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Di, 26 Mai 2020
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Musizieren mindert Alterserscheinungen

gitarre
© Colourbox
Musizieren hält das Gehirn in Form
Mit Musik geht alles besser - auch das Altwerden: Wer beinahe sein ganzen Leben lang ein Musikinstrument gespielt hat, hat im Alter weniger Probleme mit dem Gedächtnis.

Abgesehen davon, dass Senioren mit Musik ihr Gehirn fit halten können, ergibt sich für sie ein weiterer Vorteil durch das aktive Musizieren: Es fällt ihnen leichter, einem Gespräch trotz lauter Geräuschkulisse zu folgen. Hinweise darauf liefert eine kleine Studie mit Musikern und Nicht-Musikern, die US-Forscher im Fachblatt PLoS One vorstellen. Die Ergebnisse legen nahe, dass Musik die Fähigkeit fördert, wichtige Klangmuster aus dem Lärm herauszufiltern und zu erkennen.

Better Earth

Meditieren rettet die Zellen

Meditation
© flickr.com/alicepopkorn
Wer regelmäßig meditiert, tut nicht nur was für den Geist, sondern auch für seine Zellen. So lautet das Ergebnis einer US-Studie.


Meditation bringt Körper und Geist ins Gleichgewicht. Das ist kein Geheimnis. Aber warum wirkt sich Meditieren eigentlich so positiv aufs Gemüt aus? Amerikanische Wissenschaftler wollten es genau wissen und sind der Frage auf den Grund gegangen.

Im Rahmen einer Langzeituntersuchung der Auswirkungen von Meditation auf Körper und Psyche - des so genannten Shamatha-Projects - ließen Forscher der University of California 60 Probanden über einen Zeitraum von drei Monaten intensiv meditieren. Am Ende der Meditationskur maßen die Wissenschaftler bei den Teilnehmern die Aktivität des Enzyms Telomerase. Telomere sind DNA-Abschnitte, die sich am Ende von Chromosomen befinden. Bei jeder Zellteilung werden diese kürzer bis sie so kurz sind, dass die Zelle sich nicht mehr teilen kann und abstirbt. Das Enzym Telomerase hat die Eigenschaft, die Telomere zu reparieren und wieder zu verlängern.

Laptop

Facebook und Co.: Die Last mit den "Likes"

Viele pflegen das Netz ihrer Freunde über soziale Medien wie Facebook. Tatsächlich kann das Beziehungen festigen und das Gefühl des Dazugehörens stärken. Es kann aber auch eine große Last sein.

Kennen Sie das Gefühl, Sie müssten jetzt endlich mal wieder etwas - irgendetwas! - tweeten oder auf Facebook posten, um nicht in einigen Stunden für tot gehalten zu werden? Als "soziale Tiere", die wir nun mal sind, können wir nicht ohne die anderen leben. Wir brauchen gegenseitige Lebenszeichen, um uns in Verbindung zu wissen. So schenken wir uns Zuneigung und Sicherheit. So auch werden wir einander wichtig im Leben, denn der soziale Kontakt mit wohlmeinenden Menschen ist das, was uns Stress abbauen und innere Ruhe finden lässt.

People

Polyvagal-Theorie: Die drei neuralen Kreisläufe als Regulatoren für unser reaktives Verhalten

Das Autonome Nervensystem funktioniert ganz anders, als wir es bis heute in allen Anatomiebüchern lesen können. Das ist die bahnbrechende Erkenntnis, die der amerikanische Wissenschaftler Stephen Porges von der Universität Illinois in die Welt gesetzt hat. Auf Grund intensiver Studien der menschlichen Polygenese (Stammgeschichte) und der neuralen Abläufe ist Porges heute davon überzeugt, dass der Parasympatikus zweigeteilt ist in einen dorsalen und ventralen Vagus, die ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen. Menschliches Kontaktverhalten kann mittels der These von Stephen Porges neu erklärt werden. Im Trauma-Heilungsmodell von Dr. Peter A. Levine spielt die polyvagale Theorie eine wichtige Rolle. Wir bedanken uns bei Prof. Dr. Stephen Porges für die Erlaubnis, einen Ende 2002 in der Fachzeitschrift „Scientific Agenda“ der Amerikanischen Psychologie-Vereinigung (APA) erschienen Text über seine Hypothese hier in deutscher Sprache abdrucken zu dürfen.

Book

Lesen schützt vor Depression

Lesen
© Ludvik Glazer-Naudé
„Lies doch lieber ein gutes Buch!“ So abgedroschen der elterliche Rat klingen mag und so wirkungslos er bei heutigen Jugendlichen meist verpufft - er ist berechtigt wie eh und je. Denn: Bücherlesen erweitert nicht nur den Horizont, es schützt auch vor Depressionen, die oft schon in der Adoleszenz beginnen. Exzessives Musikhören hingegen ist ein Risikofaktor für Schwermut in jungen Jahren, wie jetzt Forscher der Universität von Pittsburgh herausgefunden haben.

Sherlock

Psychologie: Falsche Freundlichkeit schadet der Gesundheit

Flugbegleiterinnen und Hostessen tun es - Dauergrinsen. Forscher fanden heraus: Wenn die Freundlichkeit nicht von Herzen kommt, macht Lächeln krank.

Heute schon angelächelt worden? In der Bäckerei? Vom Zeitungsverkäufer oder dem Busfahrer? Nein? Nehmen Sie es nicht persönlich. Verkäufer tun gut daran, denn wer ständig ein unechtes Lächeln aufsetzt, der fühlt sich am Feierabend bedrückt und schadet auf Dauer seiner Gesundheit.

