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Mo, 24 Apr 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Phoenix

Das Vergessen der Träume

© Franz Marc

Heilpraktiker Daniel Reinemer im Gespräch über träumerische Abenteuer und das tief Verborgene in uns.

Daniel Reinemer studierte am C.G. Jung Institut in Zürich Psychologie und ist heute ein Experte für Träume. Im Interview spricht er über den Traum, seine Bedeutung für die menschliche Seele und was er uns sagen will.

Wozu träumen wir?

Butterfly

Meditation ist Fitness für die Seele

© Colourbox
Selbstversunkenheit baut Stress ab, soll sogar Demenz vorbeugen können.
Meditation ist mehr als Entspannung. Forscher beweisen: Sie schützt uns vor Burn-out, trainiert das Gehirn - und macht glücklich.

Nichts ist so schwer wie nichts zu denken. Vor allem für Anfänger. Allein der Gedanke daran verursacht Stress. Dabei klingt die Anleitung für die erste Meditationsübung so einfach: „Konzentriere dich auf deinen Atem und spüre die kühle Luft an den Nasenflügeln. Atme ein und aus. Ein und aus.“

Konzentriert atmen? So schwer schnauft es sich sonst nur beim Treppensteigen. Ist noch Milch im Kühlschrank? Die E-Mail an den Chef auch abgeschickt? Banale Gedanken jagen wie ein Kometenschwarm durch den Kortex. Der Rücken verkrampft im Schneidersitz. Und statt der versprochenen Entspannung beginnt der Puls zu rasen. Dies soll der Start in ein gesünderes, sogar glücklicheres Leben sein?

„Meditierende können ihre Aufmerksamkeit fokussieren, besser mit Stress umgehen und Gefühle souveräner steuern“, verspricht Dieter Vaitl, Psychologe an der Uni Gießen. Mehr noch. Ärzte entdecken das Training des Geistes als Allheilmittel: gegen Burn-out, Schmerzen, Bluthochdruck und Depressionen. Segensreich für alle Volkskrankheiten, bei denen Psyche und Körper miteinander verwoben sind. Mediziner importieren 3000 Jahre alte spirituelle Riten in die moderne Präventionsmedizin. Die Meditationsforschung boomt. „Heute sind wir weit weg von der Esoterik“, sagt Vaitl.

Kommentar: SOTT.net empfiehlt das Atem- und Meditationsprogramm Éiriú Eolas, das Sie kostenlos ausprobieren können.


Butterfly

Studie findet zahlreiche Gemeinsamkeiten in Erlebnissen von Sterbenden

© Public Domain
Hieronymus Bosch: "Der Flug zum Himmel" (Detailausschnitt), 1500-1504
Bath/ England - Was erleben wir in den letzten Stunden unseres Lebens? Die zunehmende Tabuisierung von Tod und Sterben gerade in der westlichen Kultur entfernt uns zusehends von dieser Frage und den damit zusammenhängenden Aspekten unseres Lebens. Eine Studie hat sich diesem Thema seit 2010 angenommen und belegt erstaunliche Gemeinsamkeiten in den Erlebnissen der Sterbenden.


Bei ihren Untersuchungen entsprechender Erlebnisse von "Deathbed Experiences in Irish Palliative Care" (Erlebnisse von Sterbenden in der irischen Palliativpflege) widmeten sich Una MacConville und Regina McQuillan von der vom "Center für Death & Society" (CDaS) an der "University of Bath" sogenannten Sterbebett-Visionen von Sterbenden (Deathbead Experiences, DBEs).

Ein immer wiederkehrendes Motiv dieser Erlebnisse ist beispielsweise das Wahrnehmen bereits verstorbener Verwandter, Freunde, religiöser Figuren oder ein hellleuchtend-weißes Licht im Raum. "Wahrscheinlich, weil es sich um Erlebnisse handelt, die sich einer Erklärung widersetzten, sind solche Erlebnisse von Sterbenden zwar wiederkehrende Phänomene, werden jedoch vom Pflegepersonal nur selten angesprochen oder gar diskutiert", zitiert "IrishTimes.com" die Forscherinnen.

