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Kein bislang bekannter Fisch lebt tiefer: Wissenschaftler filmen seltsame Tiere im Marianengraben

unbekannte Fischart Marianengraben, tiefstlebender Fisch
© Screenshot des YouTube-VideosKein bislang bekannter Fisch lebt tiefer: Wissenschaftler filmen seltsame Tiere im Marianengraben
US-Wissenschaftler haben im Marianengraben eine bislang unbekannte Fischart entdeckt. Dabei kann es sich womöglich um den "tiefstlebenden" Fisch handeln. Das ungewöhnliche Tier heißt auf Lateinisch Pseudoliparis swirei und gehör der Familie der Scheibenbäuche an.

Die für die Erstbeschreibung gefangenen und gefilmten Fische wurden von einem Köder angezogen. Die Spezies wurde bis in eine Tiefe von 8.178 Meter beobachtet. Pseudoliparis swirei ist rosig-weißlich gefärbt. Seine Haut ist transparent, sodass innere Organe und die Rumpfmuskulatur sichtbar sind.

"Sie sehen zwar nicht stark und robust genug aus, um in einer solch extrem schwierigen Umwelt zu leben, dennoch sie sind äußerst erfolgreich", zitiert die Zeitung The Independent Mackenzie Gerringer, Meeresbiologin von der University of Washington.

Bulb

Die »Hells Bells« von Yucatán: Seltsame Unterwasser-Stalaktiten erstmals untersucht

In einer seit Jahrtausenden überfluteten Höhle in Mexiko sind einzigartige »Tropfsteine« entstanden. Doch wie war das möglich?
Hells Bells
Eugenio Acévez und Jerónimo Avilés/Stinnesbeck at al.
Bei Tropfsteinen zeigt sich die Natur von ihrer künstlerischen Seite. Im Normalfall wachsen sie Tausende von Jahren in Höhlen, die sich in kalkhaltigem Gestein gebildet haben: Wasser sickert durch das Gestein und reichert sich dabei mit Kalziumkarbonat an. Erreicht es die Höhlendecke, fällt beim Heruntertropfen ein kleiner Teil des Kalziumkarbonats aus, bleibt hängen und trägt ein wenig zur Bildung eines Tropfsteins bei.

Während hängende Kalkzapfen Stalaktiten genannt werden, heißen die sich von unten bildenden Tropfsteine Stalagmiten. Eine spektakuläre »Tropfsteinformation« in der El-Zapote-Höhle auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán zeigt nun aber, dass es auch anders geht - zumindest bei Stalaktiten.

Ice Cube

Anomalie: Delle im Magnetfeld bereits in der Eiszeit

Delle im Erdmagnetfeld in der Eiszeit
Das Erdmagnetfeld hat über dem Südatlantik eine gewaltige Delle. Seine Stärke beträgt hier nur rund die Hälfte des Normalwertes, dadurch ist die Schutzfunktion des Feldes drastisch reduziert.

Die traditionelle Sicht, dass diese Anomalie eine vorübergehende Erscheinung ist, geriet in den vergangenen Jahren unter Druck, weil 1000 Jahre alte Proben aus dem südlichen Afrika auch ihre Spuren tragen. Basaltproben von Tristan da Cunha zeigen jetzt, dass es die Anomalie auch vor Zehntausenden von Jahren gab.

Die Magnetfeldanomalie im Südatlantik reicht wesentlich weiter in die Erdvergangenheit, als man bisher annahm. Eine Arbeitsgruppe aus Großbritannien und Deutschland hat jetzt Gesteinsproben der Vulkaninsel Tristan da Cunha im Südatlantik ausgewertet und auch für eine 30.000-Jahres-Periode der jüngeren Erdvergangenheit drastisch verringerte Magnetfeldstärken entdeckt.

"Wir haben in der Periode, die vor 80.000 Jahren begann und vor 56.000 Jahren endete, fünf Vorgänge, bei denen die Magnetfeldstärke ähnlich schwach wie heute war", berichtete Jay Shah, Doktorand am Londoner Imperial College, auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union in Wien. Er hatte die Gesteinsproben für seine Master-Arbeit ausgewertet.

Nuke

Shellenberger: Atomenergie ist die grünere Energie und Windräder und Solarzellen erzeugen Giftmüll

In der Überschrift, der Ausspruch des Umweltaktivisten Michael Shellenberger, der im Times-Magazin ein Held der Umwelt im Jahr 2008 genannt wurde. Im weltweiten Kampf der Klima-Alarmisten gegen Kohlendioxid, glauben nur noch die größten Phantasten, dass Wind- und Sonnenenergie etwas zur Reduzierung von CO2 beiträgt. Australien ist das einzige G20-Land mit einem gesetzlich festgelegten Verbot der Energieerzeugung aus Kernkraft. Daher gibt es auch kein einziges Kernkraftwerk, obwohl die Uranvorkommen sehr reichhaltig sind.
michael shellenberger
© TED
Durch die Kombination der neuen Nationalen Energie-Garantie (NEG) des Bundes und der damit verbundenen Emissionsverpflichtung wird die Kernenergie jedoch ins Gespräch gebracht.

