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Mo, 29 Aug 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Wie Vorurteile unsere Wahrnehmung massiv verzerren

Die visuelle Verarbeitung von Gesichtern wird von Stereotypen beeinflusst
© image source white/ thinkstock
Fröhlich, neutral oder wütend? Stereotypen beeinflussen die visuelle Wahrnehmung
Verzerrte Sicht: Wie unser Gehirn eine Person wahrnimmt, hängt nicht nur von ihren objektiven Gesichtszügen ab - sondern auch von stereotypen Erwartungen. Das zeigt nun ein Experiment von US-Forschern. Demnach verarbeitet das Gehirn Gesichter so, dass sie unseren Vorurteilen und Klischees mehr entsprechen, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin Nature Neuroscience berichten. Das heißt: Wer Männern grundsätzlich aggressive Eigenschaften zuschreibt, dessen Gehirn reagiert auch auf ein neutrales Männergesicht so, als würde es ein wütendes sehen.

Kommentar:


2 + 2 = 4

Neue Erkenntnisse zum Mathematiker-Gehirn: Spezielles Hirn-Netzwerk, das nur bei Mathe-Profis existiert

Spezielles Mathe-Netzwerk aus verknüpften Hirnarealen existiert nur bei Mathe-Profis
© wavebreakmedia/ thinkstock
Das Gehirn von Mathematikern reagiert auf mathematische Aussagen anders als bei Mathe-Laien.
Mathe-Profis sind anders: Wenn Mathematiker über mathematische Aussagen nachdenken, springt in ihrem Gehirn ein ganz spezielles Netzwerk an. Dieses Aktivitätsmuster ist für sie einzigartig und reagiert nur auf Mathematik, wie Hirnscans belegen. Bei Nichtmathematikern existiert dieses Netzwerk dagegen nicht. Spannend auch: Die Lage der aktivierten Hirnareale verrät, dass abstrakte Mathematik weniger mit Linguistik zu tun hat, als manche Forscher bisher angenommen haben.

People

Es braucht nur direkte, positive Erfahrungen, dann lernt man auch Mitgefühl mit fremden Gruppen

Überraschend positive Erfahrungen erhöhen Empathie für fremde Gruppen
© FreeImages.com / Marco Michelini
Größeres Mitgefühl für Fremde entsteht durch positive Erfahrungen wie überraschende Hilfsbereitschaft.
"Was geht mich fremdes Elend an?" Diese Haltung gegenüber Menschen fremder Kulturen und Flüchtlingen lässt sich überwinden: Behandelt uns ein Fremder überraschend hilfsbereit, steigert das unser Mitgefühl. Neurowissenschaftler haben mit Gehirnscans herausgefunden, dass sich diese hinzugelernte Empathie auf die ganze Gruppe ausdehnt, der wir den fremden Wohltäter zuordnen. Schon wenige positive Lernerfahrungen reichen aus, um empathischer zu werden, schreiben die Forscher im Journal Proceedings of the National Academy of Sciences.

Ein Unfall vor der eigenen Haustür oder eine Flutkatastrophe am anderen Ende der Welt - das Unglück anderer Menschen betrifft uns umso stärker, je näher uns diese Menschen stehen. Dieses unterschiedlich ausgeprägte Mitgefühl kann sogar so weit gehen, dass wir mehr Mitleid mit Haustieren als mit fremden Menschen haben. Die fehlende Empathie für "den Fremden" steht auch hinter vielen Konflikten zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen - und nicht zuletzt mit den zu uns kommenden Flüchtlingen.

Kommentar:


People

Wie wir die eigene Wahrnehmung auf andere übertragen: Bei mehr Schmerztoleranz weniger Mitgefühl für andere

Selbstempfundener Schmerz beeinflusst die Empathie für das Leiden anderer

Selbstempfundene Schmerzen verstärken unser Mitgefühl für andere
Weniger Schmerz, weniger Mitgefühl: Unsere Fähigkeit, den Schmerz anderer Menschen nachzuempfinden, hängt von unserer eigenen Schmerzempfindlichkeit ab. Sind wir selbst eher schmerztolerant oder haben wir ein Schmerzmittel genommen, dann schätzen wir auch das Leiden anderer als nicht so schlimm ein, wie ein Experiment belegt. Der Grund für diese Verbindung: Empathie und Schmerzwahrnehmung aktivieren ähnliche Hirnareale und reagieren beide offenbar auf Opioide.