Butterfly

Studie: Gehirnaktivität steigt kurz vor dem Tod stark an

© Public Domain
Hieronymus Busch: "Der Flug zum Himmel", 1500-1504.
Washington/ USA - Wissenschaftler der George Washington Universität haben entdeckt, dass kurz vor dem Tod die Hirnaktivität noch einmal stark ansteigt. Die Forscher glauben darin eine mögliche Erklärung für die immer wieder beschriebenen spezifischen Symptome von Nahtod-Erfahrungen gefunden zu haben.

Wie "Discovery.com" berichtet, untersuchte das Team um Lakhmir Chawla die Hirnaktivitäten von sieben sterbenden Patienten und entdeckte, dass die Aktivität der Hirnwellen kurz vor deren Tod deutlich ansteigt.

Im Fachmagazin Journal of Palliative Medicine haben die Wissenschaftler ihre Ergebnisse nun veröffentlicht. Sie vermuten, dass die erhöhte Aktivität des Gehirns von den Sterbenden möglicherweise von den Nervenzellen verursacht wird, wenn diese durch den Rückgang des Blutdrucks von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten werden.

Black Cat

Die Lust an der Angst: Warum wir uns so gerne gruseln

Hannover (RPO). Die Hände werden feucht, man drückt den Körper in den Sitz und am liebsten würde man die Augen schließen: Aliens, Monster oder Psychopathen bringen die Angst ins Kino- und Fernsehprogramm. Viele Menschen mögen genau solche Filme. Nüchtern betrachtet, erscheint das seltsam: Eigentlich gilt doch Angst als unangenehmes Gefühl.

Woher kommt also die Lust am Gruseln? Warum schauen wir uns gerne Filme an, die uns Angst machen? "In der Psychologie spricht man in diesem Zusammenhang sogar von der sogenannten Angstlust", sagt Ulrich Kobbé vom Institut für subjektpsychologische Wissenschaften, interdisziplinäre Forschung und institutionelle Therapie in Lippstadt.

Arrow Down

Depression: Unterschätzte Gefahr im Alter

Pflegende haben Schlüsselfunktion im Erkennen der Krankheit

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Depression im Alter braucht aufmerksame Angehörige
Berlin - Depressionen sind im höheren Lebensalter die häufigste psychische Erkrankung. Das bei Herbig erschienene Ratgeberbuch Altersdepression - eine unterschätzte Gefahr widmet sich diesem Problem, das auch in Senioren- und Pflegeheimen häufig auftritt. "Da bei Alten Gesundheitsprobleme zunehmen, tut man eine schlechte bis depressive Stimmung oft als normal ab. Dabei ist Depression eine schwere Krankheit, die gut behandelt werden kann", betont Buchautor Frank Schneider, früherer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde http://www.dgppn.de, im pressetext-Interview.

Kommentar: Sott.net empfiehlt zu diesem Thema folgende Seite: Éiriú Eolas


Cowboy Hat

Spezielle Verdrahtung macht das Gedächtnis leistungsfähiger

© unbekannt
Regionen im Vorderhirn werden beim Lernen aktiv (orange Felder). Stehen diese durch Nervenfasern mit Bereichen im Schläfenlappen in guter Verbindung, dann hat dies offenbar positive Folgen für die Gedächtnisleistung.

Forscher finden Hinweis darauf, warum manche eine gute Merkfähigkeit haben und andere nicht

Manche Menschen haben ein hervorragendes Gedächtnis, andere können sich kaum eine Telefonnummer merken. Bisher war noch sehr wenig über die Ursachen dieser Leistungsunterschiede bekannt, doch eine Gruppe von Forscher ist nun zumindest einem Faktor, der zur Merkfähigkeit beiträgt, auf die Spur gekommen: Die Neurowissenschafter konnten zeigen, dass die Stärke von speziellen Nervenverbindungen zwischen dem Vorderhirn und dem Schläfenlappen eine wichtige Rolle spielt.

Diese Verbindungen im Gehirn ausfindig zu machen, war eine besondere Herausforderung. Das liegt daran, dass viele Hirnregionen miteinander durch Verbindungen verknüpft sind und es herauszufinden gilt, welche dieser Verbindungen speziell für Gedächtnisfunktionen relevant sind.

Butterfly

Meine Gefühle und ich

Ohne Emotionen wären wir nicht lebensfähig, aber Angst, Scham oder Wut machen uns den Alltag oft schwer. Können wir lernen, sie in den Griff zu bekommen?

