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Mo, 20 Sep 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Stresshormon beeinflusst Kinderpersönlichkeit

Geschwister
© IMSI MasterClips
Geschwister

Kortisolmenge spielt wichtige Rolle bei Verhaltensweisen

Ob ein Kleinkind eine brave, schüchterne „Taube“ oder ein frecher, mutiger „Habicht“ ist, hängt auch von seiner Hormonreaktion ab. Das zeigt eine Studie britischer Forscher an 200 Zweijährigen. In Stress-Situationen produzierte der Stoffwechsel der Kinder unterschiedlich große Mengen Kortisol. Hoch war die Konzentration des Stresshormons bei den eher passiven „Tauben“, geringer bei den aggressiveren „Habichten“.

„Diese Ergebnisse geben uns Aufschluss darüber, dass und wie Verhaltensmuster auch chemische Muster sind. Unterschiedliche Reaktionen - sowohl im Verhalten als auch chemisch - könnten eine evolutionäre Anpassung an Stress sein“, sagt Studienleiter Patrick Davies von der Universität Rochester. Diese Sichtweise liefere auch einen wichtigen Widerspruch zur gängigen Theorie in der Verhaltenspsychologie. Nach dieser gibt es nur einen gesunden Weg im Leben und alle Verhaltensweisen sind entweder daran angepasst oder nicht. „Wenn es um gesundes psychisches Verhalten geht, passt eine Größe aber nicht für alle“, konstatieren die Forscher im Fachmagazin „Development and Psychopathology“.

Attention

Der Wiederholungs-Effekt: Warum wir einer Aussage umso eher glauben, je öfter wir sie hören

Wer am lautesten brüllt und vor allem oft genug dasselbe erzählt, bekommt am Ende meist recht, zeigt eine US-Studie.
Conversation
© Unbekannt

„Ceterum censeo Carthaginem esse delendam!“ Auf Deutsch:Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss! Mit diesem Satz beendete der römische Feldherr Cato Censorius angeblich alle seine Reden. Auch dann, wenn es gar nicht um Karthago ging.

Der Ausspruch soll schließlich zum Dritten Punischen Krieg und damit zur tatsächlichen Zerstörung Karthagos geführt haben. Er gilt bis heute als historisches Beispiel dafür, dass Wiederholungen mächtiger sind als jede Wahrheit, solange man sie nur beharrlich äußert. Es ist das Prinzip der urbanen Legenden: Man muss den Leuten die Verschwörungstheorie nur oft genug einbläuen, dann glauben sie irgendwann dran.


Kommentar: Kritisches Denken kann niemandem abgenommen werden. Der Autor verwendet hier die altbewährte "Verschwörungstheorie"-Aussage. Damit wird wieder einmal von Verschwörungen, welche tatsächlich stattfinden, abgelenkt und sie als absurd dargestellt.

Dem Autor soll hiermit keine Unterstellung gemacht werden. Die Menschen werden von unserer Gesellschaft darauf programmiert, so zu denken. Und jeder, der versucht seinen Verstand zu gebrauchen, um über den Tellerrand zu blicken und um die Gegebenheiten zu hinterfragen, wird veruteilt.

Kommentar: Das Wiederholungsprinzip wird in der Politik und im Geschäftsleben oft und gezielt eingesetzt.

Und das nicht immer zum Vorteil der Bürger. Können Sie sich vorstellen, dass es Menschen gibt, welche ohne den geringsten Funken von Gewissen über Leichen gehen würden, um an ihr Ziel zu kommen?

Lesen Sie die "schockierende Wahrheit" in unserer Artikelserie über Psychopathen:

Der Psychopath - Teil 1: Die Maske der Vernunft
Der Psychopath - Teil 2: Psychopathen in der New Age Bewegung
Der Psychopath - Teil 3: Was ist ein Psychopath?
Der Psychopath - Teil 4: Wie Psychopathen die Welt sehen
Der Psychopath - Teil 5: Psychopathen und Beziehungen
Der Psychopath - Teil 6: Wie man mit Psychopathen umgeht
Der Psychopath - Teil 7: Symptome/Checklisten für Psychopathie
Der Trick des Psychopathen: Uns glauben machen, dass Böses von anderswo kommt
Das verborgene Böse: Der psychopathische Einfluss


Ambulance

Leistungsdruck im Job - Wenn der Stress die Seele angreift

Zielvorgaben erfüllen, beim Chef punkten und ein erfolgreiches Privatleben führen: Der Leistungsdruck verfolgt uns von der Schule bis in den Job. Doch der Mensch ist nur begrenzt belastbar - manchmal ist es Zeit für die Notbremse.
Gestresster Mann
© iStock
Leistungsdruck gehört zu nahezu jedem Job dazu - aber wenn es zuviel wird, ist es Zeit, die Notbremse zu ziehen.

