Hochwasser-Alarm in Paris: Im Grossraum der französischen Hauptstadt haben bis Freitag fast 400 Menschen ihre Häuser verlassen müssen, rund tausend Bewohner waren ohne Strom. Grund sind die steigenden Pegel der Flüsse Seine und Marne. Am Wochenende wird der Höchststand erwartet. Grund für das Hochwasser sind die ungewöhnlich starken Regenfälle der vergangenen Wochen. Am Wochenende soll der Pegel der Seine auf bis zu sechs Meter steigen, wie der Hochwasser-Informationsdienst Vigicrues auf Grundlage einer neuen Schätzung mitteilte. Zuvor waren bis zu 6,20 Meter erwartet worden.
Damit bliebe das Hochwasser niedriger als das von 2016, als ein Höchststand von 6,10 Metern gemessen wurde. Vor zwei Jahren kamen vier Menschen wegen der Fluten uns Leben, 24 wurden verletzt. Die Schäden wurden auf zwischen 900 Millionen Euro und 1,4 Milliarden geschätzt.

© AP Photo/Christophe EnaÜberflutete Ufer der Seine in Paris am Donnerstag 25.1.2018. Flüsse in ganz Frankreich schwellen wegen durch weitere Regenfälle am Donnerstag an. Der Hochwasseralarm in 15 Departements im ganzen Land bleiben bestehen.
Die Schifffahrt auf der Seine ist untersagt. Vorsorglich sind auch Teile der Vorortbahn RER C in Flussnähe geschlossen. Sie verbindet die französische Hauptstadt unter anderem mit Schloss Versailles im Westen. Auch die überfluteten Uferwege an der Seine sind gesperrt. Die Museen in Flussnähe sind in Alarmbereitschaft und wollen notfalls Werke in Sicherheit bringen. Der Louvre hat die Abteilung zur Kunst des Islam vorsorglich geschlossen.
Der historische Höchststand der Seine von 8,62 Metern wurde im Jahr 1910 gemessen. Damals wurden insgesamt 50'000 Häuser in der Innenstadt und in Vororten überschwemmt, viele Strassen waren nur noch per Boot passierbar.

© AP Photo/Christophe EnaMenschen gehen am 25.1.2028 auf der Seinebrücke Pont de l’Alma an der Zuave Skulptur vorbei, welche als Hochwassermarke bei Überschwemmungen genutzt wird.
(SDA)
Kommentar: Überall auf der Welt gab es eine unglaubliche Zunahme von Unwettern und Überschwemmungen. Hier einige Beipiele der letzen Monate:
- Kalifornien: Erst Waldbrände, jetzt Schlammlawinen - Mindestens 13 Tote
- Starke Regenfälle treffen südlichen Balkan - Regenfälle mit bis 250 Litern erwartet
- Paraguay: Unwetter hinterließ zahlreiche Schäden
- Starke Regenfälle lassen Wasserpegel von Venedig ansteigen - Auch andere Teile Italiens betroffen
- Monsun-Unwetter verlangen 12 Todesopfer in Chennai, Indien
- Schwere Regenfälle in Vietnam - Bisher 37 Tote
- Schwere Unwetter treffen weitere Teile Südeuropas
- Sturzbäche im Norden Griechenlands
- Flut historischen Ausmaßes in Houston durch Hurrikan "Harvey"
- Starkregen in Bayern setzte ganzes Dorf unter Wasser
- Monsun in Südostasien fordert mindestens 170 Menschenleben
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- Mindestens acht Tote bei Überschwemmungen in Vietnam
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- Mindestens 7 Tote, 11 Vermisste und 144.000 Evakuierte nach tagelangen sintflutartigen Regenfällen in Japan
Und wenn wir in unserer Geschichte zurückblicken, dann gibt es diese Hinweise: