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So, 25 Jun 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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People

Starke Gefühle können leicht zur Manipulation benutzt werden: Verhaltensänderungen werden durch Erzeugung von Angst herbeigeführt

Wer Verhalten ändern will, muss Angst machen - starke Gefühle sind als motivierender Faktor der Einsicht einfach überlegen.
© Monty Pelerin's World
Wer Menschen zu etwas bewegen möchte, muss sie überzeugen - und Angst ist eines der effektivsten Argumente. Zu diesem Schluss kommen Dolores Albarracin von der University of Urbana-Champaign und ihre Arbeitsgruppe durch eine Analyse von 50 Jahren Forschung zu diesem Thema. Über 100 Studien mit insgesamt etwa 27 000 Versuchspersonen zeichnen demnach ein klares Bild. Besonders wenn es darum geht, Verhalten zu einer einzelnen Gelegenheit zu beeinflussen, erweist sich Furcht als effektiv. Ebenfalls helfen ausführliche Zusatzinformationen über die Dramatik der Lage und darüber, wie wirksam Gegenmaßnahmen sind. Albarracin betont, dass Angst praktisch immer wirkt und unerwünschte oder gegenteilige Effekte so gut wie nie auftreten.

Kommentar: Tagtäglich können wir sehen, wie die Erzeugung von Angst in Politik und Medien zielgerichtet benutzt wird, um das Verhalten der Menschen so zu verändern, dass die Machteliten ihre Ziele ungehindert verfolgen können - und das ist eine uralte Strategie. Doch nicht nur Angst wird bewusst in den Menschen induziert, sondern auch Stress: sowohl emotionaler als auch körperlicher Stress durch unzählige Gifte: Ivan Pawlow und die Überlastungshemmung. In anderen Worten: Der stärkste Geist kann durch einen kranken Körper gebrochen werden.

Unser letzter Artikel z.B. behandelt die Deutschen und wie sie durch die simpelsten Mittel in Bezug auf Flüchtlinge - en masse - aufgehetzt werden und scheinbar alle Lektionen der Vergangenheit völlig vergessen haben: Verdummung durch Wohlstand: Flüchtlinge und Du, deutsche Kartoffel! Und der Ausweg?


Info

Erklärung einiger Kranheitssymptome? Schizophrene verlieren Nervenzellen im Gehirn

Menschen und Mäuse mit Schizophrenie besitzen weniger Nervenzellen im Gedächtniszentrum des Gehirns. Das könnte jene Krankheitssymptome erklären, die oft schwer zu behandeln sind.
© alphaspirit - Fotolia
Etwa einer von 100 Menschen erkrankt mindestens einmal in seinem Leben an einer Schizophrenie. Forscher vermuten schon länger, dass die Krankheit, die unter anderem mit Wahnvorstellungen und Halluzinationen einhergeht, auf neurobiologischer Ebene mit Funktionsstörungen und Veränderungen im Hippocampus zusammenhängt, dem Gedächtnis- und Navigationszentrum des Gehirns. Dazu passt etwa die Beobachtung, dass Schizophreniepatienten nach ihrem Tod oft weniger hemmende Neurone in der so genannten CA2-Region des Hippocampus aufweisen. Einem Forscherteam um Joseph Gogos von der Columbia University ist es nun gelungen, diesen Zusammenhang auch im Tierversuch herzustellen. Die Ergebnisse der Forscher stützen die These, dass einige der Krankheitssymptome offenbar mit einem Nervenzellverlust in ebenjenem Areal in Verbindung stehen.

Kommentar: Das Buch Operators and Things: The Inner Life of a Schizophrenic ist hier sehr zu empfehlen.


Family

Nicht Körperformen der Eltern, Bildungsniveau oder Fernsehen: Kind verinnerlicht das Körperideal der Mutter bereits mit 2 Jahren

Schon mit zwei Jahren hat der Nachwuchs das mütterliche Körperideal verinnerlicht
Schon im Alter von zweieinhalb Jahren haben Kleinkinder von ihren Müttern vorgelebte Ablehnung von Übergewichtigen verinnerlicht. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Psychologenteam anhand einer Untersuchung an insgesamt 70 Kindern und ihren Müttern. Demnach bevorzugen bereits 32 Monate alte Kinder meist Körperformen, die dem gängigen Ideal entsprechen, während sie im Alter von elf Monaten noch nach heutigem Maßstab übergewichtige Personen bevorzugen. Dieser Umschwung in der Präferenz hängt nach Angaben des Forscherteams eng mit der Einstellung der Mutter zusammen - je mehr diese übergewichtige Personen ablehnt, desto stärker ist auch beim Kind die Präferenz ausgeprägt.