Leistungsdruck kennen inzwischen schon Grundschüler. Wollen sie einen guten Start ins Leben haben, sollten sie am besten Englisch sprechen, Hockey spielen, ein Instrument beherrschen und ein gutes Abitur machen. Und was oft schon mit sechs Jahren beginnt, hört für Erwachsene nicht auf - im Gegenteil. "Die Anforderungen steigen immer mehr. Viele gönnen sich kaum noch Pausen, sind ständig verfügbar", sagt die Psychologin Claudia Schmeink aus Darmstadt. Das führe in manchen Fällen zu enormen Druck bis hin zu einem Burn-out.

Kommentar: Ein sehr wirksames Mittel um Stress zu bekämpfen ist Éiriú Eolas, ein erstaunliches Stressabbau-, Heilungs- und Verjüngungsprogramm. Es kann hier kostenlos ausprobiert werden.


Toys

Die (r)evolutionäre Melodie der Babysprache

Liegt der Ursprung von Musik in der Mutter-Säugling-Beziehung? Die Babysprache könnte Musikempfinden beeinflussen.

Musik berührt uns, kein Zweifel. Sie stimmt heiter oder traurig und verbindet Menschen miteinander. Auch die Forschung macht kein Hehl daraus, dass Musik, so wie die Sprache, zum Menschsein dazugehören. Uneins war man sich bisher nur darüber, welchen Ursprung die Musik in der Menschheitsgeschichte hat und warum wir so emotional auf sie reagieren.
Glückliches Paar
© Unbekannt

„Musik ist nicht so überlebenswichtig wie etwa Essen oder Trinken“, sagt der australische Forscher Richard Parncutt, der das Institut für Systematische Musikwissenschaft der Universität Graz leitet. Die moderne Psychologie tappt im Rätsel des Zusammenhangs zwischen Musik und Emotion im Dunkeln. Nach der gängigen Meinung gelten eher Faktoren wie Angst oder Selbsterhaltungstrieb als Motor der Evolution - und nicht Bach, Mozart oder die Beatles.

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Hirnforschung: Gleich und gleich gesellt sich gern

Wie wir auf andere Menschen reagieren, hängt entscheidend davon ab, ob diese auf der gleichen oder einer anderen Position in der sozialen Hierarchie angesiedelt sind. Am stärksten ist die Reaktion auf Personen gleichen Ranges.
Hirnaufnahmen
© C. Zink/NIMH Genes Cognition and Psychosis Program
Anhand solcher Aufnahmen haben Wissenschaftler die Reaktionen ihrer Probanden auf andere Personen mit unterschiedlichem sozialen Status untersucht.

Der eigene soziale Status beeinflusst entscheidend, wie stark man auf Menschen reagiert, die auf der gleichen oder einer anderen Position in der sozialen Hierarchie angesiedelt sind.

Darauf deuten Versuche hin, die ein Forscherteam um Caroline Zink vom National Institute of Mental Health in Bethesda in den USA jetzt in der Fachzeitschrift Current Biology (online) publiziert hat. Sie bestätigen mit Hilfe moderner bildgebender Verfahren ein altes Sprichwort: Gleich und Gleich gesellt sich gern.

Für die Studie mussten die Versuchsteilnehmer jeweils zwei Fotografien von Menschen mit höherem oder niedrigerem sozialen Status bestimmten Fragen zuordnen, etwa: "Welche Person wurde mehrmals gefeuert?" oder "Welche Person hat eine Eliteuniversität besucht?" Zugleich beobachten die Forscher mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) das sogenannte ventrale Striatum im Bewertungssystem des Gehirns.

Chalkboard

"Auch Schimpansen sind depressiv"

Psychiater Martin Brüne von der Uni Bochum erläutert, wieso man die psychischen Störungen des Menschen im Lichte der Evolution betrachten sollte.
Schimpansen
© AFP
Niemand weiß genau, was im Kopf eines Schimpansen vor sich geht. Aber Psychiater wie Martin Brüne sind überzeugt, dass Primaten ähnlich wie Menschen psychische Störungen entwickeln können.

Die Medizin hat Schwierigkeiten damit, zu erklären, wieso psychische Krankheiten trotz verbesserter Gesundheitsvorsorge und Lebensbedingungen gerade in entwickelten Gesellschaften nicht abnehmen. Evolutionsbiologisch ausgerichtete Forscher plädieren deshalb dafür, die Genese etwa von Depressionen und Schizophrenien nicht nur an individuellen Patienten und deren Genen zu erforschen, sondern den stammesgeschichtlichen Kontext zu beachten. Ein führender Vertreter dieses Ansatzes in Deutschland ist der Psychiater Martin Brüne von der Universitätsklinik Bochum.

