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Di, 15 Jun 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Psychopathie - Was bedeutet das wirklich?

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© unbekannt
Das Wort “Psychopath” hat als stark negativ besetztes Schimpfwort Eingang in die Alltagssprache gefunden. Wer als Psychopath tituliert wird, gilt als herzlos, gefühlskalt und grausam. Leider hat der Volksmund der wissenschaftlichen Psychologie hier nicht mit der notwendigen Exaktheit aufs gelehrte Maul geschaut. Denn der Begriff der Psychopathie meint zunächst etwas absolut wertneutral Beschreibendes. Doch wie kam es dann zu diesem umgangssprachlichen Missverständnis? Und mit welcher klinisch korrekten Wortwahl kann man sein psychiatrisches Fachwissen souverän demonstrieren?

Kommentar: Lesen Sie hier weiter, um mehr über Psychopathen zu erfahren.


Bulb

Kinder spielen wissenschaftlich

Stanford, Kalifornien - Wissenschaftliche Prinzipien dürften kleinen Kindern helfen, die Welt zu begreifen. Das zeigt eine Studie des MIT und der Universität Stanford. Im Umgang mit einem speziellen Spielzeug bewiesen die Vorschüler methodisches Vorgehen, das jenem bei wissenschaftlichen Experimenten entspricht, berichtet Nature.

Murmelspiel

"Das Kind als Forscher" - eine in der Psychologie gängige These zur kognitiven Entwicklung erhält durch die Untersuchung neuen Auftrieb. 60 Kinder wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und erhielten ein Spielzeug, dass erst dann leuchtete und Musik spielte, wenn bestimmte Murmeln darauf gelegt wurden.

Einer Gruppe wurde gezeigt, dass vier verschiedene Murmeln das Spielzeug aktivieren, die Kontrollgruppe erhielt lediglich die Information, dass "manche Murmeln die Maschine einschalten und manche nicht". Die Kinder in letzterem Team bekamen die Steine in zwei Paaren ausgehändigt - ein trennbares und ein nicht trennbares. Wichtig war den Forschern der Umgang der Kinder mit dem nicht teilbaren Duo.

Cheeseburger

Studie zeigt Ursache für Vergesslichkeit auf

Yale/London (dpa) - US-Forscher haben eine Ursache für die gewöhnliche Vergesslichkeit im Alter entdeckt. Eine Gehirnsubstanz bremse das Signalfeuer der Nerven.

Altersvergesslichkeit könnte möglicherweise einmal rückgängig gemacht werden, schreiben sie im Fachjournal Nature. Versuche mit älteren Menschen seien geplant. Ältere Gehirne haben schwächere Verbindungen in ihren Nervenbahnen und ihre Nervenzellen (Neuronen) feuern weniger oft Signale ab. Dadurch vergesse ein älterer Mensch eher Dinge, schreiben die Forscher um Amy Arnsten von der Yale University School of Medicine. Sie untersuchten zum ersten Mal die altersbedingten Veränderungen in Nervenzellen im vorderen Bereich der Großhirnrinde, dem für höhere kognitive Funktionen zuständigen Teil des Gehirns.

Kommentar: Im Angesicht all der Forschungsergebnisse hinsichtlich unserer durch und durch giftigen Ernährung stellt sich die Frage, ob durch eine gesunde Ernährung, d.h. mit viel tierischem Fett, wenigen Kohlenhydraten, keinem Zucker, keinem Getreide und keiner Milch, das Langsamerwerden des Denkens im Alter nicht drastisch gesenkt werden könnte - anstatt noch ein weiteres Medikament auf den Markt zu bringen, dessen einzige Wirkung darin besteht, den Pharma-Konzernen eine weitere Einkommensquelle zu ermöglichen.


People

Aggressionen sind nicht angeboren

Gehört Gewalt zur Natur des Menschen? Sigmund Freud glaubte das. Neurobiologen sagen heute: Sie ist eine Folge von sozialen Faktoren.

Aggression beruht auf den natürlichen Trieben des Menschen. So sah es Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, und lange war diese These wenig umstritten. Dass dem nicht so ist, zeigt der Freiburger Psychiater Joachim Bauer in seinem Buch „Schmerzgrenze“.

Darin hat er Daten aus allen Feldern der Wissenschaft gesammelt, um damit ein modernes Verständnis von Aggressivität und Gewalt zu schaffen. Neurobiologische Forschungen haben es möglich gemacht, mehr über die „Triebe“ der Menschen zu erfahren.