Das hat der Psychologe Brent Scott herausgefunden, der für zwei Wochen Busfahrer bei ihrer täglichen Arbeit beobachtet hat. Dazu muss man wissen, dass Scott im US-Bundesstaat Michigan lebt und auch dort in den Bussen mitfuhr. In den USA ist es nämlich durchaus üblich, dass Busfahrer lächeln, mehr noch, sie werden von ihren Vorgesetzten dazu angehalten.

Nach intensiver Beobachtung und Befragung der Fahrer kam Scott zu folgendem Schluss: An Tagen, wo den Busfahrern nicht zum Lächeln zumute war, sie aber trotzdem die Gäste mit fröhlicher Miene begrüßten, fühlten sie sich am Abend erschöpft. Ihre Laune hatte sich im Lauf des Tages sogar verschlechtert.

Beaker

Neurologen lokalisieren Ursprungsort der Angst

Große Höhen, enge Räume - schon der Gedanke daran: Manche Menschen sind von Ängsten besessen, während andere Horrorsituationen kalt lassen. Hirnscans haben jetzt verraten: Das Maß der Ängstlichkeit hängt von zwei kleinen Schaltkreisen ab.

Bild
© ddp images
Jennifer Leighin Alfred Hitchcocks Film "Psycho": Ängstlichkeit steckt im Gehirn
Große Höhen, enge Räume - schon der Gedanke daran: Manche Menschen sind von Ängsten besessen, während andere Horrorsituationen kalt lassen. Hirnscans haben jetzt verraten: Das Maß der Ängstlichkeit hängt von zwei kleinen Schaltkreisen ab.

Millionen von Menschen leiden weltweit unter Angststörungen. Allein in den USA sind den Schätzungen zufolge etwa 25 Millionen Menschen von Panikattacken, sozialen Phobien, Zwangsstörungen und Angstzuständen betroffen, meistens handelt es sich dabei um posttraumatischen Störungen. Solche Menschen entwickeln häufig schon bei kleinen Problemen übermäßig starke Angst. Es gibt aber auch Menschen, denen Angst völlig fremd ist: Auch im Angesicht von Katastrophen bleiben sie ruhig oder neigen in Situationen zu Leichtsinn, in denen Angst normalerweise eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.

Kommentar: SOTT.net empfiehl folgende verwandte Artikel:

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Ambulance

Jeder Zehnte leidet an Sozialer Phobie - Deutsche Forscher untersuchen weit verbreitete Angstkrankheit

Dresden - Jeder Mensch war schon einmal aufgeregt oder ängstlich - beispielsweise vor einer Prüfung oder einem Rendezvous. Diese Soziale Angst, bei der Betroffene befürchten, sich peinlich zu verhalten oder einen negativen Eindruck zu hinterlassen, ist Gegenstand von Untersuchungen an der TU Dresden http://psychologie.tu-dresden.de . "Das Kniffelige an der Sozialen Phobie ist, dass jeder sie kennt", sagt der Psychologe David Bräuer. Er forscht mit seinen Kollegen an der im Fachjargon "Soziale Phobie" genannten Angst.

Leidende fürchteten sich davor, dass sich Menschen über sie lustig machen oder etwas komisches über sie denken. Diese Angstkrankheit ist weit verbreitet. Etwa zehn Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter "Sozialer Phobie", erläutert der Wissenschaftler. "Das kann der Vortrag im Seminar, ein Termin mit dem Chef, aber auch einfach das Gespräch mit Freunden sein", erklärt Bräuer im Gespräch mit pressetext. Schlimm wird es, wenn Betroffene wegen panischer Ängste gar nicht mehr aus dem Haus gehen.

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Studie: Depressive treffen bessere Entscheidungen

Depression
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Depressionen können auch gute Seiten haben. Das hat eine Forscherin der Universität Basel gemeinsam mit Kollegen aus den USA und Deutschland gezeigt. In ihrer Studie packten depressive Menschen Probleme beharrlicher an und trafen bessere Entscheidungen als Gesunde.

Eine Depression ist eine schwerwiegende Stimmungserkrankung, die viele Aspekte des Lebens beeinträchtigt. Landläufig herrscht die Ansicht, dass sich Depressionen auch negativ auf Denkleistungen auswirken - zum Beispiel auf die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, wie die Universität Basel am Montag mitteilte.

Magnify

Angst wird nicht vergessen - nur verdeckt

Angst wird nicht vergessen, sondern überlagert
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mp Düsseldorf - Hat sich einmal eine Angst im Menschen festgesetzt, ist sie nur schwer zu überwinden. Der Grund könnte darin liegen, dass sie nicht aus dem Kopf verschwindet, sondern nur überlagert wird.
Angst sitzt im wahrsten Sinne des Wortes tief. Unter dem Großhirn liegt im menschlichen Denkorgan der sogenannte Mandelkern, der beim Angstverhalten eine zentrale Rolle spielt. Wie Wissenschaftler des Bernstein Center der Universität Freiburg und den Hochschulen in Basel und Bordeaux an einem Computermodell zeigen konnten, wird Angst dort gespeichert und nie vergessen. Sie wird lediglich überlagert.

Basis dafür sind Versuche an Mäusen, die nach dem Ertönen eines bestimmten Klangs einer negativen Reizung ausgesetzt waren. Dadurch manifestierte sich die Angst, die bereits auftrat, wenn der Klang ertönte, auch ohne dass etwas Schlimmes folgte. Nach und nach reagierten die Mäuse aber nicht mehr ängstlich - das trat erst wieder auf, als der Klang im ursprünglichen oder in einem völlig neuen Kontext auftrat.