Red Flag

Das Böse im Gesicht

Bild
© unbekannt
Von äußeren Merkmalen auf innere Werte zu schließen, hat man bereits vor 200 Jahren versucht. Derartige pseudowissenschaftliche Ansätze waren die Grundlage folgenschwerer rassistischer Ideologien. Eine Studie liefert nun anscheinend neue Nahrung für eine längst verworfenen Idee: Das Böse sei manchen Menschen buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Demnach neigen Männer mit breiterem Antlitz eher zum Betrug. Das bedeute aber nicht, dass einem das Böse bereits in die Wiege gelegt wurde, indirekt verantwortlich seien vielmehr psychologische Mechanismen.

Kommentar: Der Psychopath fällt ebenfalls aus dieser Kategorisierung heraus, dass man ihn allein anhand der Gesichtsform erkennen kann.

Lesen Sie weiter:

Der Psychopath - Teil 1: Die Maske der Vernunft

Der Trick Des Psychopathen: Uns glauben machen, dass Böses von anderswo kommt


Radar

Homo- oder heterosexuell? Das lässt sich im MRT erkennen

LISSABON (eb). US-Forscher haben mit bildgebenden Verfahren Unterschiede in den Gehirnen von Menschen gefunden, die auf ihre sexuelle Orientierung schließen lassen. Vor allem Unterschiede in der Amygdala scheinen dabei aussagekräftig zu sein.

"Sexuelle Orientierung sucht man sich nicht aus. Sie wird einem vor allem neurobiologisch in die Wiege gelegt", ist Dr. Jerome Goldstein vom San Francisco Clinical Research Center in den USA überzeugt: "Die Verbindung zwischen neurobiologischer Veranlagung und sexueller Orientierung ist heute klar - aber jetzt können wir sie auch mittels bildgebender Verfahren für das Auge sichtbar machen."

Pills

Wissenschaftler suchen die Drogenpersönlichkeit

Langzeit-Studien in Deutschland und den USA versuchen zu klären, warum manche Menschen Drogen nehmen und von ihnen abhängig werden - und andere nicht.
Amy Winehouse
© dpa
Sängerin Amy Winehouse weist Merkmale einer "Drogenpersönlichkeit" auf
Man könnte sagen, die Persönlichkeit eines Menschen ist so etwas wie der Fingerabdruck der Psyche. Im Laufe des Lebens wird sie sorgsam Stück für Stück aus genetischen Veranlagungen und den Erfahrungen mit der Umwelt zusammengebaut. Über die Jahre verschmelzen dann die Gefühle, Einstellungen, Vorlieben und Abneigungen zu einer Einheit aus Denken und Handeln.

Dieses einzigartige Profil ermöglicht es, jemanden wiederzuerkennen und das Verhalten eines Menschen einschätzen und vorhersagen zu können.

Wissenschaftler haben die Persönlichkeit schon lange als Kandidat im Visier, wenn es darum geht zu erklären, warum manche Menschen Drogen nehmen und von ihnen abhängig werden - und andere nicht. Heiner Ellgring vom Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg hat in einer Übersicht verschiedene Studien mit mehreren Tausend Studienteilnehmern zusammengefasst.

People

Sozialer Druck verfälscht das Gedächtnis

Erinnerungen werden durch Aussagen anderer neu geschrieben

London/Rehovot/Wien - Ein wenig sozialer Druck kann schon genügen, um das Gedächtnis eines Menschen zu manipulieren. Forscher vom Weizmann Institute http://www.weizmann.ac.il und des University College Londons http://ucl.ac.uk berichten in der Zeitschrift Science von einem speziellen Aktivitätsmuster des Gehirns, das auf verfälschte Erinnerungen deutet. Dabei geht es nicht nur um Anpassung an Falschaussagen anderer, konnten sie in Experimenten zeigen. Sogar als sicher geglaubte Bestandteile des Gedächtnisses können völlig neu beschrieben werden.

Ein Ereignis, viele Versionen

Falsche Erinnerungen und das Implantieren von Gedanken sind nicht erst seit dem Kinofilm Inception bekannt. Details des Hergangs eines Autounfalls oder des gemeinsam verbrachten Urlaubs klingen bei den Beteiligten später oft völlig unterschiedlich, Zeugen vor Gericht sind in ihrer Erinnerung immer wieder von Medienberichten beeinflusst und speziell Demenzpatienten haben manchmal Probleme, Erinnerung und Realität zu trennen. "Falsche Erinnerung ist für Menschen so real wie die historische", so der Wiener Neuropsychologe Johann Lehrner gegenüber pressetext (siehe: http://pressetext.com/news/20100816023 ).