Verborgene Urzeit-Katastrophe: Nur zehn Millionen Jahre nach dem katastrophalen Ende der Dinosaurier könnte erneut ein Meteorit die Erde getroffen haben. Die Indizien für einen solchen Einschlag vor knapp 56 Millionen Jahren haben Forscher an der US-Ostküste entdeckt: Eine abrupte Häufung winziger Kügelchen aus Gesteinsglas spricht für einen größeren Impakt, wie sie im Fachmagazin "Science" berichten. Er könnte damals zum globalen Wärmemaximum beigetragen haben.

Was diese Wärmeperiode auslöste, bleibt jedoch strittig. Einige Forscher halten ausgedehnte Vulkanausbrüchefür die Ursache, andere einen Methanausstoß aus Meeressedimenten und auch ein Meteoriteneinschlag wird diskutiert.
Verdächtige Glaskügelchen
Indizien für einen solchen Einschlag könnten nun Morgan Schaller vom Rensselaer Polytechnic Institute in New York und seine Kollegen entdeckt haben. Für ihre Studie hatten sie Sedimentbohrkerne von der Küste New Jerseys und vom rund 1.000 Kilometer entfernten Rand des nordamerikanischen Schelfs vor der Küste von Florida untersucht.
Dabei stießen die Forscher auf etwas Auffälliges: In der vor rund 56 Millionen Jahren abgelagerten Schicht häuften sich kleine glasartige Kügelchen. Solche Spherulen können entstehen, wenn das Gestein bei einem Meteoriteneinschlag aufgeschmolzen wird und als feine Tröpfchen hoch in die Atmosphäre spritzt. Beim Abkühlen erstarren die Tropfen zu kleinen Kugeln aus erstarrter Gesteinsschmelze, die dann wieder zu Boden fallen.












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