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Mo, 20 Feb 2017
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Überbehütung: Kinder brauchen auch Luft zum Atmen

Eltern sollten ihre Kinder nicht überbehüten
Viele Eltern würden ihr Kind am liebsten den ganzen Tag behüten, um sicher zu gehen, dass nichts passiert. Doch für die Entwicklung des Kindes ist das nicht immer gut - stattdessen ist es wichtig, dass es auch Zeit ohne Erwachsene verbringt. Darauf verweist der Experte Ulric Ritzer-Sachs im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „dpa“. Demnach seien Kinder am besten geschützt, wenn ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird.

Kinder brauchen auch Freiräume

„Sei vorsichtig“, „Halt Dich gut fest“, „Bleib bitte in der Nähe, sodass ich dich sehen kann“: Sätze wie diese kommen vielen Eltern bekannt vor, wenn es um das Beschützen ihrer Kinder geht. Manche Mütter und Väter hätten ihren Nachwuchs dabei am liebsten den ganzen Tag im Blick, um alle möglichen Gefahren rechtzeitig abwenden zu können. Dass Kinder viel Schutz und Sicherheit brauchen, ist unbestritten. Doch Eltern müssen darauf achten, dass sie diese nicht überbehüten - denn es muss auch Freiräume geben, in denen Kinder ihre eigenen Erfahrungen sammeln können.

Starkes Selbstbewusstsein ist der beste Schutz

Ständiges Aufpassen sei laut Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung im Grunde ohnehin unmöglich und für das Kind auch gar nicht gut. Vielmehr sollten Eltern dem Sohn oder der Tochter aufzeigen, wie und wo man in heiklen Situationen Hilfe bekommen kann. Zudem sollten Väter und Mütter darauf achten, das Selbstbewusstsein ihres Kindes zu stärken - denn dadurch seien es am besten geschützt. Gefahren wären natürlich vorhanden, aber statt dem Kind Angst zu machen, sollte ihm stattdessen das „Rüstzeug“ vermittelt werden, mit diesen entsprechend umzugehen. „Eltern können schon sagen, dass es natürlich blöde Erwachsene gibt und dass das Kind nicht mit Fremden mitgehen soll“, erklärt Ritzer-Sachs.

Snakes in Suits

Auffälliges Phänomen: Warum altern Regierungschefs sichtbar schneller?

Regierungschefs altern schneller und sterben meist früher als ihre unterlegenen Rivalen
© Peshkova/ thinkstock
Wahlsieger leben stressiger und damit meist kürzer
Erfolgreiche Politiker leben kürzer: Im Durchschnitt sterben Regierungschefs knapp drei Jahre früher als Politiker, die nicht an der Macht waren, wie eine Studie nun belegt. Zudem ist die Mortalität ehemaliger Premierminister, Präsidenten oder Kanzler im Durchschnitt um 23 Prozent höher als bei ihren unterlegenen Rivalen. Der Wahlsieg wird demnach mit einem schnelleren Altern und einer höheren Mortalität erkauft.

Bei vielen Regierungschefs kann man dies gut beobachten, unter anderem bei US-Präsident Barack Obama: Im Verlauf ihrer Amtszeit scheinen sie wie im Zeitraffer zu altern, sie bekommen graue Haare, mehr Falten und wirken erschöpfter als "Normalsterbliche" gleichen Alters. Verwunderlich ist dies nicht unbedingt, denn schon länger ist bekannt, dass anhaltender Stress auch die Zellen unseres Körpers schneller altern lässt.

Kommentar: Grundlegend verschiedene Moralstrukturen: Moralische Endo-Skelette und Exo-Skelette


Moon

Volltreffer - Remote Viewer erklärte die Entstehung der weißen Flecken auf Ceres bereits im Mai

