Wissenschaft und TechnologieS


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Forscher entdecken gigantisches Kanalsystem in der Antarktis

Gigantisches Kanalsystem unter antarktischem Schelfeis

Britische Wissenschafter haben in der Antarktis an der Unterseite des bis zu 1.000 Meter dicken Schelfeises gigantische Kanäle entdeckt. Die Forscher um Anne M. Le Brocq von der Universität von Exeter spürten die Rinnen auf der Unterseite des Filchner-Ronne-Schelfeises vor der Küste der Westantarktis auf. Die Auswertung von Satellitenbildern, Radaruntersuchungen und Luftaufnahmen offenbarte Kanäle mit Durchmessern von über 250 Meter; das regelrechte Kanalsystem erstrecken sich über mehrere hundert Kilometer.
Kanalsystem Antarktis
© anne le brocq/moa image map

Stop

Erbgutanalyse: Wunschzettel für Babys patentiert - Wir spielen Gott, ohne Ahnung zu haben

Ein hübsches, gesundes und sportliches Kind? Welche Eltern würden da Nein sagen. Das Gentest-Unternehmen 23andMe patentierte nun eine Methode, die Katalog-Babys ermöglichen soll.
Baby
© Occupy Corporatism
Blaue Augen, blonde Haare, sportlich und laktosetolerant: So ähnlich könnten demnächst Wunschzettel für Kinder aussehen. Das kalifornische Unternehmen 23andMe will es möglich machen. Die Firma bekam vom US-amerikanischen Patentamt nun eine Bewilligung für eine Methode, mit der zukünftige Eltern die Ei- und Samenspender nach Merkmalen, die sie sich bei ihrem Kind wünschen, auswählen könnten. Damit vollzog das Unternehmen von Anne Wojcicki, der Noch-Ehefrau des Google-Gründers Sergey Brin, einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu Designer-Babys.

In einer Erklärung beleuchtet das Unternehmen sein Vorhaben. Dort heißt es: "Wir bieten Eltern die Möglichkeit, die Eigenschaften und Merkmale, die sie an ihre Kinder weitergeben könnten, vorherzusehen - etwas, was viele Paare auch ohne die Genetik versuchen. Zum Beispiel könnten werdende Eltern neugierig sein, ob ihre Kinder blaue oder braune Augen haben würden, oder gelocktes Haar oder ein Grübchen am Kinn. Paare können auch mehr über schwere Erkrankungen und Risiken, die manchmal in den Familien auftreten, wissen wollen. 23andMe bietet eine Chance, die Genetik dazu zu nutzen, um beides im Blick zu behalten."

Kommentar: Unserer Meinung ist das ein weiterer Schritt, dass auch Kinder als reines - materielles - Produkt von einigen Eltern angesehen werden, wobei Charaktereigenschaften viel von der Erziehung abhängen und ebenso Intelligenz.


Sherlock

Felsbilder verraten angeblich den Glauben der Steinzeitmenschen

Größte Ansammlung präkolumbianischer Felskunst enthüllt dreigeteiltes Weltbild

Steinzeitliche Felsbilder im US-amerikanischen Tennessee haben sich als die umfangreichste und älteste Ansammlung präkolumbianischer Kunst entpuppt. Und noch spannender: Die Lage und Ausführung dieser Bilder spiegelt in einzigartiger Weise das dreigeteilte Weltbild dieser steinzeitlichen Menschen wider. Sie glaubten an eine Art Himmel, die Menschenwelt und die Unterwelt. Das entdeckten US-Archäologen, als sie die Region systematisch nach diesen Relikten durchkämmten.

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© Jan Simek et al. /Antiquity PublicationsPräkolumbianisches Felsbild: Vogelwesen mit zeremoniellen Objekten
Dichte Wälder aus Eichen und Hickory, steile Sandstein-Klippen und zerklüftete Höhen: Das Cumberland Plateau in Tennessee ist eine wilde Landschaft. Noch heute liegt hier eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete der USA. Dass hier auch schon vor tausenden von Jahren Menschen lebten, davon zeugen steinzeitliche Felsbilder und Höhlenmalereien. "Wir wissen, dass Menschen auf dieses Plateau kamen, um Nahrung zu finden und andere Ressourcen wie Holz zu gewinnen", erklärt Koautorin Sarah Sherwood von der University of the South in Sewanee. Felsbilder seien ein integraler Teil ihrer Kultur gewesen und ein Ausdruck dessen, wie diese Menschen ihre Umwelt wahrnahmen und nutzten.

Mars

»Katastrophales Ereignis« zerstörte die Marsatmosphäre

Der Rover Curiosity, der seit einem Jahr auf dem Mars im Einsatz ist, liefert neue Beweise für eine frühere Umwälzung der Atmosphäre auf dem Roten Planeten. Nach der Hypothese von NASA-Wissenschaftlern wurde die Marsatmosphäre vor ungefähr vier Milliarden Jahren durch Vulkanausbrüche oder eine massive Kollision zerstört.
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© NASA
Neue Gesteinsproben lassen darauf schließen, dass diese Atmosphäre sauerstoffreich war. Die jüngsten Beobachtungen des Roten Planeten werden jetzt für einen Vergleich mit dem Erdklima genutzt, denn schließlich wird darüber diskutiert, ob es möglich sein wird, Menschen auf den Mars zu bringen. Wissenschaftler denken auch über die fragilen atmosphärischen Bedingungen auf der Erde nach und fragen sich: »Könnte eine ähnliche Katastrophe wie die auf dem Mars, die wir jetzt untersuchen, die sauerstoffreiche Hülle der Erde auslöschen?«

X

Auch Dieselabgase schädlich für Bienen: Stickoxide stören die Blütenortung

Stickoxide zersetzen für das Erkennen wichtige Duftkomponenten

Honigbienen haben es nicht leicht: In vielen Regionen lassen Monokulturen ihre Nahrung knapp werden, sie werden durch Pestizide vergiftet und Milben parasitieren sie und ihre Brut. Jetzt haben Forscher ein weiteres Problem entdeckt: Dieselabgase machen es den gelb-schwarzen Insekten schwer, Blüten zu finden. Denn vor allem die Stickoxide im Abgas zersetzen und verändern den Blütenduft so, dass die Bienen die Blumen nicht mehr orten können. Das könnte schwerwiegende Folgen für diese wichtigen Bestäuber haben, warnen die Forscher im Fachmagazin Scientific Reports.
Biene
© Luis Miguel Bugallo Sánchez/ CC-by-sa 3.0Honigbiene auf einer Blüte
Honigbienen sind Augen- und Nasentiere: Aus der Ferne lassen sie sich meist zunächst von optischen Signalen leiten - der Farbe und Form einer Blüte. Haben sie diese dann erreicht, kommt der Geruch ins Spiel: Die Biene registriert den charakteristischen Mix aus Chemikalien, der den Duft der Blüte ausmacht und lernt, ihn mit ihrer Belohnung zu assoziieren - dem Nektar und Pollen. "Honigbienen haben einen sehr sensiblen Geruchssinn und eine außergewöhnliche Fähigkeit, neue Düfte zu lernen und zu behalten", erklärt Tracey Newman von der University of Southampton, eine der beiden Studienleiterinnen. Hat sich die Biene einmal den Duftcocktail einer Blumensorte gemerkt, nutzt sie diesen, um lohnende Blüten auch aus größerer Entfernung aufzuspüren.

Red Flag

Komet Ison-Hype: Der Weltuntergangskomet

Kometen sind schön, aber auch unheimlich. Ison verspricht in den nächsten Wochen ein wunderbares Himmelsspektakel. Doch Verschwörungstheoretiker verbreiten schon wieder Weltuntergangsszenarien.

Es war der 21. September 2012, als er zum ersten Mal am Himmel gesichtet wurde. Ein schwacher Nebelfleck im Sternbild Krebs, der da eigentlich nicht hingehörte. Doch die beiden Hobbyastronomen Vitali Newski aus Weißrussland und sein russischer Kollege Artjom Nowitschonok wussten bald, was ihnen vor die Linse gekommen war: Ein Komet. Ein Schweifstern.

Einer jener zahllosen kleinen Himmelskörper, die sich in der so genannten Oortschen Wolke am äußersten Rand unseres Sonnensystems sammeln und gelegentlich durch die Schwerkraft eines vorbeiziehenden Sterns in das Innere des Sonnensystems gelangen.

Gut zehn Kometen werden jedes Jahr neu entdeckt. Die meisten von ihnen bleiben für das bloße Auge unsichtbar. Bei dem Kometen Ison allerdings - benannt nach dem Teleskop des "International Scientific Optical Network", mit dem er entdeckt wurde - könnte zu den seltenen Kometen gehören, die ein großartiges Himmelsspektakel veranstalten.

Kommentar: Summa summarum, es handelt sich bei dem Kometen Ison um einen Hype.


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Drei weitere Pestizide die Honigbienen umbringen

Dank einer neuen Studie ist die lange Liste bekannter chemischer Gifte, die Bienen umbringen, um drei gewachsen. Die Studie, die in der Zeitschrift "Toxicology and Chemistry" veröffentlicht wurde, war von Forschern erstellt worden, die der nicht profitorientierten Gruppe Society of Environmental Toxicology and Chemistry (SETAC) angehören.
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© Aleksandar Mijatovic / Shutterstock
Sie hatten ermittelt, dass selbst nicht-tödliche Dosen von drei häufig verwendeten Insektiziden Bienen so schwer schädigen, dass es zum Bienenvolk-Kollaps (»CCD« nach dem englischen »Colony Collapse Disorder«) und anderweitigem Massensterben von Bienen kommen kann.