People

Ein Blick hinter die Fassade: Gefühle anderer einschätzen lernen

Köln. Die Kollegin hat panische Angst vorm Chef, die Schwester ist mit ihren Kindern komplett überfordert, der Freund fühlt sich vernachlässigt. Oft weiß man gar nicht, was in den Menschen um uns herum vorgeht, halten sie vielleicht für zufriedener und glücklicher als sie es sind. Doch woran liegt das? Spielen sie den anderen etwas vor oder schauen die einfach nicht genau genug hin?

«Grundsätzlich gilt ja erst einmal, dass kaum einer seine Gefühle immer offen vor sich herträgt«, erklärt Peter Groß vom Bundesverband deutscher Psychologinnen und Psychologen. Vielmehr gebe es die Tendenz sie zu verbergen - sei es in einem bestimmten Umfeld oder gegenüber bestimmten Personen. Man überspielt zum Beispiel schlechte Laune, um ein Fest nicht zu verderben, oder gibt trotz Nervenflattern den Fels in der Brandung, um gegenüber dem Chef gut dazustehen.

Butterfly

Wie die Arbeit zum Spiel wird

Im Flow-Zustand vergessen wir die Welt. Das Hochgefühl steigert Motivation und Produktivität

In den siebziger Jahren beschrieb Mihaly Csikszentmihalyi, Professor für Psychologie an der University of Chicago, das Flow-Erleben. Er gilt bis heute als der herausragendste Wissenschaftler auf diesem Gebiet. Er fand heraus, dass der Flow-Zustand eintritt, wenn der Mensch in einer Tätigkeit völlig aufgeht, wobei diese weder zu leicht noch zu schwierig sein darf.

Wenn die Arbeit zu leicht fällt, lässt die geistige Konzentration nach, die Gedanken schweifen ab und Langeweile macht sich breit. Wenn sie zu schwierig ist, bekommt der Mensch Angst zu versagen und wird frustriert. Die Balance zwischen Herausforderung und Können führt zu einem optimalen Leistungszustand - dem Flow.

Bulb

Wie Kinder Perspektiven lernen

Die Wahrnehmung unserer Umwelt kann angesichts der subjektiven Blickwinkel und Annahmen von Menschen recht unterschiedlich ausfallen. Den Umgang mit derlei Perspektivenvielfalt erwerben Kinder im Alter ab drei Jahren, ergab eine Studie Salzburger Forscher.

Sie konnten erstmalig zeigen, dass das Verständnis für unterschiedliche Identitäten mit jenem für falsche Annahmen Hand in Hand geht - und keineswegs ein getrennter Entwicklungsprozess ist.

Sich in andere Menschen hineinversetzen

Warum geht Max zur Einkaufstasche, um seine Schokolade zu holen, und nicht zum Kasten, wo sie ist? Er glaubt, die Schokolade wäre noch in der Einkaufstasche, und daher ist seine Handlung nicht so irrational wie sie scheint. Diese Einsicht, dass Max aufgrund einer falschen Annahme agiert, müssen Kinder aber erst erwerben.

Family

Schon Dreijährige belohnen gute Zusammenarbeit

Leipzig/London - Schon im Alter von drei Jahren haben Kinder beim Teilen ein gutes Gespür für Gerechtigkeit: Sie geben anderen Kindern eher etwas von ihren Spielsachen ab, wenn diese ihnen zuvor beim Ergattern derselben geholfen haben.
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© dpa
Hilfst du mir, so helfe ich dir: Kinder teilen schon im Kindergartenalter mit anderen ihre Spielsachen, wenn diese ihnen vorher geholfen haben.
Kinder, die nicht halfen, bekamen seltener etwas ab, berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Schimpansen machten diesen Unterschied nicht, schreiben die Forscher im Fachblatt Nature. Dies deute darauf hin, dass das Verhalten ein Erbe unserer Vorfahren ist, die gelernt hatten, nach der gemeinsamen Nahrungssuche ihre Beute untereinander gerecht zu teilen. Zwar machen Schimpansen manchmal in Gruppen gemeinsame Jagd auf andere Affen - ihre Beute teilen sie anschließend aber nicht friedlich untereinander auf, sondern werden durch aggressive Artgenossen quasi dazu genötigt.