Heute erschien auf Grenzwissenschaft aktuell ein Artikel, in der die Missionswissenschaftler aus Göttingen berichten, dass sie das Rätsel um die mysteriösen weißen Flecken auf dem Zwergplaneten Ceres gelöst haben wollen:
Wie das die Kamera an Bord der Sonde betreuende Team um Andreas Nathues vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung aktuell im Fachjournal „Nature“ (DOI: 10.1038/nature15754) berichtet, deute die Zusammensetzung des schon zuvor über dem Occator-Krater entdeckte Dunsts (...GreWi berichtete) darauf hin, dass dort nahe der Oberfläche gefrorenes Wasser existiert, das durch Öffnungen emporsteigt. „Ein weiterer Bestandteil der hellen Flecken im Occator-Krater sind hydrierte Magnesiumsulfate, eine Klasse von Mineralsalzen“, so die Forscher und erläutern weiter: „Viele der anderen hellen Bereiche auf der Ceres-Oberfläche bestehen wahrscheinlich inzwischen ausschließlich aus ausgetrockneten Mineralsalzen.“
Ein Remote Viewer untersuchte die weißen Flecken auf dem Zwergplanten Ceres bereits im Mai diesen Jahres, und kam zu folgendem Schluss:
Fazit: Was kann man nun also aus dieser Session heraus über die rätselhaften, weißen Flecken des Ceres sagen? Offenbar handelt es sich vor allem um eine Art schlackigen Ausfluss aus dem Inneren, welcher seinen Ursprung in einer Magma-Kammer (oder etwas Vergleichbarem) hat. Dieser verfestigt sich mit der Zeit in der Oberflächenkälte. Zusätzlich scheint es drumherum noch kleine Geysire auf der Oberfläche zu geben, die schneeflocken-artiges Material ausstoßen, welches schließlich die schlackigen Ausflüsse auf der Oberfläche weiß bedeckt. Diese Kombination könnte zu vielleicht zu einem starken Reflektionsvermögen führen, wodurch sich die Flecken auf den Fotos im Sonnenlicht so spektakulär von der Umgebung abheben. Wir dürfen in dem Zusammenhang auf weitere Fotos und Daten der Dawn-Sonde bezüglich dieser Flecken gespannt sein...

Kommentar: Um was handelt es sich bei Remote-Viewing und was kann man damit machen?


Eye 1

Studie beweist: Hunde haben ein Selbst-Bewusstsein

© Dean Beeler, CC by 2.0 (via WikimediaCommons)
Symbolbild: Urinierender Hund.
Tomsk (Russland) - Trotz zahlreicher bisheriger Versuche hatten Hunde bislang noch nie den sogenannten Spiegeltest bestanden und sich selbst in einem Spiegel erkannt. Russischen Verhaltensforschern ist es nun sozusagen mit einer Geruchs-Variante dieses Bewusstseins-Experiments gelungen nachzuweisen, dass auch Hunde und wie die Forscher selbst hinzufügen, „wahrscheinlich auch zahlreiche andere Tierarten“, ein Bewusstsein von sich selbst haben. Was wahrscheinlich die meisten Hundebesitzer und Tierfreunde schon lange ahnen, kann somit erstmals auch experimentell bestätigt werden.

In der klassischen Variante des Spiegel-Experiments wird den Tieren im schlafenden oder betäubten Zustand ein farbiger, geruchsloser Punkt auf eine für das Tier uneinsehbare Körperstelle (etwa die Stirn) gemalt. Wird beim Blick in einen Spiegel dieser Punkt als ungewohnter Teil des eigenen Körpers erkannt (indem das Tier etwa versucht, mit Hilfe seines Spiegelbildes den Punkt zu berühren, zu entfernen oder zu untersuchen) gilt dies als Beleg dafür, dass das Tier sich selbst im Spiegel erkennt und sich somit von anderen Tieren zu unterscheiden weiß. Bislang haben nur Menschen und wenige Tierarten wie Menschenaffen, Delfine, Elefanten und Elstern diesen klassischen Test bestanden. Versuche mit Hunden und Wölfen verliefen, trotz der sonstigen nachweislich komplexen kognitiven Fähigkeiten der Tiere, bislang stets ergebnislos.

Info

Warum Schlafmangel uns reizbar macht: Urteilsvermögen verschlechtert sich, Gehirn kann Reize nicht mehr unterscheiden

Gefühlszentrum kann nicht mehr zwischen neutralen und emotionalen Reizen unterscheiden
© Jaykayl/ thinkstock
Schlafmangel macht uns reizbar. Warum, haben Forscher nun herausgefunden.
Aus Schlafmangel schlecht gelaunt? Forscher haben herausgefunden, warum uns zu wenig Schlaf so reizbar macht: Unser Gefühlszentrum im Gehirn kann dann nicht mehr zwischen unwichtigen neutralen und emotionalen Informationen unterscheiden. Wir reagieren dadurch selbst auf völlig neutrale Reize emotional statt sie einfach zu ignorieren, berichten die Forscher im Journal of Neurology. Das macht uns dünnhäutig.

Bekommen wir nicht genügend Schlaf, spüren wir dies ziemlich schnell: Wir fühlen uns abgeschlagen und haben Probleme, uns tagsüber zu konzentrieren. Denn dem Gehirn fehlt eine wichtige "Aufräum-Pause", während der es das tagsüber Aufgenommene verarbeitet. Schlafmangel fördert daher nicht nur falsche Erinnerungen, er kann sogar Hirnzellen zerstören.

Kommentar:


Telephone

"Ich wusste, dass du mich anrufst!" - Rupert Sheldrakes neue Studie zur Telefon-Telepathie

© gemeinfrei
Symbolbild
Kennen Sie das? Das Telefon klingelt und sie haben das starke Gefühl, genau zu wissen, wer anruft - noch bevor Sie den Hörer abgehoben haben. Und sie da: Sie hatten recht. Einige Forscher sprechen vom Phänomen der sogenannten Telefon-Telepathie und vermuten darin eine alltägliche Erscheinungsform der Gedankenübertragung. Seit 2003 versucht der britische Biologe Rupert Sheldrake dieses Phänomen wissenschaftlich zu erforschen. In einer neuen Studie hat sich Sheldrake dem Phänomen mittels moderner digitaler Kommunikationstechnologien genähert und kam erneut zu Ergebnissen die den übersinnlichen Effekt zu bestätigen scheinen.

London (England) - Während Skeptiker dieses Phänomen gerne entweder als das Ergebnis selektiver Wahrnehmung abtun, bei der sich Menschen viel eher an jene Ereignisse erinnern, an denen man mit dieser „Vorahnung“ richtig lag - nicht aber an die anderen Male, an denen das „Gefühl“ falsch war, oder dahinter eine auf Gewohnheitsmustern basierte Intuition vermuten, wenn einige Menschen unbewusst vermehrt zu bestimmten Zeiten anrufen, hat Sheldrake die „Telefon-Telepathie“ seit 2003 schon in fünf ausführlichen Experimenten untersucht, die allesamt zu positiven Ergebnissen von über 40-50 Prozent richtiger Vorhersagen kamen (s. u.a. f. Video).

Kommentar:


Family

Wie bewertet das Gehirn moralische oder unmoralische Handlungen?

Zwei verschiedene Mechanismen bewerten moralische oder unmoralische Handlungen
© Thinkstock / Brian A. Jackson
Wie stark wir jemandem Schuld zuweisen hängt stark davon ab, ob wir Absicht unterstellen oder nicht.
Absicht oder nicht? Handelt jemand unmoralisch, so unterstellen wir ihm schneller Absicht als bei positivem Handeln. Grund für diesen Gegensatz sind zwei verschiedene Mechanismen im Gehirn, wie Neuropsychologen herausgefunden haben: Je emotionaler wir reagieren, desto eher unterstellen wir Absicht. Bei rationalem Denken bewerten wir das Ergebnis einer Handlung dagegen eher als ungewollten Nebeneffekt, erläutern die Forscher im Journal Scientific Reports.

Egal ob wir beobachten, wie jemand einem alten Menschen über die Straße hilft oder sich in einer Warteschlange vordrängelt, oder ob wir gar Zeuge eines Verbrechens werden: Wir interpretieren die Absichten anderer Menschen und urteilen danach. Wie eng solche Urteile mit unserem Denken verknüpft sind, zeigt ein philosophisches Gedankenexperiment: Man stelle sich vor, ein Top-Manager weiß genau, dass sein geplantes Vorgehen die Umwelt schädigen wird. Die Umwelt ist ihm jedoch egal, und er setzt seinen Plan allein wegen des Profits für sein Unternehmen um. Hat er nun absichtlich die Umwelt geschädigt?


Kommentar: Man könnte sagen, die vielfältigen negativen Konsequenzen seiner Entscheidung waren ihm egal genug, um sie dennoch zu treffen. Interessant ist auch das Beispiel des Managers selbst. Immerhin fühlen sich besonders psychoapthische Personen in Berufen wie der Finanzwelt, die eine Machtposition vermitteln, wohl. Es fragt sich, inwiefern Artikel oder Untersuchungen wie diese dazu benutzt werden, die Urteilsfähigkeit der Menschen zu verwässern, wenn es um die Feststellung von unmoralischem Verhalten geht. Gerade weil die Identifzierung von Personen, deren Verhalten schädlich für die Gemeinschaft ist, essentiell ist, um Schaden einzudämmen oder von vornherein zu vermeiden.


