die Steine unter 1080 simulierten Wetterbedingungen und Sonnenständen.

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Kanada: Neue Funde bestätigen Legende der Heiltsuk-Indianer

Seit Hunderten - vielleicht sogar Tausenden - von Jahren erzählen die mündlichen Überlieferungen der Heiltsuk, dass ihre Vorfahren vor langer Zeit zum Überleben in eine kanadische Küstenregion geflüchtet sind, die während der Eiszeit wärmer und eisfrei geblieben war. Nun scheinen Wissenschaftler diese vermeintliche Legende mit handfesten Funden bestätigen zu können.

Ausgrabung
© Joanne McSporran
Die Heiltsuk (auch Bella Bella genannt), sind ein Indianerstamm an der nordwestlichen Pazifikküste in British Columbia, Kanada. Sie gliedern sich in die Unterstämme der Bella Bella und Klemtu, wobei die Bella Bella die größere Gruppe bilden und ihre Regierung Heiltsuk Nation heißt. Und seit unzähligen Generationen wissen ihre Stammesgeschichten zu berichten, dass ihre frühen Vorfahren einst gezwungen waren, sich an der Küste Kanadas niederzulassen, um den frostigen Bedingungen während der Eiszeit zu entfliehen.

Nun haben offenbar Ausgrabungen auf Triquet Island, an der kanadischen Zentralküste von British Columbia, diese Behauptung bestätigen können, wie der lokale Nachrichtendienst CBC News berichtet. Archäologen um Dr. Alisha Gauvreau von der University of Victoria und ein Forscherteam vom Hakai Institute hatten dort im Jahr 2016 Ausgrabungen vorgenommen und mehrere Teile einer alten Siedlung entdeckt. Darunter geschnitzte Holzwerkzeuge und Holzkohle, in einer dünnen horizontalen Bodenschicht, einem sogenannten Paläoboden. Die anschließend durchgeführte Kohlenstoffdatierung ergab, dass die Fragmente ein Alter zwischen 13.613 und 14.088 Jahren aufweisen - also Tausende von Jahren älter, als die ägyptischen Pyramiden.