People 2

Keine Überraschung für Hundebesitzer, aber jetzt wissenschaftlich bestätigt: Hunde erkennen menschliche Emotionen

Was Hundebesitzer schon lange gewusst bzw. geahnt haben, wurde jetzt erstmals in einer wissenschaftlichen Studie bewiesen: Hunde sind in der Lage, auf der Grundlage einer Kombination von unterschiedlichen Sinnesinformationen auf die Gefühlslage von Menschen und anderen Hunden zu schließen. Diese Fähigkeit wurde bislang im Tierreich noch nie zuvor beobachtet.
© University of Lincoln
Erläuterung des Versuchsaufbaus.
Lincoln (England) - Wie die Forscher um Dr. Kun Guo, von der University of Lincoln und Kollegen der University of Sao Paulo aktuell im Fachjournal Royal Society Journal Biology Letters (DOI: 10.1098/rsbl.2015.0883) berichten, zeigte sich zudem, dass Hunde anhand von abstrakten mentalen Darstellungen positiver und negativer emotionaler Zustände auf die Gefühlslage schließen können und bei den entsprechenden Reaktionen auf Menschen und andere Hunde nicht einfach nur erlerntes Verhalten aufzeigen.

Kommentar:


Butterfly

Kreativität ist abhängig von der Gefühlslage

Was passiert im Gehirn, wenn wir unseren Ideen freien Lauf lassen? Das kommt darauf an - etwa, ob man gerade fröhliche oder traurige Musik macht, wie ein Versuch mit Jazzmusikern nun zeigt.
Was passiert im Gehirn, wenn wir kreativ werden und zum Beispiel ein Musikstück auf dem Keyboard improvisieren? Diese Frage beschäftigt Neurowissenschaftler schon seit geraumer Zeit. Wie in der Vergangenheit bereits einige Studien demonstrieren konnten, scheint vor allem der so genannte dorsolaterale präfrontale Kortex (DLPFC), der unter anderem an Planung und Verhaltenskontrolle beteiligt ist, eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Neurobiologie der Kreativität zu spielen. Befinden Künstler sich gerade mitten im Schaffensprozess und lassen ihren Einfällen freien Lauf, nimmt die Aktivität in dieser Hirnregion oft ab - frei nach dem Motto: Impulskontrolle aus, Ideen marsch. Ganz so simpel ist es dann aber doch nicht, wie nun auch eine Untersuchung von Wissenschaftlern der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore zeigt. Sie weist darauf hin, dass auch Gefühle einen Einfluss darauf haben, welche Hirnregionen sich während des kreativen Schaffensprozesses regen.

Kommentar:


Music

Stimmlage beeinflusst Emotionen: Modulation der eigenen Stimme wirkt sich auf unsere Gefühlslage aus

Der Klang unserer Stimme verrät, wie wir uns fühlen. Doch das funktioniert offenbar auch in die andere Richtung, wie ein raffiniertes Experiment nun ergab.
© iStockphoto.com
Mit jeder Äußerung geben wir unweigerlich Einblick in unsere Gefühle und Befindlichkeiten - ablesbar am Klang unserer Stimme. Dass diese umgekehrt Einfluss auf unsere Gefühlswelt nehmen kann, zeigt nun ein Forscherteam um den Pariser Wissenschaftler Jean-Julien Aucouturier.

Die Probanden der Studie lasen einen Text laut vor und hörten sich selbst dabei nur über einen Kopfhörer. Nach und nach modulierten die Wissenschaftler die Stimme einiger Testpersonen digital: Sie klang heller und stärker, der Tonfall stieg an, oder die Klangfarbe änderte sich. Durch minimale Variationen dieser Art verliehen sie der Stimme eine glückliche, traurige oder ängstliche Färbung. Der großen Mehrheit der Testpersonen entging diese Manipulation. (Hörbeispiele finden Sie am Ende dieses Beitrags.)