Kommentar:


People

Zu intensives Mitgefühl kann das kognitive Verstehen beeinträchtigen

Starke Aktivität in Empathie-relevanten Hirnregionen hemmt Hirnbereiche für Verstehen
© wavebreakmedia/ thinkstock
Wer einfühlsam ist, kann andere auch gut verstehen? Nicht unbedingt, sagen Forscher
Wer empathisch ist, kann andere auch gut verstehen? Diese Gleichung geht Forschern zufolge nicht immer auf. Sie zeigen mit einem Experiment, dass überbordendes Einfühlen das kognitive Verstehen sogar beeinträchtigen kann. Demnach können die für die beiden Fähigkeiten zuständigen neuronalen Netzwerke einander hemmen. Die Folge: Fühlen wir intensiv und emotional mit, verstehen wir mitunter schlechter, was das Gegenüber weiß, plant oder will.

Kommentar:


Clipboard

Studie: Stärker werdende Depressionen als Vorboten einer Demenz

Verstärkte Depressionssymptome können auf ein drohende Demenz hinweisen
© Monkey Business/fotolia.com
Nehmen die Symptome einer Depression deutlich zu, kann dies Vorbote einer Demenz sein.
In früheren Studien wurden bereits mehrfach Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Risiko einer späteren Demenz festgestellt. Niederländische Forscher haben in einer aktuellen Untersuchung nun nachgewiesen, dass der Verlauf einer Depression maßgeblichen Einfluss darauf hat, ob das Demenz-Risiko der Betroffenen steigt. Eine Verschlechterung im Krankheitsverlauf könne eine Vorbote einer drohenden Demenz sein, berichten die Forscher. Ihre Studienergebnisse haben sie in dem Fachmagazin The Lancet Psychiatry veröffentlicht.

Der Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Risiko einer Demenz wurde laut Aussage der Forscher in früheren Studien vielfach untersucht, wobei allerdings der Krankheitsverlauf keine Berücksichtigung gefunden habe. Das Forscherteam um Dr. M. Arfan Ikram vom Erasmus Medical Center in Rotterdam ist daher in seiner aktuellen Untersuchung der Frage nachgegangen, inwiefern das Risiko der Demenz sich bei verschiedenen Verläufen einer Depression unterscheidet. Ihren Ergebnissen zufolge ist das höhere Risiko einer Demenz vor allem bei einer deutlichen Zunahme der depressiven Symptome festzustellen.

Kommentar: Bei Erkrankungen wie Demenz und auch Depressionen - neben vielen anderen nicht nur körperlichen sondern auch psychischen Erkrankungen - haben der Lebensstil samt Ernährung und auch die Vergiftung mit Schwermetallen große Auswirkungen:


Heart

Soziales Netzwerk: Durch Freunde können wir besser mit Schmerz und Stress unmgehen

Ein großes soziales Netzwerk hilft uns, besser mit Schmerzen und Stress umzugehen
© Rawpixel.com, Shutterstock.com
Forscher untersuchten jetzt die Auswirkungen von sozialen Netzwerken auf die menschliche Schmerztoleranz. Dabei konnten sie feststellen, dass Menschen mit mehr Freunden eine deutlich erhöhte Schmerztoleranz aufwiesen. Somit hängt die Menge von Schmerzen, die Menschen ertragen können, auch von ihren Freunden ab.

Wissenschaftler von der University of Oxford fanden bei einer neuen Untersuchung heraus, dass Menschen eine erhöhte Schmerztoleranz haben, wenn sie über viele Freunde verfügen. Demnach ertragen Personen mit einem großen sozialen Netzwerk mehr Schmerzen, als Menschen ohne viele Freunde. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift Scientific Reports.

Kommentar:


Evil Rays

Mit Magenetfeldern: Moral lässt sich bei Menschen abschalten

Magnetfeld schaltet einen wichtigen Hirnbereich für die Moral aus, so entsteht "Seelenblindheit". Die Wissenschaftler identifizieren dadurch den für ethisches Urteilvermögen zuständigen Hirnbereich.

Hintergründe: Eine kleine Gehirnregion hinter dem rechten Ohr ist dafür verantwortlich, dass sich der Mensch in die Absichten und Beweggründe anderer einfühlen kann.