Wiederholt haben wir bereits geschrieben, dass Kernenergie die einzige eigenständige Stromerzeugungsquelle ist, die Strom auf Abruf liefern kann, ohne dabei CO2-Emissionen zu erzeugen. Aus der Sicht eines Stromversorgers ist die Kernkraft eine Quelle, die offensichtlich in der Lage ist, sowohl ihre NEG-Verpflichtung als auch ihre Emissionsverpflichtungen zu erfüllen, sofern eine solche Wahl verfügbar wäre.

Kommentar: Interessante Entwicklung von Michael Shellenberger, wenn er vorher ein richtig grüner Umweltaktivist war und zusätzlich Barack Obama beriet. Bleibt abzuwarten, ob er es mit seinen Aussagen wirklich ernst meint.

Lesen Sie zur "grünen" Energiepolitik den folgenden Sott-Artikel:

Lebst du noch grün, oder denkst du schon? Der große Ökostrom-Betrug


Bulb

Roskosmos: Sojus-Rakete erfolgreich gestartet - Kein Kontakt zu Satelliten: Falsche Umlaufbahn

Heute früh ist vom vom neuen russischen Weltraumbahnhof Wostotschny die Sojus-2.1b-Rakete mit einem Wettersatellit vom Typ Meteor-M,Meteor und 18 weiteren Satelliten gestartet. Keiner der Satelliten habe die geplante Umlaufbahn erreicht, teilte die russische Nachrichtenagentur Interfax mit Verweis auf die Weltraumbehörde Roskosmos mit.
Sojus
© SputnikRussische Weltraumbehörde: Kein Kontakt zu Satellit, der von Wostotschny befördert wurde
Die Raketenoberstufe vom Typ Fregat sowie der Satellit haben nur die Zwischenumlaufbahn erreicht, hieß es. Danach sei es jedoch nicht gelungen, den Kontakt mit der Rakete aufzunehmen. Die Behörde ermittelt derzeit mögliche Ursachen des Zwischenfalls. Es wird vermutet, dass die Rakete samt Nutzlast auf einer falschen Flugbahn flog, in die Atmosphäre eintrat und dann in den Atlantischen Ozean stürzte.


Clock

Der C14-Crash: Alle Altersdatierungen sind möglicherweise falsch

dinosaurier, c14 datierungsmethode
Japanische Wissenschaftler konnten jetzt erstmals nachweisen, dass Blitze in der Erdatmosphäre bisher unbekannte Kernreaktionen auslösen können, bei denen unter anderem radioaktive Isotope wie Kohlenstoff-14 (C14) entstehen.

Dadurch könnte die Kohlenstoffdatierung in Frage gestellt werden, die verschiedene Wissenschaftszweige wie Archäologie, Anthropologin oder Paläontologie gerne zur Altersbestimmung nutzen.

Wissenschaftler hatten schon lange den Verdacht, dass Blitze Kernreaktionen der Luftmoleküle und dabei auch Positronen erzeugen können. Schon 1925 trug der schottische Physiker und Meteorologe Charles Wilson seine Theorie vor, dass Gewitter und die begleitenden Blitze Kernreaktionen in der Atmosphäre verursachen könnten.

Tatsächlich konnte man in den darauffolgenden Jahrzehnten auch Neutronen, Gammastrahlung und energiereicher Elektronen nachweisen, doch eindeutige Hinweise auf die dazugehörigen Prozesse fehlten.

Einem japanischen Forscherteam von der Kyoto University und der Universität Tokyo gelang es nun im Rahmen ihres Projekts »Gamma-Ray Observation of Winter Thunderclouds« (GROWTH), den Ablauf der von Blitzen verursachten Kernreaktionen sicher nachzuweisen.

Binoculars

Elektroautos können für Engpässe bei teuren Rohstoffen sorgen

Die deutsche Industrie sieht die Gefahr einer Rohstoffknappheit als Folge der steigenden Zahl von Elektroautos. Der zuständige Experte bei der Deutschen Rohstoffagentur, Brandenburg, verwies auf die starke Abhängigkeit der Wirtschaft von ausländischen Lieferanten.
Elektroauto
© Plugin / Johannes Wiesinger / pixelio.deBis zum Jahr 2050 sollen nur noch emissionsfreie Fahrzeuge erlaubt sein.
Vor allem bei Metallen, die man für den Bau von Batterien benötige, sei man auf Importe angewiesen. Das Angebot werde immer knapper und die Minenbetreiber könnten die Preise diktieren. In den meisten Fällen gebe es entweder nur wenige Anbieter, oder die Rohstoffe würden in Ländern mit erhöhten politischen Risiken gefördert, sagte Brandenburg der "Welt am Sonntag". Zwar gebe es auf der Erde reiche Vorkommen. Es seien aber nur wenige Länder bereit, diese Rohstoffe abzubauen, auch weil dies mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden sei.

Der Abteilungsleiter Sicherheit und Rohstoffe beim Bundesverband der Deutschen Industrie, Wachter, erklärte, der Bedarf wachse schneller als die Kapazitäten bei der Förderung. Ohne eine ausreichende Versorgung, beispielsweise mit Kobalt, Graphit, Lithium oder Mangan, werde es keine Zukunftstechnologien "Made in Germany" geben.