Für ihre Untersuchung hatten Dr. Stephan Caravalho und seine Kollegen an der "Universidade Federal de Lavras" in Brasilien und am französischen "Institut National de la Recherche Agronomique" die physiologische Wirkung von Deltamethrin, Fipronil und Spinosad auf die Honigbienenart "Apis mellifera" untersucht. Die drei Chemikalien wurden den Bienen in unterschiedlichen Dosierungen gegeben, um die entstehende Schädigung zu messen und die Sterberate zu beobachten.

Kommentar: Weitere Artikel zum Thema:


Satellite

Saturnsonde "Cassini" findet erstmals Plastikzutat auf fremden Himmelskörper

Die NASA-Saturnsonde "Cassini" hat auf dem Saturnmond Titan - und damit erstmals überhaupt - Propylen (Propen) und damit eine der Hauptzutaten bei der Herstellung von irdischem Plastik, auf einem fremden Himmelskörper entdeckt.
Saturnmond Titan
© NASA/JPL-Caltech/Space Science InstituteBlick der Cassini-Sonde auf die Nachtseite des größten Saturnmondes Titan: Das Sonnenlicht bricht von hinten durch die dichte Atmosphäre des Mondes und bildet so den Farbring.
Greenbelt (USA) - Wenn auch in kleinen Mengen, so wurde das Propylen dennoch mit dem Infrarotspektrometer (CIRS) an Bord der Sonde in der unteren Titan-Atmosphäre identifiziert.

Wie die Forscher um Conor Nixon vom Goddard Space Flight Center der NASA aktuell im Fachjournal Astrophysical Journal Letters berichten, findet sich die Chemikalie überall in unserer täglichen Umgebung und wird auf Plastikprodukten mit der Kennziffer 05 (PP) für Polypropylen ausgewiesen.

Comet

Komet Ison zieht am Mars vorbei - mit Teleskopen schon sichtbar

Komet Ison passiert jetzt den Mars. Der vielleicht hellste Komet 2013 ist mit bloßem Auge noch nicht zu sehen - mit Teleskopen allerdings schon.
komet ison
© NASA, ESA, J.-Y. Li (Planetary Science Institute), und das Hubble Comet ISON Imaging Science TeamKomet Ison passiert Ende September 2013 den Mars. Wie sich der mögliche Jahrhundert-Komet weiter entwickelt, ist noch unklar.
Astronomen auf der ganzen Welt sind gespannt, wie Komet Ison sich weiter entwickeln wird. Ison C/2012 S1 war im September vergangenen Jahres von den russischen Hobbyastronomen Vitali Nevski und Artyom Novichonok entdeckt worden. Einige Forscher hoffen, dass Komet Ison im November 2013 heller als der Vollmond strahlen könnte und damit zum Jahrhundert-Kometen wird. Andere fürchten, er könnte bei der Annäherung an die Sonne zerstört werden.

Schon jetzt sind etliche Kameras und Teleskope auf den Himmelswanderer gerichtet. Denn Komet Ison passiert in diesen Tagen den Mars, ist dem roten Planeten dann sechs Mal näher als es die Erde je sein wird. "Er ist mit dem bloßen Auge unsichtbar", berichtet Carey Lisse, Chef des Komet Ison Beobachtungs-Teams der Nasa, "aber innerhalb der Reichweite von Teleskopen."

Kommentar: Es wird ein ziemlicher Hype um den Kometen Ison gebildet. Wobei die eigentliche Gefahr von viel kleineren Objekten ausgeht, die mittlerweile fast täglich weltweit gesichtet werden.


Sun

NASA sagt: Magnetfeld der Sonne wird sich in spätestens drei bis vier Monaten umkehren

Bei der Sonne kündigen sich große Veränderungen an, und die Auswirkungen dieser Veränderungen werden sich wohl auf unser gesamtes Sonnensystem auswirken. Das Phänomen ist bekannt als Polumkehr oder Umpolung des Magnetfelds der Sonne, laut NASA wird es in den nächsten drei bis vier Monaten dazu kommen.
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© Bobboz / Shutterstock
Eine Mitteilung der NASA erklärt, dass diese ungewöhnliche Umkehr des Magnetfelds Teil einer Polumkehr ist, die alle elf Jahre auf dem Höhepunkt jedes Sonnenzyklus auftritt. Wenn das magnetische Feld das nächste Mal kippt, bezeichnet dies die Mitte von Solarzyklus 24 oder den Halbzeitpunkt des gegenwärtigen so genannten »solaren Maximums«. Und wie uns Experten versichern, werden Sie und ich es an verstärktem Weltraumwetter und anderen Ereignissen im Weltraum um die Erde bemerken.