Sylwia Plaza drapiert ein paar Handtaschen und Rucksäcke auf einem Tisch. »Stellt euch vor, das sind Monitore«, erklärt sie und weist den umstehenden Personen ihre Plätze zu: »Du sitzt hier an diesem Schreibtisch, du stehst dort drüben.« Mit einem Mann geht sie einen Text durch und bittet ihn, diesen »so hart wie möglich« und »von oben herab« zu sagen. Es ist nicht die Probe einer Laienspielgruppe, die an diesem Nachmittag im Seminarraum der Hamburger Volkshochschule stattfindet. Die Büroszene stammt nicht aus einem Bühnenstück, sondern aus dem Leben - Sylwia Plazas Berufsleben. Das Rollenspiel ist Teil eines Konflikttrainings, »Mehr Mut im Alltag« verspricht der Kurs.

Kommentar: Wir empfehlen Éiriú Eolas, ein Atemprogramm, das Sie kostenfrei ausprobieren können. Dieses Programm enthält auch eine Atemtechnik, welche von C. G. Jung entwickelt wurde: die bioenergetische Atmung. Diese spezielle Atemtechnik hat das Ziel, vergessene Traumata aufzuarbeiten und einen Raum zu schaffen, um Gefühle zulassen zu können.


Light Sabers

Psychologie: Zickenkrieg

Wenn Frauen Angst haben, ihren Status in einer Gruppe einzubüßen, schmieden sie rasch Allianzen, um dann andere auszuschließen. Männer setzen auf andere Strategien.

Die Wissenschaftler ließen Probanden in einem Spiel gegen jeweils zwei virtuelle Gegner antreten, die stets das gleiche Geschlecht wie die Testperson hatten. Drohten sich die beiden Gegenspieler miteinander zu verbünden und den Probanden auszuschließen, waren Frauen häufiger als Männer dazu geneigt, ihrerseits eine Allianz zu Lasten eines Dritten einzugehen. Dabei war diese Strategie eigentlich gar nicht nötig, denn in dieser Studie veränderte das Vorgehen weder die Siegchancen noch die Gewinnhöhe.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Männer und Frauen auf unterschiedliche Weise miteinander konkurrieren", sagt Benenson. Das diskutieren Wissenschaftler schon lange. So haben Studien gezeigt, dass Männer eher auf physische Gewalt und offene verbale Aggression zurückgreifen. Frauen attackieren mit anderen Waffen: Sie beschädigen den Ruf ihrer Gegner, manipulieren - oder versuchen, andere aus der sozialen Gruppe auszuschließen, wie die aktuelle Studie abermals gezeigt hat. Natürlich verstünden es auch Männer, Gegner auf diese Weise zu traktieren, doch sie vertrauten nicht ganz so oft wie Frauen auf diese Möglichkeiten, so die Studienautoren.

Magnify

Wie Angst maskiert wird

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Illustriert: Die Steuerung des Angstverhaltens im Gehirn (rechts) kann durch eine zweite Gruppe von Nervenzellen maskiert werden (links).

Das Angstempfinden sitzt buchstäblich tief - dabei spielen zwei Gruppen von Nervenzellen im Mandelkern eine Rolle

Freiburg - Das Angstempfinden ist ein natürlicher Begleiter unseres Lebens und ein sinnvoller Schutzmechanismus - unsere Sinne werden geschärft, in einer Gefahrensituation wird ein angemessenes Verhalten eingeleitet. Manchmal aber nehmen Ängste überhand und sind nur schwer wieder abzulegen. Es kommt zu andauernden Kontrollverlusten oder Lähmungen. Wie aber kann man diesen Angststörungen und Phobien begegnen?

Um die Vorgänge im Gehirn besser zu verstehen, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Freiburg, Basel und Bordeaux die Entstehung und Unterdrückung von Ängsten im Computer simuliert. Sie beschreiben in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift PLoS Computational Biology, auf welche Weise scheinbar abgelegte Ängste in Wirklichkeit nur verdeckt, aber nicht verschwunden sein können. Seit längerem ist bekannt, dass der Grund für die Hartnäckigkeit von Ängsten ist, dass sie buchstäblich tief sitzen: Tief unter dem Großhirn liegt in unserem Denkorgan der "Mandelkern". Er spielt im Angstverhalten eine zentrale Rolle. Nun haben die ForscherInnen entdeckt, dass zwei Gruppen von Nervenzellen im Mandelkern eine Rolle spielen dürften.