Dies haben Wissenschaftler in Experimenten bewiesen, indem sie dieses spezielle Gehirnareal mit einem angelegten Magnetfeld für kurze Zeit einfach ausschalteten. In der Folge haben sich Versuchspersonen bei der Beurteilung einer Handlung als gut oder schlecht lediglich noch auf die Konsequenzen der Handlung berufen (also auf die Logik). Die dahinter steckende Absicht blendeten sie dagegen weitgehend aus. Die Untersuchungsergebnisse dürften unter anderem auch wichtig sein, um Schuldfragen bei Gerichtsfällen in Zukunft besser bewerten zu können.

Kommentar: Hier weitere Informationen dazu, wie leicht manipulierbar der Mensch offensichtlich ist:


Blackbox

Können Menschen die Zukunft vorhersehen?

Sind einige Menschen tatsächlich in der Lage durch Hellsehen oder Wahrsagen die Zukunft vorherzusagen? Der Forscher Daryl Bem von der Cornell University will nun erste Beweise dafür gefunden haben.

© Tarot / Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de
Gibt es tatsächlich Hellseher und Wahrsager?
Ithaca (U.S.A.). Ist es tatsächlich machbar, die Zukunft vorherzusehen oder ist das eher der Stoff aus dem ein Science-Fiction geschrieben ist? Eine Studie, die in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurde, belegt angeblich, dass Menschen die Zukunft tatsächlich voraussagen können. Die Fachwelt hingegen zeigt sich schockiert und widerspricht dieser These.

Ausführliche PSI-Experimente in den 70er Jahren

Besonders in den siebziger Jahren florierte ein Forscherzweig, der sich mit PSI-Phänomenen beschäftigte und nachweisen wollte, dass Telepathie, Hellsicht und Vorhersehung wirklich existieren. Das wäre tatsächlich hilfreich und würde nicht nur zahlreiche Unfälle verhindern, sondern könnte das ganze Leben verändern. Bekannt sind Phänomene, in denen Probanden angeben sollen, welches Symbol von einem anderen auf einer Karte angeschaut wird.

Kommentar: Es ist bezeichnend, dass die "Wissenschaft" sich gerade bei diesen Phänomen sich stets auf Experimente und Thesen stürzt, von denen sie sicher sind, sie angreifen und diskreditieren zu können. In Wirklichkeit gibt es seit Jahrzehnten bereits handfeste Beweise für die Existenz solcher Phänomene, die keine Statistik mit noch so viel Mühe uminterpretieren könnte. Aber daran trauen sich die selbsternannten "Kritiker" nicht heran und halten so dieses Phänomen aus dem öffentlichen Bewusstsein gezielt heraus:

Man nehme nur einmal das sogenannte "Remote Viewing": Die Angst der Wissenschaft vor diesen Phänomenen ist eine regelrechte Realitätsverweigerung:
  • Parapsychology and the Paranormal: The Conspiracy To Deny The Real
Hören sie dazu auch unsere Radioshow:
  • Behind the Headlines: Into the supernatural: Interview with parapsychologist Stephen Braude



Bullseye

Warum deine Komfortzone dein größter Feind ist - und wie du aus ihr ausbrichst

Vor drei Jahren hätte ich niemals gedacht, dass ich mich innerhalb kurzer Zeit so verändern kann. Als ich mit der Schule fertig war, war ich unsicher und wusste überhaupt nicht, was ich mit meinem Leben anfangen sollte.
© wundervisuals via Getty Images
Nach meiner verzweifelten Suche nach dem passenden Studiengang, entschied ich mich, für 3 Monate Backpacking nach Australien zu gehen. Aus 3 Monaten wurden 6 Monate, aus 6 Monaten wurde ein Jahr und aus einem Jahr wurde eine Ewigkeit.

Ich war auf mich allein gestellt, ich war spontan und oftmals hat nicht alles so geklappt, wie ich es wollte - aber trotzdem hat es immer irgendwie geklappt.

All die neuen, unterschiedlichen Bekanntschaften und geknüpften Freundschaften und Erlebnisse und ungeplanten Situationen haben mich in die Person verwandelt, die ich heute bin. Eine Person, die das Leben lebt, das sie leben möchte.