Am Samstag eskalierte eine Kundgebung von Rechtsextremisten in Virginia. Eine Frau starb, nachdem ein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren war. Schlägereien führten zu Verletzungen. Assange zieht Parallelen zum Rechten Sektor in der Ukraine.
Präsident Donald Trump verurteilte die "ungeheuerliche Gewalt" vom Samstag. Es gebe in Amerika "keinen Platz" für Gewaltausbrüche wie den in Charlottesville. Der Republikaner rief seine Bürger zum Zusammenhalt auf.
Anlass für die Demonstration war ein Beschluss des Stadtrats, eine Statue des Konföderierten-Generals Robert Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg zu entfernen. Kritik musste Trump dennoch einstecken, auch aus der eigenen Partei. Trump verurteilte die gewaltsamen Demonstrationen, umschrieb die Gewalt aber als "Gewalt von vielen Seiten".
Nach Meinung der Kritiker hätte er die Gewalt der Ultrarechten explizit ansprechen müssen. Trump jedoch wollte offenbar nicht den Eindruck erwecken, die Gewalt, die von linksextremen Gegendemonstranten ausging, zu ignorieren.
Zahlreiche US-amerikanische Staaten hatten insbesondere seit der Wahl Trumps zum Präsidenten zuvor eine Welle der Gewalt vorwiegend linksextremer Aktivisten erlebt.
Den Whistleblower
Julian Assange veranlasste der Aufmarsch der ultranationalistischen Amerikaner zu sarkastischen Anspielungen auf extreme Rechten in der Ukraine, die in den Jahren 2013 und 2014 eine wesentliche Rolle bei der Gewalt auf dem Kiewer Maidan gespielt hatten. Diese hielt Assange aber für weitaus besser ausgestattet, denn sie trugen schusssicherere Westen und Gesichtsvermummung.
Kommentar: