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So, 28 Feb 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Snakes in Suits

Psychopathen lernen nicht aus Fehlern - Ihr Gehirn von Strafen unbeeindruckt

Menschen mit psychopathischen Charaktermerkmalen zeigen sich oft auch von harten Strafen unbeeindruckt. Die Ursache für dieses Verhalten entdeckten Forscher nun im Gehirn von Straftätern.
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Psychopathen gelten als furchtlos, impulsiv, gefühlskalt und manipulativ. Da sie oft schon in ihrer Kindheit wenig empfänglich für Bestrafung durch Eltern, Lehrer oder den Rechtsstaat sind, geraten sie nicht selten auf die schiefe Bahn und landen als Erwachsene für schwere Vergehen hinter Gittern. Warum selbst harte Strafen die Betroffenen vergleichsweise kaltlassen, hat nun ein Team um Sheilagh Hodgins von der University of Montreal und Nigel Blackwood vom King’s College London aufgedeckt: Offenbar ist bei kriminellen Psychopathen jener Teil des Gehirns beeinträchtigt, der sie sonst aus den Konsequenzen ihrer Taten lernen lassen würde.

Kommentar: Psychopathen, die im Gefängnis landen, werden in der Forschung als "gescheiterte Psychopathen" bezeichnet. Tatsächlich finden sich Psychopathen in allen Lebensbereichen und sie suchen vor allem nach beruflichen Positionen, die ihnen Macht und Prestige bescheren. So finden sie sich an der Börse, in der Politik, und in allen möglichen sozialen Berufen, wo ihnen ihre Vertrauensposition leichten Zugang zu ihren Opfern verschafft.
Einen Psychopathen im Kollegenteam zu haben würde bedeuten, dass er alle gegeneinander ausspielt und verleumdet, um selbst aufsteigen zu können.


People

Menschenkenner bei Bewerbungen? Eher nicht: Personaler liegen bei Einschätzung vom Charakter weit daneben

Professionelle Recruiter glauben zwar, die Persönlichkeit eines Bewerbers anhand seiner Unterlagen erkennen zu können. Doch eine Studie zeigt: Meist liegen sie weit daneben.
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© fotolia / Adam Gregor
Auch erfahrene Experten in den Personalabteilungen scheitern offenbar regelmäßig daran, die Persönlichkeit eines Bewerbers anhand von Lebenslauf und Anschreiben zu erkennen - was sie allerdings nicht davon abhalte, aus ihren falschen Einschätzungen weit reichende Schlüsse zu ziehen. Zu diesem Ergebnis kommen jetzt Forscher um Gary Burns von der Wright State University in Dayton anhand einer psychologischen Studie.

Die Wissenschaftler haben dazu über 100 Mitarbeiter von Personalabteilungen gebeten, in einem fiktiven Auswahlverfahren die Eignung von Bewerbern anhand eines zweiseitigen Bewerbungsschreibens zu ermitteln. Die Auswertung zeigte, dass vermutete Persönlichkeitsmerkmale maßgeblich die Entscheidungen über Einstellung oder Ablehnung beeinflussten.

People

Gemeinsames Lachen: Die beste Art, Kontakte zu knüpfen und redseliger zu werden

Lachen ist die beste Methode, um Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen. Unter anderem, weil wir so schneller bereit sind, mehr von uns zu erzählen, wie ein Experiment nun zeigt.
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© dreamstime / Jason Stitt
Menschen, mit denen wir zuvor gemeinsam gelacht haben, verraten wir eher persönliche Details aus unserem Leben. Das zeigt nun ein Experiment von Forschern um Alan Gray vom University College London. Die Wissenschaftler ließen 112 Studenten in Vierergruppen einen Film anschauen. Manche Gruppen bekamen den Auftritt eines Stand-up-Comedian zu sehen, andere eine Naturdoku oder ein Golf-Lehrvideo. Unterhaltungen durften dabei nicht geführt werden - Lachen war aber natürlich erlaubt. Wie oft die Studenten dies taten, erfassten die Forscher parallel, danach befragten sie die Probanden nach ihrem Gemütszustand. Schließlich mussten die Versuchspersonen einem anderen Teilnehmer noch eine Nachricht schreiben, in der sie etwas von sich erzählten, mit dem Ziel, sich besser miteinander bekannt zu machen.

Kommentar:


Boat

Schlafen, obwohl wir wach sind: Welche Vorteile das Tagträumen haben kann

Das Gehirn ruht nie - zum Glück: Denn wenn die Gedanken schweifen, beschert uns das überraschende Einsichten.
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© audiographer/photocase


Beginnen wir mit einem Experiment. Es ist ganz einfach: Schließen Sie bitte für einen Moment die Augen und versuchen Sie einmal, an gar nichts weiter zu denken! Na los, worauf warten Sie?

... Und? ...

Lassen Sie mich raten: Die Sache ging schief. An gar nichts zu denken, ist nämlich viel schwieriger, als es klingt. Wir sind von Natur aus miserabel darin. Ständig geistert uns irgendetwas im Kopf herum, auch wenn wir uns dessen im betreffenden Moment nicht unbedingt bewusst sind.

Kommentar: Problematisch kann das Ganze werden, wenn wir so oft dissoziieren, dass wir den Blick für die Wirklichkeit verlieren und nur noch in unserem eigenen Kopf leben. Hier ein Beispiel, woher Dissoziation kommen kann und welchen Ausweg es gibt: Der Mythos der geistigen Gesundheit: Trauma führt zu Dissoziation und was wir von Trauma-Überlebenden für unsere eigene Heilung lernen können


Life Preserver

Wovon hängt es ab, ob sich Kindesmissbrauch in die nächsten Generationen fortsetzt?

Werden geprügelte Kinder später selbst oft zu prügelnden Eltern und misshandeln den eigenen Nachwuchs? Jein, sagen nun Forscher, die Betroffene 30 Jahre lang begleitet haben.
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© tlorna - Fotolia.com
Dass Kinder, die daheim regelmäßig Opfer von häuslicher Gewalt werden, später zu Eltern heranwachsen, die ihren eigenen Nachwuchs ebenfalls häufiger misshandeln, ist eine weit verbreitete Annahme. Tatsächlich ist bisher aber unklar, wie groß der Einfluss solcher bedrückenden Kindheitserfahrungen tatsächlich ist. Während manche Forschungsarbeiten darauf hinweisen, dass Gewalt von Generation zu Generation weitergegeben wird, fanden andere keinen Effekt. Ein neues Licht auf dieses Thema wirft nun eine Studie, die Wissenschaftler um Cathy Widom von der City University of New York im Fachmagazin Science veröffentlichten. Ihre aufwändige Langzeituntersuchung demonstriert: Die Antwort auf die Frage, ob Opfer später tatsächlich häufiger selbst zu Tätern werden, hängt vermutlich auch entscheidend davon ab, wen man fragt.

Kommentar: Wie man an der Auswahl der unten aufgelisteten Artikel sehen kann, ist Kindesmissbrauch, vor allem der sexuellen Art, sehr weit verbreitet. SOTT hat mehrfach über die Existenz eines weltweit agierenden Pädophilen-Netzwerks berichtet, das im Dunkeln agiert und deren Mitglieder Personen aus den höchsten Rängen der Gesellschaft sind. Recherchiert man diese Fälle, so wird vor allem klar, dass es sich bei den Tätern kaum nur um selbst Traumatisierte handelt, sondern um pathologische Personen, so dass die Opferrolle in diesen Fällen nicht anwendbar ist: In Bezug darauf, wer dieses selbst erlebte Leid an die eigenen Kinder weitergibt und wer nicht, hier einige interessante Artikel zum Thema Trauma und Heilung, und welche Menschen sich eher erholen als andere:


People

Chemische Signalstoffe im Schweiß vermitteln auch positive Emotionen

Signalstoffe im Schweiß vermitteln auch positive Emotionen.
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Menschen lassen ihre Umwelt durch chemische Signalstoffe wissen, wenn sie glücklich sind - und wer ein solches Signal empfängt, gibt diese Emotion selbst wieder. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher um Gün Semin von der Universität Utrecht nach Experimenten mit dem Schweiß glücklicher Personen. Diese versetzte das Forschungsteam mit Hilfe eines kurzen Videos in den gewünschten emotionalen Zustand und erntete ihren Achselschweiß. An diesem ließen Semin und sein Team dann Frauen schnüffeln. Rochen die Probandinnen Schweiß von glücklichen Männern, zeigten sie mehr Aktivität in Muskeln, die fürs Lächeln zuständig sind. Ihr impliziter emotionaler Zustand änderte sich allerdings nicht.

Butterfly

Über die absurde Annahme, dass "Tiere dumm sind"

Wieder und wieder stellen verblüffte Forscher fest: Tiere sind intelligenter als gedacht. Warum nur diese Pauschalannahme vom dummen Tier? Das schadet uns und der Tierwelt, kommentiert Laura Hennemann.
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Womöglich begann alles Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Klugen Hans. Dem Pferd, das rechnen konnte. Oder zumindest als Rechen-Genie präsentiert wurde. Denn natürlich waren die Zahlen, die es mit dem Huf klopfte, keine echten Rechenergebnisse. Hans achtete auf Mimik oder Haltung seines Besitzers. Der entspannte sich unwillkürlich, sobald die gewünschte Zahl erreicht war, Hans hörte auf, die Zuschauer johlten - bis der ungewollte Schwindel aufflog. Doch die Moral dieser Geschichte lautet bis heute nicht: Einige Tiere haben eine große emotionale Intelligenz, sie registrieren beispielsweise Nuancen der menschlichen Regung. Nein, sie lautet: Tiere können nicht rechnen, also sind sie nicht intelligent.

Sowieso ist "Intelligenz" das falsche Wort. Erstens, weil sie sich bei Tieren nicht so messen lässt wie beim Menschen; Stichwort IQ-Test. Zweitens, weil es ein anthropozentrischer Ansatz ist, denn für Tiere sind andere Fähigkeiten relevant als für uns. Und so fehlen uns sogar die Worte, um kognitive und empathische Fähigkeiten von Tieren begrifflich klar zu fassen.

Kommentar:


Family

Die Schattenseite von Oxytocin

Das Hormon Oxytozin schafft Liebe und Vertrauen, doch es hat auch seine Schattenseiten. Dort haben sich Wissenschaftler nun umgesehen.
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Oxytozin macht eigentlich betrunken: So lautet die Botschaft einer Studie des Teams um Ian Mitchell von der University of Birmingham. Die Wissenschaftler haben Studien verglichen, die das Sozialverhalten sowie die Emotionen von Probanden unter dem Einfluss von Alkohol oder dem als Kuschelhormon bekannt gewordenen Oxytozin untersucht haben. Beide Substanzen wirken ähnlich auf unseren Körper. Abhängig von den äußeren Umständen entfaltet demnach auch Oxytozin negative Empfindungen wie Neid und Aggression.

Kommentar:


Family

Kindheitstraumata führen zu dauerhaften Veränderungen des Immunsystems - Anfälliger für seelische und körperliche Krankheiten

Misshandelte Kinder weisen als Erwachsene höhere Entzündungswerte auf. Das könnte erklären, warum viele von ihnen anfälliger für seelische und körperliche Erkrankungen sind.
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Wer schon als Kind traumatische Ereignisse wie Missbrauch oder Misshandlungen erlebt, der hat auch später im Leben häufiger mit körperlichen oder seelischen Beschwerden zu kämpfen. Das zeigen inzwischen zahlreiche Studien. Wie diese Anfälligkeit auf biologischem Wege zu Stande kommt, ist bisher aber noch unklar. Nun verdichten sich allmählich die Hinweise darauf, dass entzündungsfördernde Immunbotenstoffe dabei eine wichtige Rolle dabei spielen könnten.

Kommentar:


Brick Wall

"Habe ich es verdient?" Die Angst vor dem Glücklichsein und was dahinter stecken könnte

Manche Menschen fürchten sich regelrecht davor, glücklich zu sein. Wie kommt es zu dieser sonderbaren Reaktion? Und ist sie sinnvoll - oder ein Zeichen für Depression?
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Unter Freudentränen überreicht ihm seine Großmutter die Trophäe für den "Sportler des Jahres 2014". Es könnte ein Moment puren Glücks sein für den Diskuswerfer Robert Harting. Doch was er sagt, klingt anders: "Ich fühle mich wie in der Grundschule. Da habe ich mit acht oder neun Jahren einen Wettbewerb gewonnen, und am nächsten Tag mochten mich die Klassenkameraden nicht mehr." Die Reaktion des Spitzensportlers verrät: Glück kann knifflig sein. Denn es führt oft Befürchtungen und Zweifel im Gepäck: Habe ich es verdient? Wird es mich bald verlassen? Oder neiden es mir andere?

Für einige Menschen machen solche Bedenken das Leben zu einer Achterbahnfahrt. Kaum empfinden sie einmal Freude, haben sie Sorge, der Moment könne allzu rasch vergehen und sie könnten ins nächste Tief schlittern. Statt Glücksmomente zu genießen, fürchten sie sie regelrecht. "Fear of Happiness", Angst vor dem Glücklichsein, nennen Psychologen das Phänomen.

Kommentar: Die Epidemie der Depression dient als Weckruf für die Menschheit: Entweder jetzt oder nie