Nachuntersuchungen haben ergeben, dass ein seltenes Wetterphänomen über Karlstein im Waldviertel fegte.
© www.wetter-waldviertel.at/M. WebDer Wirbelsturm hat mehrere Bäume in Karlstein regelrecht abgedreht.
Erst vor wenigen Wochen wurde im Raum Gmünd ein Tornado gesichtet. Drei Tage nach dem verheerenden Hagelunwetter in Karlstein, Bezirk Waidhofen an der Thaya, haben erste Nachuntersuchungen des Schadensbildes ergeben, dass
erneut ein Tornado wütete. Bäume seien regelrecht abgedreht oder samt den Wurzelstöcken herausgerissen worden, berichten Feuerwehrleute: Das Ausmaß lasse auf außergewöhnliche Windgeschwindigkeiten schließen. Meteorologen glauben, dass die Zahl der Wirbelstürme in Österreich zunehmen wird, sollte die Erderwärmung anhalten.
Was die Experten so sicher macht, dass in der Nacht auf Freitag ein Tornado über das Gebiet von Karlstein zog, erklärt der Waldviertler Meteorologe Manuel Weber bei einem Lokalaugenschein mit Rainer Kaltenberger von der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG): "
Bäume liegen auf engem Raum in alle Richtungen. Viele Laubbäume - wie Weiden, Kastanienbäume oder Pappeln - wurden abgerissen und lassen die Kraft, die dahinter gesteckt haben muss, erahnen. Denn Laubbäume sind in der Regel deutlich stabiler als beispielsweise Fichten, die schnell mal umfallen", sagt Weber. Angesichts des vorhandenen Schadensbildes seien Windgeschwindigkeiten von rund 200 Stundenkilometern oder mehr dafür verantwortlich.
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