Info

Die ersten Spracheindrücke prägen das Gehirn eines Menschen nachhaltig

Früheste linguistische Sozialisation wirkt lange nach
Montreal/Wien - Im ersten Lebensjahr eines Babys ist dessen Gehirn vor allem damit beschäftigt, möglichst viele Sinneseindrücke zu sammeln und zu speichern. In dieser Zeit passt sich das Hirn auch den Lauten einer Sprache an und legt neuronale Repräsentationen davon an.

Unklar war bis jetzt, ob diese frühkindlichen Erfahrungen vor dem eigentlichen Spracherwerb auch das Lernen der ersten "richtigen" Sprache beeinflussen. Lara Pierce (McGill Uni in Montreal) und Kollegen sind dieser Frage nun in einer aufwendigen Studie nachgegangen.

Kommentar:


Cowboy Hat

Gehirn wird nicht nur zu Bruchteilen genutzt - Auch wenn die Gesellschaft sich anders verhält

Verbreitet ist der Glaube, dass viele Teile des menschlichen Gehirns ungenutzt bleiben. Doch so ganz stimmt das nicht, wie ein Neurophysiker der Charité klarstellt.
„Der Mensch nutzt nur einen Bruchteil seines Gehirns“ - eine vermeintliche Weisheit, die wahrscheinlich jeder schon gehört hat. Aber stimmt das eigentlich?

„Nein und ein bisschen“, sagt Prof. Gabriel Curio, Leiter der Arbeitsgruppe Neurophysik an der Charité - Universitätsmedizin Berlin. „Unser Gehirn ist durchgängig in allen Teilen aktiv“, sagt er.

Kommentar: Wenn die momentane gesellschaftliche Lage betrachtet wird, kann man davon ausgehen, dass doch nur ein Bruchteil des Gehirns genutzt wird.


Info

Jähzornig und wütend ohne Grund? Weniger graue Hirnsubstanz bei Neigung zu Wutausbrüchen

Weniger graue Hirnsubstanz in Zentren der Impulskontrolle
© Marjan Apostolovic / thinkstock
Wut im Bauch: Die Neigung dazu ist am Gehirn ablesbar
Wütend ohne Grund? Nicht unbedingt, berichten Forscher im Fachmagazin Biological Psychiatry. Sie konnten mithilfe von bildgebenden Verfahren zeigen, dass krankhafter Jähzorn mehr als ein bloßes Problem der Persönlichkeit sein könnte. Denn Wutpatienten verfügen in einigen Hirnbereichen über bedeutend weniger graue Substanz als gesunde Menschen: Sie haben ein kleineres emotionales Gehirn.

Wenn Wut und Ärger uns immer wieder grundlos überfallen, machen wir uns bei unseren Mitmenschen unbeliebt. Schnell heißt es dann, man lege ein schlechtes Verhalten an den Tag und müsse mal an seiner Einstellung arbeiten. Tatsächlich aber können Wutanfälle ganz objektive Gründe haben. Forscher haben etwa herausgefunden, dass Hunger uns aggressiver macht und mehr Ärger empfinden lässt. Doch nicht immer ist die Ursache so trivial. Auch bestimmte Genvarianten beeinflussen die Ausschüttung wichtiger Hirnbotenstoffe - und fördern dadurch Aggression und schwächen die Impulskontrolle.

Kommentar:


People

Warum Zeigegesten oft wenig weiterhelfen

Deutscher Forscher analysiert Geometrie des Zeigens und stellt fest, dass zwei unterschiedliche Systeme zur Anwendung kommen
Würzburg - Zeigegesten scheinen geradezu ein Sinnbild der Eindeutigkeit zu sein und sind ein wichtiger Bestandteil der zwischenmenschlichen Kommunikation. Mit der Klarheit ist es aber vorbei, wenn man auf entfernte, unauffällige Objekte zeigt. In diesem Fall verstehen Betrachter oftmals nicht, auf welches Objekt sich die Geste bezieht. Woran das liegt, berichtet die Universität Würzburg.