Menschenkinder dagegen teilen schon früh mit anderen Kindern, schreiben die Forscher um Katharina Hamann vom Max-Planck-Institut. Je älter sie werden, desto gerechter gehen sie dabei vor. Fraglich ist unter Experten bisher, inwieweit dieses Verhalten angeboren ist oder durch Erziehung erlernt wird. Ebenfalls unklar war, ob kleine Kinder gerechter teilen, wenn ihre "Beute" das Ergebnis einer vorherigen Zusammenarbeit ist.

Um dies zu untersuchen, führten die Forscher verschiedene Experimente mit Kleinkindern durch: Bei einem Versuch befanden sich zum Beispiel zwei- bis dreijährige Kinder allein in einem Raum. Dort fanden sie eine Art längliches Tablett, an dessen Enden jeweils ein Seil befestigt war. Auf dem Tablett lagen ebenfalls an beiden Enden jeweils zwei kleine Spielzeuge.

Pistol

Internet-Gewalt macht krank

Münster - Jeder dritte Jugendliche ist schon einmal im Internet beleidigt, bedroht, belästigt oder bloßgestellt worden. Und mehr als 60 Prozent der Opfer wissen sogar, wer für solche „Cybermobbing“-Attacken verantwortlich ist. Dies geht aus einer Forsa-Studie hervor, für die die münsterischen Wissenschaftler Dr. Susanne Pieschl und Torsten Porsch vom Institut für Psychologie der Universität im Frühjahr 1000 Schüler zwischen 14 und 20 Jahren befragt hatten.

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© Colourbox
Früher war das Jugendzimmer ein sicherer Ort. Das ist heute anders: Via Internet dringt Cyber-Gewalt in die privatesten Ecken ein.
Nicht nur die hohen Opferzahlen, sondern auch die Folgen, die virtuelle Gewalt bei Kindern und Jugendlichen haben kann, sind erschreckend: 70 Prozent der Betroffenen sind wütend, 24 Prozent sogar verzweifelt, und 22 Prozent fühlen sich hilflos. Hinzu kommen körperliche Beschwerden: Etwa jedes fünfte Cybermobbing-Opfer berichtet von Schlafstörungen, jedes zehnte von Kopf- oder Bauchschmerzen. Mehr noch: „Cybermobbing kann bleibende Folgen nach sich ziehen“, warnt Diplom-Psychologe Torsten Porsch: Betroffene ziehen sich zurück, verändern sich, werden in der Schule schlechter. . .

Die Formen der Internetgewalt sind vielfältig. Am häufigsten sind laut Studie Bedrohungen und Beleidigungen, es folgen üble Nachrede, Identitätsmissbrauch über gefälschte Persönlichkeitsprofile und unberechtigte Weitergabe von Daten, zu denen zum Beispiel auch die Handynummer gehören kann. „Stress mit Mitschülern gab es früher nur in der Schule. Über das Internet wird er nun auch dorthin getragen, wo Jugendliche bislang sicher waren“, betont Porsch - in die Kinder- und Jugendzimmer.

Dies bedeutet: Es gibt praktisch keinen Ort der Zuflucht mehr - auch dann nicht, wenn die Jugendlichen den Computer einfach herunterfahren: „Denn für andere sind die Beleidigungen im Internet natürlich weiterhin sichtbar.“

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Liebesromane tun Frauen nicht unbedingt gut

Liebesromane tun Frauen oft nicht gut - zu diesem Schluss ist die britische Paartherapeutin und Autorin Susan Quilliam gelangt.

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"Manchmal ist das Freundlichste und Klügste, was wir unseren Patientinnen raten können, das Buch wegzulegen"
Der Wirklichkeit ins Auge blicken

Wer die Liebesgeschichten von der gewöhnlich rehäugigen Heldin und ihrem Retter mit dem kantigen Kinn glaube, sei schon auf dem besten Weg ins Unglück, meint die Therapeutin in der britischen Fachzeitschrift "Journal of Family Planning and Reproductive Health Care" vom Donnerstag. "Manchmal ist das Freundlichste und Klügste, was wir unseren Patientinnen raten können, das Buch wegzulegen - und der Wirklichkeit ins Auge zu blicken."

Nicht nur, dass es in den Romanen nahezu nie "sicheren Sex" gebe, schrieb Quilliam. Vor allem bilde die Lektüre nicht "die Höhen und Tiefen einer Beziehung" ab, mit denen ein Paar in der Wirklichkeit zurechtkommen muss.