
© ReutersDeutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt bei Eröffnung von Gamescom-2017 in Köln am 22. August auf.
Die Computerspielemesse Gamescom startete mit Kanzlerin Merkel und endet nun mit einem Rekord. Die Branche ist ein Faktor in der Wirtschaft. Doch die Spiele können auch gefährlich für Kinder und Jugendliche werden, mahnt die Drogenbeauftragte.Die Gamescom als weltweit größte Messe für Computer- und Videospiele ist nach fünf Tagen mit einem Rekord - aber auch Kritik an der Branche - zu Ende gegangen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, warf der Computerspielebranche vor, sie unternehme zu wenig für den Schutz Jugendlicher vor Spielsucht.
Mit Blick auf die Gamescom sagte die CSU-Politikerin
dpa, sie habe die Spielewirtschaft schon vor einem Jahr auf «die suchtfördernden Elemente von Spielen» aufmerksam gemacht. Die Resonanz sei «ziemlich enttäuschend». Auch Gegenvorschläge habe es auch nicht gegeben, beklagte Mortler:
Ich kann daraus nur schließen, dass die Branche kein sonderliches Interesse hat, besser vor Suchtgefahren zu schützen.
Die Gamescom ging am Samstag laut Koelnmesse
mit einem Besucherrekord zu Ende. Mehr als 350 000 Besucher aus 106 Ländern seien seit Dienstag in die Hallen geströmt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Messe in der Domstadt eröffnet und dabei die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung digitaler Spiele hervorgehoben.
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