Kommentar:


Bulb

Darwin wäre erstaunt: Der Darwinfink - In zwei Generationen neue Vogelart entstanden

Forscher haben eine erstaunliche Evolutionsgeschichte auf den Galapagosinseln dokumentiert: In der Familie der Darwinfinken hat sich gleichsam im Zeitraffer eine neue Art herausgebildet. Durch eine Kreuzung zweier Arten ist Nachwuchs entstanden, bei dem es sich nicht einfach um Mischlinge handelt: Die Vögel pflanzen sich nur untereinander fort und haben spezifische Merkmale - Charakteristika einer eigenen Spezies, sagen die Biologen.


Kaktusfink
Ein Vertreter der neuen Art
Die erstaunliche Geschichte beginnt mit einer überraschenden Vogelsichtung im Jahr 1981: Biologen um das Forscherpaar Rosemary und Peter Grant von der Princeton Univerity bemerkten auf der kleinen Insel Daphne Major einen seltsam großen Darwinfink, der ein ungewöhnliches Lied sang. Er gehörte offensichtlich nicht zu den drei Darwinfinkenarten, die auf der Insel heimisch sind. "Er war so anders, dass er nicht aus einem Ei auf Daphne Major geschlüpft sein konnte", berichtet Peter Grant. Die Forscher vermuteten damals, dass er irgendwie von einer der anderen Galapagosinseln auf das vergleichsweise isolierte Eiland des Archipels gelangt war.

Um mehr zu erfahren, entnahmen die Wissenschaftler diesem Tier eine Blutprobe und ließen den Vogel wieder frei. Anschließend beobachteten sie, dass der Newcomer mit einer ortsansässigen mittelgroßen Finken-Dame der Art Geospiza fortis Nachwuchs gezeugt hatte. Diese Jungtiere sorgten anschließend ihrerseits wieder für Nachkommen. Die Forscher ließen diese neu entstandene »Big Bird-Linie« nun nicht mehr aus den Augen und entnahmen über sechs Generationen hinweg Blutproben zur genetischen Analyse. Mittlerweile gibt es rund 30 Nachkommen. Nun berichten die Biologen über ihre gesammelten Beobachtungsdaten und Analysen.

Nuke

Unabhängige Kommission russischer Wissenschaftler will Ursache erhöhter radioaktiver Strahlung in Europa bestimmen

Russische Kommission Strahlung Europa
© putnik/ Jewgeni jepantschinzew
Atomwissenschaftler wollen eine unabhängige Kommission bilden, um die Quelle in Europa festgestellten radioaktiven Substanz Ruthenium-106 zu bestimmen, teilte die russische Atomenergiebehörde Rosatom am Freitag auf ihrer Webseite mit.

Das Institut für Probleme der sicheren Entwicklung der Atomenergetik der Russischen Akademie der Wissenschaften erklärte sich bereit, die Bildung der Kommission zu koordinieren. Rosatom hat seinerseits die nötige Mitwirkung zugesagt und will die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informieren.

Anfang Oktober hatte das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) von ungefährlich geringen Mengen von Ruthenium-106 in Deutschland, aber auch in Italien und Österreich berichtet. BfS-Fachleute vermuteten, dass die Quelle im südlichen Ural liegen könnte. Belege für ihre These legten sie jedoch nicht vor. Rosatom wies die Mutmaßung als falsch zurück. Das Ministerium für öffentliche Sicherheit des russischen Gebietes Tscheljabinsk hatte mitgeteilt, dass in der Region selbst kein Austritt von Radioaktivität gemessen worden sei. Im Gebiet Tscheljabinsk befindet sich die Atomanlage Majak, in der spaltbares Material industriemäßig hergestellt wird.

Ruthenium-106 wird hauptsächlich als Strahlenquelle in der Krebstherapie genutzt, seltener auch in Isotopengeneratoren zur Energieversorgung von Satelliten.

Kommentar:


People

Tiere nutzen ihre eigenen "sozialen Netzwerke"

Wölfe, Wolf
© Flickr/ Jeremy Weber
Lange Zeit wurde angenommen, dass Tiere nur über den direkten Kontakt Informationen und Wissen austauschen können. Doch nun scheinen sich zunehmend Indizien dafür zu finden, dass Tiere ebenfalls über "Datenbanken" und öffentliche Netzwerke verfügen, die ihnen erlauben, Wissen ohne direkten Kontakt zwischen Generationen und Individuen auszutauschen.

Bereits der sowjetische Forscher Nikolaj Naumow hatte die These aufgestellt, dass Tiere eine Art soziale Netzwerke aufbauen können, um Informationen "öffentlich" auszutauschen. Diese nannte er "Signalfelder".

Nach Naumows Hypothese sind diese Signalfelder in die natürliche Umgebung eingebaut und dienen als "Sammelort" für Informationen, die von allen Individuen offen eingesehen werden können.

Besonders oft betreffen diese Informationen sichere Wege zu Wasser- oder Nahrungsstellen.