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Mo, 25 Sep 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Lieber sozial als schuldig

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© unbekannt

Warum Menschen einander helfen, selbst wenn sie daraus keinen persönlichen Nutzen ziehen, ist aus Sicht der Ökonomie und Spieltheorie bis heute nicht zufriedenstellend beantwortet. Eine neue Studie sagt nun: Um sich später nicht schuldig zu fühlen, tut man lieber Gutes. Auch Gehirnbilder sprechen den Forschern zufolge für diese These.

"Nutzlose" Kooperation

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Kaffeehaus und ein anderer Gast bittet Sie, auf seinen Laptop aufzupassen, während er telefoniert. Welchen Nutzen er davon hat, ist klar, aber welchen haben Sie? Dennoch: In der Regel werden Sie auf das Gerät aufpassen, auch wenn Ihnen das eigentlich nichts bringt.

Kommentar: Sott.net sieht den Psychopathen als Nutznießer von hilfsbereiten Menschen an, mit dem Ziel, nur etwas für andere Menschen zu tun, wenn er am Ende auch dafür etwas bekommt. Der Spieltheorie zufolge heißt das, dass immer einer verlieren muss ("win-lose"), sodass der maximale Profit erlangt werden kann. Laura Knight-Jadczyk diskutiert die Spieltheorie besonders in diesem Buch (leider nur in Englisch verfügbar): Almost Human


Ambulance

Fluchen lindert offenbar Schmerzen

© flickr.com/crosathorian

Schlechtes Benehmen hat offenbar immerhin einen positiven, genauer einen schmerzlindernden Effekt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zum Thema Fluchen unter mehr als 70 Jugendlichen der britischen Keele University.

Test mit Eiswasser

Dazu wurden Probanden, die bis zu 40 mal am Tag fluchen und jene, die weniger als zehn Mal am Tag fluchen, in zwei entsprechende Gruppen eingeteilt.

Im Anschluss hielten die Jugendlichen ihre Hände zweimal in eiskaltes Wasser, wobei sie nur bei einem der beiden Durchgänge fluchen durften. Beide Gruppen hielten die Hand länger unter Wasser, wenn sie fluchten.

Evil Rays

Handy-Strahlen haben Einfluss auf die Hirn-Aktivität

© keystone
Der Einfluss von Handystrahlen auf die Organe ist nachgewiesen, die Folgen für die Gesundheit bleiben unklar.
Die Strahlung von Mobiltelefonen verändert die Stromwellen im Gehirn. Zu diesem Schluss kommt ein nationales Forschungsprogramm. Ob der nachgewiesene Effekt auch eine Auswirkung auf die Gesundheit hat, bleibt aber unklar.

Mehrere Untersuchungen im Rahmen eines breit angelegten nationalen Forschungsprogramms kommen zum Schluss: Mobilfunkstrahlung verändert nachweislich bestimmte biologische Prozesse in menschlichen Zellen und Organen.

Ein Forscher-Team der Universität Zürich setzte Probanden vor dem Einschlafen für eine halbe Stunde der Handystrahlung aus.

Kommentar: Lesen Sie die folgenden Artikel für mehr Informationen über Mobilfunkstrahlen: Handys sind "gefährlicher als das Rauchen", Elektromagnetische Strahlung und ihre Auswirkung auf das Gehirn: Ein Insider spricht


Heart - Black

Broken-Heart-Syndrom: Wenn der Verlust eines geliebten Menschen tötet

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Romeo und Julia töteten sich selbst, weil sie die Trennung voneinander nicht ertragen konnten. Doch nicht nur physische Faktoren können in derartigen Situationen tödlich sein, sondern auch mentale. Mediziner definieren dieses Phänomen als "Broken-Heart-Syndrom".

Trennung enger Bindungen verursacht Leere

Zu vielen Menschen hat man eine solch enge Bindung, dass sie tief im Herzen verankert sind und bei einem Bruch der Beziehung ein schier endlos wirkendes Loch hinterlassen. Alles wirkt anders und ein tiefer Schmerz überschattet den Alltag, wodurch es kein Glück mehr zu geben scheint. Auch Albträume, Selbstmordgedanken und tiefe Traurigkeit sind die Folge.
Die Mehrzahl der Menschen überwindet diese Phase, bei anderen verursacht der Herzschmerz hingegen gravierende gesundheitliche Folgen - bis hin zum Tod. Es sind die Gedanken, die diese Menschen umbringen. Dabei unterscheidet man zwischen direkten Selbstmordgedanken und denen, die ohne einen direkt gewollten eigenen Einfluss zum Tod führen - geschieht das, so spricht man vom "Broken-Heart-Syndrom".

Hourglass

Schlafdauer lässt Gehirn schrumpfen

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Das Gehirn kann einer Studie zufolge um bis zu sieben Jahre altern, wenn man zu kurz oder zu lange schläft. Das berichten nun britische Forscher.