Kommentar:


People 2

Männer vom Mars und Frauen von der Venus? Der Mythos über das "männliche" oder "weibliche" Gehirn

Menschliche Gehirne lassen sich nicht ein eine geschlechtsspezifische Skala einordnen
© Jake Olimb/ thinkstock
Von wegen Mars und Venus: Die Gehirne von Männern und Frauen sind sich ähnlicher als man denkt
Von wegen typisch männlich oder typisch weiblich: Unsere Gehirne sind weniger geschlechtstypisch als bisher angenommen, wie ein erster Vergleich des gesamten Gehirns aufzeigt. Demnach sind einige Strukturmerkmale zwar bei jeweils einem Geschlecht häufiger, die Überlappungen sind aber enorm. Nahezu jeder Mann hat auch typisch weibliche Hirnmerkmale und jede Frau männliche. Jedes Gehirn ist daher ein einzigartiges Mosaik aus männlichen und weiblichen Eigenschaften, berichten Forscher im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences.

Typisch Mann, typisch Frau: Indizien für geschlechtsspezifische Unterschiede in Verhalten und Biologie gibt es inzwischen einige. So scheinen Frauen negative Gefühle stärker zu empfinden als Männer und ihr Gehirn ist stärker durchblutet, dafür sind diese narzissstischer. Andere Differenzen sind dagegen kulturell bedingt oder schlicht ein vereinfachendes Klischee.

People 2

Wie Beziehungsglück anhand der Stimmlage eingeschätzt werden kann

Computer erkennt am Tonfall die Erfolgschancen von Eheberatung
© thinkstock / Wavebreakmedia
Versöhnlich oder endgültig zerstritten? Der Tonfall während der Eheberatung verrät bereits die Zukunftsaussichten eines Paar
Computer als Eheberater? Ein Algorithmus sagt mit hoher Treffsicherheit voraus, ob eine Eheberatung bei Paaren Erfolg zeigt oder nicht. An Tonfall und Reaktionen erkennt der Computer, wie die Gesprächspartner aufeinander eingehen. Seine Vorhersagen anhand des Gesprächsverlaufs sind dabei sogar präziser als die von Psychologen. Für Eheberater stellt ein solches Programm ein nützliches, objektives Werkzeug dar, meinen die Forscher.

Unsere Stimme ist fast so einzigartig wie ein Fingerabdruck: Schon am Klang einer Stimme können wir Alter und Geschlecht und sogar die Größe einer Person abschätzen.

Kommentar:


Family

Studie: Wer seinem Bauchgefühl folgt, betrügt weniger: Intuition und moralisches Verhalten hängen zusammen

Studie zeigt Zusammenhang zwischen Intuition und moralischem Verhalten
© thinkstock / 5432action
Schummeln oder nicht? Wie schnell wir zu unmoralischem Verhalten neigen, hängt auch vom Stellenwert der Intuition ab.
Intuition gegen unmoralisches Handeln: Wer oft aus dem Bauch heraus handelt, schummelt seltener bei Tests und fühlt sich nach unmoralischem Verhalten eher schuldig, wie US-Psychologen herausgefunden haben. Wer seine Intuition dagegen vernachlässigt, hat offenbar auch weniger Schuldgefühle nach moralischen Fehltritten. Psychologen überprüften dies auf ungewöhnliche Weise, nämlich mit dem Einkauf von Seife.

"Einige Menschen vertrauen ihrem Bauchgefühl, wenn sie Entscheidungen treffen", beschreibt Sarah Ward von der University of Missouri, "während andere sich weniger darauf verlassen und ihrem Bauchgefühl kaum Beachtung schenken, auch wenn sie es wahrnehmen." Ob wir spontan aus dem Bauch heraus oder überlegt handeln, kann unser Verhalten stark beeinflussen: Intuitives Handeln ist zum Beispiel oft kooperativer, Bedenkzeit macht uns dagegen egoistischer.

Kommentar: Der Grund, warum es so viele Schlafschafe im Lullerland gibt - Grundlegend verschiedene Moralstrukturen: Moralische Endo-Skelette und Exo-Skelette