Wissenschaft und TechnologieS


Dreamsicle

Japaner entwickeln nicht schmelzendes Eis

Der Traum vom "nicht schmelzenden Eis"? Dank japanischer Forscher und einer ganz speziellen Zutat, einem Extrakt gewonnen aus Erdbeeren, ist dies nun endlich Realität.
nichtschmelzendes eis
© refined guyKöstliches, nicht schmelzendes "Kanazawa Eis" - in den niedlichsten Formen.
Seit April wird das "nicht schmelzende" Super-Eis, "Kanazawa Ice" oder auch "not melting Popsickle" genannt, vermarktet. Verkauft wird die Süßspeise in verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen in Eisdielen Kanazawas, sowie in Tokyo und Osaka. Perfekt ist das Eis (noch) nicht, jedoch soll es bis zu über 10 Minuten in der prallen Sonne - und das bei japanischen Temperaturen von über 30 Grad- noch nicht zerlaufen.

Bei dem Geheimnis des nicht-schmelzenden Eises handelt sich um ein Extrakt aus Erdbeeren, sogenanntes Polyphenol. Das Polyphenol verhindert, dass sich Wasser und Öl trennen und das Eis somit schmilzt und seine Form verliert. Entwickelt wurde das Eis von dem Biotherapy Development Research Center in Kanazawa und einem ehemaligen Professor der Kanazawa Universität, Tomihisa Ota.

Camera

Wissenschaftler entwickeln revolutionäre Kamera, die durch den menschlichen Körper sehen kann

Forscher entwickeln eine Kamera, welche in Zukunft Untersuchungen revolutionieren könnte
Operation
© AntonioDiaz/fotolia.comEine neu entwickelte Kamera könnte Medizinern eine effektivere Behandlung bei Operationen oder inneren Untersuchungen ermöglichen.
Bisher mussten Mediziner, wenn sie in den menschlichen Körper sehen wollten, dafür teure und umständliche Methoden, wie beispielsweise Röntgenstrahlen verwenden. Forschern ist es jetzt gelungen eine Kamera zu entwickeln, welche sozusagen durch den menschlichen Körper sehen kann.

Die Wissenschaftler der University of Edinburgh and Heriot-Watt University haben eine Kamera entwickelt, welche durch den menschlichen Körper blicken kann. Das Gerät wurde entworfen, um es Ärzten leichter zu ermöglichen, bei Operationen und und inneren Untersuchungen das verwendete Endoskop zu verfolgen und dieses besser im Blick zu behalten. Die Experten veröffentlichen eine Pressemitteilung zu den Ergebnissen ihrer Studie.

Control Panel

Asteroid Florence hat sogar zwei Monde im Schlepptau

Bei seinem dichten Erdvorbeiflug am 1. September 2017 entdeckten NASA-Forscher zwei kleine Monde im Umlauf um den Asteroiden (3122) Florence. Sie sind zwischen 100 und 300 Meter groß.
asteroid florence monde
© NASA / JPL Center for Near-Earth Object StudiesAsteroid (3122) Florence auf einer Radarkarte (Ausschnitt)

Der erdnahe, rund 4,5 Kilometer große Asteroid (3122) Florence wird von zwei kleinen Monden begleitet, die Durchmesser von 100 bis 300 Metern aufweisen. Die Radarkarte nahm die 70-Meter Antenne der NASA in Goldstone am 1. September 2017 auf.
Bei seinem nahen Vorbeiflug an der Erde am 1. September 2017 wurde der Asteroid (3122) Florence intensiv mit den Radarsystemen der Radioteleskope von Arecibo auf Puerto Rico und von Goldstone in Kalifornien untersucht. Auf den dabei erstellten Radarkarten zeigt sich Florence als ein rundlicher Himmelskörper mit einem Durchmesser von 4,5 Kilometern.

Eine besondere Überraschung ist die Entdeckung von zwei kleinen Monden mit Durchmessern zwischen 100 und 300 Meter. Die Umlaufzeiten sind noch nicht genau bestimmt, dürften aber etwa acht Stunden für den inneren Mond und zwischen 22 und 27 Stunden für den äußeren Mond betragen. Damit ist Florence erst das dritte Objekt unter den derzeit bekannten mehr als 16 400 erdnahen Asteroiden, das von zwei Monden begleitet wird.


Kommentar: Darunter könnten sich immer noch viel kleinere Körper befinden.


Kommentar: Sott.net vermutete bereits bei Erwähnung des Asteroiden vor einigen Tagen, dass der Asteroid weitere Gesteinskörper im Schlepptau haben könnte.


Bulb

Doch nicht "out of Afrika": 5,6 Mio. Jahre alte Fußspuren rütteln an Evolutionstheorie

Seit man in den 1920er-Jahren erstmals die Überreste des rund 4 Millionen Jahre alten homininen Australopithecus im Süden und Osten Afrika entdeckte, gingen unsere Anthropologen davon aus, dass die sogenannte »Wiege der Menschheit« in Afrika liege. Nun haben polnische Wissenschaftler jedoch auf der griechischen Insel Kreta 5,6 Millionen Jahre alte Fußspuren menschlicher Vorfahren identifiziert, die an diesen afrikanischen Ursprung rütteln.
Fußspuren Kreta
Die 5,6 Mio. Jahre alten fossilen Fußspuren auf Kreta
Wie Dr. Gerard Gierlinski und sein Kollege Grzegorz Niedzwiedzki vom Polnischen Geologischen Institut auf Science News zitiert werden, hat eine neue Datierung ihrer in 2002 auf der Halbinsel Trachilos im Westen Kretas entdeckten Fußspuren ergeben, dass sie 5,6 Millionen Jahre alt sind und bereits menschenartige anatomische Eigenschaften aufweisen. Diese Trachilos-Fußabdrücke sind somit etwa zwei Millionen Jahre älter als die Australopithecus-Spuren aus Laetoli im nördlichen Tansania und weisen zudem menschenähnlichere Merkmale auf, als der rund 4,4 Millionen Jahre alte Ardipithecus ramidus aus einer Fundstätte in Äthiopien. Sie sind jedoch jünger als andere Funde von Frühmenschen, die in Kenia oder dem Tschad gefunden wurden.

Kommentar: Darwinismus, Evolutionstheorie und Kreationismus: Engstirnige Dogmen basierend auf Glaubenskonstrukten


Chalkboard

Über 100 Jahre sind drin: Wissenschaftler berechnen menschliches Höchstalter

Menschenleben,Alter,Foto Kind Senior
© Pixabay
Holländische Wissenschaftler haben die maximale Lebensdauer des Menschen berechnet. Das meldet die Tilburg University (TiU, Niederlande) am Samstag auf ihrer Webseite.


Die Experten haben festgestellt, dass Männer bis zum Alter von 114, 1 Jahren und Frauen bis 115, 7 Jahren leben können. Zu dieser Schlussfolgerung sind die Forscher gekommen, nachdem sie die Lebensdauer von über 75 000 Einwohnern der Niederlande, die während der letzten 30 Jahre im Alter von über 94 Jahren aus dem Leben geschieden waren, analysiert haben.

Einen Rekord in der Lebensdauer hat die Französin Jeanne Louise Calment geschlagen, die im Alter von 122 Jahren und 164 Tagen gestorben war.

Kommentar: Und diese Berechnung meint nur einen Durchschnitt:


Beaker

Wissenschaftler wollen Geheimnis über Prognose der Lebenserwartung gelüftet haben

Labor
© Flickr/ Vall d'Hebron Institut de Recerca VHIR
Wissenschaftler aus Deutschland, den Niederlanden, den USA und Japan haben einen einfachen Weg gefunden, die Lebenserwartung eines Organismus zu bestimmen. Die entsprechenden Forschungsergebnisse hat die Fachzeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht.

Die Forscher haben demnach einen Zusammenhang zwischen der Größe des Nukleolus ("Kernkörperchen") in den Zellen frei lebender Nematoden (Fadenwürmer) und der Lebenszeit entdeckt. Je kleiner die Größe innernuklearer Zellkomponente sei, desto höher sei die Lebenserwartung des Organismus. Eine ähnliche Korrelation zwischen Nukleolus-Größe und Lebensdauer sollen die Wissenschaftler auch bei Fruchtfliegen und Nagetieren festgestellt haben.

Kommentar:


Fireball

Asteroid Florence fliegt derzeit an der Erde vorbei

Der Asteroid "Florence" fliegt derzeit in sieben Millionen Kilometern Entfernung an der Erde vorbei. Der im Durchmesser 4,4 Kilometer große Gesteinsbrocken stellt jedoch laut Experten keine Gefahr für die Erde dar.
asteroid florence
Moskau - In sicherer Distanz von sieben Millionen Kilometern fliegt derzeit ein riesiger Asteroid an der Erde vorbei. Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen habe ein so großer Brocken derart nah die Erde passiert, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. "Florence" hat einen Durchmesser von 4,4 Kilometern und sollte seinen erdnächsten Punkt Experten zufolge am Freitag gegen 14 Uhr deutscher Zeit erreichen. Er ist dann etwa 18 Mal weiter entfernt als der Mond. "Der stellt überhaupt keine Gefahr dar", sagte Rüdiger Jehn, der bei der Europäischen Raumfahrtagentur Esa für Asteroiden zuständig ist, am Freitag.


Kommentar: Man weiß nie, ob der Asteroid noch kleinere Brocken im Schlepptau hat.


Kommentar:

Größter Asteroid seit Beginn der Beobachtungen nähert sich der Erde an


Question

Mutmaßliche Reliquien des Apostels Petrus in Rom entdeckt

Tonbehälter bei Restaurierungsarbeiten einer Kirche in Roms Stadtteil Trastevere gefunden.
Reliquien Apostels Petrus
Bei Restaurierungsarbeiten in einer Kirche im römischen Stadtteil Trastevere sollen mögliche Reliquien des Apostels Petrus entdeckt worden. Das berichteten italienische Medien, darunter die Tageszeitung La Stampa, am Donnerstag. Demnach sei unter dem Altar der Kirche Santa Maria in Cappella ein Tonbehälter mit Reliquien gefunden worden, die laut einer mittelalterlichen Inschrift von den ersten Päpsten stammen könnten.

Wie La Stampa berichtet, listet eine steinerne Inschrift aus der Bauzeit der Kirche im 11. Jahrhundert wichtige Reliquien auf: das Fragment eines Kleides von Maria - das freilich nicht gefunden wurde -, Reliquien des Petrus sowie der Päpste Cornelius, Callistus und Felix, die ursprünglich auf verschiedenen Friedhöfen beigesetzt worden seien. Außerdem nennt die Inschrift die Namen von Märtyrern.

Bulb

SETI-Initiative „Breakthrough Listen“ ortet 15 sich wiederholende Radioblitze aus ferner Galaxie

Schnelle Radioausbrüche, sog. Fast Radio Bursts (FRBs) sind nur wenige Millisekunden andauernde, dafür aber extrem energetische Radioblitze. Seit knapp zwei Jahren sucht die "Breakthrough Listen" Initiative nach intelligenten außerirdischen Signalen und vermeldet nun die Entdeckung von gleich 15 sich FRBs aus gleicher Quelle, die zumindest einige bisherige Erklärungsansätze für die hochenergetischen Signale ausschließen. Eine der verbleibenden Möglichkeiten ist die, dass es sich um Signale einer außerirdischen Zivilisation handelt.

Green Bank Radio Telescope GBRT
© NRAO/AUIDas Green Bank Radio Telescope (GBRT).
Berkeley (USA) - Wie die "Breakthrough Listen"-Astronomen um Dr. Vishal Gajjar von der University of California aktuell über den Wissenschafts-Nachrichtendienst "The Astronomers Telegram" berichten, haben sie mit dem Green Bank Radio Telescope (GBRT) in West Virginia vergangene Woche gleich 15 neue Radioblitze der FRB-Quelle "FRB 121102" aufgefangen, die einer drei Milliarden Lichtjahre entfernten Zwerggalaxie im Sternbild Fuhrmann (Auriga) entstammt. Erstmals gelang es bei diesen Beobachtungen auch sich wiederholende FRBs aus dieser Quelle zu orten.

Diese FRB-Quelle (FRB 121102) wurde erstmals im November 2012 von Astronomen mit dem Radioteleskop von Arecibo auf Puerto Rico entdeckt, war damals die erste FRB-Detektion überhaupt und stellte sich 2015 auch als erste, sich wiederholende FRB-Quelle heraus.

Better Earth

Erstaunlich: Rätsel der Längengrad-Navigation von Vögeln gelöst

Zugvögel lösen eines der schwierigsten Navigationsprobleme auf erstaunlich raffinerte Weise, wie ein Experiment mit Teichrohrsängern enthüllt. Denn sie erkennen ihre Ost-West-Position an der magnetischen Deklination - der Abweichung zwischen dem magnetischen und geografischen Nordpol. Möglich wird dies, indem die Vögel die Informationen ihres Magnetkompasses mit Ortsinformationen aus dem Sternenhimmel und Sonnenstand vergleichen.

Teichrohrsänger
Teichrohrsänger
Seefahrer brauchten Jahrhunderte, um dieses Problem zu lösen: die Bestimmung des Längengrads. Während der Breitengrad an der Höhe der Gestirne über dem Horizont ablesbar ist, erfordert die Positionsbestimmung in Ost-West-Richtung komplexere Berechnungen - und eine genaue Zeitmessung. Diese wurde für Seefahrer jedoch erst möglich, als der britische Uhrmacher John Harrison im Jahr 1753 das erste ganggenaue Schiffschronometer erfand.

Wie schaffen das die Zugvögel?

Doch es gibt noch andere Wesen, die seit Jahrtausenden die halbe Welt umrunden: Zugvögel. Einige von ihnen überfliegen regelmäßig den Atlantik, andere fliegen jedes Jahr 14.500 Kilometer von Alaska über die Beringstraße und Asien bis nach Afrika. Die Vögel navigieren dabei vor allem mit Hilfe ihres Magnetkompasses, aber auch anhand des Sonnenstands und der Sterne.