Bis zu sieben Jahre altern

Wissenschaftler der Universität London fanden heraus, dass es einen engen Zusammenhang zwischen der Schlafdauer und der Gehirnfunktion gibt. Schläft man weniger oder mehr als die empfohlene Dauer von sechs bis acht Stunden am Tag, so beschleunige dies den Rückgang von kognitiven Funktionen.

Butterfly

Gehirn merkt sich Berührungen genau

Menschen können die Erinnerung an Berührungen im Gedächtnis abrufen

Berlin - Sobald eine Berührung aufmerksam registriert wurde, wird sie in dem sogenannten Arbeitsgedächtnis abgespeichert. Neurowissenschaftlern der Charité Universitätsmedizin Berlin konnten ein Signal im Hirn von Probanden nachweisen, sobald sie sich an eine Berührung erinnern konnten. Die Wissenschaftler der Abteilung für Neurologie und dem Bernstein Center for Computational Neuroscience an der Charité prüften, in welcher Form Berührungsempfindungen im Arbeitsgedächtnis abrufbar sind.

Butterfly

Joggen wirkt wie Beten

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Und am Ende steht die ganz große Entspannung - Joggen löst im Gehirn ähnliche Reaktionen aus wie Beten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Sporthochschule Köln.

Wer regelmäßig seine Joggingrunden dreht, weiß wie positiv sich Sport auf Körper und Geist auswirkt. Das Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft der Deutschen Sporthochschule in Köln beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit den Auswirkungen von körperlicher Ertüchtigung auf unser Wohlbefinden.

In Zusammenarbeit mit der Evangelisch Theologischen Fakultät der Universität in Bonn konnten die Forscher eine vergleichbare Reaktion bei Gebet und Trainingseinheit nachweisen: Sowohl bei betenden als auch bei laufenden Probanden machte sich eine geistige und körperliche Entspannung breit, die sich wissenschaftlich und subjektiv nachweisen ließ.

Magic Wand

Musizieren mindert Alterserscheinungen

© Colourbox
Musizieren hält das Gehirn in Form
Mit Musik geht alles besser - auch das Altwerden: Wer beinahe sein ganzen Leben lang ein Musikinstrument gespielt hat, hat im Alter weniger Probleme mit dem Gedächtnis.

Abgesehen davon, dass Senioren mit Musik ihr Gehirn fit halten können, ergibt sich für sie ein weiterer Vorteil durch das aktive Musizieren: Es fällt ihnen leichter, einem Gespräch trotz lauter Geräuschkulisse zu folgen. Hinweise darauf liefert eine kleine Studie mit Musikern und Nicht-Musikern, die US-Forscher im Fachblatt PLoS One vorstellen. Die Ergebnisse legen nahe, dass Musik die Fähigkeit fördert, wichtige Klangmuster aus dem Lärm herauszufiltern und zu erkennen.

Better Earth

Meditieren rettet die Zellen

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Wer regelmäßig meditiert, tut nicht nur was für den Geist, sondern auch für seine Zellen. So lautet das Ergebnis einer US-Studie.


Meditation bringt Körper und Geist ins Gleichgewicht. Das ist kein Geheimnis. Aber warum wirkt sich Meditieren eigentlich so positiv aufs Gemüt aus? Amerikanische Wissenschaftler wollten es genau wissen und sind der Frage auf den Grund gegangen.

Im Rahmen einer Langzeituntersuchung der Auswirkungen von Meditation auf Körper und Psyche - des so genannten Shamatha-Projects - ließen Forscher der University of California 60 Probanden über einen Zeitraum von drei Monaten intensiv meditieren. Am Ende der Meditationskur maßen die Wissenschaftler bei den Teilnehmern die Aktivität des Enzyms Telomerase. Telomere sind DNA-Abschnitte, die sich am Ende von Chromosomen befinden. Bei jeder Zellteilung werden diese kürzer bis sie so kurz sind, dass die Zelle sich nicht mehr teilen kann und abstirbt. Das Enzym Telomerase hat die Eigenschaft, die Telomere zu reparieren und wieder zu verlängern.

Laptop

Facebook und Co.: Die Last mit den "Likes"

Viele pflegen das Netz ihrer Freunde über soziale Medien wie Facebook. Tatsächlich kann das Beziehungen festigen und das Gefühl des Dazugehörens stärken. Es kann aber auch eine große Last sein.

Kennen Sie das Gefühl, Sie müssten jetzt endlich mal wieder etwas - irgendetwas! - tweeten oder auf Facebook posten, um nicht in einigen Stunden für tot gehalten zu werden? Als "soziale Tiere", die wir nun mal sind, können wir nicht ohne die anderen leben. Wir brauchen gegenseitige Lebenszeichen, um uns in Verbindung zu wissen. So schenken wir uns Zuneigung und Sicherheit. So auch werden wir einander wichtig im Leben, denn der soziale Kontakt mit wohlmeinenden Menschen ist das, was uns Stress abbauen und innere Ruhe finden lässt.